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Die Händler - alt und neu

Verfasst: 11. August 2010, 17:28
von Ernst-Jürgen Ridder
Hallo,

weiß jemand schon, was bei der angekündigten Neu-Ausgabe anders sein wird, als bei der alten Ausgabe von Queen-Games?

Wie war das alte Spiel eigentlich? Ich habe bei der Gelegenheit festgestellt, dass ich die Alt-Ausgabe habe, die aber ungespielt ist, nicht einmal ausgepöppelt. Aus mir nicht mehr nachvollziehbarem Grund ist das Spiel bei mir völlig aus dem Focus geraten.

Spielerische Grüße
Ernst-Jürgen

Re: Die Händler - alt und neu

Verfasst: 11. August 2010, 17:53
von H8Man
Das ist wohl geschmackssache, aber mir und meiner Gruppe (alles Vielspieler) hat es nicht gefallen.

Im Spiel werden halt Karren von Stadt zu Stadt geschickt, welche dort mit Waren gefüllt werden. Dabei gibt es einen "Lagermeister" (ka wie der im Spiel heisst, das ist ewig her) mit dem man verhandeln kann/muss, wenn man seine eigenen Waren aufladen will. Es ist also möglich das er einfach zu allem NEIN sagt und du deine Waren nicht weg bekommst.

Da es bei mir ewig her ist, lass dir genaueres lieber von anderen Leuten erzählen ;)

Re: Die Händler - alt und neu

Verfasst: 11. August 2010, 17:56
von VolkerN.
Hallo,

was bei der neuen Auflage anderss ein wird, kann ich Dir leider nicht sagen.

Auf jeden Fall ist es toll, dass dieses hervorragende Spiel wieder zu haben sein wird. Die guten bis sehr guten Kritiken, die Du im Netz findest, sind berechtigt:
eine tolle Ausstattung, ein spannendes Spiel mit guten Mechanismen und sehr viel Interaktion.
Kommt bei uns nach wie vor ab und an auf den Tisch und gefällt denen, die es kennenlernen.

Grüße

VolkerN.

Re: Die Händler - alt und neu

Verfasst: 11. August 2010, 18:41
von Smuker
Die Regeln und die Grafik sind komplett überarbeitet worden. Ob sonst noch drastische Änderungen getätigt wurden ist mir bisher nicht bekannt.

Re: Die Händler - alt und neu

Verfasst: 11. August 2010, 20:37
von l8xx
Uns hat es immer Spass gemacht. Das Verhandeln ist Geschmackssache und wer das nicht mag, dem wird das Spiel auch nicht gefallen. Natürlich kann der Wagenmeister immer nein sagen um den anderen Spielern nicht zu gönnen. Er wird aber selbst am meisten verlieren.

Re: Die Händler - alt und neu

Verfasst: 11. August 2010, 21:50
von Mikos
Aber wenn der Lagermeister zu allem nein sagt, wird er das Spiel nicht gewinnen (oder er ist zu billig Lagermeister geworden).

Wir spielen Die Händler immer noch gerne.

Gruß, Mike

Re: Die Händler - alt und neu

Verfasst: 11. August 2010, 23:10
von Axel Bungart
Ja, das würde ich auch so sagen.

Hab es nur einmal gespielt und das vor langer Zeit, aber ich kann mich erinnern, dass das Wesen des Spiels darum ging, zu schachern, was das Zeug hält. Wer das nicht mag... besser nicht.

Gruß
Axel

Re: Die Händler - alt und neu

Verfasst: 11. August 2010, 23:48
von ode
Hi,

ich zitiere mal den Großmeister selber. Gefunden auf seiner Homepage:

"Das Spiel haben wir etwas verändert:
Das Spiel besitzt jetzt 7 Phasen (vorher 6). Neu hinzugekommen ist jetzt Phase 6 „Investitionen“, in der Investitionskarten (früher Ausstattungskarten) ersteigert werden. Bei den Einflusskarten sind zwei neue Arten hinzugekommen."

Diese Info ist aber auch schon so alt wie die Ankündigung, dass das Spiel neu aufgelegt wird...

Übrigens: Wirklich geniales Spiel! Absoluter Tipp für Fans von Verhandlungsspielen. DIE HÄNDLER ist sogar nicht ganz so anfällig für ausuferndes Gezeter wie DIE HÄNDLER VON GENUA, dafür aber insgesamt nicht ganz so gut wie Letztgenanntes. Trotzdem: Beides ganz hervorragende Spieleperlen...

LG...ode.

Re: Die Händler - Variante von Derek Carver

Verfasst: 12. August 2010, 07:52
von Dirk Piesker
Hallo Ernst-Jürgen,


hier sei noch auf eine Variante von Derek Carver verwiesen:

http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=119489&t=119361&

Habe aber keine eigenen Erfahrungen damit. Mit hat es auch so schon Spaß gemacht.


Viele Grüße,
Dirk

Danke und OT

Verfasst: 12. August 2010, 10:06
von Ernst-Jürgen Ridder
Hallo,

danke für die Infos.

Jetzt weiß ich wenigstens wieder, warum das Spiel ungespielt geblieben ist.

Verhandeln und Versteigern sind weder etwas für meine Frau, die lieber optimiert, noch für meine Spielegruppe, in der fast jeder lieber aus eigener Kraft zum Ziel kommt.

Mir persönlich missfällt da eher der Aspekt, andere über den Tisch ziehen zu sollen, oder selbst über denselben gezogen zu werden. Damit komme ich zwar im Spiel noch klar, weil es nur Spiel ist, aber selbst als Spielelement macht es mir keinen Spaß. Dabei verstehe ich unter "über den Tisch ziehen" ein Verhalten mit "betrügerischem" Element, sicher schwierige Grenzziehung zu "Tarnen und Täuschen", die hier den Rahmen sprengt.

Spielerische Grüße
Ernst-Jürgen

Re: Danke und OT

Verfasst: 12. August 2010, 12:39
von Bundyman
Na Ernst-Jürgen,
das sind aber alles alltägliche Handlungen für einen waschechten Händler. Betrug (und es ist nur der Hauch von einem Betrug) kommt ja erst dann in´s Spiel, wenn in dem Verkaufsgespräch, Details zu diesem Handel, nicht mitgeteilt werden. Und erst dann fühlt man sich als Kunde über den Tisch gezogen und der Händler kann sich zukünftig sicher sein das er einen Stammkunden weniger hat.

Re: Danke und OT

Verfasst: 12. August 2010, 15:15
von Volker L.
Bundyman schrieb:
>
> Betrug (...) kommt ja erst dann in's Spiel, wenn Details
> zu diesem Handel, nicht mitgeteilt werden. Und erst dann
> fühlt man sich als Kunde über den Tisch gezogen.

Ich erlaube mir, anderer Ansicht zu sein :-)

Solche Verhandlungsspiele (allgemein ausgedrückt) laufen
doch letztlich immer so ab, dass der Zugspieler die Pflicht
oder Option hat, eine Aktion zu machen, von der ein oder
mehrere andere Spieler profitieren. Damit er das tut (bzw.
um zu beeinflussen, wem er nutzt), bieten ihm die anderen
Spieler Geld, Siegpunkte oder eine sonstige Gegenleistung.

Das natürliche Bestreben des Zugspieler ist es nun, den
Preis dafür so hoch anzusetzen, dass er stärker davon
profitiert als der "Kunde", welcher wiederum versuchen
wird, durch Verhandlungen den Preis soweit zu drücken,
dass er selbst stärker profitiert als der Zugspieler.

Ja ich weiß, manche mögen jetzt argumentieren, dass beide
sich auch auf einen "fairen" Preis einigen könnten, bei
dem beide ungefähr gleich profitieren, weil sie damit
gegenüber den anderen Spielern einen Vorteil erringen.
Das kommt zwar vor, aber IMHO eher als Randerscheinung.
Trotzdem wollen wir das berücksichtigen und obigen Satz
ein wenig umformulieren: Beide Seiten schätzen den Wert
der Leistung ein und hoffen darauf, dass der Kontrahent
sich dabei zu seinen Ungunsten verschätzt. Und sicherlich
werden sie auch versuchen, dies durch geschickte
Argumentation zu beeinflussen ("Wenn ich das mache,
bekommst Du 7 Geld, ich selbst musste aber bereits 2 Geld
investieren, um überhaupt Zugspieler zu werden, also
solltest Du mir schon 4 zahlen, dann machst Du unterm
Strich immer noch 1 Geld mehr Gewinn als ich").
Und das ist natürlich in keinster Weise Betrug im
juristischen Sinn, dennoch der Versuch des Über-den-
Tisch-ziehens.

GRuß, Volker