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Ringkrieg: Macht das wirklich Spaß?

Verfasst: 31. August 2007, 08:36
von Jerry
Eine Frage an die, die "Herr der Ringe: Der Ringkrieg" schon mehr als einmal gespielt haben:

Wie empfindet ihr die Spielbalance und allgemein das Spielvergnügen für den Spieler der "freien Völker"? Von meiner Probepartie und den Kommentaren bei Boardgamegeek her habe ich in den Eindruck, dass das Spiel der freien Völker ziemlich unschön ist: man versucht irgendwie, das Vorrücken von Saurons Horden zu verzögern und hofft ansonsten auf Würfelglück um den Ringträger unbeschadet nach Mordor bringen zu können. Insbesondere wird auf BGG immer wieder kritisiert, dass der Spieler der freien Völker viel stärker vom Karten- und Würfelglück abhängig ist als der Sauron-Spieler.

Also ganz einfach: Ist der "Ringkrieg" ordentlich balanciert oder nicht? Bei einem Spiel mit 3h Spieldauer erwarte ich schon eine gute Spielbalance und nicht, dass mir das Ergebnis von 160 Minuten Spiel in der letzen Viertelstunde durch nen ungünstigen Würfelwurf oder ne blöde Karte vergeigt wird :-)

Gruß & Dank,
Jerry

Re: Ringkrieg: Macht das wirklich Spaß?

Verfasst: 31. August 2007, 08:49
von Michel
Nein - ist er nicht, denke ich. Die Freien haben es definitiv einen Tacken schwerer.
Aber gerade das gibt doch die verzweifelte Stimmung des Buchs gut wieder, oder?
Meine Meinung: Das darf gar nicht anders ein (schon, um dem Sauron-Spieler seinen Arschkartenpart etwas zu versüßen).

Michael

Re: Ringkrieg: Macht das wirklich Spaß?

Verfasst: 31. August 2007, 10:03
von Michael Schlepphorst
Jerry schrieb:
>
> Also ganz einfach: Ist der "Ringkrieg" ordentlich balanciert
> oder nicht? Bei einem Spiel mit 3h Spieldauer erwarte ich
> schon eine gute Spielbalance und nicht, dass mir das Ergebnis
> von 160 Minuten Spiel in der letzen Viertelstunde durch nen
> ungünstigen Würfelwurf oder ne blöde Karte vergeigt wird :-)

Auch wenn ich schon weiß das ich da gleich mächtig Gegenwind bekomme ;-) würde ich dieser Aussagen mal zustimmen.
Hatte es jetzt schon zwei mal erlebt das man als Spieler der freien Völker quasi mit dem Optimum von 0 Korruptionspunkten zum Schicksalsberg kommt und dann noch aufgrund der Würfelei verliert.
Ob das jetzt gut oder schlecht ist lass ich mal dahingestellt sein. Für mich hat das Spiel dadurch zumindest einen faden Beigeschmack bekommen.
Aber dafür ist das Spiel vorher eine wirklich gelungene Umsetzung des Themas und der Geschichte. Quasi nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel".
Aber man muss sich im klaren sein dass eben ungünstige Würfelwürfe am Ende alle Planungen und Leistungen zunichte machen können.

Aber wer damit kein Problem hat wird sicherlich großen Spaß an diesem Spiel haben.

Grüße

Michael

Re: Ringkrieg: Macht das wirklich Spaß?

Verfasst: 31. August 2007, 17:53
von Attila
Jerry schrieb:

> Wie empfindet ihr die Spielbalance und allgemein das
> Spielvergnügen für den Spieler der "freien Völker"?

Sehr gut!

> Also ganz einfach: Ist der "Ringkrieg" ordentlich balanciert
> oder nicht?

Sehe ich schon so. Natürlich kann man in einem Spiel mal Glück und mal Pech haben. Das die freien Völker nur gewinnen können wenn sie Würfelglück haben um Frodo möglichst unbeschadet nach Mordor zu bringen ist aber blödsinn.

> von 160 Minuten Spiel in der letzen Viertelstunde durch nen
> ungünstigen Würfelwurf oder ne blöde Karte vergeigt wird :-)

Nunja, wenn das Spiel extrem knapp ist, dann kann es schonmal auf einen Würfelwurf, oder das ziehen eines Chips aus dem Säckchen, ankommen.

So kann man *jedes* Spiel, wo es irgendeinen Zufallskomonente gibt daran kritisieren das man Situationen konstruieren kann wo man mit Glück gewinnt oder mit Pech verliert. Wer damit nicht zurecht kommt, sollte eine packung Taschentuecher bereit halten - für die Tränen.

Wer im Ringkrieg nur auf Würfelglück hofft, steht schon auf ziemlich verlorenem Posten und wird 99.9% der Partien in den Sand setzen.

Atti

Re: Ringkrieg: Macht das wirklich Spaß?

Verfasst: 31. August 2007, 18:19
von Attila
Michael Schlepphorst schrieb:

> Hatte es jetzt schon zwei mal erlebt das man als Spieler der
> freien Völker quasi mit dem Optimum von 0 Korruptionspunkten
> zum Schicksalsberg kommt und dann noch aufgrund der Würfelei
> verliert.

Du meinst die zieherei aus dem Sack? - Gewürfelt wird ja nur wenn man den Sonderstein mit dem Würfel zieht.

Mich würde aber mal die allgemeine Spielsituation interessieren und wieviele Würfel der Sauronspieler dann so für die Suche benutzt hat.

> Ob das jetzt gut oder schlecht ist lass ich mal dahingestellt

Auf jedenfall ist es seeeher unwahrscheinlich!

Atti