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Glücksfaktor - TransAmerica vs. Zug um Zug

Verfasst: 21. Januar 2008, 11:24
von JonTheDon
Hi,

hab gestern mit meiner Frau TransAmerica gespielt. Für sie wars das erste Mal, für mich das erste Mal seit ca. drei oder vier Jahren.

Gedanklich hab ich die Hypothese aufgestellt: TransAmerica hat einen geringeren Glücksanteil als Zug um Zug (zufällige Verteilung der Zielstädte vs. zufällige Verteilung der Aufträge, Zufälle beim Kartenziehen bzw. -sammeln, Zufälle ob meine Strecke schon durch andere besetzt ist), erweckt aber den subjektiven Eindruck, glücksabhängiger als ZuZ zu sein.

Wie ist euer Gefühl da - welches Spiel haltet ihr für glückslastiger und warum?

Liebe Grüße Jon

Re: Glücksfaktor - TransAmerica vs. Zug um Zug

Verfasst: 21. Januar 2008, 12:45
von Michael Weber
Ich kann nicht ganz verstehen, wie du diese beiden Spiele über den Glücksanteil vergleichen kannst. Das ist ja wie mit Äpfel und Birnen. Beide wachsen auf einem Obstbaum, sind aber ganz andere Früchte. ;-)

Zug um Zug ist sicher gklückabhängig, da meiner Meinung nach u. a. die gelungenen Langstrecken zu stark in die Wertung eingehen und so quasi doppelt bewertet werden. Aber da gibt es gegenteilige Meinungen. Dazu das Kartennachziehen.

TransAmerica ist meiner Ansicht nach damit gar nicht zu vergleichen. Zwar verbindet man auch Städte miteinander, aber auf eine völlig andere Art. Hier kommt es eher darauf an, sich möglichst rasch an bestehende Strecken anzuhängen. Mit Glück hat das nicht so viel zu tun, auch wenn es beim Kartenausteilen sicher leichtere und schwierigere Verbindungen gibt. Aber das hängt dann auch von den Karten der Mitspieler ab. TransAmerica spielt sich dafür mit Sicherheit wesentlich einfacher, wodurch evtl. das gefühlte Pensum von Eigenkönnen (im Sinne von Gegenteil des Zufalls) niedriger ist. Ich würde übrigens jederzeit lieber TransAmerica spielen als Zug um Zug.

Re: Glücksfaktor - TransAmerica vs. Zug um Zug

Verfasst: 21. Januar 2008, 13:47
von Lorion42
Ich glaube das Problem ist einfach, dass bei TransAmerica nicht umbedingt derjenige gewinnt, wer am besten spielt, sondern derjenige, der am meisten von den anderen Mitspielern (indirekt) unterstützt wurde.
Spiele mit hoher Interaktion haben mMn einen hohen Glücksfaktor, nämlich die Mitspieler... Aber mMn ist ein Glücksfaktor auch genau das was ein Spiel spannend macht (kenne spontan auch kein Spiel, was weder Interaktion, noch Glücksfaktor hat)
Ich spiel überigens lieber Zug um Zug (in der Europaausgabe)... der Glücks, Interaktions und Taktikfaktor liegen sehr gut im Gleichgewicht.

Re: Glücksfaktor - TransAmerica vs. Zug um Zug

Verfasst: 21. Januar 2008, 14:39
von Ralf Arnemann
Natürlich ist der Glücksfaktor bei ZuZ höher.
Da geht es eben nicht nur um die Aktionen der Mitspieler, sondern auch um die passenden Karten und vor allem die Aufträge.

Wenn man anfangs gut zueinander passende Aufträge zieht, ist das schon ein wesentlicher Vorteil.
Umgekehrt ist es fatal, wenn man einem Mitspieler zu sehr ins Gehege kommen muß, während andere unbehindert ihre Optimalstrecke bauen können.

Re: Glücksfaktor - TransAmerica vs. Zug um Zug

Verfasst: 21. Januar 2008, 16:52
von Mikos
Hi
Beide haben einen nicht geringen Glücksfaktor. Meines erachtens ist er ähnlich groß, aber auch schwer vergleichbar weil grundlegend anders gelagert (Äpfel/Birnen).
TransAmerica wirkt schon etwas leichter und auch glückbehafteter. Wenn es blöd läuft, kann man selbst mit optimalen Zügen Letzter werden. In ZuZ kann man etwas besser auf blöde Situationen/Karten reagieren.
Mike

Re: Glücksfaktor - TransAmerica vs. Zug um Zug

Verfasst: 21. Januar 2008, 23:49
von Axel Bungart
Lorion42 schrieb:
> (indirekt) unterstützt wurde.
> Spiele mit hoher Interaktion haben mMn einen hohen
> Glücksfaktor, nämlich die Mitspieler...

Hallo Lorion42,

da kann ich Dir so gar nicht folgen. Was hat denn Interaktion unmittelbar mit dem Glücksfaktor zu tun? Will man es Glück (oder Pech) nennen, wenn einem andere Spieler ins Gehege kommen? Na, ich weiß nicht...

Aber gerade bei Zug um Zug ist man doch gezwungen, eine andere [b]Taktik[/b] einzuschlagen, wenn einem die Wege verbaut werden. Sicher ist es eine Glückskomponente, wenn ein anderer Spieler zufällig fast den selben Weg hat. Aber mit Spielbeginn heißt es doch dann nur noch richtig taktieren, damit man seine Ziele erfüllt. Das fängt eigentlich schon bei der Auswahl der Aufträge an (Märklin-Edition), in der man bestimmen kann, wie viele lange und kurze Aufträge man zieht.

Ich würde mich dem anschließen, zu sagen, dass man beide Spiele nur schwer vergleichen kann.

Gruß
Axel

Re: Glücksfaktor - TransAmerica vs. Zug um Zug

Verfasst: 22. Januar 2008, 08:40
von Attila
Hiho,

Der unterschied zwischen TA und ZuZ (abgesehen davon das es völlig unterschiedliche Spiele sind) ist imo der, das TA im grunde nach verteilung der Startkärtchen entschieden ist wer gewinnt. Das ändert sich nur durch absichtliches oder unabsichtliches helfen beim Streckenbau (habe ich beides schon erlebt).
TA ist für mich ein Bluffspiel, wo ich möglichst lange die anderen Spieler im dunklen lasse wo ich meine Zielstädte habe, damit sie mir vieleicht doch unabsichtlich helfen.

ZuZ ist da ganz anders angelegt.

ZuZ