Da hat sich der falsche Spieler vom Platz gestellt...
Verfasst: 1. Juni 2010, 01:23
Hallo, Leute!
Das war eine lebhafte, zum Teil sogar recht aufgeregte Diskussion über die heutigen Neuigkeiten von Seiten Spiel des Jahres. Aber es zeigt eines: solche Meldungen lassen uns, die Leser des Spielbox-Forums, nicht kalt.
Das finde ich per se schon mal gut, egal wie wer reagiert.
In einer persönlichen Nachricht an einen von Euch schrieb ich unter anderem, "vielleicht sollte sich die Jury gleich komplett selbst auswechseln..." Das war natürlich ironisch gemeint und solch markante Charakterköpfe wie Wieland Herold (wenn auch im Kinderbereich, über das ich nicht sprach), Udo Bartsch und Chris Mewes dürfen nie, nie, nie gehen!
Das sei hier noch einmal ganz bewusst betont, denn ich hab ab und zu den Eindruck, daß die Fähigkeit,sich selbst nicht ganz ernst zu nehmen und eine etwas Portion Humor dem einen oder anderen Spieler gar nicht schaden könnte... übrigens sowohl am Spielbrett wie bei der Reflexion.
Da greif ich mich auch gern an die Nase, denn um es mit einem Zitat von Giovanni di Lorenzo vom heutigen Abend zu sagen, "niemand, auch ich nicht, ist unfehlbar."
Wer aber offenbar das Gras wachsen hörte, war - Horst Köhler. Denn nehmen wir einfach nur mal zum Vergnügen an, irgendwelche kleinen Engelchen oder Bengelchen flüsterten ihm mein Zitat ins Ohr... "die Jury sollte sich gleich selbst auswechseln... selbst auswechseln... selbst auswechseln."
Köhler nahm's ernst und machte einen Abgang.
O Jessas!
Oder: o tempora, o mores!
Wenn schon der Präsident geht, wo bleiben gut konservative (früher als deutsch beschriebene) Tugenden? Und hier will ich doch grad mal wieder für zwei Minuten ernst werden.
Ich bin so gerne kreativ (nicht nur beim Spiele entwickeln, sondern auch wenn ich für einen historischen Text recherchiere oder solch einen verfasse), weil ich nach Jahren des kreativen Schaffens weiß: ich kann mich auf mich selbst verlassen. - Als so etwas exotisches wie Schreiberling und Spieleautor werde ich aus meiner Umgebung immer wieder gern wie ein gelb-grün gestreiftes Marspony betrachtet.
Doch tief im Innern ist es so, daß der (im 19. und frühen 20. Jahrhundert häufig propagierte) Gegensatz zwischen Künstler und Bürger zutrifft.
Gerade die Autoren und Spieleautoren, die ich kenne, gehören zu den solidesten (und in Bezug auf ihr 'Kunst'-Handwerk) und wertkonservativsten Menschen: sie erschaffen ein Werk und bleiben dabei.
Schön, daß es noch Beständigkeit gibt.
So, das war mein letzter Montagsblog.
Gute Nacht, Ralf
Das war eine lebhafte, zum Teil sogar recht aufgeregte Diskussion über die heutigen Neuigkeiten von Seiten Spiel des Jahres. Aber es zeigt eines: solche Meldungen lassen uns, die Leser des Spielbox-Forums, nicht kalt.
Das finde ich per se schon mal gut, egal wie wer reagiert.
In einer persönlichen Nachricht an einen von Euch schrieb ich unter anderem, "vielleicht sollte sich die Jury gleich komplett selbst auswechseln..." Das war natürlich ironisch gemeint und solch markante Charakterköpfe wie Wieland Herold (wenn auch im Kinderbereich, über das ich nicht sprach), Udo Bartsch und Chris Mewes dürfen nie, nie, nie gehen!
Das sei hier noch einmal ganz bewusst betont, denn ich hab ab und zu den Eindruck, daß die Fähigkeit,sich selbst nicht ganz ernst zu nehmen und eine etwas Portion Humor dem einen oder anderen Spieler gar nicht schaden könnte... übrigens sowohl am Spielbrett wie bei der Reflexion.
Da greif ich mich auch gern an die Nase, denn um es mit einem Zitat von Giovanni di Lorenzo vom heutigen Abend zu sagen, "niemand, auch ich nicht, ist unfehlbar."
Wer aber offenbar das Gras wachsen hörte, war - Horst Köhler. Denn nehmen wir einfach nur mal zum Vergnügen an, irgendwelche kleinen Engelchen oder Bengelchen flüsterten ihm mein Zitat ins Ohr... "die Jury sollte sich gleich selbst auswechseln... selbst auswechseln... selbst auswechseln."
Köhler nahm's ernst und machte einen Abgang.
O Jessas!
Oder: o tempora, o mores!
Wenn schon der Präsident geht, wo bleiben gut konservative (früher als deutsch beschriebene) Tugenden? Und hier will ich doch grad mal wieder für zwei Minuten ernst werden.
Ich bin so gerne kreativ (nicht nur beim Spiele entwickeln, sondern auch wenn ich für einen historischen Text recherchiere oder solch einen verfasse), weil ich nach Jahren des kreativen Schaffens weiß: ich kann mich auf mich selbst verlassen. - Als so etwas exotisches wie Schreiberling und Spieleautor werde ich aus meiner Umgebung immer wieder gern wie ein gelb-grün gestreiftes Marspony betrachtet.
Doch tief im Innern ist es so, daß der (im 19. und frühen 20. Jahrhundert häufig propagierte) Gegensatz zwischen Künstler und Bürger zutrifft.
Gerade die Autoren und Spieleautoren, die ich kenne, gehören zu den solidesten (und in Bezug auf ihr 'Kunst'-Handwerk) und wertkonservativsten Menschen: sie erschaffen ein Werk und bleiben dabei.
Schön, daß es noch Beständigkeit gibt.
So, das war mein letzter Montagsblog.
Gute Nacht, Ralf