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Steam over Holland: Infos vor der ersten Spielpartie?
Verfasst: 11. Januar 2008, 00:41
von ravn
Hallo,
ich wollte so langsam mal "Steam over Holland" das erste Mal spielen - entweder in einer 2er- oder 4er-Spielrunde. Habe zwar vor Ewigkeiten mal 1835 mitgespielt und mich auch durch 1829 Mainline gekämpft, aber so selbsterklärend sind die 18xx Spiele ja leider nicht.
Die deutsche Übersetzung des Regelheftes ist ja leider arg ungenau und an einigen Stellen fehlerhaft, so dass ein Quervergleich mit den englischsprachigen Regeln fast schon nötig scheint.
Ist mit den Infos der FAQ auf der Autorenwebpage (www.mini-bart.com/games/steamoverholland.html) und den Regelerläuterungen hier im Forum aktuell überhaupt ein rundes Spiel für 18xx-Anfänger möglich, oder sollte ich eher weiter auf eine überarbeitete Regel warten, um meine Mitspieler nicht komplett zu frustrieren?
Wer hat schon Spielerfahrungen mit "Steam over Holland" und kann von den möglichen Stolpersteinen der ersten Partie berichten?
Viele Grüsse
Ralf
Re: Steam over Holland: Infos vor der ersten Spielpartie?
Verfasst: 11. Januar 2008, 14:20
von Küstenzauberer
Wir haben SoH zweimal um Silvester herum gespielt - und wenn man die Regeln von 18EU einigermaßen im Kopf hat, sollte es eigentlich überhaupt kein Problem sein.
Privatgesellschaften: Es werden sovbiele herausgelost, wie SPieler spielen, und die versteigert, wobei der Spieler mit dem PD zuerst bietet.
Große Gesellschaften: Brauchen nur so viele Aktien zum Aufgehen, wie die aktuelle Lok groß ist. Anders als bei 1856 wird in der AR überprüft, nicht in der OR. Soll heißen, wenn du in der ersten AR eine Gesellschaft mit nur der Direktoraktie für den niedrigsten Kurs aufmachst, ist sie trotzdem offen, auch wenn alle anderen Gesellschaften in der ersten OR die 2er-Loks wegkaufen.
Geld: Geld für Aktien geht in die Gesellschaft. Einfahrergebnis für Aktien in der Gesellschaft gehen in die Gesellschaft, für Aktien im Pool an die Bank. Die Gesllschaft kann in der OR Aktien in den Pool werfen, der Kurs fällt um x-1 Felder. Eine ist also immer umsonst. Das heißt, die Bank zahlt den aktuellen Kurs, bekommt dafür aber auch die Einnahmen.
Ist ein wichtiges Element, das gerne übersehen wird. Grad im Mittelspiel muss oft von den Gesellschaften Geld gedruckt werden.
AR/OR/OR: Es werden immer 2 OR gespielt. Und zwar genau 5mal.
Bauen: Ein gelbes Plättchen und ein beliebiges nach den üblichen Farbeinschränkungen.
Tipps:
* Wichtiges Element sind die Auslandsverbindungen. Zählen meist soviel wie Amsterdam.
* Kleine Bahnhöfe sollten häufigst mitgenommen werden, da sie nicht gegen die Lok zählen - man kann aber nicht in einem kleinen Bahnhof die Route starten oder beenden! (Stolperfalle)
* 3er Loks gehen bei den 5ern kaputt - das kann sehr schnell gehen...
Gruß
Hanno
Re: Steam over Holland: Infos vor der ersten Spielpartie?
Verfasst: 12. Januar 2008, 00:40
von ravn
Danke für die Infos. Werd wohl doch lieber das Spiel in kleiner Runde erstmal Probe spielen... zumindest bevor ich damit bei meiner 18xx kritischen Spielrunde ankomme und denen völlig die 18xx-Faszination versaue.
Hatte mir nochmals die Anleitung durchgelesen und auch Deine Infos und Tipps im Hinterkopf, aber irgendwie scheinen doch noch etliche Details in der Regel schlicht nicht aufgeführt zu sein, oder als bekannt voraus gesetzt zu sein. So z.B. ob die veralteten Loks einfach so aus dem Spiel genommen (verschrottet) werden, oder ob man dafür noch Geld von der Bank bekommt, wenn man die dann oder knapp vorher an die Bank verkauft?
Cu/Ralf
Re: Steam over Holland: Infos vor der ersten Spielpartie?
Verfasst: 12. Januar 2008, 09:48
von Küstenzauberer
Loks an die Bank verkaufen?
Das habe ich nirgendwo in den Regeln gefunden.
Aktien an die Bank - ja. Aber Loks?
Re: Steam over Holland: Infos vor der ersten Spielpartie?
Verfasst: 12. Januar 2008, 12:49
von ravn
Das meinte ich. Es ist in der Regel leider nirgends (für mich) sichtbar aufgeführt, was mit den Loks bei einem Phasenwechsel passiert. Bei der Übersicht steht da "entfernt" ohne weitere Erklärung, ob es dafür einen Ausgleich gibt oder auch nicht...
Züge kann man anscheinend von der Bank zum Aufdruckpreis kaufen oder von anderen Firmen für mindestens 1 fl. Also kann man Züge nur über andere Firmen wieder loswerden? Würde dem 18xx Prinzip entsprechen, aber Steam over Holland ist in anderen Punkten ja auch anders...
Kurz gesagt: Wenn ich mich wortgenau an die Regeln halte, dann wird da etliches ausgelassen. Aber bedeuten alle Auslassungen, dass das schlicht dann nicht möglich ist, oder wurde es nur nicht erwähnt? Da muss wohl erstmal eine Probepartie her und dann melde ich mich mit meinen Unklarheiten wieder.
Cu/Ralf