Anzeige

Euphoria

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Port-Ellen
Brettspieler
Beiträge: 55

Euphoria

Beitragvon Port-Ellen » 16. März 2014, 15:45

hi
Wir haben letzte Woche (für alle zum ersten Mal) in Dreier Besetzung Euphoria gespielt. Mit Regeln erklären waren es wohl so 2,5 Std.
Nach der ersten Runde waren wir leider alle ein wenig ernüchtert. Trotz der schicken Aufmachung.
Man hat a den Eindruck das:
- die Strafen auf den Märkten das Gleichgewicht teilweise erheblich stören
- die Artefakt Karten bzw die Verbilligung wenn man doppelte Symbole hat - doch einen nicht ganz unerheblichen Glücksfaktor mit sich bringt.
Ein Mitspieler war der Meinung, dass man trotz vieler Möglichkeiten im Grunde nicht wahnsinnig viel zu variieren braucht um am Ende vorne mitzuspielen oder zu Gewinnen.
Hat da jemand ähnliche Erfahrungen?

Alle Gute

Chris

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Euphoria

Beitragvon Attila » 16. März 2014, 17:49

Hi,

Also ich habe diese Erfahrung bisher nicht gemacht. Meine 6 Partien liefen alle anders. Es ist richtig dass das Spiel nicht Glücksbefreit ist, das war auch niemals Intention der Autoren (die stehen nicht so auf Knochentrockene "no-luck" Spiele).

Die Strafen auf den Märken empfand ich nicht so schlimm. Wenn man nicht an einem Markt beteiligt ist, sollte man sich immer die Option offen lassen dort einzusteigen, damit ein unangenehme Markteigenschaft einen nicht kalt erwischt. Wenn man seine Karte für was anderes rausballert, dann hat man es halt nicht anders verdient.
Doppelte Artefaktkarten finde ich nicht so stark. Klar ist es nett, wenn man sie hat - aber jeder im Spiel hat das früher oder später.

Was ich für viel entscheidender halte, ist wer welche Fraktion zu Spielbeginn wählt. Wenn mehrere Spieler zu beginn auf die gleiche Fraktion spielen, dann helfen sie sich ja dadurch (egal ob sie wollen oder nicht).

Mit dem letzten Absatz kann ich gerade nix anfangen. Was ist mit "variieren" gemeint? - Euphoria kann man imo nicht "seinen Schuh" runterspielen, wie in manchen anderen Spielen. Man muss halt schauen was für Spezialisten man hat und wie man die ins Spiel bringt. Wer das nicht anständig schafft hat imo keine Chance um am Ende "vorne Mitzuspielen".
Und das ermöglicht schon stark unterschiedliche Spielweisen.

Atti

Benutzeravatar
Port-Ellen
Brettspieler
Beiträge: 55

Re: Euphoria

Beitragvon Port-Ellen » 16. März 2014, 18:09

Danke für Deine Antwort
Mit variieren meinte ich im Grunde das Gegenteil von, dem was Du gerade beschrieben hast. Ich denk mal dass die Partie auch für eine erste nicht so wahnsinnig gut lief. Durch Zufall hatten alle die selbe Fraktion gewählt. Mit Glücksfaktor (wenn es nicht zu beliebig wird) habe ich auch keine Probleme.
Ebenso hatten wir wahrscheinlich auch zu viele von den wirklich "bösen" Strafen auf den Märkten auf einmal im Spiel. Unter anderem: nicht mehr bei den Icarites platzieren, die ersten beiden Stufen der Loyalitätsboni gelten nicht und in einem angefangenen Markt darfst Du nicht mehr platzieren, und ich meine noch 1 oder zwei wirklich fiese Dinger.
Was meinst Du mit den Märkten in Zusammenhang mit Option und Karte raus geballert. Da kann ich Dir jetzt nicht folgen. Meines Wissens nach werden die doch verdeckt platziert, man baut und wenn entsprechend zugehörige Felder belegt sind (bei drei Spielern zwei), indem man umdreht. Mindestens einer ist zwangsläufig nicht dabei und erhält die Strafe. Welche Karten soll ich denn rausballern dafür - hab ich was übersehen?

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Euphoria

Beitragvon Attila » 16. März 2014, 18:39

Hi,

Wenn man an einem Markt nicht beteiligt ist, dann muss man sich die Option offen halten sich in diesen Markt "einzukaufen" (mit 3 bzw. 2 Karten). Wenn man Karten auf der Hand hat und ein Markt zuende gebaut wurde oder absehbar ist, das diese zuende gebaut wird, dann sollte man sich 2 mal überlegen wofür man diese Karten ausgibt. Wer unbedingt mein sie "irgendwo" einzusetzen um dann festzustellen das der Markt der gerade gebaut wurde echt übel ist ... tja ... klassischer Fall von verzockt.

Atti

Benutzeravatar
peer

Re: Euphoria

Beitragvon peer » 16. März 2014, 21:17

Hi,

Also das gute an Euphoria ist imho, dass man sich jedes mal auf andere Aspekte konzentrieren kann (und muss) und nicht einfach ueberall mitmischt. Ich hab z.B auch schon gewonnen, ohne einen weiteren Arbeiter zu nehmen, aber auch schon mit vieren knapp zweiter gewonnen... Der Schluessel ist der effiziente Einsatz seiner Agentenkarten.
Die Kartenzwillinge sind nicht so stark, ausserdem har man das ueber das Handlimit ja gut im Griff - viel moral und entsprechend viele Karten und du hast fast garantiert Dubletten auf der Hand.
Zu den markets hat sich Atti ja schon geauessert. Ich ergaenze noch: es ist durchaus sehr unterschiedlich, wieviel gebaut wird. Das ist sehr rundenabhaengig, auch das sorgt fuer variabilidtaet.
Ciao
Peer

Benutzeravatar
Port-Ellen
Brettspieler
Beiträge: 55

Re: Euphoria

Beitragvon Port-Ellen » 17. März 2014, 17:51

Mist, diese Option war mir nicht so ganz klar. Ich gebe zu wir haben mit den Strafen bis Spielende gespielt, was natürlich im Vergleich dann schon auf Auswirkungen auf die Balance hat. Aber es war ja auch falsch. So sieht die Sache anders aus.

Besten Dank an Euch für die Meinungen. Wir spielen in kürze nochmals.

Chris

Benutzeravatar
ravn

Re: Euphoria

Beitragvon ravn » 17. März 2014, 19:39

peer schrieb:

> Der Schluessel ist der
> effiziente Einsatz seiner Agentenkarten.

Kann ich so unterschreiben. Blöd nur, dass man als Erstspieler kaum überblicken kann, was gute Agentenkarten sind und welche hingegen erst später im Spiel wirken und man deshalb weglegen kann.

Da hilft aber der Tipp, dass Agentenkarten, die zusätzliche Ressourcen bringen anfangs schon lohnenswert sein können. Agentenkarten, die zusätzliche Siegpunktsterne platzieren lassen, sind ja auch stark, lohnen sich aber erst, wenn man seine Machinerie ins Laufen gebracht hat. Die kann man deshalb gut und gerne verdeckt hinlegen.

Die ersten Aktionen sollte man dann so wählen, dass man den Bonus der Agentenkarte auch nutzen kann. Weil das schafft einen Vorteil gegenüber den Mitspielern. Ansonsten muss man schon recht flexibel spielen, um erfolgreich zu sein. Also Mitspieler nicht aus den Augen lassen, sich in Positionen setzen, wo man hohe Chancen hat, verdrängt zu werden und wenn eben möglich den Mitspielern überlassen, die Leiste der verdeckten Agentenkarte nach vorne zu treiben.

Kurz gesagt: Schönes und abwechslungsreiches Spiel mit guter Mischung aus Taktik- und Glückselemente.

Cu / Ralf


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 30 Gäste