Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)
Verfasst: 23. August 2010, 07:01
To:
From: Holger Gentemann
Subject: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)
Cc:
Hallo ihrs!
Ich möchte (siehe unten) das wirklich sehr gute Statement von Michael Weber zum Thema "Von Presseausweisen und Möchtegernrezensenten" aufgreifen und hier zum Ausgangspunkt eines eigenen Threads machen.
Die Idee der "White List" finde ich charmant.
So wie ich das sehe, kann es nur Gewinner, die es verdient haben zu gewinnen und Verlierer die es verdient haben zu verlieren, geben. Warum also machen wir das dann nicht einfach anstatt nur darüber zu REDEN?
Für 2011 (Spielmesse Essen) kann man das Projekt ja gerne der genannten "Fachgruppe Spiel" überantworten. Das würde aber bedeuten jetzt ein ganzes Jahr, eine ganze Messe zu verschenken. Und ggf. diese gute(?) Idee im Laufe des kommenden Jahres sterben zu lassen.
Wenn JETZT aber so ein Projekt gestartet wird - und dann ggf. auch noch gute Resultate erzielt - wird es in 2011 bestimmt eine Fortsetzung geben?
So wie ich das sehe, hat die Spielgemeinde hier alle Recourcen um so eine White-List aus der Taufe zu heben. Aufgrund der Zeit bis zur Messe Essen 2010 ist diese "White List 1.0" dann möglicherweise nicht ganz perfekt, aber reichen für eine erste Version nicht auch - na sagen wir mal ca. 90 % Perfektion?
Hier sitzt das benötigte Fachwissen, die richtigen "Insider" aus den regionalen Spielescenen und liest interessiert mit.
Und bis zur Messe Essen sind das noch gut acht Wochen hin.
In dem erstellen der "White List", wenn sich nur ausreichend viele Spielfreunde beteiligen, sehe ich kein Problem. Mann müsste sich nur auf die KRITERIEN einigen, unter denen jemand für die "White List" nominiert wird und die Diskussion hierzu kann parallel zum erstellen der Liste erfolgen, ggf. dann in diese Liste eingearbeitet werden.
Wichtig sind eigentlich nur drei Fragen(?):
1.) Wieviele Stände werden auf der Messe erwartet. Wieviele Exemplare der "White List" werden also ggf. (evtl. auch Mehrfachexemplare je Stand?) gebraucht?
Und was ist mit Spieleautoren, Verlagen die NICHT auf der Messe sind aber tagtäglich mit Anfragen zu sog. "Rezensionsexemplaren" konfrontiert werden? Vermutlich würde der eine oder andere gerne ein Exemplar dieser "White List" abnehmen. Es muß hier also ein Bedarf für eine erste "Auflage" ermittelt werden?
2.) Wie hoch sind die Druckkosten für diese Liste? Und wo kommt das Geld her? Ich würde mal vermuten, das so eine "White List" eher ein dünnes Din A 5 Heftchen sein wird. Also vom Umpfang überschaubar. So teuer kann der Druck da also, denke ich, nicht werden?
3.) Wer kümmert sich um den Druck, die Verteilung auf der Messe, die Organisation etc.?
Anmerkung zu 2.)
Wenn man mal vorsichtig andenkt, was Verlage, Messestände, evtl. an Geld sparen weil sie möglicherweise dank einer solchen "White List" jede menge "Freiexemplare" weniger verbrennen verschenken, könnte man ja hoffen das die größeren Verlage noch ein paar Euro in ihren Kaffekassen finden, mit denen sie die Kosten der Drucklegung finanzieren? So würde ich mir das jedenfalls in einer idealen Welt wünschen :)
Modus Operandi zum erstellen der White List:
Das stelle ich mir in etwa wie folgt vor.
Hierzu wird dann ein zweiter Thread "Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0"" aufgemacht.
In diesem Thread gibt es dann keine Diskussion.
Die Diskussion dazu findet HIER statt.
Es gibt einen Basiseintrag zu dem Thread. Unterteilt nach Postleitzahl-Bereichen.
also
PLZ 0
PLZ 1
PLZ 2
usw...
ggf. weitere Länder?
Gibt es auf der Spielmesse nennenswert Besucher aus USA, Korea, Frankreich, England, whatever, die nach Rezensionsexemplaren fragen? Und macht es Sinn das zu berücksichtigen?
Außerdem eine Übersicht der Regeln, nach denen ein Eintrag erfolgen soll.
Erste und oberste Regel für diesen Thread:
§1. Niemand, absolut niemand nominiert sich selber für die "White List". Man wird "nach Verdienst" nominiert oder gar nicht.
Wenn jemand meint, er kennt jemanden der auf die "White List" gehört, kopiert er den Basiseintrag und setzt "Person" unter die passende PLZ.
Der nächste kopiert den jeweils letzten gültigen Eintrag, ergänzt ihn durch seinen Zusatz... usw.
Bzw. löscht einen Eintrag, wenn sich z.B. jemand "eingeschlichen" hat, der nicht in die "White List" gehört. Das wird den regionalen "Insidern" sicherlich auffallen und die werden sich dann bestimmt zu Wort melden? Hier ist ggf. auch ein gerüttet Maß an "Civilcourage" gefordert wenn es heisst "Sorry - aber DU (aufgrund der von uns ausgehandelten Kriterien) nicht!".
Zu klären währe der Umpfang des Eintrages.
Mindestens Name.
Mindestens Publikationsform (Heftname, Webseite, Zeitschrift für die "Person" ggf. schreibt)
Weitere Datensätze
(Anschrift? Telefonnummer? betreuende Redaktion?) sind ggf. auszudiskutieren.
Was fehlt noch?
Die Betreiber der diversen Internet-Rezensionsseiten kennen sich bestimmt untereinader und wissen wer hier mit auf die Liste gehört.
Bleibt die Zunft der Pressejournalisten und ggf. Pressefotografen.
Hier dürften die Verlage Listen von Journalisten haben, mit denen sie in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht haben. Vielleicht plaudert hier ja jemand aus dem Nähkästchen?
Es fehlt sowas wie eine Untergrenze für die Aufnahme auf die Whitelist um " Mini-Seiten-weil-man-das-Hobby-vergünstigen-will-und-eben-alle-paar-Wochen-mal-eine-Rezension-veröffentlichen-Webmaster" aussen vor zu lassen. Diese gälte es auszuloten OHNE ambitionierte Newcommer mit offensichtlich noch sehr jungen Webseiten auf denen, weil sie eben noch sehr jung sind, noch nicht so viele Rezensionen nachzulesen sind, zu benachteiligen. Da es hier nur darum geht, eine realistische Zahl zu finden, sollte das zügig durchgewunken werden?
Ich könnte mir vorstellen, das nicht nur Rezensenten aller Coleur (incl. der problematischen "Möchtegernrezensenten") auf der Spielmesse nach "kostenlosen Freiexemplaren" fragen.
Bestimmt gibt es auf der Messe auch Leute, die ansagen
- hey hey, ich bin ORGA eines mehr oder weniger großen Spielevents, eines Cons - bekommen wir euer Verlagsprogramm gestellt?
- hallo hallo, ich bin "Mister Zampano" und in meiner Region DER Typ mit dem größten Spieleclub überhaupt. Ihr solltet uns unbedingt mal ein paar eurer Spiele als "Clubpaket" sponsorn. (Oh ja... zu diesem Thema hätte ich auch noch so einiges zu sagen... das ist glaube ich ein weites weites Feld).
Die Frage ist - weitet man so eine White List um eine entsprechende Rubrik gleich mit aus um eine wirklich "runde" Sache zu machen? Oder beackert man für die Version 1.0 erst mal nur einen Themenkomplex und schaut, wie und ob das funktioniert?
Außerdem bedarf es noch eines begnadenten Schreibers, der für die White-List eine Art "Flavour" Text entwirft, die dem Standbetreuer erklärt warum es toll ist dieses Werkzeug nun auch zu verwenden.
Letzte Frage - das Zeitfenster:
Bis zur Messe sind es noch ca. acht Wochen hin?
Vorschlag:
Der Nominierungs-Thread "Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0"" wird zum 01.09.10 eröffnet und zum 30.09.10 geschlossen.
Damit bleiben dann
- ca. eine Woche um die Regulatrien für die Liste im Grundsatz auszudiskutieren (der Feinschliff kann dann noch im September erfolgen?!)
- und im Anschluß (fast) drei Wochen um das ganze in Druck zu geben und die Liste zur Messe zu schaffen.
In Zeiten des Web 2.0 ist das doch eine Ewigkeit!
Last but not least:
Natürlich erwächst aus dem Eintrag in die "White List" KEIN Anspruch, auf der Messe von einem Stand irgendwelche Freiexemplare zu bekommen. Und natürlich kann so ein Stand auf der Messe auch weiterhin jeden "Möchtegernrezensenten" seine Freiexemplar-Spiele schenken. Aber so eine Liste bietet den Standbetreuern sicherlich gute Dienste, Diskussionen ob und wenn ja warum Freiexemplare zu unterbinden. "Stehst Du auf der Liste hier? Nein? Schade Schade aber auch, komm nächstes Jahr wieder..."
Habe ich etwas wichtiges vergessen?
Dann bitte ich das zu entschuldigen, dies ist eine spontane "Nacht & Nebel Aktion", die heute Abend spontan zusammen getippt wurde :)
Mit herzlichen und verspielten Gruessen!
Holger.
______________________________________________________________________________________________________________
ZITAT:
"Tja, was soll man sagen. Stimmt soweit. Das Problem sehe ich aber nicht in den Leuten, die versuchen, Rezensionsexemplare zu bekommen, sondern in denen, die ihre Spiele derartig unsinnig weggeben. Jeder, der zu einer Messe kommt, sollte sich vorher Gedanken machen, ob er Rezensionsexemplare gibt und an wen. Wer das nicht macht, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und steht spätestens nach der Messe dumm da.
Mich ärgert das auch. Denn obwohl wir mit Reich der Spiele zu den größten Online-Magazinen gehören, kommt es immer wieder zu netten Gespärchen der Art "Wir haben letztes jahr x Spiele weggegeben und wollen dieses Jahr nichts rausgeben". Heißt: Weil solche Schmarotzer und Mini-Seiten-weil-man-das-Hobby-vergünstigen-will-und-eben-alle-paar-Wochen-mal-eine-Rezension-veröffentlichen-Webmaster Spiele abbekommen, die mit gesundem Szenewissen keiner bedienen würde, haben es auch die etablierten Rezensenten mitunter schwer.
Ich bin der Meinung, dass Verlage sich eine White-List machen sollten. Ich bin der Meinung, dass für angefragte Rezensionsexemplare eine Rezension auch innerhalb von einer gewissen Zeit zu veröffentlichen ist. Und ich bin der Meinung, dass viel zu viele Leute ihre eigene Mini-Seite machen oder den Journalisten raushängen lassen, obwohl sie von Spielen keine Ahnung haben und auch keinen Raum für Rezensionen haben.
Das alles trägt dazu bei, dass alle unzufrieden sind. Den Ball sehe ich aber bei den Verlagen. Messen müssen gut vorbereitet sein.
Und wenn dann irgendwann nicht zuletzt aus diesem Grund Verlage Rezensionsexemplare nur noch gegen vergünstigte Preise rausgeben, stelle ich Reich der Spiele ein. Uns bezahlt nämlich auch niemand für unsere Arbeit. In dem Sinne ist es ein Geben und Nehmen. Bezahlte Rezensionsexemplare - noch dazu, dass ich die Spiele an unsere Leute weitergebe und wegen der Entfernung an rund 30 Leute verschicke - kommen mir nicht ins Magazin. Wer als Verlag kein Geld hat, um 20-30 Rezensionsexemplare an ausgewählte Schreiber abzugeben, muss damit leben, dass es keine Rezensionen gibt. Jedenfalls nicht bei uns. Das soll gar nicht in Abrede stellen, dass Spiele in der Herstellung Geld kosten, aber "richtige" Rezensenten wollen sich ja auch nicht das Regal füllen, sondern leisten eine gute und zum teil nervtötende Arbeit (wer rezensiert schon freiwillig absolute Gurken und testet die auch noch mehrfach?!). Das Gejammere der Verlage ist deshlab zwar verständlich, aber letztlich sind sie selbst verantwortlich.
Ich hoffe, dass die Verlage lernen und vor allem Neuaussteller endlich mal zur Vernunft kommen. Nicht jeder mit einem Presseausweis (und ich meine den ECHTEN!) ist ein Spielerezensent, nicht jeder mit einer Webseite muss kostenlose Rezensionsexemplare bekommen und erst recht ist noch lange nicht jeder mit einer Presse-Eintrittskarte irgendwie wichtig oder Rezensent und auch nicht jeder Mitarbeiter eines Magazins muss ein Exemplar bekommen, denn manchal hat schon ein anderer eins "abgeholt". Die Arbeit der Sichtung liegt aber eindeutig bei den Verlagen.
Vielleicht kann ja mal jemand die besagte White-List anfertigen. Vielleicht ja die Fachgruppe Spiel. Diese Liste könnte doch dann jeder Aussteller bekommen. Damit wäre doch allen geholfen. Ich denke auch, dass eine solche Liste nach guten Kritierien fair zusammengestellt werden könnte. Dann haben alle die, die wirklich gute Arbeit leisten, eine gesündere Vertrauensbasis, die von den genannten Schmarotzern zerstört wird.
Michael Weber
info@reich-der-spiele.com "
Zitat Ende:
From: Holger Gentemann
Subject: Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0" (Diskussions-Thread)
Cc:
Hallo ihrs!
Ich möchte (siehe unten) das wirklich sehr gute Statement von Michael Weber zum Thema "Von Presseausweisen und Möchtegernrezensenten" aufgreifen und hier zum Ausgangspunkt eines eigenen Threads machen.
Die Idee der "White List" finde ich charmant.
So wie ich das sehe, kann es nur Gewinner, die es verdient haben zu gewinnen und Verlierer die es verdient haben zu verlieren, geben. Warum also machen wir das dann nicht einfach anstatt nur darüber zu REDEN?
Für 2011 (Spielmesse Essen) kann man das Projekt ja gerne der genannten "Fachgruppe Spiel" überantworten. Das würde aber bedeuten jetzt ein ganzes Jahr, eine ganze Messe zu verschenken. Und ggf. diese gute(?) Idee im Laufe des kommenden Jahres sterben zu lassen.
Wenn JETZT aber so ein Projekt gestartet wird - und dann ggf. auch noch gute Resultate erzielt - wird es in 2011 bestimmt eine Fortsetzung geben?
So wie ich das sehe, hat die Spielgemeinde hier alle Recourcen um so eine White-List aus der Taufe zu heben. Aufgrund der Zeit bis zur Messe Essen 2010 ist diese "White List 1.0" dann möglicherweise nicht ganz perfekt, aber reichen für eine erste Version nicht auch - na sagen wir mal ca. 90 % Perfektion?
Hier sitzt das benötigte Fachwissen, die richtigen "Insider" aus den regionalen Spielescenen und liest interessiert mit.
Und bis zur Messe Essen sind das noch gut acht Wochen hin.
In dem erstellen der "White List", wenn sich nur ausreichend viele Spielfreunde beteiligen, sehe ich kein Problem. Mann müsste sich nur auf die KRITERIEN einigen, unter denen jemand für die "White List" nominiert wird und die Diskussion hierzu kann parallel zum erstellen der Liste erfolgen, ggf. dann in diese Liste eingearbeitet werden.
Wichtig sind eigentlich nur drei Fragen(?):
1.) Wieviele Stände werden auf der Messe erwartet. Wieviele Exemplare der "White List" werden also ggf. (evtl. auch Mehrfachexemplare je Stand?) gebraucht?
Und was ist mit Spieleautoren, Verlagen die NICHT auf der Messe sind aber tagtäglich mit Anfragen zu sog. "Rezensionsexemplaren" konfrontiert werden? Vermutlich würde der eine oder andere gerne ein Exemplar dieser "White List" abnehmen. Es muß hier also ein Bedarf für eine erste "Auflage" ermittelt werden?
2.) Wie hoch sind die Druckkosten für diese Liste? Und wo kommt das Geld her? Ich würde mal vermuten, das so eine "White List" eher ein dünnes Din A 5 Heftchen sein wird. Also vom Umpfang überschaubar. So teuer kann der Druck da also, denke ich, nicht werden?
3.) Wer kümmert sich um den Druck, die Verteilung auf der Messe, die Organisation etc.?
Anmerkung zu 2.)
Wenn man mal vorsichtig andenkt, was Verlage, Messestände, evtl. an Geld sparen weil sie möglicherweise dank einer solchen "White List" jede menge "Freiexemplare" weniger verbrennen verschenken, könnte man ja hoffen das die größeren Verlage noch ein paar Euro in ihren Kaffekassen finden, mit denen sie die Kosten der Drucklegung finanzieren? So würde ich mir das jedenfalls in einer idealen Welt wünschen :)
Modus Operandi zum erstellen der White List:
Das stelle ich mir in etwa wie folgt vor.
Hierzu wird dann ein zweiter Thread "Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0"" aufgemacht.
In diesem Thread gibt es dann keine Diskussion.
Die Diskussion dazu findet HIER statt.
Es gibt einen Basiseintrag zu dem Thread. Unterteilt nach Postleitzahl-Bereichen.
also
PLZ 0
PLZ 1
PLZ 2
usw...
ggf. weitere Länder?
Gibt es auf der Spielmesse nennenswert Besucher aus USA, Korea, Frankreich, England, whatever, die nach Rezensionsexemplaren fragen? Und macht es Sinn das zu berücksichtigen?
Außerdem eine Übersicht der Regeln, nach denen ein Eintrag erfolgen soll.
Erste und oberste Regel für diesen Thread:
§1. Niemand, absolut niemand nominiert sich selber für die "White List". Man wird "nach Verdienst" nominiert oder gar nicht.
Wenn jemand meint, er kennt jemanden der auf die "White List" gehört, kopiert er den Basiseintrag und setzt "Person" unter die passende PLZ.
Der nächste kopiert den jeweils letzten gültigen Eintrag, ergänzt ihn durch seinen Zusatz... usw.
Bzw. löscht einen Eintrag, wenn sich z.B. jemand "eingeschlichen" hat, der nicht in die "White List" gehört. Das wird den regionalen "Insidern" sicherlich auffallen und die werden sich dann bestimmt zu Wort melden? Hier ist ggf. auch ein gerüttet Maß an "Civilcourage" gefordert wenn es heisst "Sorry - aber DU (aufgrund der von uns ausgehandelten Kriterien) nicht!".
Zu klären währe der Umpfang des Eintrages.
Mindestens Name.
Mindestens Publikationsform (Heftname, Webseite, Zeitschrift für die "Person" ggf. schreibt)
Weitere Datensätze
(Anschrift? Telefonnummer? betreuende Redaktion?) sind ggf. auszudiskutieren.
Was fehlt noch?
Die Betreiber der diversen Internet-Rezensionsseiten kennen sich bestimmt untereinader und wissen wer hier mit auf die Liste gehört.
Bleibt die Zunft der Pressejournalisten und ggf. Pressefotografen.
Hier dürften die Verlage Listen von Journalisten haben, mit denen sie in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht haben. Vielleicht plaudert hier ja jemand aus dem Nähkästchen?
Es fehlt sowas wie eine Untergrenze für die Aufnahme auf die Whitelist um " Mini-Seiten-weil-man-das-Hobby-vergünstigen-will-und-eben-alle-paar-Wochen-mal-eine-Rezension-veröffentlichen-Webmaster" aussen vor zu lassen. Diese gälte es auszuloten OHNE ambitionierte Newcommer mit offensichtlich noch sehr jungen Webseiten auf denen, weil sie eben noch sehr jung sind, noch nicht so viele Rezensionen nachzulesen sind, zu benachteiligen. Da es hier nur darum geht, eine realistische Zahl zu finden, sollte das zügig durchgewunken werden?
Ich könnte mir vorstellen, das nicht nur Rezensenten aller Coleur (incl. der problematischen "Möchtegernrezensenten") auf der Spielmesse nach "kostenlosen Freiexemplaren" fragen.
Bestimmt gibt es auf der Messe auch Leute, die ansagen
- hey hey, ich bin ORGA eines mehr oder weniger großen Spielevents, eines Cons - bekommen wir euer Verlagsprogramm gestellt?
- hallo hallo, ich bin "Mister Zampano" und in meiner Region DER Typ mit dem größten Spieleclub überhaupt. Ihr solltet uns unbedingt mal ein paar eurer Spiele als "Clubpaket" sponsorn. (Oh ja... zu diesem Thema hätte ich auch noch so einiges zu sagen... das ist glaube ich ein weites weites Feld).
Die Frage ist - weitet man so eine White List um eine entsprechende Rubrik gleich mit aus um eine wirklich "runde" Sache zu machen? Oder beackert man für die Version 1.0 erst mal nur einen Themenkomplex und schaut, wie und ob das funktioniert?
Außerdem bedarf es noch eines begnadenten Schreibers, der für die White-List eine Art "Flavour" Text entwirft, die dem Standbetreuer erklärt warum es toll ist dieses Werkzeug nun auch zu verwenden.
Letzte Frage - das Zeitfenster:
Bis zur Messe sind es noch ca. acht Wochen hin?
Vorschlag:
Der Nominierungs-Thread "Taskforce ESSEN 2010 - Projekt "White List 1.0"" wird zum 01.09.10 eröffnet und zum 30.09.10 geschlossen.
Damit bleiben dann
- ca. eine Woche um die Regulatrien für die Liste im Grundsatz auszudiskutieren (der Feinschliff kann dann noch im September erfolgen?!)
- und im Anschluß (fast) drei Wochen um das ganze in Druck zu geben und die Liste zur Messe zu schaffen.
In Zeiten des Web 2.0 ist das doch eine Ewigkeit!
Last but not least:
Natürlich erwächst aus dem Eintrag in die "White List" KEIN Anspruch, auf der Messe von einem Stand irgendwelche Freiexemplare zu bekommen. Und natürlich kann so ein Stand auf der Messe auch weiterhin jeden "Möchtegernrezensenten" seine Freiexemplar-Spiele schenken. Aber so eine Liste bietet den Standbetreuern sicherlich gute Dienste, Diskussionen ob und wenn ja warum Freiexemplare zu unterbinden. "Stehst Du auf der Liste hier? Nein? Schade Schade aber auch, komm nächstes Jahr wieder..."
Habe ich etwas wichtiges vergessen?
Dann bitte ich das zu entschuldigen, dies ist eine spontane "Nacht & Nebel Aktion", die heute Abend spontan zusammen getippt wurde :)
Mit herzlichen und verspielten Gruessen!
Holger.
______________________________________________________________________________________________________________
ZITAT:
"Tja, was soll man sagen. Stimmt soweit. Das Problem sehe ich aber nicht in den Leuten, die versuchen, Rezensionsexemplare zu bekommen, sondern in denen, die ihre Spiele derartig unsinnig weggeben. Jeder, der zu einer Messe kommt, sollte sich vorher Gedanken machen, ob er Rezensionsexemplare gibt und an wen. Wer das nicht macht, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und steht spätestens nach der Messe dumm da.
Mich ärgert das auch. Denn obwohl wir mit Reich der Spiele zu den größten Online-Magazinen gehören, kommt es immer wieder zu netten Gespärchen der Art "Wir haben letztes jahr x Spiele weggegeben und wollen dieses Jahr nichts rausgeben". Heißt: Weil solche Schmarotzer und Mini-Seiten-weil-man-das-Hobby-vergünstigen-will-und-eben-alle-paar-Wochen-mal-eine-Rezension-veröffentlichen-Webmaster Spiele abbekommen, die mit gesundem Szenewissen keiner bedienen würde, haben es auch die etablierten Rezensenten mitunter schwer.
Ich bin der Meinung, dass Verlage sich eine White-List machen sollten. Ich bin der Meinung, dass für angefragte Rezensionsexemplare eine Rezension auch innerhalb von einer gewissen Zeit zu veröffentlichen ist. Und ich bin der Meinung, dass viel zu viele Leute ihre eigene Mini-Seite machen oder den Journalisten raushängen lassen, obwohl sie von Spielen keine Ahnung haben und auch keinen Raum für Rezensionen haben.
Das alles trägt dazu bei, dass alle unzufrieden sind. Den Ball sehe ich aber bei den Verlagen. Messen müssen gut vorbereitet sein.
Und wenn dann irgendwann nicht zuletzt aus diesem Grund Verlage Rezensionsexemplare nur noch gegen vergünstigte Preise rausgeben, stelle ich Reich der Spiele ein. Uns bezahlt nämlich auch niemand für unsere Arbeit. In dem Sinne ist es ein Geben und Nehmen. Bezahlte Rezensionsexemplare - noch dazu, dass ich die Spiele an unsere Leute weitergebe und wegen der Entfernung an rund 30 Leute verschicke - kommen mir nicht ins Magazin. Wer als Verlag kein Geld hat, um 20-30 Rezensionsexemplare an ausgewählte Schreiber abzugeben, muss damit leben, dass es keine Rezensionen gibt. Jedenfalls nicht bei uns. Das soll gar nicht in Abrede stellen, dass Spiele in der Herstellung Geld kosten, aber "richtige" Rezensenten wollen sich ja auch nicht das Regal füllen, sondern leisten eine gute und zum teil nervtötende Arbeit (wer rezensiert schon freiwillig absolute Gurken und testet die auch noch mehrfach?!). Das Gejammere der Verlage ist deshlab zwar verständlich, aber letztlich sind sie selbst verantwortlich.
Ich hoffe, dass die Verlage lernen und vor allem Neuaussteller endlich mal zur Vernunft kommen. Nicht jeder mit einem Presseausweis (und ich meine den ECHTEN!) ist ein Spielerezensent, nicht jeder mit einer Webseite muss kostenlose Rezensionsexemplare bekommen und erst recht ist noch lange nicht jeder mit einer Presse-Eintrittskarte irgendwie wichtig oder Rezensent und auch nicht jeder Mitarbeiter eines Magazins muss ein Exemplar bekommen, denn manchal hat schon ein anderer eins "abgeholt". Die Arbeit der Sichtung liegt aber eindeutig bei den Verlagen.
Vielleicht kann ja mal jemand die besagte White-List anfertigen. Vielleicht ja die Fachgruppe Spiel. Diese Liste könnte doch dann jeder Aussteller bekommen. Damit wäre doch allen geholfen. Ich denke auch, dass eine solche Liste nach guten Kritierien fair zusammengestellt werden könnte. Dann haben alle die, die wirklich gute Arbeit leisten, eine gesündere Vertrauensbasis, die von den genannten Schmarotzern zerstört wird.
Michael Weber
info@reich-der-spiele.com "
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