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Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 16:09
von mrMuppet
Habe gerade bei Spiegel.de nen Artikel über einige Brettspiele gelesen. "Dominion" wird ziemlich kritisiert, erstaunlicherweise sind sie von "Kingpin" recht begeistert!
Was haltet ihr von dem Artikel?


http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,663356,00.html

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 16:13
von Warbear
mrMuppet schrieb:
>
> Was haltet ihr von dem Artikel?
>
> http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,663356,00.html

nichts

.

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 16:48
von VolkerN.
dasselbe wie warbear: nichts !

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 16:58
von Cardhu
Die Kritik von Dominion trifft meines Erachtens voll den Punkt. Ich mag dieses Spiel auch nicht sonderlich und bin nochmal gespannt wieviele Spiele nach Weihnachten im Schrank verstauben bzw. im neuen Jahr auf diversen Flohmärkten auftauchen werden.

Cardhu

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 16:59
von Weltherrscher
Ich teile die Kritikpunkte an Dominion zwar nicht unbedingt, aber sie haben schon einen wahren Kern.

Der Autor hat eben keinen Zugang zu dem Spiel gefunden, hat aber ja auch nicht in Abrede gestellt, daß das Spiel generell schlecht ist. Auch wenn einer seiner Einleitungssätze dies erst andeuten.

Man merkt eben am Artikel das der Autor nicht gerade ein Vielspieler ist. Er hat aber immerhin Dominion nicht mit Carcassone oder Siedler verglichen, was einige hier sicher freuen wird. ;)

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 17:01
von achim
zu Kingpin:
Ich habe auf der Messe Kingpin angespielt. Der Begriff Schach kam mir dabei nicht wirklich in den Sinn. Eher schon stand das Wort "langweilig" im Raum. Vor 20 Jahren hätte ich das Kärtchengeschiebe vielleicht noch gespielt, heutzutage stielt sich mir bei diesem Spiel ein Gähnen ins Gesicht.

Zum Thema Dominion:
Große Interaktion weist das Spiel sicherlich nicht auf, wie aber bei allen "Aufbauspielen" muß ich sehr wohl meine Gegner im Auge behalten und nicht nur für mich alleine spielen, sonst wird das mit dem Spielsieg u.U. nichts.

zu den anderen vorgestellten Spielen:
Wen interessiert denn noch das 1000.ste Wortspiel und Rubik (xy) ist in meinen Augen kein Spiel sondern ein mathematisches Rätsel.

Gruß
achim

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 17:01
von Helmut
Habe die Negativ-Kritik an "Dominion" in einem Leserbrief zurückgewiesen.
Habe die Frage zu einem Einleitungssatz gestellt: "Wieso beginnt im Herbst die Brettspielsaison?" Brettspiele haben 12 Monate Saison. Welcher unkompetente Spiel-Banause ist beim Spiegel für Spiele zuständig?

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 17:03
von Weltherrscher

> Habe die Frage zu einem Einleitungssatz gestellt: "Wieso
> beginnt im Herbst die Brettspielsaison?"

Weils draußen dunkel und kalt ist? :)

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 17:06
von Golbin
Huhu,

der Artikel ist sicherlich nicht von einem Vielspieler oder gar für Vielspieler geschrieben.

Was mir auffiel, war der häufige Hinweis auf die Dauer des Erlernens und des Aufbaus. Und hier unterscheiden wir Vielspieler und ganz deutlich von Gelegenheitsspielern: Wir scheuen uns nicht, Regeln zu lesen (obwohl auch mancher Vielspieler es nicht mag/macht) und uns stören 30 Minutne Aufbau- und 3 Stunden Spielzeit nicht (ok, mich nach der Arbeit doch schon häufiger).

Der Artikel ist für ein anderes Publikum geschrieben und weist auf unser Hobby hin. Ich bin froh, dass sich Zeitschriften, wie der Spiegel, dieses Themas annehmen, auch wenn ich inhaltlich mit den Kritiken nicht konform gehe.

Golbin

P.S.: vielleicht sollten wir zusammenlegen und dem Autor des Artikels mal ein Dominion - die intrige! schenken, damit er mehr Interaktion bekommt. :-)

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 17:29
von Erhard Portner
Cardhu schrieb:
>
> Ich mag dieses Spiel auch nicht sonderlich und bin
> nochmal gespannt wieviele Spiele nach Weihnachten im Schrank
> verstauben bzw. im neuen Jahr auf diversen Flohmärkten
> auftauchen werden.


Ich schätze gut 50 Prozent ;-)

Erhard

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 17:43
von Guido
Hi,

warum wird Dominion immer mit Sammelkartenspielen verglichen? Außer diesem öminösen "persönlichen Kartenstapel", kurz "Deck" genannt, hat es imho nix mit Sammelkartenspielen zu tun. Bei Sammelkartenspielen versucht man sich vor dem Spielbeginn ein gutes Deck zusammen zu bauen und zu schauen, dass damit bestimmte Strategien möglich sind, was also auch "außerhalb des eigentlichen Spiels" viel Beschäftigung mit dem Spiel mit sich bringen kann. Im Spiel selbst ändert sich aber an der Kartenauststattung nix. Gut, bei Dominon versucht man während des Spiels ein "gutes Deck" zu sammeln, aber imho ergibt sich daraus ein völlig anderes Spielen. Also ich finde, das die Tatsache eines Decks und der Fakt des Sammelns keine Reminiszenzen an sog. Sammelkartenspiele erlauben. Liege ich falsch?

Zum Artikel: Man merkt, dass der Autor Dominion nicht mag. Die anderen Artikel sind verständlicher geschrieben und erlauben mehr Einblick (wobei ich die anderen Spiele aber nicht kenne). Dominion bleibt irgendwie etwas unklar. Zumal sogar ein paar Dinge bei Dominion leicht falsch erklärt sind (z.b. man hortet keine Karten in der Hand...). Dem Vorwurf des Solitärspiels könnte man aber bedingt stattgeben. Der subtile Reiz des Spiel erschließt sich imho tatsächlich erst nach ein paar Partien und ich fürchte daher auch, dass sog. Wenigspieler ihre Einstiegsprobleme haben werden. Ich persönlich finde diesen subtilen Charakter der Konkurrenz (wer ist schneller, gestaltet sein Deck effizienter) aber reizvoll und finde auch, das man in einer erfahrenen Runde schon sehr gucken muss, was die anderen machen. Ich fürchte aber, zu mehreren Runden Dominon wird der Autor gar nicht gekommen sein.

Gruß
Guido

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 18:14
von Suryoyo
Selbst Ich als bekennender Dominion Nicht- Liebhaber, konnte eine unterschwellige Abneigung gegen das Spiel herauslesen.

Nun gut jedem das Seine.


Ich denke mal, wenn die Welle der Dominionverkäufe im kommenden Frühjahr losgeht, werde ich mir dennoch (trotz meiner Abneigung gegen reine Kartenspiele) eins zulegen und es erneut versuchen.

Gruß

Suryoyo (der sich mal wieder ein Spiel wie El Grande als SDJ wünscht)

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 18:27
von Attila
Helmut schrieb:

> Habe die Negativ-Kritik an "Dominion" in einem Leserbrief
> zurückgewiesen.

Wieso?
Weil es dein "Lieblingsspiel" ist, und Kritik an deinem Lieblingsspiel wird mit einem Leserbrief geahndet?

Also ich fand die Kritik recht sachlich und nicht unbedingt negativ. Ich finde sie Fair!

Atti

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 19:14
von Helmut
Attila schrieb:
>
> Helmut schrieb:
>
> > Habe die Negativ-Kritik an "Dominion" in einem Leserbrief
> > zurückgewiesen.
>
> Wieso?
> Weil es dein "Lieblingsspiel" ist, und Kritik an deinem
> Lieblingsspiel wird mit einem Leserbrief geahndet?

Nicht "geahndet", sondern "beantwortet", ja.

>
> Also ich fand die Kritik recht sachlich und nicht unbedingt
> negativ. Ich finde sie Fair!

Natürlich war sie negativ. Er könne die Begeisterung nicht nachvollziehen. Da er auch meint, im Herbst beginne die Brettspielsaison, zweifle ich etwas an seiner Kompetenz.

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 19:36
von janove
Helmut schrieb:
>
"Wieso
> beginnt im Herbst die Brettspielsaison?" Brettspiele haben 12
> Monate Saison.

Jo, das ist für uns Vielspieler in jedem Fall richtig; auch wenn ich zugeben muss, dass auch ich z.B. im Herbst/Winter häufiger spiele als im Sommer, vielleicht so im Sinne von Haupt- und Nebensaison :)

Für Menschen, die insgesamt weniger spielen (und auch davon habe ich einige im Bekanntenkreis) trifft die Aussage, dass diese im Herbst/Winter im Verhältnis deutlich mehr spielen als im Sommer meiner Beobachtung nach durchaus zu.

verspielte Grüße

janove

Sehr gern, Mr. Renard!

Verfasst: 26. November 2009, 20:00
von myzy
Der Artikel ist egal, das Spiel auch. Mir ist nur ausgesprochen wichtig, dass es - die Kartonage betreffend - im Regal hüpsch aussesieht, der Inhalte gerät da zur apseluten Sebennache.

Aber Was? Was? Was? ist nun eigentlich aus dem großen Schauarmdrücken zwischen Matthias Catrein und Michael Menzel geworden? Das sollte doch im Hörfunk übertragen werden, oder? Mist, immer holpert hart das Holzebein, wenn ich mal gerade nicht am Apparillo sitze!

(Im Hintergrund ein teigiger Ruf aus dem Kaminzimmer: "Hast Du etwa schon wieder ohne Erlaubnis Clementoni-Schachteln geöffnet und heimlich geschnüffelt?")

Was soll man da noch sagen? Fettig schimmert der Zigeunerzinken!

-myzy

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 20:33
von ingo
Hallo,

Helmut schrieb:
>
> Er könne die Begeisterung nicht nachvollziehen.

ich auch nicht... so garnicht...

> Da er auch meint, im Herbst beginne die Brettspielsaison, zweifle ich etwas an seiner Kompetenz.

Liegt er da sooo verkehrt? Zumindest für die große Masse an Brettspielenden?

Viele Grüße
der ingo

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 22:09
von Ferdinand Köther
Mir scheint der Artikel (habe ihn nur überflogen) von jemandem geschrieben zu sein, der sich sich halt auch mal mit sowas beschäftigt, aber im Großen Ganzen kA davon hat.

Das wirft für mich zwei (mindestens) Fragen auf:

1. Warum darf ein Banause über etwas schreiben, von dem er wenig versteht?

2. Ist das nicht sogar Sinn der Sache? Denn die meisten Leute sind gegenüber den meisten Dingen Banausen, also kann vielleicht gerade ein solcher die anderen auf etwas hinweisen, das sie interessieren könnte?

Machen wir uns doch nix vor - hier im Forum tummeln sich ein paar Hundert "Experten" (oft genug mit ???? versehen, nix für ungut), deutschlandweit gibt es vielleicht eine im sehr unteren fünfstelligen Bereich befindliche Anzahl Leute, die sich intensiv mit Spielen unserer Art befassen - global gesehen noch sehr sehr viel weniger.

Wenn z. B. ein Theaterfuzzi eine Aufführung kritisiert, kann ich damit wahrscheinlich wenig anfangen - wenn ich aber ein Theaterstück kritisieren würde (ogottogott), träfe das vermutlich eher den Nerv aller Theaterbanausen, wie ich es bin. Die Menge der regelmäßigen Theaterbesucher ("Experten") dürfte noch weit unter der der regelmäßigen Spieler liegen, sowas steht trotzdem fast täglich in fast jeder Zeitung, nur so nebenbei - und damit nix gegen Theater, wem's Spaß macht, warum denn nicht? Ich glaube aber, dass die kulturelle Bedeutung maßlos überschätzt wird, aber das führt jetzt von Höchsken auf Stöchsken ...
"Man" geht einmal im Jahr ins Theater, "man" kauft einmal im Jahr das SdJ ...

Also, bei aller Kritik, auch Freude, dass das Medium Spiel beachtet wird (was immer seltener wird, meine ich).

Fragende Grüße,
Ferdi

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 22:25
von Calavera
Ferdinand Köther schrieb:
>
> deutschlandweit gibt es vielleicht eine im sehr
> unteren fünfstelligen Bereich befindliche Anzahl Leute, die
> sich intensiv mit Spielen unserer Art befassen - global
> gesehen noch sehr sehr viel weniger.

Das find ich so gut, dass ich's nochmal zitieren muss :D.

Davon ab stimm ich dir aber zu und habe zu Folgendem noch so meine Gedanken:

> 1. Warum darf ein Banause über etwas schreiben, von dem er
> wenig versteht?

Wenn sie zu jedem Lebensbereich, Hobby, wasweißichnichtalles einen Experten hätten, der ihnen Artikel schreibt, wären das Unmengen Leute. Und selbst, wenn die nicht alle festangestellt sind: Wer nimmt es auf sich, diese Unmengen an fähigen Autoren aufzutreiben? Und das alles natürlich mit zu vertretenden Kosten. So gern ich einen Brettspielexperten bei so einer Gelegenheit schreiben sehen würde (Denn ich glaube, gute Experten können auch Laien etwas vermitteln.), so habe ich doch akzeptiert, dass es illusorisch ist und nur mit viel Glück mal vorkommt.


Schönen Gruß,

Calavera

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 23:18
von Marion Menrath
Guido schrieb:
>
> Hi,
>
> warum wird Dominion immer mit Sammelkartenspielen verglichen?
> Außer diesem öminösen "persönlichen Kartenstapel", kurz
> "Deck" genannt, hat es imho nix mit Sammelkartenspielen zu
> tun.

Frag das doch noch mal in einem Jahr. ;) Bei mir sind jetzt schon drei dicke Kartons gestapelt und einige andere Spiele müssen dafür aus dem Regal weichen. Ich brauche dringend eine andere Aufbewahrungsmethode für die Dominion-Karten.

Die Begründung für die Kritik an Dominion finde ich noch nachvollziehbar, die Auswahl der Spiele aber etwas merkwürdig und unstrukturiert.

Marion

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 23:27
von Ferdinand Köther
Calavera schrieb:
>
> Ferdinand Köther schrieb:
> >
> > deutschlandweit gibt es vielleicht eine im sehr
> > unteren fünfstelligen Bereich befindliche Anzahl Leute, die
> > sich intensiv mit Spielen unserer Art befassen - global
> > gesehen noch sehr sehr viel weniger.
>
> Das find ich so gut, dass ich's nochmal zitieren muss :D.
>
> Davon ab stimm ich dir aber zu ...

Äh, wie jetzt, du meinst also, das wären mehr? In diesem Falle hätte ich gerne Unrecht, aber fürchte, da wird nix draus ...

Fürchterliche Grüße ;-),
Ferdi

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 23:29
von Calavera
Naja, das letzte Mal, als ich nachgeschaut habe, befand sich Deutschland noch auf dem Globus. War aber wegen Erkältung ein paar Tage nicht vor der Tür, also wer weiß... ;-)


Detailversessene Grüße,

Calavera

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 26. November 2009, 23:36
von Ferdinand Köther
Ok, jetzt hat's geschnackelt - ich Dummbatz!

Da fehlt das Wort "relativ", ist doch klar :roll:

Relativ viele Grüße,
:-) Ferdi

Re: "Spiel-Saison"

Verfasst: 27. November 2009, 05:50
von Helmut
Ist mir schon klar, warum er formuliert hat, dass die Spielsaison nun beginnt. Daran erkenne ich aber den Wenig- oder Nichtspieler, der dann auch noch im SPIEGEL über Spiele schreibt. Die Auswahl scheint bis auf "Dominion" blind gezogen zu sein.

Re: Spieletest bei SPIEGEL.de

Verfasst: 27. November 2009, 07:29
von Tanakor
> der Artikel ist sicherlich nicht von einem Vielspieler oder
> gar für Vielspieler geschrieben.

Ja, das war wohl ein Griff ins Klo, den Computerspiel-Redakteur auch die Brettspiele machen zu lassen...sind ja schließlich alles Spiel. *mit Kopf auf den Tisch schlag*
Hätte die Redaktion besser mal Herrn Hillenbrand drangelassen, der schon wirklich gute Artikel zu Rollenspielen und klassikern wie Diplomacy geschrieben hat.