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Anno 1452

Verfasst: 29. April 2000, 21:47
von Tobias
Hallo ihr,
hat irgendjemand ne' Ahnung ob die nebenbei in der Anleitung erwähnte 5-Spielererweiterung überhaupt erscheint?
Ich warte schon eine ganze Weile, auch weil wir meißt mehr als 4 Leute zum Spielen sind.
(Is das so wild die Figuren für den 5ten zu fertigen und die paar Zeilen Regelergänzung zu verfassen? Hätte eigentlich auch gleich beim Spiel dabeisein können.)
Tobias

Anno 1452

Verfasst: 29. April 2000, 21:49
von Tobias
Ups meine URL war verkehrt.

Anno 1452: Wir können wohl nur hoffen ...

Verfasst: 30. April 2000, 09:40
von Gustav der Bär
... dass Piatinik diesen Hinweis tatsächlich wahr machen will.
Ich persönlich habe eher den Eindruck, dass die Geschichte etwas anders gelaufen ist: Vielleicht war es ursprünglich füf fünf Spieler bestimmt, dann hat auf der Geschäftsführersitzung jemand schnell ausgerechnet, dass man es für vier Spieler billiger produzieren aber genau so teuer verkaufen kann ...
... und dann musste nur noch ein armer Kerl in der Redaktion eine Begründung für das fünfte Feld auf dem Spielplan finden, weil der schon fertig produziert war.
Tatsächlich könnte man das Spiel ohne jede weitere Änderung auch zu fünft spielen, wenn man einen fünften Figurensatz hätte. Auf den Essener Spielertagen gibt´s immer einen Stand, auf dem diverse Pöppel und Counter angeboten werden. Wahrscheinlich ist ein Besuch dort die größte Chance, "Anno 1452" jemals zu fünft zu spielen! vermutet ...
... Gustav der Bär

re: Anno 1452: Wir können wohl nur hoffen ...

Verfasst: 30. April 2000, 11:52
von Matthias Staber
Hallo, Ihr redet über Anno 1552, als mache das Spiel Spaß. Das verleitet mich fast dazu, mein eigenes Exemplar, das nach einmaligem, unprickelndem Spielen im Regal verschwand, wieder hervorzukramen und dem Spiel eine zweite Chance zu geben. Deshalb meine Fragen: Was muß man beachten, damit Anno 1452 Spaß macht? Welche der Varianten sollte man implementieren, oder ist das Spiel gar mit den Grundregeln spaßig (Ich hatte nicht den Eindruck: König zu mächtig, Runde zu schnell vorbei, größere Gebiete lohnen nicht den Aufwand usw.)?
Matthias

re: Anno 1452: Wir können wohl nur hoffen ...

Verfasst: 1. Mai 2000, 00:50
von Tobias
Ich finde das Spiel deswegen witzig, gerade weil der König stark ist.
In diesem Fall ist nämlich wie so bei manch anderem Spiel der aktuell Letzte noch lange nicht aus dem Rennen.
(Tatsächlich gibt es manchmal jedoch gegen Ende des Spiels ein Ungleichgewicht durch die Söldner - vielleicht von Jahr zu Jahr weniger werden lassen?)
Das Auswürfeln, ob noch weitere Aktionsrunden stattfinden, fand ich anfangs etwas blöd, aber nach mehreren Spielen ist festzustellen, daß die Statistik stimmt: jede 2,5te Runde sind 3 Aktionsrunden dran und das ist meißt auch genug.
Im Übrigen finde ich das mit den vielen Würfeln und den unterschiedlichen Werten toll, wir nehmen immer verschiedenfarbene Würfel und dann: mit einem Schwung aufeinander los.
Tobias

re: Anno 1452: Wir können wohl nur hoffen ...

Verfasst: 1. Mai 2000, 00:51
von Tobias
P.S.: Ich hoffe der Bär hat nicht recht.
Sonst bastel ich mir die nämlich bald selbst.
Tobias

re: Anno 1452: Dass der schwächste zum König gewählt ...

Verfasst: 1. Mai 2000, 09:09
von Gustav der Bär
... wird, dadurch zusätzliche Stärke bekommt und auf einmal völlig andere Aspekte des "Reiches" beeinflussen kann, ist nicht nur von der Spielmechanik her interessant, sondern ausserdem ein gelungen simulierter historischer Aspekt.
Die Privilegien des Königs sind nicht stark genug, um ein Bündnis der anderen Spieler überrollen zu können - es ist aber immer eine willkommene Hilfe, um den Rückstand aufholen zu können und in der nächsten Runde sieht die Machtverteilung gleich ganz anders aus.
Das mit den verschiedenfarbigen Würfeln für Bauern, Bürger und Söldner machen wir genau so. Es verringert den "Verwaltungsaufwand", den man mit den im Spiel vorhandenen Würfeln bei Konflikten treiben müsste.
"Anno 1452" funktioniert am Besten in der "Experten-Variante". Wir haben noch verschiedene Kleinigkeiten probiert, z. B. Verhandlungen und Kartentausch in jeder Spielphase zuzulassen oder Karten nicht abwerfen sondern nur tauschen zu dürfen, aber nichts davon hat das Spiel nennenswert verbessert oder verschlechtert.
Das einzige, was wir gelegentlich ändern, ist das Auswürfeln der zusätzlichen Aktionsrunden wegzulassen und _immer_ drei Runden zuzulassen. Das ist auch ganz in Ordnung, denn wenn man einmal in die Spielwelt eingetaucht ist, kommt das Ende sowieso immer zu schnell.
Ist "Anno 1452" ein fesselndes Spiel? Auf jeden Fall spielt es immer wieder gern ...
... Gustav der Bär

Anno 1452: Kindbett

Verfasst: 1. Mai 2000, 13:41
von Marcel-André Casasola Merkle
Bei einer unserer Partien hatten wir ein Problem mit der Karte Kindbett und konnten uns nicht einigen, ob man damit eine Aktion, die ein Spieler gerade beginnen wollte abblocken kann oder nicht. Darf der Spieler seine Aktion noch machen und stirbt DANN seine Frau oder stirbt sie sofort?
Gruß, Marcel-André

re: Anno 1452: Kindbett

Verfasst: 1. Mai 2000, 15:16
von Tobias
Hi,
wir regeln das nach dem für uns spielübergreifenden Prinzip, daß aus dem Mittelerdekartenspiel (MECCG) stammt: Alle Reaktionen auf nacheinander eintretende Aktionen werden nach dem Ausspielen der letzten Reaktion von Hinten abgearbeitet; also:
Ankündigung der "Frauenaktion" (Aktion)
Kindbett (Reaktion)
Abarbeiten von hinten:
Kindbett ausführen - Frau stirbt und wird abgelegt.
Die Aktion der Frau wird vereitelt, da sie nicht mehr im Spiel ist.
Tobias

Kindbett: Ich bin zum selben Ergebnis gekommen, nur ...

Verfasst: 2. Mai 2000, 07:39
von Gustav der Bär
... durch Interpretation der "Anno 1452"-Regel:
Reaktionskarten sind dazu da, den Verlauf einer gegnerischen Aktion zu beeinflussen. So wirken sich alle Gefechts-Reaktionskarten auf die Wirksamkeit von Angriffs- und Verteidigungsmaßnahmen sofort aus, wenn sie ausgespielt werden.
Wenn es also das Wesen von Reaktionskarten ist, sofort auf den Gegner zu wirken, muss auch die "Kindbett"-Karte durch sofortige Wirkung den Gegner behindern:
"Mit Hilfe unserer geliebten Gattin Eleonore von Savoyen nehmen wir nunmehr das uns zustehende Recht zur Durchführung einer zusätzlichen Aktion in Anspruch."
"Sorry, deine Ellie ist grade hopsgegangen!"
Da aber die Simulation einer politischen Ehe funktionieren muss, muss es gleichzeitig eine Ausnahme geben: Die "Kindbett"-Karte kann einen Spieler nicht daran hindern, in den Genuss der Mitgift zu kommen. Die Dame kann logischeweise erst _nach_ Vollzug der Ehe im Kindbett sterben, und _durch_ den Vollzug hat der Mann den Anspruch auf die Mitgift bereits erworben.
Liebe Grüße
Gustav der Bär

re: Anno 1452

Verfasst: 2. Mai 2000, 09:17
von Henrik Schrader
Moin !!
Laut Piatnik soll die Erweiterung im Herbst kommen.
Hatten sie mir jedenfalls letzte Woche mitgeteilt.
Gruß Henrik

re: Anno 1452

Verfasst: 3. Mai 2000, 20:18
von Harald Ewald
Ciao Henrik,
hat man auch Angaben zum Umfang der Erweiterung gemacht - mehr Cards - möhr Äkschen oder so
all the best
Harald

Eine neue Regel zum Geldumlauf wäre wünschenswert ...

Verfasst: 3. Mai 2000, 21:14
von Gustav der Bär
... denn so, wie es im Moment ist, hat jeder spätestens nach der zweiten Ergebnisrunde mehr Geld, als er das ganze Spiel über ausgeben kann.
Fazit: Alle Karten "Sondersteuer" werden witzlos, die Mädels mit rein finanzieller Mitgift haben nicht die leiseste Chance, jemals unter die Haube zu kommen und am schlimmsten: Keiner kann seine Mitspieler bestechen oder ihnen irgendwas ab- oder verkaufen. Dabei würde sich gerade das wünschen der auf dem historischen Boden der Fugger lebende ...
... Gustav der Bär

re: Eine neue Regel zum Geldumlauf wäre wünschenswert ...

Verfasst: 3. Mai 2000, 21:40
von Matthias Staber
>... denn so, wie es im Moment ist, hat jeder spätestens nach der zweiten Ergebnisrunde mehr Geld, als er das ganze Spiel über ausgeben kann.<
Hallo, die faq bei den Westbank-gamers schlägt unter der Rubrik "money is too plentiful" folgendes vor (Ich habs aber noch nicht ausprobiert):
-Anfangsprestige: 5
-Besitzsteineinkommen: 2 Gold
-reduziertes Besitzsteineinkommen: 0 Gold
-2 Bürger: 1 Gold
-Bürgerkosten: 2 Gold
-1 Stadt: 1 Gold
-Anfangsgeld: 20 Gold
-Heiratskarten:
Jutta:10 Gold
Johanna:10 Gold
Liselotte:15 Gold
Gertrud: 20 Gold
Außerdem wird vorgeschlagen, den Besitz größerer Territorien besser zu vergüten, nach folgendem Schema:
Maximale Anzahl der Besitzsteine: Einkommen des Territoriums:
2:1 Gold
3:1 Gold
4:2 Gold
5:2 Gold
6:3 Gold
Zusammen mit den Regeln, mit 1 Würfel zu bestimmen, ob es eine zweite Runde gibt, und mit 2 Würfeln die dritte, und der verminderten Prestige-Regel, wenn ein König über mehrere Runden am Drücker ist, hören sich diese Varianten nicht schlecht an. Ich habs aber, wie gesagt, noch nicht probiert, da ich einige Spiele im Schrank habe, die funktionieren, ohne daß ich an den Regeln rumfummeln muß.
Gruß.
Matthias

Danke für den Tipp! Er hört sich ...

Verfasst: 3. Mai 2000, 23:04
von Gustav der Bär
... vielversprechend an. Ich werde ihn bei nächster Gelegenheit ausprobieren und Bericht erstatten.
Liebe Grüße
Gustav der Bär

re: Anno 1452

Verfasst: 4. Mai 2000, 15:31
von Henrik Schrader
Hi !
Leider haben die nicht sehr viel geschrieben, nur das ene Erweiterung kommen soll.
Wenn einer schon mal versucht hat mit Piatnik per E-Mail in Konntakt zu treten weiß das das schon viel ist ( das zum Service ).
Ich binn mal gespannt .
Hernik

re: Kindbett: Ich bin zum selben Ergebnis gekommen, nur ...

Verfasst: 9. Mai 2000, 12:30
von Volker L.
Interessant. Ich habe 1452 erst einmal gespielt (mangels
Gelegenheit), und da wurde das Kindbett hauptsaechlich
dazu benutzt, die eigene Ehefrau ueber den Jordan zu
schicken, um in derselben Spielrunde danach eine zweite
heiraten und auch ihre Mitgift einstreichen zu koennen.
Schliesslich sind soviele Frauen im Spiel, dass man fast
immer mehrere davon auf der Hand hat
- oder sollte es an der Hand heissen? :-)))
Gruss, Volker