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Wie ist "The Great Zimbabwe"?

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Christian Weiss
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Wie ist "The Great Zimbabwe"?

Beitragvon Christian Weiss » 19. Oktober 2012, 23:57

Hat schon jemand "The Great Zimbabwe" spielen können? Regeln sind leider immer noch nicht online?
Da 75 EUR recht viel Geld ist, brauche ich noch Entscheidungshilfe: Spielspass, Wiederspielreiz, Spiellänge in Bezug auf das Spielerlebnis

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CarstenB
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Re: Wie ist "The Great Zimbabwe"?

Beitragvon CarstenB » 20. Oktober 2012, 00:23

Das Spiel ist gut, nicht so lang oder so ausufernd wie andere Splotter-Titel, erfordert aber ähnliches Denken. Der zentrale Mechanismus, dass Spieler mehr Siegpunkte zum Gewinnen brauchen, je mehr sie Hilfe dafür durch Götter und Spezialisten in Anspruch nehmen ist ulkig, die Mechanismen um Preis für die eigenen Handwerker festlegen und die Warenketten auch. Kann mir gut vorstellen, dass das Spiel für ordentlich Runden taugt, Potential ist jedenfalls dafür da.

Ich habe es trotzdem nicht mitgenommen. Das Spiel ist zwar gut, aber irgendwann ist mal der Ofen aus, was Preis/Leistung angeht. 75¤ für minimale Gestaltung, mehr so durchschnittliches Papier/Pappmaterial - sorry, irgendwann wirds lächerlich. Wenn selbst Kleinstverlage es mittlerweile hinbekommen, erstaunlich qualitative Komponenten für einen halbwegs okayen Preis hinzubekommen, kann man das auch mal irgendwann bei Splotter - trotz "nebenbei" - erwarten. Entweder das oder einen gerechtfertigteren Preis.

Gruß,
Carsten

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Dumon
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Re: Wie ist "The Great Zimbabwe"?

Beitragvon Dumon » 20. Oktober 2012, 07:47

CarstenB schrieb:
> Ich habe es trotzdem nicht mitgenommen. Das Spiel ist zwar
> gut, aber irgendwann ist mal der Ofen aus, was Preis/Leistung
> angeht. 75¤ für minimale Gestaltung, mehr so
> durchschnittliches Papier/Pappmaterial - sorry, irgendwann
> wirds lächerlich. Wenn selbst Kleinstverlage es mittlerweile
> hinbekommen, erstaunlich qualitative Komponenten für einen
> halbwegs okayen Preis hinzubekommen, kann man das auch mal
> irgendwann bei Splotter - trotz "nebenbei" - erwarten.
> Entweder das oder einen gerechtfertigteren Preis.
>
> Gruß,
> Carsten

Dem kann ich nur beipflichten! Auch ich sehe es mittlerweile eher als Faulheit von Verlag und Autoren an. Oder als Profitorientierung über das übliche Maß hinaus (ich will ihnen nicht "Geldgier" unterstellen).
Zwar kann ich verstehen, dass besondere Materialien (wie goldene und silbere Holz-Rinder als Zahlungsmittel) teuer sein können. Aber andererseits sollte man sich dann doch vielleicht nach günstigeren Alternativen umsehen.

Natürlich könnte es auch sein, dass der Verlag nicht im Ausland (sprich: China) produzieren will, wodurch sich höhere Kosten erklären ließen. Ob man das jetzt als potentieller Kunde dadurch auffangen muss, dass man quasi den doppelten Preis für ein Produkt zahlt, bleibt für mich trotzdem fraglich...

Als Gegenbeispiel kann ich da nur "Polis: Fight for the Hegemony" nennen. Der spanische Kleinverlag hat sich ganz neu gegründet, und das Spiel als Erstlingswerk auf den Markt geworfen. Auch diese Leute machen das nebenher. Und wenn man sich die Materialien anguckt - dann braucht sich das Spiel hinter Produkten von Großverlagen keineswegs zu verstecken. Im Gegenteil - manches Produkt von etabliertem Hersteller (aleas Burgen von Burgund zum Beispiel) kommt mit wesentlich schlechterem (i.e. dünnerem) Material daher.

...ja, das klingt jetzt wie Werbung in eigener Sache, sollte aber tatsächlich nur als positives Gegenbeispiel dienen...

Dein Beitrag jedenfalls hat mich dazu gebracht, das Spiel nun auch nicht zu kaufen. Denn der Preis müsste nun wirklich nicht sein!

Grüße,
Dumon

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Jürgen Eberhardt
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OT: Material BuBu

Beitragvon Jürgen Eberhardt » 20. Oktober 2012, 08:36

> Burgen von Burgund zum Beispiel kommt mit wesentlich
> schlechterem (i.e. dünnerem) Material daher.

Sorry, ich kann das echt nicht mehr hören!

Die Pauschal-Aussage "dünn gleich schlecht" ist rein subjektiv und objektiv defintiv falsch.

Sowohl die Spielpläne als auch die Plättchen zeigen bei BuBu auch nach zig mal spielen keinerlei Abnutzungserscheinungen!

Im Gegenteil, für mich (subjektives Urteil) gilt bei BuBu: "Dünn gleich gut".
Nur durch die dünnen (und außerordentlich gut haltbaren) Spielpläne lassen sich in die Schachtel problemlos ein gutes Dutzend Pläne (inklusive Spielbox-Pläne) unterbringen.

Viele Grüße,
Jürgen

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Shari-Faye
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Re: Wie ist

Beitragvon Shari-Faye » 20. Oktober 2012, 19:06

Servus,

ein Tipp (und gleichzeitig gewissermaßen ein Anschluss zu den Anmerkungen zum Preis): Bei den Versendern, die es anbieten (zB Cosimshop, Playme) ist es sogar billiger als der Messepreis; zugegebenermaßen nicht viel - EUR 71,85 statt EUR 75 Messepreis - aber immerhin ein wohl eher seltenes Phänomen, dass ein Spiel bei Neuerscheinung auf der Messe im Direktkauf mehr kostet als zeitgleich beim Versender, der es im Zweifel auch - in größerer Menge natürlich als der private Käufer - von der Messe mitnehmen wird.
Ich hab mir das Spiel vorgestern am Stand von Splotter Spellen gekauft, weil ich mir 1. jede Neuerscheinung von Splotter kaufe und weil es 2. wie oben schon gesagt ein gutes Spiel zu sein verspricht. Aber teurer als im Online-Handel passt mir irgendwie nicht, nicht wg. des eher marginalen Mehrpreises von EUR 3,15, sondern deswegen, weil ich den Preis zwar noch vertretbar für ein gutes Spiel finde, aber ohnehin doch natürlich am oberen Anschlag der Skala, da brauchts dann am Stand nicht noch teurer sein. Da gefällt mir wiederum Polis besser, am Stand EUR 40, beim Cosimshop EUR 44,95. Es gibt natürlich noch viele Beispiele dafür, wie es sein soll.

Grüße
Shari-Faye

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Dumon
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Re: OT: Material BuBu

Beitragvon Dumon » 20. Oktober 2012, 21:03

Ganz ehrlich, Jürgen...

...das kann ja Deine Meinung sein. Aber dünneres Material, auch wenn es sich leichter verpacken oder transportieren lässt, ist nunmal nicht genauso robust wie dickeres Material. Natürlich kommen noch andere Komponenten (Verklebung etc.) dazu, aber generell ist es ja schonmal knick-anfälliger. Und das Argument "Dann muss man halt aufpassen!" ist keines, sondern wäre nur Trotzreaktion.

Aber natürlich ist es Geschmackssache. Mal ganz davon abgesehen, dass es total am Thema vorbei geht, was hier angesprochen wurde. Hier geht es nicht um die Dicke von Polis-Material, oder die "Dünne" von Burgen von Burgund, sondern um die Kostenargumentation bei Zimbabwe. Und die ist, dünnes oder dickes Material, absolut nicht gerechtfertigt!

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ravn

Re: Welcher Preis ist für ein Spiel gerechtfertigt?

Beitragvon ravn » 20. Oktober 2012, 22:13

Dumon schrieb:

> Hier geht es nicht um die Dicke von
> Polis-Material, oder die "Dünne" von Burgen von Burgund,
> sondern um die Kostenargumentation bei Zimbabwe. Und die ist,
> dünnes oder dickes Material, absolut nicht gerechtfertigt!

Mal aus Neugier nachgefragt: Was rechtfertigt überhaupt für Euch den Preis eines Brettspiels?

Für mich ist die Frage, ob es ausreichend Spielspass für den verlangten Preis bietet. Zudem öfter als nur ein paar Mal die Chance hat, auf dem Spieltisch zu kommen. Schliesslich sollte das Material ausreichend gut sein und es einen redaktionellen Feinschliff hat, wo ich sagen kann - jo, ich wüsste nicht, was man da hätte besser machen sollen. Stimmt also die Gegenleistung für den Preis.

Wenn das alles stimmt, dann ist für mich der Preis innerhalb bezahlbarer Grenzen eher zweitrangig. Was bringt mir im Gegensatz dazu eine Spiele-Gurke für 25 Euro, die schon nach der Erstpartie niemand mehr spielen will? Sind dann 75 Euro für ein Spiel, dass in der Zielgruppe bestens gefällt, nicht besser angelegt?

Cu / Ralf

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CarstenB
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Re: OT: Material BuBu

Beitragvon CarstenB » 21. Oktober 2012, 01:33

Kinners, echt jetzt mal! Auch wenn Ihr fünf Mal "OT" davorschreibt hat das hier doch null Relevanz für das Thema. Wir haben im Archiv bestimmt ein paar hundert Postings dazu, bitte dann dort weitermachen wenn es tatsächlich noch einmal aufgewärmt und durchgerührt werden muss.

Gruß,
Carsten

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Der Einsiedler
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Re: Welcher Preis ist für ein Spiel gerechtfertigt?

Beitragvon Der Einsiedler » 21. Oktober 2012, 09:31

ravn schrieb:
> Wenn das alles stimmt, dann ist für mich der Preis innerhalb
> bezahlbarer Grenzen eher zweitrangig. Was bringt mir im
> Gegensatz dazu eine Spiele-Gurke für 25 Euro, die schon nach
> der Erstpartie niemand mehr spielen will? Sind dann 75 Euro
> für ein Spiel, dass in der Zielgruppe bestens gefällt, nicht
> besser angelegt?

Sehe ich ähnlich.
Ein Spiel, das bei unserer Gruppe über die Phase "Ich will das auch mal spielen, weil ich es noch nicht kenne" hinauskommt und dann von mir mindestens noch ein paar mal in einer Runde von Leuten, die es kennen, gespielt wird ist einen gewissen Preis wert. Das dürfen dann gerne 50+ Euro sein.

Wenn man Geld in 3 Abende mit 4 Personen wo anders (Kino oder so) investieren würde, wäre es bestimmt teurer :-D

Zum Preis selbst. Wenn ein Spiel 50 statt 30 Euro kostet - wer bekommt denn die 20 Euro mehr? Wahrscheinlich wieder mal nicht die, die es entworfen haben, sondern die, die es transportieren, lagern, verkaufen, also die, denen es egal ist ob das Spiel gut oder schlecht ist. Oder liege ich da falsch?

Gurkenspiele (auch für 22,50) versuche ich komplett zu vermeiden. Ich versuche mir nur Spiele, die bei uns ankommen zuzulegen (Rezessionen lesen, Probespielen usw.).

Der Einsiedler

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Micha A.
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RE: OT: Material BuBu

Beitragvon Micha A. » 22. Oktober 2012, 07:56

"Dumon" hat am 20.10.2012 geschrieben:

> ...das kann ja Deine Meinung sein. Aber dünneres Material [...] schonmal knick-anfälliger

Sorry, das stimmt mal absolut nicht.
Es gibt Spielkarten (= deutlich dünner als das von Dir präferierte dicke Material), deren Längsseiten Du zusammen führen kannst, ohne dass sie in der Mitte knicken und die danach einfach wieder zurück federn.
Hängt natürlich von der Qualität der Karten ab, ist aber durchaus machbar.

Versuch das mal mit einem dicken Pappplättchen...

Micha

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l8xx
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Re: Wie ist "The Great Zimbabwe"?

Beitragvon l8xx » 22. Oktober 2012, 13:41

Der zentrale
> Mechanismus, dass Spieler mehr Siegpunkte zum Gewinnen
> brauchen, je mehr sie Hilfe dafür durch Götter und
> Spezialisten in Anspruch nehmen ist ulkig

Das habe ich jetzt schon mehrfach gelesen. Warum macht man es nicht so wie "normal", dass diese Hilfen Abzüge bei den Siegpunkten bringen? Kommt sich auf dasselbe. Oder wäre es dann nicht mehr "neu"?

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ravn

Re: Wie ist "The Great Zimbabwe"?

Beitragvon ravn » 22. Oktober 2012, 14:08

l8xx schrieb:

> Das habe ich jetzt schon mehrfach gelesen. Warum macht man es
> nicht so wie "normal", dass diese Hilfen Abzüge bei den
> Siegpunkten bringen? Kommt sich auf dasselbe. Oder wäre es
> dann nicht mehr "neu"?

Damit verschiebt sich das Spielende nach hinten, weil man eben mehr Siegpunkte braucht, um das Spiel beenden zu können.

Cu / Ralf

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Attila
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Re: Welcher Preis ist für ein Spiel gerechtfertigt?

Beitragvon Attila » 22. Oktober 2012, 14:44

Hi,

Werr hätte das gedacht. Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.


Aber drastischer. :-)

Atti

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ode

Re: Wie ist "The Great Zimbabwe"?

Beitragvon ode » 22. Oktober 2012, 22:42

Es wird dir niemand nachsehen, wenn du deine Schlüsse draus ziehst. Dann kauf es einfach nicht, wenn es dir zu teuer ist. Ist ja genauso deine Entscheidung nicht zu kaufen wie es die von Splotter ist, das Spiel zu diesem Preis zu verkaufen. Sie werden es ja sehen, ob sie sich mit dieser Preispolitik Freunde machen.

Aber zu fordern, man solle es gefälligst billiger machen finde ich etwas komisch...

Dann kauf es halt nicht.

LG...ode.(hat auch nicht gekauft)


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