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Murano

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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faki
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Murano

Beitragvon faki » 27. Januar 2015, 09:05

Hallo,

habe gerade versucht hier im Forum Meinungen zu Murano zu finden. Ist mir leider nicht geglückt.

Vielleicht kann jemand seine Eindrücke von dem Spiel schildern?

Danke vorab!

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Klemens
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Re: Murano

Beitragvon Klemens » 27. Januar 2015, 10:47

Hallo!

Überraschung: Ich mag's ;-)

Auf Deutsch gibt's tatsächlich noch nicht sooo viele Meinungen. Hunter & Cron haben aber grad ein Video gemacht. Und natürlich gibt's auf BGG Reviews (Dice Tower & Rahdo).

Auf Ludoversum gibt's auch einen Test. Und Hall9000 hilft auch:
http://www.hall9000.de/html/spiel/murano

http://hunterundcron.de/post/108831130275/hunter-cron-murano-german-murano-deutsch

Grüße,
Klemens

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bpsyc
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Re: Murano

Beitragvon bpsyc » 27. Januar 2015, 10:47

Hi,

Guckst du hier:

http://hunterundcron.de/post/108831130275/hunter-cron-murano-german-murano-deutsch

Gruß bpsyc

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Barbara Eggers
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Re: Murano

Beitragvon Barbara Eggers » 27. Januar 2015, 10:59

Hallo,

ich habe Murano bisher nur einmal gespielt. Es ist kein wirkliches "Schwergewicht", die Regeln sind schnell erklärt, die Spieldauer ist mit einer Stunde ganz angenehm. Das Thema ist meiner Meinung nach etwas verfehlt. Es geht ja um Glasproduktion, aber die spielt nur am Rande eine Rolle. Was mir in Erinnerung blieb: Es herrscht Geldmangel, wenn man nicht hin und wieder Glas produzieren lässt. Das wiederum geht leider nur mit Verlust von Siegpunkten. Außerdem standen immer Schiffe auf den Orten, auf die man gerne selbst fahren wollte, was zur Folge hatte, dass Geldeinsatz notwendig war, um auf gewünschte Orte zu kommen. Weiterhin gab es das Dilemma mit den Charakterkarten: Wenn man frühzeitig welche kauft, hat man viel Zeit auf die Erfüllung der Aufgabe hin zu arbeiten. Die anderen Spieler haben aber auch noch viel Zeit um zu verhindern, dass die Aufgabe erfüllt werden kann. Kauft man erst später Charakterkarten, können die Aufgaben evtl. schon nicht mehr erfüllt werden, weil schon alles verbaut ist. Insgesamt fand ich das Spiel ganz gut, wobei das nur der erste Eindruck ist. Um es wirklich beurteilen zu können, müsste ich es noch ein paar mal spielen.

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Ina-spielbox
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Re: Murano

Beitragvon Ina-spielbox » 27. Januar 2015, 12:49

Hallo,

Barbara beschreibt die Dilementa von Murano so, wie ich sie auch erlebt habe. Dennoch finde ich, dass es ein wirklich gutes Spiel ist wenn es eine Stunde dauert, da kann man mit dem Glück und den Problemen leben.
Wenn man es aber mit Leuten spielt, die ein Strategiespiel davon machen in dem Sinne, dass man noch die Karte aussucht, die man erworben hat, wenn die anderen schon ihren Zug durchgeführt haben und schon wieder dran ist, dann dauert das Spiel knapp doppelt so lange.
Und für die Dauer trägt es nicht. Wenn man mit den berühmten "Grübelixen" spielt, wird es zur Qual.

Es gibt schon ein paar Möglichkeiten, dem Gelddilemma entgegen zu wirken ( z. B. auch mal eine Figur verkaufen - ich weiß jetzt nicht, wie das Feld heißt), aber wenn man ein paar Runden nicht an Geld kommt, dann verliert man den Spaß am Spiel.

Trotzdem denke ich, dass es vielen gefällt, ich halte Murano für ein gehobenes Familienspiel und da ist es gut angesiedelt und wird viel Freude bringen.

Im Zweifelsfall sollte man es ausprobieren.

Gruß
Ina

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Re: Murano

Beitragvon spielmonster.de » 27. Januar 2015, 20:40

Hallo.

Hier ein Bericht von mir:

http://www.surrealist.de/spielmonster/Rezensionen/Murano/murano.htm

Gruß,
Dirk

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Helby
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Re: Murano

Beitragvon Helby » 27. Januar 2015, 20:47

Murano macht uns zu zweit sehr viel Spaß, ist das meistgespielte Spiel seit der letzten Messe bei uns.

Ich versuch es mal anhand des Beitrages von Barbara zu erläutern:

Barbara Eggers schrieb:
> Es ist kein
> wirkliches "Schwergewicht", die Regeln sind schnell erklärt,
> die Spieldauer ist mit einer Stunde ganz angenehm. Das Thema
> ist meiner Meinung nach etwas verfehlt.

Level über Familienspiel, erinnert mich vom Spielgefühl an Snowdonia, ist aber nicht so thematisch.
Ich habe nicht das Gefühl Glas zu produzieren. Eigentlich setzt man Schiffe und führt die zugehörige Aktion aus.

> Was
> mir in Erinnerung blieb: Es herrscht Geldmangel, wenn man
> nicht hin und wieder Glas produzieren lässt.
> Das wiederum
> geht leider nur mit Verlust von Siegpunkten.

Es herrscht Geldmangel, aber es gibt mehrere Arten welches zu bekommen, über Glasproduktion, Läden mit den dazugehörenden Kunden, Geldfeld, Gondoliere entlassen.
Ich habe jetzt schon mehrere Arten probiert an Geld zu kommen, nur über Glasproduktion, nur über Läden und gemischt, macht Spaß verschieden Strategien zu probieren, der Erfolg hängt natürlich auch vom Gegner ab. Wenn einer nur über Läden spielt und der andere nur über Glas halten sich beide in etwa die Waage. Glasproduktion wäre stärker, deshalb muss man auch die Siegpunkte opfern.

> Außerdem standen
> immer Schiffe auf den Orten, auf die man gerne selbst fahren
> wollte, was zur Folge hatte, dass Geldeinsatz notwendig war,
> um auf gewünschte Orte zu kommen.

Das ist das besondere bei dem Spiel, die Schiffe so positionieren, dass sie mir nützen und den Gegner ausbremsen, das habe ich aber auch erst bei der dritten Partie richtig erkannt.

> Weiterhin gab es das
> Dilemma mit den Charakterkarten: Wenn man frühzeitig welche
> kauft, hat man viel Zeit auf die Erfüllung der Aufgabe hin zu
> arbeiten.

Charakterkarten habe ich teilweise recht früh gekauft um darauf hin zu arbeiten.
Da man aber aus 3 eine Aussuchen kann ist auch das spätere kaufen sehr erfolgreich, da oft schon die Bedingungen für eine Karte erfüllt ist, oder man nur noch wenig Aufwand betreiben muss um sie zu erfüllen.


> Die anderen Spieler haben aber auch noch viel Zeit
> um zu verhindern, dass die Aufgabe erfüllt werden kann.

Die kennen doch meine Karten nicht, also kann das nur zufällig passieren, man sollte also sorgsam auswählen.

> Kauft
> man erst später Charakterkarten, können die Aufgaben evtl.
> schon nicht mehr erfüllt werden, weil schon alles verbaut
> ist.

siehe oben

> Insgesamt fand ich das Spiel ganz gut, wobei das nur der
> erste Eindruck ist. Um es wirklich beurteilen zu können,
> müsste ich es noch ein paar mal spielen.

Wir haben es jetzt 5 mal gespielt und es ist zur Zeit das Spiel, wo es mir in den Fingern juckt um weitere Partien zu bestreiten.

Das besondere ist den richtigen Moment zu finden wann man aufhört weiter aufzubauen und so langsam Charakterkarten erfüllt, weitere Gondoliere anwerben und vor allem an den richtigen Stellen platziert. Charakterkarten nutzen nichts, wenn sie nicht durch einen Gondoliere an der richtigen Insel aktiviert werden.
Das Ende kommt zwar nicht soo überraschend, aber man sollte dann auch alles geschafft haben was man wollte, was nicht immer klappt.

Inas Anmerkung zu den Wartezeiten beim Karten auswählen, das kommt eigentlich nur in den ersten Partien vor, weil man die Karten noch nicht so kennt, später wenn man sich eine Strategie zurecht gelegt hat und die Karten kennt läuft das schon, jedenfalls bei uns.

Helby

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Thomas Reh
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Re: Murano

Beitragvon Thomas Reh » 27. Januar 2015, 22:09

Meine Rezension zu Murano findest du hier:

http://www.spielengehtimmer.de/index.php/brett-und-kartenspiele/rezensionen/31-murano-lookout-spiele

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Gabi Goldschmidt
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Re: Murano

Beitragvon Gabi Goldschmidt » 27. Januar 2015, 22:28

Hallo,

... ich mag das Spiel ausgesprochen gern, weil ich den Glücksanteil im Verhältnis zur Spieldauer sehr gelungen finde. Zu zweit in 30 Minuten, zu viert in Max. 60 Minuten gespielt. Es ist einfach wichtig, zu Spielbeginn Charakterkarten zu kaufen, bevor ich irgendwelche Gebäude platziere, damit ich zielgerichtet spielen kann.
Dann kann ich versuchen antizyklisch zu den Mitspielern zu spielen, damit ich für Aktionen möglichst kein Geld ausgeben muss.
Alle Partien ( insgesamt 10) waren bisher sehr spannend und verursachten ein richtiges "Kribbeln" beim Spielen, ob ich wohl alle Charakterkarten erfüllen kann. Bei der Auswahl der Charakterkarten kann ich aber auch entscheiden, ob ich eher das Risiko suche oder mehr auf Sicherheit gehe.
"Murano" ist neben "Orleans" und " Deus" eins meiner Lieblingsspiele vom Herbst 2014.

Ciao Gabi

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Ina-spielbox
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Re: Murano

Beitragvon Ina-spielbox » 28. Januar 2015, 00:24

Hallo Helby,

grundsätzlich kann ich Deine Meinung bestätigen, zu zweit ist es super. Zu viert hat es mich enttäuscht wegen der langen Wartezeiten, aber vielleicht waren es die falschen Mitspieler.

Gruß
Ina

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ravn
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Beiträge: 82

Re: Murano

Beitragvon ravn » 1. Februar 2015, 18:26

faki schrieb:

> Vielleicht kann jemand seine Eindrücke von dem Spiel
> schildern?

Konnte gestern Murano in einer entspannten Dreierrunde kennenlernen. Die Erklärerin hatte das Spiel schon öfters gespielt, ein Mitspieler bisher nur einmal und für mich war es meine Erstpartie. Am Ende lagen wir trotz erheblich unterschiedlicher Spielweise nur einen Punkt auseinander. Der zweite Platz musste gar per Tiebraker entschieden werden.

Ich empfand die Partie durchaus als spannend, aber das Spielende war etwas unbefriedigend: So entschieden die letzten beiden Züge über den Spielsieger und das auch nur zufällig. Hätte die Mitspielerin ein Sondergebäude auf meine Auftragskarten-Insel abgelegt, dann hätte ich knapp gewonnen. Aber auch nur, weil vorab der Mitspieler unbewusst eine Insel-Konstellation so verändert hatte, dass eine Auftragskarte der Mitspielerin nicht mehr erfüllbar war.

Ob man unbewusst den Mitspielern bei ihren Auftragskarten hilft oder diese ebenso unbewusst behindert, weiss man wohl nur, wenn man alle davon auswendig kennt und jederzeit die Inseln überprüft, welche Aufträge dort jetzt wieviele Siegpunkte geben könnten. In einer Erstpartie unmöglich und für Folgepartien wäre mir das zu aufwändig und Spielspass raubend.

Erfrischend neu fand ich den Aktions-Zug-Mechanismum über den Rundkurs der Schiffe, die einzelne Aktionsfelder blockieren und die vorab gewählten Aktionen für die Mitspieler wieder möglich machen. Allerdings frage ich mich, ob man langfristig gezielt kontrollieren kann, wo und wann Rückstaus der Schiffe entstehen, die Aktionen blockieren oder arg teurer machen. Oder ob das in Folge des eigenen Zuges dann doch eher zufällig entsteht, weil man diese Dynamik selbst nicht vollständig überblickt. Eventuell ist das ja auch so gewollt.

Potential für Folgepartien hat Murano für mich definitiv. Das Spiel lässt einem enormen Freiraum, wie man seine Partie angeht. Ob zuerst Auftragskarten ziehen oder erstmal die Geldmaschine aufbauen oder lieber Siegpunkte durch Gebäudebau ansammeln. Zudem gibt es keine feste Rundenzahl und je nach Spielweise kann man das Ende forcieren oder eben auch herauszögern. Ein Sandkasten voller Möglichkeiten. Nur ob es am Ende nicht doch zu beliebig ist, weil die Mitspieler in Summe mehr zu den eigenen Auftragskarten beitragen können als man selbst, muss sich für mich noch zeigen.

Mitspielen jederzeit, aber selbst besitzen muss ich es zwingend nicht, da ich in diesem Wohlfühl-Genre von Pantheon bis Village ausreichend viele Alternativen im Spieleschrank habe. Aber eine klare Empfehlung, wer ein Spiel auf gehobenen Familienspiel-Niveau sucht, das einfach rund läuft.

Cu / Ralf


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