Seite 1 von 1
Schatten über Camelot
Verfasst: 7. Juli 2007, 18:07
von Mariamu
Bei einer Runde SüC letzte Woche haben wir den Verräter enttarnt und dann bald darauf verloren. In der folgenden Diskussion über den Spielverlauf war das Fazit: Den Verräter müsste man entweder recht bald aufdecken oder gar nicht. Er ist enttarnt viel zu mächtig.
Auch sollte man die Gralsqueste und Drachenqueste nur bis fast zur Vollendung bringen, so dass die Rückseite nicht lange zur Geltung kommen kann.
Sind das auch eure Erfahrungen? Andere Tipps? Klar, jedes Spiel ist wieder anders, aber vielleicht gibt es Grundlegendes.
Danke und Gruss
Mariamu
Re: Schatten über Camelot
Verfasst: 8. Juli 2007, 08:04
von Attila
Hiho,
Nö - deckt sich nicht mit der Erfahrung bei mir.
Ein enttartner Verräter ist mächtig - das ist wahr!
In "früh aufdecken" ist aber, abgesehen davon das ein Verräter früh im Spiel kaum so behämmert spielt das er erkennbar ist, halt das Problem das er früh beginnt das Spiel zu forcieren.
Das grösste Problem ist i.d.R. die Leute davon zu überzeugen das sie auch ihre Lebenspunkte (oder gar ihr Leben) zu ofpern. In den Spielen die für die Getreuen den Bach runter gegangen sind, war es entweder so das jeder jeden als Verräter verdächtigt hat oder das die Getreuen am Ende das Spiels allesamt 4 oder mehr Lebenspunkte "gehortet" hatten. Wenn man nicht gerade zu 4t Spielt kann der Verräter sich gar nicht erlauben sie früh (durch "offenes" Spiel) zu erkennen zu geben - da 4 (oder mehr) Getreue die wissen wer der Verräter ist, können nur noch durch sehr ungünstige Karten aufgehalten werden.
Ich bin ein Anhänger der "Early Grail eröffnung", d.h. die Getreuen versuchen so schnell wie es geht den Gral zu bekommen. - Ich hab noch kein Spiel gespielt wo die Getruen mit einem frühen Gral verloren haben. Wenn die Getreuen sich darauf einigen (oder zumindest ein grossteil) den Gral früh (gleich nach/in der Eröffnungsrunde) anzugehen ist es der beste "Konter" für den Verräter übrigens dabei mitzuwirken und zu versuchen den Gral zu bekommen.
Ziemlich ungünstig ist es für den Verräter wenn er meint das Lancelot-Feld zu "blockieren". Die Getreuen sind auf die Rüstung nicht angewiesen und als Verräter setzt man sich selber nur unter Zugzwang den anderen gegenüber, da man ja extreme Gefahr läuft enttarnt zu werden wenn man nischt gescheites fabriziert.
Sollte man sich sicher sein wer der Verräter ist, so wird man wohl mit dem 6ten Schwert bzw. 6. Katapult ihn enttarnen, bevor er selber auf die Idee kommt einen enttarnungsversuch zu machen. Je nach Spielsituation kann man aber auch das zulassen und ist sich dann auch noch doppelt sicher.
Die Ritterrunde zu beginn des Spiel ist übrigens ein super wichtiger Punkt wo gescheite Getreue richtig was in die Wege leiten können, da man aus dem "Eröffnungsblatt" schon sehr gut herrauslesen können welche Karten im Spiel sind und welche Queste möglich sind, welche noch eher weniger, etc. Werfen die getreuen allerdinge nur irgendeine Karte rein, dann ist's ziemlich für die Katz - und das läuft meiner Erfahrung dann so: Jeder läuft ohne Absprache irgendwohin und macht irgendwas - der eine zum Gral, der nächste zum Schwarzen Ritter einer zu Excalibur, einer bleib stehen und zieht Karten (einer der Schwächsten Züge zu beginn des Spiels - welcher aber gerne von Leute die das Spiel das erste mal spielen genommen wird, da sie denken das man damit ja nix falsch machen kann). - das sind gute Vorraussetzungen für den Verräter und sehr schlechte um ihn zu finden. (Abgesehen davon das in solchen Runden oft die Partie auch ohne Verräter verloren wird) - die Getreuen sind am stärksten wenn sie zusammen und koordiniert vorgehen und am schwächsten wenn sie das nicht tun.
Mit gescheiten Getreuen hat ein Verräter es nicht einfach. Die Kunst ist es das Spiel der anderen zu stören und das ganze dem "Kartenpech" anzulasten! ;-)
Atti
Re: Schatten über Camelot
Verfasst: 8. Juli 2007, 22:26
von Axel Bungart
Hallo Atti,
wie oft hast Du das Spiel gespielt?
Gruß
Axel
Re: Schatten über Camelot
Verfasst: 9. Juli 2007, 18:11
von Attila
Hiho,
Keine Ahnung - 50 mal oder so ...
Atti