EVE: Farbliche Zuordnung der Regionkarten zum Spielplan?
Verfasst: 1. Mai 2009, 21:43
Hallo,
habe mich die letzten Stunden mal in "EVE: Conquest" eingelesen. Eine Solo-Probepartie für vier Spieler aufgebaut, um die Mechanismen am Brett zu verstehen. Ein harter, anscheinend gnadenloser SF-Brocken, mit eigentlich recht einfachem Regelwerk, wobei man die Zusammenhänge der möglichen Aktionen in ihren Auswirkungen erstmal begreifen muss.
Im Kern geht es ja um Siegpunkte. Die kann man einmal durch die Zerstörung von feindlichen Aussenposten erlangen. Während das Zerstören immer geht (falls man es denn schafft und damit Ressourcen-Potentiale vernichtet), kann man dem Mitspieler nur dann Siegpunkte wieder wegnehmen und sich selbst zuschreiben, wenn man selbst Regionskarten besitzt. Diese Regionskarten bekommt man aber nur, wenn man vorab selbst zwei Regionsmarker-Regionen mit eigenen Aussenposten in Besitz genommen hat.
Heisst also, dass man zunächst zwei dieser speziellen Regionen mit Regionsmarker in Besitz nehmen sollte. Da kommt dann das 3x3er-Raster mit den noch freien Regionskarten ins Spiel. Die sind in die drei Farbhintergründe rot/grün/blau eingeteilt.
=> Laut Anleitung soll der Farbhintergrund rot/grün/blau die Sternennebelwolken auf dem Spielplan entsprechen. Also sollte man meinen, dass man Regionkarten mit grünem Hintergrund eben in Nähe der grünen Sternenwolke finden würde. Damit könnte man auch taktisch spielen, wenn es an das gezielte Aufdecken von neuen Regionskarten geht (zu Spielbeginn und nach jeder Regionsmarker-Kontrolle).
Allerdings liegt "The Bleak Lands" als Marker mit grünem Hintergrund arg weit weg von der grünen Nebelwolke, fast näher an blau. Ist diese regionale Grob-Zuordnung also doch nicht möglich?
=> Als normal langes Spiel wird eine Spielzeit von 2 Jahren empfohlen (nein, keine Echtzeit!). Allerdings dauern die einzelnen Planungsaktionen zwischen 2 bis 6 Monate. Das heisst doch konkret, dass man nur arg wenige davon machen kann?
Mal theoretisch durchgerechnet für "Development": 4 Monate = 3 neue Einheiten + 6 Monate = 6 neue Einheiten + 2 Monate = 2 neue Einheiten ... und schon ist ein Spieljahr von zweien vorbei und man hat gerade mal eben 10 neue Spielstein-Einheiten über Development aufs Feld gebracht. Ok, über "Production" ist das produzieren von neuen Einheiten zeitsparender, aber die wollen dann später auch erstmal über "Logistics" bewegt werden.
Und da bei "Logistics" ist es noch extremer. Wer keine passenden Aussenposten hat, um Ressourcen einzusetzen, der verbraucht ganze 6 Monate, um danach 2 Logistic-Aktionen machen zu dürfen. Erst mit Ressourcen kann man die Zeitspanne verkürzen und zeitgleich mehr Aktionen bekommen. Diese Ressourcen kann man zwar immer wieder einsetzen, nur muss man die erstmal bekommen. Schliesslich können Aussenposten von Mitspielern auch vernichtet werden und wollen dementsprechend gut mit Einheiten geschützt werden...
Kann sein, dass sich diese Überlegungen in einer ersten richtigen Partie in Luft ablösen, aber etwas ratlos lassen sie mich doch zurück. EVE scheint wohl KEIN schnelles da-und-da-und-da Expansions-Eroberungs-Spiel zu sein, sondern simuliert eher die langen und aufwändigen Wege einer interstellaren Expansion, oder? Interessant, weil eben so anders in den Mechanismen verzahnt, scheint es aber trotzdem zu sein. :-)
Cu/Ralf
habe mich die letzten Stunden mal in "EVE: Conquest" eingelesen. Eine Solo-Probepartie für vier Spieler aufgebaut, um die Mechanismen am Brett zu verstehen. Ein harter, anscheinend gnadenloser SF-Brocken, mit eigentlich recht einfachem Regelwerk, wobei man die Zusammenhänge der möglichen Aktionen in ihren Auswirkungen erstmal begreifen muss.
Im Kern geht es ja um Siegpunkte. Die kann man einmal durch die Zerstörung von feindlichen Aussenposten erlangen. Während das Zerstören immer geht (falls man es denn schafft und damit Ressourcen-Potentiale vernichtet), kann man dem Mitspieler nur dann Siegpunkte wieder wegnehmen und sich selbst zuschreiben, wenn man selbst Regionskarten besitzt. Diese Regionskarten bekommt man aber nur, wenn man vorab selbst zwei Regionsmarker-Regionen mit eigenen Aussenposten in Besitz genommen hat.
Heisst also, dass man zunächst zwei dieser speziellen Regionen mit Regionsmarker in Besitz nehmen sollte. Da kommt dann das 3x3er-Raster mit den noch freien Regionskarten ins Spiel. Die sind in die drei Farbhintergründe rot/grün/blau eingeteilt.
=> Laut Anleitung soll der Farbhintergrund rot/grün/blau die Sternennebelwolken auf dem Spielplan entsprechen. Also sollte man meinen, dass man Regionkarten mit grünem Hintergrund eben in Nähe der grünen Sternenwolke finden würde. Damit könnte man auch taktisch spielen, wenn es an das gezielte Aufdecken von neuen Regionskarten geht (zu Spielbeginn und nach jeder Regionsmarker-Kontrolle).
Allerdings liegt "The Bleak Lands" als Marker mit grünem Hintergrund arg weit weg von der grünen Nebelwolke, fast näher an blau. Ist diese regionale Grob-Zuordnung also doch nicht möglich?
=> Als normal langes Spiel wird eine Spielzeit von 2 Jahren empfohlen (nein, keine Echtzeit!). Allerdings dauern die einzelnen Planungsaktionen zwischen 2 bis 6 Monate. Das heisst doch konkret, dass man nur arg wenige davon machen kann?
Mal theoretisch durchgerechnet für "Development": 4 Monate = 3 neue Einheiten + 6 Monate = 6 neue Einheiten + 2 Monate = 2 neue Einheiten ... und schon ist ein Spieljahr von zweien vorbei und man hat gerade mal eben 10 neue Spielstein-Einheiten über Development aufs Feld gebracht. Ok, über "Production" ist das produzieren von neuen Einheiten zeitsparender, aber die wollen dann später auch erstmal über "Logistics" bewegt werden.
Und da bei "Logistics" ist es noch extremer. Wer keine passenden Aussenposten hat, um Ressourcen einzusetzen, der verbraucht ganze 6 Monate, um danach 2 Logistic-Aktionen machen zu dürfen. Erst mit Ressourcen kann man die Zeitspanne verkürzen und zeitgleich mehr Aktionen bekommen. Diese Ressourcen kann man zwar immer wieder einsetzen, nur muss man die erstmal bekommen. Schliesslich können Aussenposten von Mitspielern auch vernichtet werden und wollen dementsprechend gut mit Einheiten geschützt werden...
Kann sein, dass sich diese Überlegungen in einer ersten richtigen Partie in Luft ablösen, aber etwas ratlos lassen sie mich doch zurück. EVE scheint wohl KEIN schnelles da-und-da-und-da Expansions-Eroberungs-Spiel zu sein, sondern simuliert eher die langen und aufwändigen Wege einer interstellaren Expansion, oder? Interessant, weil eben so anders in den Mechanismen verzahnt, scheint es aber trotzdem zu sein. :-)
Cu/Ralf