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Mystery Rummy: Jack the Ripper

Verfasst: 22. November 2008, 14:25
von Monika
Hallo,
hat jemand schon mal Mystery Rummy Fall 1: Jack the Ripper gespielt? Soll ja angeblich besonders zu zweit sehr gut funktionieren.
Irgendwie kann ich mir vom Spielverlauf nicht so recht was unter diesem Spiel vorstellen. Ist es eher leichte Kost wie Rommé, Skip-Bo etc. oder steckt etwas mehr dahinter?
Grüße,
Monika

[PEEP] Mystery Rummy: Jack the Ripper

Verfasst: 22. November 2008, 15:28
von Peter Neugebauer
Ich versuche einmal, ein bisschen zu erklären:

Vergleichbar mit Romme ist, dass man Handkarten hat, pro Zug eine Karte nachzieht (vom verdeckten oder offenen Tischstapel), dass man dann eine Einzelkarte oder auch eine Sequenz auslegt und dass man schließlich noch eine Handkarte abwerfen muss. Sobald ein Spieler seine Hand leer gespielt hat, ist eine Runde zu Ende und man bekommt Pluspunkte für die in seiner Auslage liegenden Karten und Minuspunkte für Handkarten (es gibt da noch einen Modifikator, den ich hier aber nicht erklären brauch). Durch die Auslage aller Spieler wird der Täter (Jack the Ripper) bestimmt, dessen Kartenwerte für alle doppelt zählen. Wer Jack (und damit Punktverdoppelung) wird, lässt sich bisweilen (aber vor allem nach guter Kenntnis des Spiels) etwas manipulieren.

Nun wird aber nicht mit Bube, Dame, König, Ass in Pik, Kreuz, Herz und Karo gespielt, sondern mit Kartenbildern und Farben, die für Tatorte, Opfer, mögliche Täter, Alibis und Verdachtsmomente stehen. Und diesen Vorgaben folgt auch das Auslegen der Handkarten: Zunächst müssen Opfer und Tatort auf den Tisch. Danach dürfen Verdächtigungskarten (in einer 3er-Sequenz) gespielt werden. Diese beziehen sich über einen Farbcode auf einen ganz bestimmten Täter, dessen Karte dann auch ausgelegt werden darf und schließlich darf man dazu dann auch noch ein Alibi legen. Es gibt noch ein paar Sonderregeln zu Briefen und Joker-Karten, die man hier aber vernachlässigen kann.

Gänzlich anders als bei Romme gibt es bei diesem Spiel noch eine zweite Spiel- und Siegstrategie. Wenn nämlich alle Opfer auf dem Tisch liegen, kann man mit einer Spezialkarte Jack the Ripper auch entkommen lassen. Wem das glückt, der sackt ordentlich Pluspunkte ein. Falls dieses aber misslingt, hagelt es genau so viele Minuspunkte. Dieses Vorgehen birgt also ein gewisses Risiko. Mit wenigen Sonderkarten kann man diese Strategie vorantreiben, indem man Opfer, die Mitspieler auf ihrer Hand zurückhalten, auf den Tisch zwingen kann, oder indem man Opfer aus dem Tischstapel herauszieht. Sobald ein Spieler aber eine dieser Karten spielt, wissen die anderen, was er so im Schilde führt. Sie versuchen dann möglichst schnell ihre Hände leer zu spielen, um die normnale Siegoption herbeizuführen. Das ist dann durchaus ein spannender Wettlauf.

In einer 2er-Runde gelingt diese Möglichkeit kaum, bei größerer Besetzung kann es da durchaus schon Mal zu einem Überraschungscoup kommen.

Erfahrene Spieler brauchen eins, zwei Durchgänge um zu wissen, worauf es ankommt. Nur-Romme-Spieler sind bisweilen mit der zweiten Siegoption überfordert und werfen diese Sonderkarten vorschnell einfach ab. Dadurch nimmt man dem Spiel aber eine durchaus ansprechende neue Nuance.

Übrigens, weil es weiter unten in einem anderen Thread diskutiert wird, das Kartenmaterial ist von hoher Qualität geprägt. Ich habe selten so dicke Spielkarten in Händen gehalten.

Alles in allem: Uns hier hat es gefallen.

Re: [PEEP] Mystery Rummy: Jack the Ripper

Verfasst: 22. November 2008, 18:38
von Monika
Danke für dein PEEP. Das macht die ganze Sache doch schon wesentlich anschaulicher!