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Professor Pünschge
Verfasst: 2. Februar 2009, 18:00
von Spielratte
Wir haben am Wochenende Professor Pünschge ausprobiert und hatten ein Deja Vu-Erlebnis. Das Ganze erinnerte sehr stark an das Spielprinzip von Geheimcode, das bei Winning Moves erschienen war. Nur ist es hier eben kein Karten-, sondern ein Brettspiel und niemand braucht sich die Regel für eine logische Reihe ausdenken. Ist das sonst schon jemandem aufgefallen?
Sabine
Re: Professor Pünschge
Verfasst: 2. Februar 2009, 18:23
von Ulrich Roth
> Wir haben am Wochenende Professor Pünschge ausprobiert und
> hatten ein Deja Vu-Erlebnis. Das Ganze erinnerte sehr stark
> an das Spielprinzip von Geheimcode, das bei Winning Moves
> erschienen war. Nur ist es hier eben kein Karten-, sondern
> ein Brettspiel und niemand braucht sich die Regel für eine
> logische Reihe ausdenken. Ist das sonst schon jemandem
> aufgefallen?
Ja, hier!
"Geheimcode" war allerdings nur eine völlig missratene Version von Robert Abbotts genialem Klassiker "Eleusis":
http://www.terra.es/personal2/u.roth/eleusis.htm
Das Ausdenken eigener Regeln ist doch gerade ein wichtiger Teil des Spielpaßes.
Umsetzungen dieser Spielidee, die den Spielern den kreativen Part abnehmen, braucht m.E. die Welt nicht.
:roll:
Re: Professor Pünschge
Verfasst: 2. Februar 2009, 19:07
von peer
Hi,
Ulrich Roth schrieb:
> Das Ausdenken eigener Regeln ist doch gerade ein wichtiger
> Teil des Spielpaßes.
> Umsetzungen dieser Spielidee, die den Spielern den kreativen
> Part abnehmen, braucht m.E. die Welt nicht.
Sehe ich anders. Ein großer Teil des Reiz eines induktiven Spieles liegt ja im induktiven Denken ;-)
Ich denke ein gut gemachtes Induktionsspiel darf durchaus vorgfertigte Aufgaben vorgeben für diejenigen, die erstmal gar nicht wissen, wie so ne Regel aussehen kann. Für die Fortgeschrittenen sollte aber auch Platz zum Selberausdenken vorhanden sein. Dann sind alle zufrieden...
Geheimcode war auch eher deswegen misslungen, weil die fertigen Aufgaben doch sehr simpel waren.
ciao
peer (arbeitet u.a. auch an einem Induktionsspiel)
Re: Professor Pünschge
Verfasst: 3. Februar 2009, 00:19
von Ulrich Roth
peer schrieb:
> Ich denke ein gut gemachtes Induktionsspiel darf durchaus
> vorgefertigte Aufgaben vorgeben für diejenigen, die erstmal
> gar nicht wissen, wie so ne Regel aussehen kann.
Einverstanden - aber nur für den Anfang. :razz:
> Für die
> Fortgeschrittenen sollte aber auch Platz zum Selberausdenken
> vorhanden sein. Dann sind alle zufrieden...
... oder total frustriert. :mad:
Vielleicht hab ich da ja was falsch verstanden (in dem Fall bitte ich um Aufklärung), aber nach Überfliegen der Regeln von "Professor Pünschge" scheint es mir so zu sein, dass der Professor-Spieler dann am besten punktet, wenn er eine möglichst schwere, im Idealfall unlösbare, Regel auswählt.
Nehmen wir zugunsten des Spiels mal an, dass keine der vorgefertigten Regeln völlig unlösbar ist.
Wenn nun aber die Spieler dazu übergehen, ihre eigenen Regeln zu erstellen (wie es ja für Fortgeschrittene am Ende der Spielregel vorgeschlagen wird), was soll sie dann daran hindern, diese so gnadenlos kompliziert zu machen, dass sie garantiert niemand rauskriegt?
:eek: