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Intuitives Spielmaterial

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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André Maack
Spielkind
Beiträge: 16
Wohnort: Ravensburg

Intuitives Spielmaterial

Beitragvon André Maack » 23. März 2009, 15:43

Hallo zusammen,

ich suche Beispiele zum Thema „Intuitives Spielmaterial in Brett- und Kartenspielen“.

Zum einen suche ich Beispiele, bei denen das Material(Grafik) besonders gut gelungen ist. Besonderes Augenmerk liegt hier nicht auf „Schönheit“ sondern auf der Funktionalität und darauf, dass die Spielregel (oder der Spielablauf) besonders gut unterstütz wird.
Das sind dann meist Spiele bei denen sich die Spielregeln geradezu „aufdrängen“ – man kann förmlich erraten wie das Spiel funktioniert. Kennt ihr solche Spiele?

Zum anderen suche ich das genaue Gegenteil. Ein Spiel bei dem das Material(Grafik) den Spielfluss nicht unterstützt bzw. ihn sogar hemmt. Gibt es solche Spiele überhaupt?


Freue mich auf euere Hinweise
André
André
Ravensburger
Redaktion Familienspiele

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Martin

Re: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Martin » 23. März 2009, 15:58

Aus dem Bereich komplexerer Spiele fällt mir hier Säulen der Erde ein.

Martin

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Axel Bungart

Re: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Axel Bungart » 23. März 2009, 16:12

Hallo André,

als schlechtes Beispiel dient wohl Tempus: hier sind die Ablagetableaus der Spieler nicht nur überfrachtet mit Unsinnigem sondern auch falsch beschriftet. Die Regel tut ihr Übriges, um den Spielern das Leben (bzw. Spiel) nicht zu leicht zu machen.

Gruß
Axel

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Heinrich Glumpler

Re: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Heinrich Glumpler » 23. März 2009, 16:12

Hi,

ich vermute mal, das ist ein Beispiel für "positiv" wirksames Material, oder? ;-)

Ich vermute weiterhin, du beziehst dich auf den Umstand, dass der Ablauf einer Runde und seiner Phasen sich in der Gestaltung des Spielplans wiederspiegelt (die Orte sind so nummeriert, wie sie im Spielablauf ausgewertet werden).

Vergleichbar in dieser Hinsicht ist "Tribun", denke ich.

Grüße
Heinrich

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Axel Bungart

Re: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Axel Bungart » 23. März 2009, 16:12

Gut oder schlecht?

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Jerry

Re: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Jerry » 23. März 2009, 16:21

Beispiele für:

Intuitive Spiele:

- Fits (Ravensburger): Einmal draufschauen und klar

- MeCanix (Dr.Wood): Dito

- RushHour (ThinkFun)


Konfuse Spiele:

- Die Prinzen von Machu Picchu (PD): Gruselig-verwirrender Spielplan

- Bushido (GameHeads): Sensei, Bushido, Samurai, Damiyo, Seppuko, Ronin, Hatamoto ... alles klar. Japanisch ist toll.

- Small World (Days of Wonder): Leider wahr: Das Spiel ist toll aber die Grafik und Spielsteine viel zu bunt und schwer zu unterscheiden

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ode

Re: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon ode » 23. März 2009, 16:26

Wenn du das Spiel nennst, dann musst du aber auch CAYLUS dazu sagen. Man mag mich korrigieren wenn ich falsch liege, aber die Symbolik ist bei Caylus meines Erachtens nach erstmals so aufgetaucht. Bei DIE SÄULEN DER ERDE (DSdE) wurde dieses System sehr gut und sinnvoll aufgegriffen, später dann nochmal bei CUBA. Wenn man so will, dann gibt es ein daran orientiertes System auch bei STONE AGE. Ebenso ist bei CAYLUS der Weg, an dem sich die Gebäude entlangschlängeln ähnlich intuitiv wie bei DSdE.

Ich finde grundsätzlich Spielhilfen schön, die quasi einen Spielzug aufzeigen sehr schön und intuitiv verständlich. Als Beispiel fällt mir gerade ELASUND ein. Da hat man eine Spielhilfe vor sich und kann Punkt für Punkt abhaken bis der eigene Spielzug beendet ist.

Intuitiv erfassbar finde ich auch AGRICOLA: Der Zugmechanismus ist wahnsinnig einfach: Wenn man dran ist, setzt man eine Scheibe. Ende. Dass die Entscheidung wohin diese Scheibe kommt, recht komplex ist, liegt an der Vielfalt des Spiels. Den Spielablauf bei AGRICOLA finde ich sehr gut und intuitiv erfassbar...

ode.

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Micha A.
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Beiträge: 1340

RE: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Micha A. » 23. März 2009, 16:34

Hallo André,

intuitiv:
Bausack / Zoch
Der schwarze Pirat / Haba
Carabande / Goldsieber
Top Race / jetzt Pegasus


unintuitiv:
Fällt mir grade nichts ein.



-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
"Never argue with idiots. They bring you down to their level, then beat you with experience."

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Jonas
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Beiträge: 339

Re: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Jonas » 23. März 2009, 16:41

Bausack
Bamboleo
Carabande
Jenga
Halli Galli

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Christian Hildenbrand

RE: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Christian Hildenbrand » 23. März 2009, 17:43

"André Maack" hat am 23.03.2009 geschrieben:
> Hallo zusammen,
>
> ich suche Beispiele zum Thema „Intuitives Spielmaterial in
> Brett- und Kartenspielen“.
>
> Zum einen suche ich Beispiele, bei denen das
> Material(Grafik) besonders gut gelungen ist. Besonderes
> Augenmerk liegt hier nicht auf „Schönheit“ sondern auf der
> Funktionalität und darauf, dass die Spielregel (oder der
> Spielablauf) besonders gut unterstütz wird.
> Das sind dann meist Spiele bei denen sich die Spielregeln
> geradezu „aufdrängen“ – man kann förmlich erraten wie das
> Spiel funktioniert. Kennt ihr solche Spiele?
>
> Zum anderen suche ich das genaue Gegenteil. Ein Spiel bei
> dem das Material(Grafik) den Spielfluss nicht unterstützt
> bzw. ihn sogar hemmt. Gibt es solche Spiele überhaupt?
>
>
> Freue mich auf euere Hinweise
> André



Werter Kollege aus dem Südschwäbischen,

ich sehe einen leichten Haken in der Fragestellung, der sich vor allem auf die befragte Gruppe hier in diesem Forum stützt. Denn ich denke, dass hier viele so erfahren sind, dass sie kleinste Hilfen als ausreichend empfinden, um das Spiel schlüssig-flüssig durch die Partie zu bewegen. Ich meine in den meisten, die bislang geantwortet habe, Namen zu sehen, die ich mit dem Begriff "Vielspieler" behaften will. ;-)

Interessant fände ich das ganze in einem kleinen Versuch (keine Ahnung, ob sich so was verwirklichen lassen würde):

Verschiedene Gruppen von Gelegenheitsspielern bekommen die gleichen Spiele vorgesetzt. Sie dürfen a) die Spielregel einmal lesen und sich damit selbst das Spiel erklären oder b) sich die Spielregeln komplett von einem guten (!) Spieleerklärer erklären lassen. Danach werden Spielregel bzw. Erklärer vom Tisch entfernt und die Gruppe darf sich nun nur anhand des ihnen zur Verfügung stehenden Spielmaterials das Spiel spielen. Für das Spielende darf allenfalls noch einmal nachgesehen werden, was denn wie gewertet wird, aber mehr Hilfe gibt es nicht.

Auf die Art und Weise könnte zumindest ein bisschen eruiert werden, bei welchen Spielen es gelungen ist, mittels des Spielmaterials das Verständnis des Ganzen gut zu unterstützen, um daraus objektivere Schlüsse zu ziehen. :-)

Nur so eine Idee... ;-)

Viele Grüße,

Christian

PS.: Fauna. Da ist praktisch alles auf dem Spielplan angegeben. 8)

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peer

Re: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon peer » 23. März 2009, 18:18

Hi,
Ganz klar intuitiv: Tumblin Dice. Da reicht schon das Material um die Regeln zu erkennen.

Bei Glebdo wurde der Spielplan bewusst so gestaltetet, dass man gute Züge übersieht. Es gab auch mal ein Spiel, das zeigte eine Art Spiralschach. Das lebte auch nur vonb der Undurchschaubarkeit.

ciao
peer

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guidoku
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Beiträge: 473

Re: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon guidoku » 23. März 2009, 19:54

Die Aufsteiger

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Martin

Re: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Martin » 23. März 2009, 20:01

Heinrich Glumpler schrieb:
>
> Hi,
>
> ich vermute mal, das ist ein Beispiel für "positiv" wirksames
> Material, oder? ;-)
>
> Ich vermute weiterhin, du beziehst dich auf den Umstand, dass
> der Ablauf einer Runde und seiner Phasen sich in der
> Gestaltung des Spielplans wiederspiegelt (die Orte sind so
> nummeriert, wie sie im Spielablauf ausgewertet werden).
>
Du vermutest in beiden Fällen richtig... :)

Schöne Grüße

Martin (der auf die Frage nach Erdbeer- oder Schokoladeneis am liebsten Stracciatella antwortet)

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ravn

Re: Intuitives Spielmaterial: Weykick

Beitragvon ravn » 23. März 2009, 23:07

> Freue mich auf euere Hinweise

Weykick hat intuitives Spielmaterial. Erst der fragende Blick, wie bewege ich denn meine Spieler? Dann die Selbstentdeckung, dass es da Magnete von unterhalb der Spielfläche gibt. Wenn der Ball dann schon in der Mitte des Spielfeldes liegt, braucht es auch keine Regelerklärung und es geht direkt los!

Intuitiv weil aufs Nötigste reduziert. Da haben es komplexe Brettspiele schwieriger...

Cu/Ralf

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ode

RE: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon ode » 24. März 2009, 00:04

NA!

Hast ja nochmal Glück, dass Vielspieler hier kein Schimpfwort ist! So wie du das schreibst!!! ;-)

War nun ein Jokus...

Aber zu dem Aspekt, den du anführst hat André ja gar nix gesagt. Klar, dass es bei unterschiedlicher Spielerfahrung Leute gibt, die sich Spiele nach der halben Regelerklärung "zu Ende reimen". Und Leute, die nur Bahnhof verstehen, wenn sie den Spielplan von z.B. GIANTS sehen. Obeohl ich finde, dass der Spielplan und die Kurzregel auf der Rückseite des Sichtschirms das Spiel fast von alleine erklären. Man muss nur noch die Vokabeln lernen...

ode.

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Axel Bungart

RE: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Axel Bungart » 24. März 2009, 08:29

Hi Christian,

gute Idee! Wenn Du sowas machst, ruf' mich an... ;-)

Gruß
Axel

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Axel Bungart

Re: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Axel Bungart » 24. März 2009, 08:31

Hab noch zwei Beispiele:
Intuitiv:
MäDn

Nicht intuitiv:
Schach

Gruß
Axel

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Hartmut Th.

RE: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Hartmut Th. » 24. März 2009, 09:50

"André Maack" hat am 23.03.2009 geschrieben:
> Hallo zusammen,
>
> ich suche Beispiele zum Thema „Intuitives Spielmaterial in
> Brett- und Kartenspielen“.
>
> Zum einen suche ich Beispiele, bei denen das
> Material(Grafik) besonders gut gelungen ist. Besonderes
> Augenmerk liegt hier nicht auf „Schönheit“ sondern auf der
> Funktionalität und darauf, dass die Spielregel (oder der
> Spielablauf) besonders gut unterstütz wird.
> Das sind dann meist Spiele bei denen sich die Spielregeln
> geradezu „aufdrängen“ – man kann förmlich erraten wie das
> Spiel funktioniert. Kennt ihr solche Spiele?

Klar: TwixT

die Stecker passen zwar auch in die Ohren, aber die meisten kommen auch so auf die gedachte Verwendung - na und die Verbindungen lassen nur eine Verwendung zu. Dass die farbig markierten Ränder was bedeuten könnten und laut "verbinde mich!" rufen, ist auch recht naheliegend.

verspielte Grüße, Hartmut

- Spielekreis Hiespielchen - www.hiespielchen.de -

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Heinrich Glumpler

Re: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Heinrich Glumpler » 24. März 2009, 13:53

Hi,

in meinem Artikel "Innovation versus Intuition" habe ich einige Beispiele zusammengetragen, die eventuell auch hilfreich sind:

"SPIELE ENTWICKELN 2007" (Dokumentation der 2. Deutschen Spieleautorentage) - Seite 56 - 93.

Grüße
Heinrich

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Boudie
Kennerspieler
Beiträge: 349

Re: Intuitives Spielmaterial

Beitragvon Boudie » 24. März 2009, 16:59

Lege mal ein paar Kindern "Didi Dotter" hin, die wissen sofort und ohne Regel, was zu tun ist. Ähnlich wird es bei "Tier auf Tier" und "Karambolage", bei "Pitchcar" und "Passe-trappe" sein.
Aus dem Familien-Spiel-Bereich fällt mir jetzt spontan nur "Metro" ein und "Bausack" wurde ja schon genannt.

Ansonsten denke ich auch, dass die Spieler, die hier posten, weniger Unterstützung brauchen als Gelegenheitsspieler - so richtig intutitiv würde ich unter diesem Aspekt nur sehr wenige ansehen.

Gruß, Boudie


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