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Mainstream Gaming

Verfasst: 18. April 2008, 23:29
von ludosophicus
Hallo!

Gemeinhin werden die Intensiv- oder Vielspieler unter uns wohl meist als Freaks, freundlicher formuliert Geeks, - für manch Außenstehenden schlicht "Spinner" - betrachtet. Wie auch immer wir uns bezeichnen mögen - diese Namensgebung möchte ich hier nicht zum wiederholten Male zur Diskussion stellen.

Stattdessen interessiert mich eure eigene Wahrnehmung von Diversität und Heterogenität in der Spieleszene, also der Streuung der Interessen innerhalb des viel spielenden oder stark am Spielen interessierten Bevölkerungsanteils (die organisierte Szene im Besonderen). Welche Gruppen oder Hauptinteressen würdet ihr unterscheiden, welche grob zusammenfassen oder gezielt differenzieren? Einen eigenen ersten Eingrenzungsversuch äußere ich nicht, schließlich interessieren mich vor Allem eure Innen- und Außen-Perspektiven!

Gibt es einen Spiele-Mainstream? Wie sieht er eurer Meinung nach aus? Sind wir Vielspieler mit ihm kompatibel, generieren wir ihn selbst oder schließen sich beide gegenseitig aus?

Spielerisch grüßt
Mirko (Mainstream-Gamer?)

Re: Mainstream Gaming

Verfasst: 19. April 2008, 12:26
von Daniel R.
ludosophicus schrieb:
>
> Gibt es einen Spiele-Mainstream?

Ja.

> Wie sieht er eurer Meinung nach aus?

Kartenspiele mit Standarddecks. Die sog. nationalen Kartenspiele wie
Deutschland: Skat (oder Schafkopf)
Österreich: Schnapsen
Schweiz: Jassen
Frankreich: Belote
usw.
Evtl. neuer Trend hier: Poker

> Sind wir Vielspieler mit ihm kompatibel?

Ja im Sinne, dass wir Skat spielen könn(t)en, aber auch nein, weil wir lieber Brettspiele wie [Lieblingsspiel einsetzen] bevorzugen.

> generieren wir ihn selbst ?

nein, dass hat die Tradition gemacht. (Standardkartendecks gabs schon im Mittelalter).


> oder schließen sich beide gegenseitig aus?

"ausschleissen" ist etwas hart formuliert. Jene die aussschliesslich Skat spielen, sind damit zufrieden.
Man müsste sie schon überreden, mal was anderes zu versuchen.
Wir Freak-Brettspieler hingegen lechzen geradezu immer nach neuen Herausforderungen und sammeln Spiele.

Fazit: Innerhalb der Gruppe der spielenden Menschen, werden die Brettspieler nicht mal die grösste Gruppe ausmachen, sondern die obengenannten Spieler des nationalen Kartenspiels.

Insofern stellt sich die Frage gar nicht, ob nun Zooloretto Mainstream ist oder Puerto Rico. Erst wenn man die Zielgruppe entsprechend verkleinert, macht diese Betrachtungsweise mehr Sinn.


Viele Grüße
Daniel
(der die Mengenverhältnisse grob geschätzt hat)

Re: Mainstream Gaming

Verfasst: 19. April 2008, 23:22
von Ferdinand Köther
Wunderbar geantwortet und formuliert, wäre mir nicht so gut gelungen - auch wenn ich mit deiner "kommt nicht mehr auf den Tisch" Listung gar nicht klar komme.

Klar gelistete Grüße
:-) Ferdi

Re: Mainstream Gaming

Verfasst: 20. April 2008, 14:28
von Daniel R.
Ferdinand Köther schrieb:
>
> Wunderbar geantwortet und formuliert, wäre mir nicht so gut
> gelungen -

Danke für die Blumen :)


> auch wenn ich mit deiner "kommt nicht mehr auf den
> Tisch" Listung gar nicht klar komme.

:???: Eine Liste habe ich zwar gemacht, aber wo ist der Bezug zu "kommt nicht mehr auf den Tisch"?

fragende Grüße
Daniel
(der erstaunt ist, dass sich hier nicht mehr Leute an dieser Frage/Diskussion beteiligen)

Re: Mainstream Gaming

Verfasst: 20. April 2008, 14:42
von Nafets
Daniel R. schrieb:

> (der erstaunt ist, dass sich hier nicht mehr Leute an dieser
> Frage/Diskussion beteiligen)

Ganz ehrlich: ich bin nach Lesen der Frage unsanft mit der Stirn auf die Tastatur geknallt, weil ich die Frage nicht sofort verstanden habe und dann beim Nachdenken darüber eingenickt bin....


Gruß,
Nafets (spielt aus Spaß)

Re: Mainstream Gaming

Verfasst: 20. April 2008, 22:33
von Ferdinand Köther
Daniel R. schrieb:
...
>
> > auch wenn ich mit deiner "kommt nicht mehr auf den
> > Tisch" Listung gar nicht klar komme.
>
> :???: Eine Liste habe ich zwar gemacht, aber wo ist der Bezug
> zu "kommt nicht mehr auf den Tisch"?

Ok, war aus dem Zusammenhang - ich habe in deine Info geschaut um zu sehen "was du für einer" bist, so einfach ist das! Und dort hast du unter diesem Motto ein paar Spiele genannt, die bei dir nicht mehr, bei mir aber durchaus noch auf den Tisch kommen. Einmal mehr bewährt sich der alte Spruch "Geschmäcker sind verschieden, und das ist gut so".

Gut aufgetischte Grüße
:-) Ferdi