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Rheinland-Pfalz verbietet Pokerturniere in Kneipen und Spielhallen

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Kudde
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Re: Sehr begrüßenswerte Maßnahme

Beitragvon Kudde » 20. Mai 2008, 09:48

Hallo JoelH,

JoelH schrieb:
>
> Verbote führen nur dazu, dass die Dinge wieder "im Hinterhof"
> abgehalten werden.
>
> Das ist einfach unsinn, siehe Alkoholverbot für Jugendliche,
> welche Jugendliche halten sich denn daran? Verbote sind immer
> nur die "billige" Möglichkeit für den Staat, anstatt aktiv
> und offen mit den Thema umzugehen und sich damit auseinander
> zu setzen wird es in Deutschland IMMER EINFACH VERBOTEN. Das
> ist so ziemlich das schlechteste was du tun kannst! Denn
> Verbote locken erst recht!

nach diesem Argument könnte man die Anzahl der Morde und Diebstähle reduzieren, indem man sie legalisiert. Man muss eben manche Dinge eben verbieten.

Zum Thema: es ist anscheinend wirklich so, dass hier ein Gesetz konkretisiert wird. Ich hab von Gerichtsurteilen gelesen, die das ganze noch strenger handhabten (sprich: selbst 15 Euro "Eintritt" sind zu viel, ich glaub vom Verwaltungsgericht Münster vom letzten Monat).

Kudde

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oli-
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Re: Kann nicht mal wieder jemand 'ne Regelfrage stellen?

Beitragvon oli- » 20. Mai 2008, 09:50

Hab ich ja - siehe "[RF] Affengeil von MB" weiter unten. Antwortet aber keiner drauf...
:-|

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Andreas Last

[OT] Spielsucht vs. Alkoholsucht

Beitragvon Andreas Last » 20. Mai 2008, 11:20

> Alkoholismus schadet praktisch nur dem betroffenen, deswegen
> hält man hier stärkere Maßnahmen nicht für gerechtfertigt.
> Spielsucht steht zwischen diesen Stühlen: Der Spieler wird
> geschädigt, aber durch seine Sucht und dem damit verbundenen
> Geldverlust schädigt er eben auch Familie, Freunde,
> Gläubiger...

Moin Peer,
meinst du, unter dem Alkoholismus eines Menschen leidet nicht auch seine Familie? Also das sehe ich ganz klar anders.

Andreas

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JoelH
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Beiträge: 302

Re: Sehr begrüßenswerte Maßnahme

Beitragvon JoelH » 20. Mai 2008, 11:29

Kudde schrieb:
>
> Hallo JoelH,
>
> JoelH schrieb:
> >
> > Verbote führen nur dazu, dass die Dinge wieder "im Hinterhof"
> > abgehalten werden.
> >
> > Das ist einfach unsinn, siehe Alkoholverbot für Jugendliche,
> > welche Jugendliche halten sich denn daran? Verbote sind immer
> > nur die "billige" Möglichkeit für den Staat, anstatt aktiv
> > und offen mit den Thema umzugehen und sich damit auseinander
> > zu setzen wird es in Deutschland IMMER EINFACH VERBOTEN. Das
> > ist so ziemlich das schlechteste was du tun kannst! Denn
> > Verbote locken erst recht!
>
> nach diesem Argument könnte man die Anzahl der Morde und
> Diebstähle reduzieren, indem man sie legalisiert. Man muss
> eben manche Dinge eben verbieten.
>

Zuerst denken, dann posten, hilft mir auch manchmal! Das war du beschreibst sind Delikte die andere Personen schädigen. Beim Pokern ist dies nicht der Fall! Wenn da einer geschädigt wird, dann nur der eigene Geldbeutel.

Naja und hier ist ja dann auch so eine weitere Krux des ganzen. Es hindert mich nämlich niemand daran ins Casino zu gehen und mit MINDEST-Blinds von 5/10 ¤ zu spielen. Du kannst dir selbst ausrechnen wie schnell da die 15 ¤ Einsatz weg sind. Aber das schädigt mich ja nicht, denn das meiste Geld wandert dabei ja ins Staatssäckel und das ist ja GUT.......

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Günter Cornett

Re: Rheinland-Pfalz verbietet Pokerturniere in Kneipen und Spielhallen

Beitragvon Günter Cornett » 20. Mai 2008, 11:30

peer schrieb:
>
> Hi,
> Helby schrieb:
> >
> > Kein Rauchen, kein Spielen, demnächst kein Alkohol mehr,
>
> Übrigens: Du darfst in Rheinland Pfalz Poker spielen, nur
> Turniere sind verboten und auch nur bei einem Einsatz von
> über 15¤ und bei einem Gewinn von über 40¤

Nö, verboten ist das Glückspiel um Geld generell außer dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist.
Oberhalb der Bagatellgrenze ist es ein Straftatbestand, der immer verfolgt wird, unterhalb ist es ein Straftatbestand, der verfolgt werden kann aber nicht muss und - was Pokern betrifft - mangels öffentlichem Interesse wohl auch nicht verfolgt werden wird: http://de.wikipedia.org/wiki/Bagatelldelikt (Bagatelldelikt)


> Du darfst also sogar ein Turnier spielen, wo jeder 3¤ Einsatz
> zahlt und z.B. ein Galaxy Trucker als Hauptgewinn rumsteht :-)

Darf er nicht, aber es kratzt niemanden, wenn er es trotzdem tut.


Gruß, Günter

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Günter Cornett

Re: Poker Glücksspiel oder nicht.....

Beitragvon Günter Cornett » 20. Mai 2008, 11:33

Gregor Breckle schrieb:
>
> Hausverbot in der Lottoannahmestelle??? :-)

Wie kommst du darauf? Ist irgendwo von spielsüchtigen Lottospielern die Rede?

Übrigens: Ein Leseverbot gibt es nicht, auch nicht vor dem Beantworten eines Beitrages. :)

Gruß, Günter

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Malte Kiesel
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Re: Rheinland-Pfalz verbietet Pokerturniere in Kneipen und Spielhallen

Beitragvon Malte Kiesel » 20. Mai 2008, 11:51

Endlich wieder geheime Hinterzimmer, in denen man unter tiefhängenden grünen Lampen beim Pokern eine Zigarre nach der anderen quarzen darf*... endlich wieder alles wie in der guten alten Zeit... ich verstehe die ganze Aufregung überhaupt nicht........

* Zumindest, bis das MEK mit panzerbrechenden Waffen uns die Wände um die Ohren pustet und wir dann wegen illegalen Rauchens eingebuchtet werden. Aber gerade DAS ist doch der Kick beim Pokern...

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Klaus Knechtskern
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RE: Rheinland-Pfalz verbietet Pokerturniere in Kneipen und Spielhallen

Beitragvon Klaus Knechtskern » 20. Mai 2008, 12:11

"Malte Kiesel" hat am 20.05.2008 geschrieben:
> Endlich wieder geheime Hinterzimmer, in denen man unter
> tiefhängenden grünen Lampen beim Pokern eine Zigarre nach
> der anderen quarzen darf*... endlich wieder alles wie in
> der guten alten Zeit... ich verstehe die ganze Aufregung
> überhaupt nicht........
>
> * Zumindest, bis das MEK mit panzerbrechenden Waffen uns
> die Wände um die Ohren pustet und wir dann wegen illegalen
> Rauchens eingebuchtet werden. Aber gerade DAS ist doch der
> Kick beim Pokern...
Meine Kellerwände sind dick genug :cool:

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Niccolo
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Re: Poker ist für mich - "Hysterie"

Beitragvon Niccolo » 20. Mai 2008, 12:19

peer schrieb:

> Alkoholismus schadet praktisch nur dem betroffenen,
[...]
> Spielsucht steht zwischen diesen Stühlen: Der Spieler
> wird geschädigt, aber durch seine Sucht und dem damit
> verbundenen Geldverlust schädigt er eben auch Familie,

Da möcht ich direkt meinen, dass du dich mit Alkoholismus offensichtlich noch nicht ausreichend auseinander gesetzt hast.


> Daher wird es reglementiert. Ganz einfach.
> Ist das wirklich so verwerflich?

Kaum mit einem simplen Ja oder Nein zu beantworten.

Ganz generell will ich aber in keinem besch-eidenen Zwangsbeglückungsstaat leben -- auch wenn wir im Sauseschritt darauf zusteuern.

Im speziellen Fall denk ich halt nach wie vor, dass der Steuerentgang mehr fuchst als jedes Schutzbedürfnis.
Oder vielleicht sitzt 'dort' auch nur einer, der Poker prinzipiell nicht mag und seinen persönlichen Feldzug betreibt.

Im Ursprungstext lese ich was vom Schutz der Minderjährigen.
Da würde ich mal behaupten - wenn Minderjährige in Spielhöllen oder verruchten Kneipen die eigene Familie in den finanziellen Ruin spielen, dann lief Entscheidenderes falsch.

Also ich würde die Gefahr für Minderjährige ja eher bei all diesen tollen :"... jeder Anruf nur 50ct!..." Aktionen sehen.
Egal ob sie für irgendeinen Schwarm anrufen; sich Klingeltöne runterladen; oder bei diesen strohdummen Call Ins mitspielen wollen.

Jedoch selbst dafür will ich keinen Schutzpatron.

Ich find Eigenverantwortung ansich recht witzig.
Aber das ist halt mehr und mehr unpopulär...

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Kudde
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Re: Sehr begrüßenswerte Maßnahme

Beitragvon Kudde » 20. Mai 2008, 12:20

Hallo JoelH,

JoelH schrieb:
>
> Kudde schrieb:
> >
> > Hallo JoelH,
> >
> > JoelH schrieb:
> > >
> > > Verbote führen nur dazu, dass die Dinge wieder "im
> Hinterhof"
> > > abgehalten werden.
> > >
> > > Das ist einfach unsinn, siehe Alkoholverbot für
> Jugendliche,
> > > welche Jugendliche halten sich denn daran? Verbote sind
> immer
> > > nur die "billige" Möglichkeit für den Staat, anstatt aktiv
> > > und offen mit den Thema umzugehen und sich damit
> auseinander
> > > zu setzen wird es in Deutschland IMMER EINFACH VERBOTEN.
> Das
> > > ist so ziemlich das schlechteste was du tun kannst! Denn
> > > Verbote locken erst recht!
> >
> > nach diesem Argument könnte man die Anzahl der Morde und
> > Diebstähle reduzieren, indem man sie legalisiert. Man muss
> > eben manche Dinge eben verbieten.
> >
>
> Zuerst denken, dann posten, hilft mir auch manchmal! Das war
> du beschreibst sind Delikte die andere Personen schädigen.
> Beim Pokern ist dies nicht der Fall! Wenn da einer geschädigt
> wird, dann nur der eigene Geldbeutel.
>
Ich bezog mich auf deine Aussage "..in Deutschland IMMER EINFACH VERBOTEN. Das ist so ziemlich das schlechteste was du tun kannst! Denn Verbote locken erst recht!". Das hörte sich für mich so an, als ob du generell gegen Verbote bist. Aber wahrscheinlich hab ich dich da falsch verstanden.

> Naja und hier ist ja dann auch so eine weitere Krux des
> ganzen. Es hindert mich nämlich niemand daran ins Casino zu
> gehen und mit MINDEST-Blinds von 5/10 ¤ zu spielen. Du kannst
> dir selbst ausrechnen wie schnell da die 15 ¤ Einsatz weg
> sind. Aber das schädigt mich ja nicht, denn das meiste Geld
> wandert dabei ja ins Staatssäckel und das ist ja GUT.......

Nunja, der Staat misst bei vielen Dingen mit zweierlei Maß. Aber ich denke, dass es nicht gut wäre, wenn man in jeder Eckkneipe um mehrere 100 Euro Poker spielen könnte. Da hätte man bestimmt sehr schnell noch mehr Spielsüchtige als jetzt schon.

Kudde

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Andreas Keirat

Re: Rheinland-Pfalz verbietet Pokerturniere in Kneipen und Spielhallen

Beitragvon Andreas Keirat » 20. Mai 2008, 12:33

Malte Kiesel schrieb:
>
> Endlich wieder geheime Hinterzimmer, in denen man unter
> tiefhängenden grünen Lampen beim Pokern eine Zigarre nach der
> anderen quarzen darf*... endlich wieder alles wie in der
> guten alten Zeit... ich verstehe die ganze Aufregung
> überhaupt nicht........
>
> * Zumindest, bis das MEK mit panzerbrechenden Waffen uns die
> Wände um die Ohren pustet und wir dann wegen illegalen
> Rauchens eingebuchtet werden. Aber gerade DAS ist doch der
> Kick beim Pokern...


Was ist denn ein MEK? Ich kenne nur das SEK als schnelle Eingreiftruppe der Polizei...

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

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JoelH
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Re: Sehr begrüßenswerte Maßnahme

Beitragvon JoelH » 20. Mai 2008, 12:46

Kudde schrieb:
>
>
> Nunja, der Staat misst bei vielen Dingen mit zweierlei Maß.
> Aber ich denke, dass es nicht gut wäre, wenn man in jeder
> Eckkneipe um mehrere 100 Euro Poker spielen könnte. Da hätte
> man bestimmt sehr schnell noch mehr Spielsüchtige als jetzt
> schon.
>
> Kudde

Bei Pokerturnieren wird aber nicht um Geld gespielt, sondern nur um Sachpreise, denn Geldpreise waren sowieso schon verboten.

Das ist ja die Schizophrenie des Staats, man darf nur um Geld spielen wenn der Staat mitverdient.

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JoelH
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Re: Poker ist für mich - "Hysterie"

Beitragvon JoelH » 20. Mai 2008, 12:48

Niccolo schrieb:
> Im Ursprungstext lese ich was vom Schutz der Minderjährigen.
> Da würde ich mal behaupten - wenn Minderjährige in
> Spielhöllen oder verruchten Kneipen die eigene Familie in den
> finanziellen Ruin spielen, dann lief Entscheidenderes falsch.
>
> Also ich würde die Gefahr für Minderjährige ja eher bei all
> diesen tollen :"... jeder Anruf nur 50ct!..." Aktionen sehen.
> Egal ob sie für irgendeinen Schwarm anrufen; sich Klingeltöne
> runterladen; oder bei diesen strohdummen Call Ins mitspielen
> wollen.
>
> Jedoch selbst dafür will ich keinen Schutzpatron.
>
> Ich find Eigenverantwortung ansich recht witzig.
> Aber das ist halt mehr und mehr unpopulär...

*Daumen hoch* für dieses Posting!! So seh ich das auch.

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Malte Kiesel
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Re: Rheinland-Pfalz verbietet Pokerturniere in Kneipen und Spielhallen

Beitragvon Malte Kiesel » 20. Mai 2008, 12:54

Ich glaube mobiles Einsatzkommando... aber es ging eigentlich nur um eine coole Abkürzung... :-)

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Kudde
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Re: Sehr begrüßenswerte Maßnahme

Beitragvon Kudde » 20. Mai 2008, 13:16

JoelH schrieb:
>
> Bei Pokerturnieren wird aber nicht um Geld gespielt, sondern
> nur um Sachpreise, denn Geldpreise waren sowieso schon
> verboten.
>
> Das ist ja die Schizophrenie des Staats, man darf nur um Geld
> spielen wenn der Staat mitverdient.

Sachpreise sind aber auch nicht erlaubt, soweit ich das richtig gelesen habe. Die haben ja schließlich auch einen Geldwert.

Kudde

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Tyrfing

Re: Poker ist für mich - "Hysterie"

Beitragvon Tyrfing » 20. Mai 2008, 13:24

> [...] oder bei diesen strohdummen Call Ins mitspielen
> wollen.
>
> Jedoch selbst dafür will ich keinen Schutzpatron.
>
> Ich find Eigenverantwortung ansich recht witzig.
> Aber das ist halt mehr und mehr unpopulär...

Eigenverantwortung setzt vorraus, dass man sich selbst über alle Konsequenzen im klaren ist.
Gerade bei den Call Ins und Klingeltönen usw. ist dies aber keineswegs der Fall - anfangs wusste kaum einer, dass man damit ein Abo abschliesst.

Ich weiß bis heute nicht, wie das mit dem gewinnen bei diesen dämlichen Quizshows funktioniert...
"Wieviel ist 3+4? Wieso ruft denn keiner an? Weiß dass denn keiner...??"
Dass das keiner weiß, dass kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.


Ich bin also zwar durchaus dafür, dass jeder selbst entscheiden sollte, worauf er sich einläßt. Aber gleichzeitig bin ich auch der Meinung, dass man vor Betrügereien und schleierhaften Angeboten geschützt werden sollte.
Oder willst du, dass dir jeder unter irgendwelchen Vorwänden Rechnungen schicken darf, nur weil du irgendwas mal irgendwo getan hast und u.B. in irgendwelchen AGBs, die du nie gesehen hast drinstand, dass du dann auch noch 5 Waschmaschinen abnimmst?!


Das Ganze ist also wie immer ein schwierige Kiste zwischen "Schutz" und "Freiheit" - und da die Nation ja gerade in Richtung "mehr Schutz für weniger Freiheit" pendelt, wundert mich das Verbot auch garnicht mehr...

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JoelH
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Re: Sehr begrüßenswerte Maßnahme

Beitragvon JoelH » 20. Mai 2008, 13:32

Kudde schrieb:
>
> JoelH schrieb:
> >
> > Bei Pokerturnieren wird aber nicht um Geld gespielt, sondern
> > nur um Sachpreise, denn Geldpreise waren sowieso schon
> > verboten.
> >
> > Das ist ja die Schizophrenie des Staats, man darf nur um Geld
> > spielen wenn der Staat mitverdient.
>
> Sachpreise sind aber auch nicht erlaubt, soweit ich das
> richtig gelesen habe. Die haben ja schließlich auch einen
> Geldwert.
>
> Kudde

Richtig, haben sie. Das ist ja unstrittig. Aber diese Sachpreise machen niemanden wirklich süchtig. Was soll ich mit drei Reisen mit Buyin für das selbe Turnier? Was mach ich mit x Plasmafernsehern? Und das sind wirklich nur die Höchstpreise, das geht dann ganz schnell sehr weit runter. Es hat also keinerlei Anreiz, was Geld"verdienen" angeht. Das kannst du nur im Internet und im Casino.

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Gregor Breckle
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Beiträge: 648

Re: Poker Glücksspiel oder nicht.....

Beitragvon Gregor Breckle » 20. Mai 2008, 13:36

>Um beim Lotto Haus und Hof zu verlieren, braucht es viele >Kreuze, viele Kugelschreiber, Behandlungen wegen >Sehnenscheidenentzündug, ...

>Der Unterschied zwischen legalem und illegalem Glücksspiel >besteht zum einen darin, dass der Staat am legalen >Glücksspiel verdient, zum anderen, dass die negativen >Auswirkungen einigermaßen kontrolliert werden können >(Hausverbot für Spielsüchtige). Letzteres halte ich durchaus >für einen gewichtigen Grund.

Hier steht doch eindeutig "Um beim Lotto ..." und weiter unten "Unterschied [...] legalem und illegalem [...] Auswirkungen einigermaßen kontrolliert werden können (Hausverbot für Spielsüchtige)" - und dass Lotto zu den legalen Glücksspielen gehört ist doch kein Ausschlussargument für Sucht, oder?
Mal kurz nachgeschaut - und deshalb ohne Gewähr - kostet ein Systemschein in der höchsten Stufe mal eben schnell bei nur 10 Kreuzen 600 und ein paar zerquetschte Euro für eine Ziehung. Da kann auch schnell ein nettes Sümmchen an Miesen zusammenkommen. Und das überwacht meines Wissens keiner.

Ein Leseverbot sollte auf jeden Fall eine bilateral betrachtet werden ;-)

Viele Grüße

Gregor

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Martin

Re: Ist das nicht ein bisschen einfach?

Beitragvon Martin » 20. Mai 2008, 13:53

oli- schrieb:
>
>
> Hallo Martin,
>
> Mit dem gleichen Argument kann ich für Verbote von
> Motorrädern
> eintreten, weil ich in der Unfallchirurgie arbeite.

Es geht hier nicht um die Verringerung eines Unfallrisikos, sondern um Suchtprävention.
Das Unfallrisiko wird übrigens auch versucht gesetzlich zu minimieren (z.B. Tempolimit, Helmpflicht)

>
> Aber das wird natürlich nicht verboten, denn
> hier verdient der Staat ja mit...
>
Das der Staat am kontrollierten Spielen mitverdient ist eine andere Diskussion. Die Auswirkungen von Suchterkrankungen sind jedoch hiervon unaghängig zu sehen. Vielleicht sollte man den Staat nicht als böse Instanz, die einem alles was Spaß macht verbietet betrachten, sondern als Gemeinschaft aller Bürger, die ein Interesse am
möglichst guten Funktionieren des Gemeinwesens hat. Dazu gehört auch soziale Verantwortung für Suchtkranke, die leider häufig nicht (mehr) in der Lage sind sich selbst zu schützen.

Schöne Grüße

Martin

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peer

Re: [OT] Spielsucht vs. Alkoholsucht

Beitragvon peer » 20. Mai 2008, 13:59

Hi,
Andreas Last schrieb:
durch seine Sucht und dem damit verbundenen
> > Geldverlust schädigt er eben auch Familie, Freunde,
> > Gläubiger...
>
> Moin Peer,
> meinst du, unter dem Alkoholismus eines Menschen leidet nicht
> auch seine Familie? Also das sehe ich ganz klar anders.

Sorry, da hätte ich mich klarer ausdrücken müssen. Eine Sucht ist für die Familie natürlich IMMER belastend. Ich denke aber eine Glücksspielsucht kann eben auch noch sehr langfristige Folgen - Verlust des Hauses, lebenslange Verschuldung etc. - nach sich ziehen (Andere Suchtarten auch - Beschaffung der Drogen kostet ja was, Arbeitsplatzverlust etc. aber nicht so schnell und extrem)

ciao
peer

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Rheinland-Pfalz verbietet Pokerturniere in Kneipen und Spielhallen

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 20. Mai 2008, 14:12

Günter Cornett schrieb:
>
> peer schrieb:
> >
> > Du darfst also sogar ein Turnier spielen, wo jeder 3¤ Einsatz
> > zahlt und z.B. ein Galaxy Trucker als Hauptgewinn rumsteht
> :-)
>
> Darf er nicht, aber es kratzt niemanden, wenn er es trotzdem
> tut.

Ich hätte es aber auch so ausgelegt, wie peer. Warum, Günter, sollte es anders sein?

Gruß Carsten (der dann etwas Verbotenes in Essen macht, wenn er auf einem Turnier gewinnt - klar, hat ja Eintritt bezahlt)

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Günter Cornett

[OT] Wortklaubereien

Beitragvon Günter Cornett » 20. Mai 2008, 14:29

Gregor Breckle schrieb:
>
> >Um beim Lotto Haus und Hof zu verlieren, braucht es viele
> >Kreuze, viele Kugelschreiber, Behandlungen wegen
> >Sehnenscheidenentzündug, ...

Das ist der erste Absatz, in dem ich argumentiere, dass es rein technisch schwierig sei, Haus und Hof durch das aufwändige Ausfüllen von Lottoscheinen zu verlieren
(das es tatsächlich nicht so aufwändig ist, wie ich dachte, steht auf einem anderen Lottoschein).


> >Der Unterschied zwischen legalem und illegalem Glücksspiel
> >besteht zum einen darin, dass der Staat am legalen
> >Glücksspiel verdient, zum anderen, dass die negativen
> >Auswirkungen einigermaßen kontrolliert werden können
> >(Hausverbot für Spielsüchtige). Letzteres halte ich durchaus
> >für einen gewichtigen Grund.

Das ist der Absatz, in dem ich allgemein auf legales Glückspiel Bezug nehme. Hausverbot für Spielsüchtige gibt es in Spielbanken und auch die Pflicht dieses zu überwachen. Es ist eine Kontrollmöglichkeit.

Von Hausverbot für Lottospieler war nirgendwo die Rede - abgesehen von deinem Beitrag.


> Hier steht doch eindeutig "Um beim Lotto ..." und weiter
> unten "Unterschied [...] legalem und illegalem [...]

in zwei unterschiedlichen Absätzen.

Was meinst du, warum sie durch eine Leerzeile getrennt sind?

> Auswirkungen einigermaßen kontrolliert werden können
> (Hausverbot für Spielsüchtige)" - und dass Lotto zu den
> legalen Glücksspielen gehört ist doch kein Ausschlussargument
> für Sucht, oder?

Ich schreibe nicht, dass es bei legalem Glücksspiel keine negativen Auswirkungen gebe, sondern, dass diese [i]einigermaßen[/i] kontrolliert werden können. Ein Mittel der Kontrolle in Spielbanken ist eben das Hausverbot für Spielsüchtige.


> Mal kurz nachgeschaut - und deshalb ohne Gewähr - kostet ein
> Systemschein in der höchsten Stufe mal eben schnell bei nur
> 10 Kreuzen 600 und ein paar zerquetschte Euro für eine
> Ziehung. Da kann auch schnell ein nettes Sümmchen an Miesen
> zusammenkommen. Und das überwacht meines Wissens keiner.

Dass es so einfach ist, wußte ich nicht. Ich kenne nur die Lottoscheine meiner Eltern und Großeltern vor 30 Jahren. :)

Dennoch scheint Verarmung durch Lottospielen in der Praxis kein (oder zumindest kein gravierendes) Problem zu sein. Lotto folgt generell dem Prinzip von Vielen wenig zu nehmen statt von Wenigen viel. Und es besteht ein großer zeitlicher Abstand zwischen Ausfüllen des Lottoscheines und dem Resultat. Auch das hat eine Schutzwirkung. Denn wer spielsüchtig ist, will ein sofortiges Ergebnis.


Ich finde, Lotto hat mehr den Charakter einer freiwilligen Steuer.

> Ein Leseverbot sollte auf jeden Fall eine bilateral
> betrachtet werden ;-)

ähm, äh, muss ich diesen Satz jetzt verstehen?

Gruß, Günter

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Günter Cornett

Re: Rheinland-Pfalz verbietet Pokerturniere in Kneipen und Spielhallen

Beitragvon Günter Cornett » 20. Mai 2008, 14:35

Carsten Wesel | FAIRspielt.de schrieb:
>
> Günter Cornett schrieb:
> >
> > peer schrieb:
> > >
> > > Du darfst also sogar ein Turnier spielen, wo jeder 3¤
> Einsatz
> > > zahlt und z.B. ein Galaxy Trucker als Hauptgewinn rumsteht
> > :-)
> >
> > Darf er nicht, aber es kratzt niemanden, wenn er es trotzdem
> > tut.
>
> Ich hätte es aber auch so ausgelegt, wie peer. Warum, Günter,
> sollte es anders sein?

Bei flüchtigem Blick ist man geneigt, das so zu interpretieren. Da 15,-¤ als Bagatellgrenze genannt ist, ist aber klar, dass es sich bei Unterschreiten dieser Grenze um ein Bagatelldelikt handelt: verboten, wird aber nicht verfolgt.

Da ich eine solche Frage erwartete, habe ich den Wikipedia-Link angefügt und - extra für Carsten - noch einen Hinweis angebracht, dass dort der Begriff Bagatelldeklikt erklärt wird - ach, vergebens. :)

> Gruß Carsten (der dann etwas Verbotenes in Essen macht, wenn
> er auf einem Turnier gewinnt - klar, hat ja Eintritt bezahlt)

Es ist erlaubt, eine Teilnahmegebühr für die Organisation, die Bereitstellung der Örtlichkeiten etc. zu nehmen.
Es ist auch erlaubt, an die Teilnehmer Gewinne abzugeben, sofern sie gesponsort werden, jedoch nicht, wenn diese aus den Teilnahmegebühren finanziert werden.

Gruß, Günter

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Gregor Breckle
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Re: [OT] Wortklaubereien

Beitragvon Gregor Breckle » 20. Mai 2008, 16:25

Günter Cornett schrieb:
>
> Gregor Breckle schrieb:
> >
> > >Um beim Lotto Haus und Hof zu verlieren, braucht es viele
> > >Kreuze, viele Kugelschreiber, Behandlungen wegen
> > >Sehnenscheidenentzündug, ...
>
> Das ist der erste Absatz, in dem ich argumentiere, dass es
> rein technisch schwierig sei, Haus und Hof durch das
> aufwändige Ausfüllen von Lottoscheinen zu verlieren
> (das es tatsächlich nicht so aufwändig ist, wie ich dachte,
> steht auf einem anderen Lottoschein).
>
>
> > >Der Unterschied zwischen legalem und illegalem Glücksspiel
> > >besteht zum einen darin, dass der Staat am legalen
> > >Glücksspiel verdient, zum anderen, dass die negativen
> > >Auswirkungen einigermaßen kontrolliert werden können
> > >(Hausverbot für Spielsüchtige). Letzteres halte ich durchaus
> > >für einen gewichtigen Grund.
>
> Das ist der Absatz, in dem ich allgemein auf legales
> Glückspiel Bezug nehme. Hausverbot für Spielsüchtige gibt es
> in Spielbanken und auch die Pflicht dieses zu überwachen. Es
> ist eine Kontrollmöglichkeit.
>
> Von Hausverbot für Lottospieler war nirgendwo die Rede -
> abgesehen von deinem Beitrag.
>
>
> > Hier steht doch eindeutig "Um beim Lotto ..." und weiter
> > unten "Unterschied [...] legalem und illegalem [...]
>
> in zwei unterschiedlichen Absätzen.
>
> Was meinst du, warum sie durch eine Leerzeile getrennt sind?

Du wirst aber hoffentlich nicht bestreiten wollen, dass du einen inhaltlichen Zusammenhang innerhalb deines Postings hast und nicht zwei verschiedene Themen in einem Posting ansprichst. Dieser ist meines Erachtens im ersten Abschnitt eine kurze Betrachtung des Lottospiels und im zweiten ein Vergleich deiner Ansicht von legalem und illegalem Glücksspiel. Lotto ist ein legales Glücksspiel und ist deshalb für mich auch als ein Beispiel in deinem Vergleich zu sehen. Da hilft auch ein Absatz nicht. Stell dir mal vor, du liest einen Zeitungsartikel mit einem Absatz, in dem zwei unterschiedliche Themen behandelt werden.
Du wählst dann ohne Nennung einer Zuordnung zum Spielcasino ein Hausverbot als (auch meines Erachtens übrigens) sinnvolle Möglichkeit die Spielsucht leidlich zu kontrollieren.

Meines Erachtens, und deshalb mein Einwand, hast du aber durch das Nichzuordnen des Hausverbots zu legalem oder illegalem Glücksspiel, die von mir mit wie es aussieht unverständlichem humoristischen Touch geprägte Aussage provoziert (allein schon für diesen Satz würde sich vermutlich alle meine Deutschlehrer fragen, was sie falsch gemacht haben). Um das ganze sprachlich weiter zu analysieren, ...

> > >Der Unterschied zwischen legalem und illegalem Glücksspiel
> > >besteht zum einen darin, dass der Staat am legalen
> > >Glücksspiel verdient, zum anderen, dass die negativen
> > >Auswirkungen einigermaßen kontrolliert werden können
> > >(Hausverbot für Spielsüchtige).

... bezieht sich dein "zum anderen, dass die negativen Auswirkungen" meines Erachtens immer noch auf "am legalen Glücksspiel" und somit ist ebenfalls die Frage berechtigt, wie ein Hausverbot bei legalen Glücksspielen zu sehen ist.

So, nun sind wir aber tatsächlich bei den Wortklaubereien - und das muss zumindest von meiner Seite nicht weiter ausgefochten werden.

Ich sehe die Unterscheidung zwischen legal und illegal beim Glückspielen für das persönliche Schicksal als unnötig an.
FÜr mich bedeutet Spielen um Geld, dass man sich einen bestimmten Betrag "gönnt", bspw. fürs Casino, zum Pokern oder zum Lotto-Spielen. Solange man sich daran hält, ist normalerweise alles in Ordnung. (Wobei ich fast annehme, dass es genügend Leute gibt, die nicht genügend Geld zum Essen haben, aber jede Woche auf die Lotto-Million hoffen - das macht im Monat sicher auch 20 Euro aus, die in Nährhaftes besser investiert wären). Problematisch wird es, wenn man diese Grenze nicht mehr einhalten kann - und da schenkt sich dann legal und illegal auch nichts mehr. Für jemand Nicht-Süchtigen bedeutet das eben, dass der Casino-Abend unter Umständen schnell aus ist, aber wer die Grenzen nicht kennt, kauft sich halt neue Jetons. Man hat ja keine Verluste, dass man weniger hat als mitgebracht, sondern man verliert immer nur maximal das, was mam investiert hat.
Und diese Gefahr besteht für mich auch beim Lotto - dann wird halt mal noch ein Kästchen mehr getippt - oder mal Keno oder Odd-Set ausprobiert und gleich noch ein Los der Glücksspirale mitnehmen usw.
Insofern empfinde ich deine "Steuer" fast schon etwas verharmlosend.
Vermutlich hast du aber recht, dass es ein relativ kleiner Lotto-Süchtiger Teil ist. Die Frage ist nur, was macht ein Spielsüchtiger, der zwar Huasverbot in der Spielbank hat, aber keine Therapie wohl? Er sucht sich Alternativen - Automaten oder evtl. auch Lotto.
Ob das ganze dann erlaubt oder nicht ist, ist dem Betroffenen vermutlich egal.


> Ich finde, Lotto hat mehr den Charakter einer freiwilligen
> Steuer.
>
> > Ein Leseverbot sollte auf jeden Fall eine bilateral
> > betrachtet werden ;-)
>
> ähm, äh, muss ich diesen Satz jetzt verstehen?

Ähm, nö ;-)

Viele Grüße

Gregor

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Günter Cornett

Re: [OT] Wortklaubereien

Beitragvon Günter Cornett » 20. Mai 2008, 16:46

Gregor Breckle schrieb:
>
> Günter Cornett schrieb:
> >
> > Gregor Breckle schrieb:
> > >
> > > >Um beim Lotto Haus und Hof zu verlieren, braucht es viele
> > > >Kreuze, viele Kugelschreiber, Behandlungen wegen
> > > >Sehnenscheidenentzündug, ...
> >
> > Das ist der erste Absatz, in dem ich argumentiere, dass es
> > rein technisch schwierig sei, Haus und Hof durch das
> > aufwändige Ausfüllen von Lottoscheinen zu verlieren
> > (das es tatsächlich nicht so aufwändig ist, wie ich dachte,
> > steht auf einem anderen Lottoschein).
> >
> >
> > > >Der Unterschied zwischen legalem und illegalem Glücksspiel
> > > >besteht zum einen darin, dass der Staat am legalen
> > > >Glücksspiel verdient, zum anderen, dass die negativen
> > > >Auswirkungen einigermaßen kontrolliert werden können
> > > >(Hausverbot für Spielsüchtige). Letzteres halte ich
> durchaus
> > > >für einen gewichtigen Grund.
> >
> > Das ist der Absatz, in dem ich allgemein auf legales
> > Glückspiel Bezug nehme. Hausverbot für Spielsüchtige gibt es
> > in Spielbanken und auch die Pflicht dieses zu überwachen. Es
> > ist eine Kontrollmöglichkeit.
> >
> > Von Hausverbot für Lottospieler war nirgendwo die Rede -
> > abgesehen von deinem Beitrag.
> >
> >
> > > Hier steht doch eindeutig "Um beim Lotto ..." und weiter
> > > unten "Unterschied [...] legalem und illegalem [...]
> >
> > in zwei unterschiedlichen Absätzen.
> >
> > Was meinst du, warum sie durch eine Leerzeile getrennt sind?
>
> Du wirst aber hoffentlich nicht bestreiten wollen, dass du
> einen inhaltlichen Zusammenhang innerhalb deines Postings
> hast und nicht zwei verschiedene Themen in einem Posting
> ansprichst. Dieser ist meines Erachtens im ersten Abschnitt

Nicht zwei verschiedene Themen, aber unterschiedliche Bezüge.

Der erste Absatz bezieht sich auf das Lottospiel: inhaltlich geht es um den Aufwand des Ankreuzen etc.


Der zweite Absatz beginnt mit:
"Der Unterschied zwischen legalem und illegalem Glücksspiel ..."

> eine kurze Betrachtung des Lottospiels und im zweiten ein
> Vergleich deiner Ansicht von legalem und illegalem
> Glücksspiel. Lotto ist ein legales Glücksspiel und ist
> deshalb für mich auch als ein Beispiel in deinem Vergleich zu
> sehen. Da hilft auch ein Absatz nicht. Stell dir mal vor, du
> liest einen Zeitungsartikel mit einem Absatz, in dem zwei
> unterschiedliche Themen behandelt werden.
> Du wählst dann ohne Nennung einer Zuordnung zum Spielcasino
> ein Hausverbot als (auch meines Erachtens übrigens) sinnvolle
> Möglichkeit die Spielsucht leidlich zu kontrollieren.

Mit Bezug auf 'legales Glücksspiel'.

Das Hausverbot ist dabei als eine Möglichkeit genannt, muss aber nicht zwangsläufig auf jede Form des legealen Glücksspiel zutreffen.

Und da ich zudem im vorhergehenden Absatz von einer Schutzwirkung durch hohen Ankreuzaufwand für das Lottospiel ausgegangen bin, erübrigte sich zu diesem Zeitpunkt für mich ein Schutz per Lottoannahmestellenhausverbot für Spielsüchtige. Daher habe ich es als Beispiel für um weitere Regelemntierungsmöglichkeiten angeführt.


> Meines Erachtens, und deshalb mein Einwand, hast du aber
> durch das Nichzuordnen des Hausverbots zu legalem oder
> illegalem Glücksspiel, die von mir mit wie es aussieht
> unverständlichem humoristischen Touch geprägte Aussage
> provoziert (allein schon für diesen Satz würde sich

Dass meine Aussage mitunter Menschen zu übereilten Handlungen und Äußerungen verleiten, streite ich nicht ab. Das passiert - gerade hier im Forum - doch mit gewisser Regelmäßigkeit ...



> vermutlich alle meine Deutschlehrer fragen, was sie falsch
> gemacht haben). Um das ganze sprachlich weiter zu
> analysieren, ...
>
> > > >Der Unterschied zwischen legalem und illegalem Glücksspiel
> > > >besteht zum einen darin, dass der Staat am legalen
> > > >Glücksspiel verdient, zum anderen, dass die negativen
> > > >Auswirkungen einigermaßen kontrolliert werden können
> > > >(Hausverbot für Spielsüchtige).
>
> ... bezieht sich dein "zum anderen, dass die negativen
> Auswirkungen" meines Erachtens immer noch auf "am legalen
> Glücksspiel" und somit ist ebenfalls die Frage berechtigt,
> wie ein Hausverbot bei legalen Glücksspielen zu sehen ist.

Ja natürlich.

> So, nun sind wir aber tatsächlich bei den Wortklaubereien -
> und das muss zumindest von meiner Seite nicht weiter
> ausgefochten werden.

Aber, aber, wer wird da kneifen?

> Ich sehe die Unterscheidung zwischen legal und illegal beim
> Glückspielen für das persönliche Schicksal als unnötig an.


Legales Glückspiel verhält sich zum illegalen wie Hauskatzen zu Löwen. Wer mit letzteren umgehen kann, wird sich davor schützen können, gefressen zu werden.
Wer aber mit Hauskatzen nicht umgehen kann, wird womöglich im Rudel untergehen, gemäß dem Motto Kleinvieh macht auch Mist. Kommt ja auch immer mal wieder vor; dennoch ist sehe ich schon einen qualitativen unterschied zwischen hauskatzen - und Löwenhaltung. :)


> FÜr mich bedeutet Spielen um Geld, dass man sich einen
> bestimmten Betrag "gönnt", bspw. fürs Casino, zum Pokern oder
> zum Lotto-Spielen. Solange man sich daran hält, ist
> normalerweise alles in Ordnung. (Wobei ich fast annehme, dass
> es genügend Leute gibt, die nicht genügend Geld zum Essen
> haben, aber jede Woche auf die Lotto-Million hoffen - das
> macht im Monat sicher auch 20 Euro aus, die in Nährhaftes
> besser investiert wären). Problematisch wird es, wenn man

Bier, Korn, ...?

Wenn es nur die 20 Euro sind, ist es egal. o wie für viele die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind, ist das u.U. sogar die geeignetere Möglichkeit, die eigene materielle Situation zu verbessern.


> diese Grenze nicht mehr einhalten kann - und da schenkt sich
> dann legal und illegal auch nichts mehr. Für jemand

Wenn der Zustand erreicht ist. Es geht aber vor allem um den Weg hin zu diesem Zustand. Das ist auch eine Frage der Gelegenheit.

> Nicht-Süchtigen bedeutet das eben, dass der Casino-Abend
> unter Umständen schnell aus ist, aber wer die Grenzen nicht
> kennt, kauft sich halt neue Jetons. Man hat ja keine
> Verluste, dass man weniger hat als mitgebracht, sondern man
> verliert immer nur maximal das, was mam investiert hat.

Was sehr viel sein kann.

> Und diese Gefahr besteht für mich auch beim Lotto - dann wird
> halt mal noch ein Kästchen mehr getippt - oder mal Keno oder
> Odd-Set ausprobiert und gleich noch ein Los der Glücksspirale
> mitnehmen usw.

Ich wage mal zu behaupten: Der Das-verlorene-Geld-hole-ich-mir-durch-erhöhten-Einsatz-zurück-Effekt ist beim Lotto viel geringe, weil es i.d.R. kein riesenbetrag ist. Und weil die damit erhöhte Gewinnchance ebenfalls nicht spürbar ist.

Lotto spielen ist viel indirekter als Poker, viel weniger intensiv und daher auch ungefährlicher.

> Insofern empfinde ich deine "Steuer" fast schon etwas
> verharmlosend.

Stimmt, durch Steuern verliert man wesentlich mehr als durchs Lottospielen.

> Vermutlich hast du aber recht, dass es ein relativ kleiner
> Lotto-Süchtiger Teil ist. Die Frage ist nur, was macht ein
> Spielsüchtiger, der zwar Huasverbot in der Spielbank hat,
> aber keine Therapie wohl? Er sucht sich Alternativen -
> Automaten oder evtl. auch Lotto.

Wenn er dann nur Lotto spielt ist er fast schon geheilt. :)

> Ob das ganze dann erlaubt oder nicht ist, ist dem Betroffenen
> vermutlich egal.
>
>
> > Ich finde, Lotto hat mehr den Charakter einer freiwilligen
> > Steuer.
> >
> > > Ein Leseverbot sollte auf jeden Fall eine bilateral
> > > betrachtet werden ;-)
> >
> > ähm, äh, muss ich diesen Satz jetzt verstehen?
>
> Ähm, nö ;-)


Siehste: viel effektiver als das Verbot einer Handlung, ist es die Gelegenheit dazu einzuschränken. Es ist egal, ob ich obigen Satz lesen darf; da ich ihn nicht verstehe, interessiert er mich auch nicht.

Gruß, Günter


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