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Race for the Galaxy im Vergleich mit Phoenicia?
Verfasst: 4. Juni 2008, 11:36
von JonTheDon
Hi,
als bekennender RftG-Fan habe ich mir einige andere Spiele von Tom Lehmann angeschaut. Dabei stieß ich auf Phoenicia, welches ich nach der Lektüre des spielbox-Artikels "Gebrabbelte Symbolsprache" bereits ad acta gelegt hatte.
Nun hat RftG ja auch eine - wenn auch in meinen Augen nicht "gebrabbelte" Symbolsprache. Auch RftG ist eher ein abstraktes Spiel (wenn auch die Grafik deutlich gelungener scheint als bei Phoenicia). Und die großen Regelprobleme sollten durch Updates im Internet auch zu überwinden sein.
Nach all diesem stelle ich die Frage an Spieler, die schon beides gespielt haben: Sind die beiden Spiele irgendwie vergleichbar? Kann man sagen, dass Personen, die sich durch die RftG-Symbolsprache gequält haben, auch die von Phoenicia verstehen und evt. darurch auch das Spiel mögen werden? Wie sind da Eure Erfahrungen?
Liebe Grüße und Dank im Voraus
Jon
Re: Race for the Galaxy im Vergleich mit Phoenicia?
Verfasst: 4. Juni 2008, 11:44
von MatthiasC
Hallo Jon,
die Spiele kannst du schwer vergleichen. RftG ist ein Vetreter der Puerto-Rico-Familie, Phoenicia wirst du mögen, wenn dir Outpost oder das Zepter von Zavandor gefallen hat. Ich habe mir Phoenicia auf der Messe erklären lassen und fand den Zugang nicht sonderlich schwer (sprich: einfacher als RftG). Vermutlich hat RftG mehr Spieltiefe. Allerdings habe ich es noch nicht von Anfang bis Ende gespielt.
Beste Grüße,
Matthias
Re: Race for the Galaxy im Vergleich mit Phoenicia?
Verfasst: 4. Juni 2008, 12:25
von peer
Hi,
wie Mathhias schon schrieb sind die beiden Spiele vom Mechanismus her kaum miteinander vergleichbar - Der Anspruch ist allerdings ähnlich.
Wenn du etwas ähnliches wie RttG suchst, solltest du dir mal Glory to rome con der Cambridge Game factory ansehen. Allerdings ist das Spiel komplett in englisch.
ciao
peer (wollte den Verlag auf seinem Blog vorstellen, hat aber keine Antwort auf seine Emails bekommen)
Re: Race for the Galaxy im Vergleich mit Phoenicia?
Verfasst: 4. Juni 2008, 13:37
von ravn
Phoenicia lässt sich plakativ als Versteigerung von Eigenschaftskarten beschreiben, die den Spielern teils aufbauende Boni bringen. Ich fand das Spiel recht eindimensional im Ablauf.
Allerdings müsste man es eigentlich öfters als nur einmal spielen, da man in der ersten Spielpartie überhaupt nicht einschätzen kann, wieviel die einzelnen Karten überhaupt wert sind. Nur ist es dazu noch nicht gekommen - auch weil das Material mit den billigen Plastik-Pöppeln und der eher verwirrenden statt hilfreichen Symbolsprache samt des eher unbrauchbaren Spielplans (Übersicht, die keine ist.) mich und meine Mitspieler davon abgeschreckt hat.
Aber eine zweite (und damit letzte) Chance hätte Phoenicia schon verdient... wenn es sich gegen diverse Neuheiten und Lieblingsspiele mal durchsetzen kann.
Cu/Ralf
PS: Spielerisch bietet Race of the Galaxy da mehr. Allerdings solltest Du die ersten Partien als reine Kennenlern-Partien verstehen und gegen RftG-Profis nicht verzweifeln... danach ist es ein tolles Spiel. Am Besten deshalb in einer Runde mit Neulingen das Spiel zusammen entdecken, könnte mehr Spass machen.
RftG - erste Partie zum kennenlernen
Verfasst: 4. Juni 2008, 14:27
von Tyrfing
Das mit den ersten Partien als Kennenlern-Runde möchte ich unterstreichen.
Insbesondere wenn man gegen geübte Spieler spielt, sieht man kein Land mehr gegen diese.
Das ist nicht weiter schlimm, weil man einfach so vor sich hinspielen kann ohne dass einem etwas böses passiert - aber für einen Sieg wird es nicht reichen.
Um das Spiel gut spielen zu können sollte man nämlich einige Strategien und die dafür wichtigen Schlüsselkarten kennen - sowie eine Übersicht über alle ausliegenden Karten behalten.
Das ist anfangs einfach nicht machbar als Anfänger - dafür braucht es Routine.
Eine Routine, die ich mir bei dem Spiel gerne aneigne, ich zähle es zu meinen derzeitigen Lieblingsspielen.
Also eine Empfehlung meinerseits allemale.
Re: Race for the Galaxy im Vergleich mit Phoenicia?
Verfasst: 4. Juni 2008, 14:44
von ode
Hallo,
auch, wenn du mich nicht direkt angesprochen hast, da ich RftG nicht kenne, will icht trotzdem mal was zu Phoenicia sagen.
Der Artikel in der Spielbox, war natürlich völlig berechtigt. Es ist schon mühsamer als bei anderen Spielen, sich die Regel zu erschließen. Die Gestaltung (quasi die Grafik von Matthias Catrein) finde ich gar nicht so übel, auch, wenn die Symbole im Spiel nicht unbedingt selbsterklärend sind und das Spiel tatsächlich noch besser optimiert hätte werden können.
Trotzdem ist das Spiel sehr gut. Denn es macht durchaus Spaß es zu spielen. In meinen Augen ist es tatsächlich so eine Art Zepter von Zavandor in einer Light-Version. Es dauert nicht so lange und ist etwas straighter (if you know what I mean...). Man muss die Karten sehr gut kennen, deshalb sollte man es öfter spielen.
So Sachen, wie viel zu viele Plätze für Arbeiter auf den Gebäudetableaus, eine anfangs verwirrende Grafik auf dem Spielbrett und eine zweigeteilte Siegpunkt- und Geldleiste stören wirklich nicht.
Allerdings muss ich sagen, dass ich das Spiel nicht nochmal für 30¤ kaufen würde... Dafür ist einfach zu wenig drin...
ode.
Re: Race for the Galaxy im Vergleich mit Phoenicia?
Verfasst: 4. Juni 2008, 15:25
von Braz
Ich muss Matthias zu 100% zustimmen: Beide Spiele sind mE nicht miteinander vergleichbar:
RftG -> ist mit San Juan vergleichbar
Phoenicia -> ist mit Zepter von Zavandor vergleichbar
Zur Symbolsparche: Die fand ich bei RftG gar nicht so schlimm, sondern eher schlüssig...
Re: RftG - erste Partie zum kennenlernen
Verfasst: 4. Juni 2008, 15:36
von Matthias Wagner
Wenn man gute Karten hat und kriegt und wenigstens ein bisschen einen Plan hat kann man auch gegen geübte Spieler (mit weniger guten Karten) gewinnen - vor allem im Viererspiel. RftG ist halt ein Kartenspiel - mal hü mal hott - wobei einem (als geübter Spieler) viele Möglichkeiten offenstehen das ganze irgendwie hinzubiegen.
Re: Race for the Galaxy im Vergleich mit Phoenicia?
Verfasst: 4. Juni 2008, 21:36
von Ferdinand Köther
Hallo ode,
nur so am Rande, ist nicht wichtig - aber ich verstehe nicht:
"Trotzdem ist das Spiel sehr gut. ... Allerdings muss ich sagen, dass ich das Spiel nicht nochmal für 30¤ kaufen würde... Dafür ist einfach zu wenig drin..."
Für ein Spiel, das ich sehr gut finde, würde ich immer gerne 30 Flocken locker machen, auch wenn nur ein Würfel drin wäre (und dazu die Supermegaidee, mit einem Würfel ein sehr gutes Spiel zu machen ;-))- denn der Spielspaß/-reiz ist doch maßgebend und nicht die Materialmenge, oder?
Bin Sonntag übrigens noch sozusagen an deiner Haustür vorbeigefahren, nämlich [i]durch[/i] Horstmar, ist ja nicht so groß.
Große Grüße
:-) Ferdi
Re: Race for the Galaxy im Vergleich mit Phoenicia?
Verfasst: 4. Juni 2008, 22:15
von Marion Menrath
Wir haben beide Spiele jetzt so ca. fünfmal gespielt; Race for the Galaxy aber immer mit den Startkartenpäckchen, die ja bereits eine Spielweise nahelegen; zum Beispiel auf militärische Planeten zu setzen. Ich finde, man braucht schon etwas länger sich an die Symbole zu gewöhnen als beim vergleichbaren San Juan.
Phoenica hatten wir uns als Outpost- und Zepter-Fans trotz der ursprünglich schlechten Spielregel gekauft. Inzwischen gibt es allerlei Hilfen dazu. Positiv ist die vergleichsweise kurze Spieldauer, an die man sich aber auch erst einmal gewöhnen muss. Als ich anfangs endlich eine schöne Produktion hatte, war das Spiel leider schon vorbei. Einige der fortgeschrittenen Produktionsmöglichkeiten, lohnen sich kaum noch, weil die Arbeiter so teuer einzusetzen sind. Und man muss höllisch aufpassen, dass man anderen Spielern nicht Karten zu billig oder zu viele derselben Sorte lässt. Wer den anderen erst einmal davonzieht, ist nämlich kaum noch einzuholen.
Unter dem Strich bleibt das Gefühl, das man noch mehr hätte draus machen können. Wenn man es aber mit lauter Leuten spielt, die es bereits gut kennen, könnte sich etwas sehr spannendes entwickeln.
Marion
Re: Race for the Galaxy im Vergleich mit Phoenicia?
Verfasst: 6. Juni 2008, 17:31
von ode
Kann ich dir gerne erklären:
Das Spiel ist zwar gut, aber es war in meinen Augen nicht unbedingt 30¤ wert. Da gibt es deutlich bessere Spiele zu besseren Preisen. Die dann auch noch besser gestaltet und getestet sind. Und ich muss nicht jedes Spiel auf edr Welt haben, nur weil es gut ist. Sonst müsste ich die ganzen Splotter Spiele im Schrank vergammeln lassen. Und weil Phoenicia auch nur mir und nicht meiner Frau gefiel, ist es bei E-Bay auch zu jemandem gekommen, der es vielleicht öfter als einmal spielt...
Lustig! Warum fährst du durch Horstmar? Auf Weltreise gewesen? Wenn du es genau nimmst, dann wohne ich auch im Stadtteil Leer, ein paar Kilometer von Horstmar weg. Ich schätze mal, du bist von Steinfurt nach Laer gefahren, oder umgekehrt? Dann bist du nur an der Straß0e vorbeigefahren, die nach Leer führt...Aber das sind Details...
Gruß...ode.