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Kinderspiel des Jahres - nur was für Erwachsene?

Verfasst: 9. Oktober 2000, 14:18
von KaStMaKa
Ab dem nächsten Jahr will die "Jury" regelmäßig das "Kinderspiel des Jahres" küren...
Ist ja auch ganz löblich, nur habe ich mitbekommen, dass eine der Kriterien sein soll, dass es sowohl Kindern als auch Erwachsenen Spass macht. Also quasi ein Familienspiel?
Aber haben wir nicht schon ein "Familienspiel" das jedes Jahr gekürt wird. Sollte ein Kinderspiel nicht hauptsächlich Kindern spass machen? Und kann man nicht davon ausgehen, dass Spiele die 3 - 5 jährigen spass machen, Erwachsene eher langweilt? Ist es deshalb ein schlechtes Kinderspiel? Es soll sich um ein anspruchsvolles Kinderspiel handeln (ich nehme mal an, das beginnt so ab 6 Jahren).
Ich bin der Meinung, dass wir nicht noch ein "Spiel des Jahres" brauchen, dass für die Familie gedacht ist. Vielmehr sollte wirklich ein Spiel gekürt werden, dass einzig Kindern spass macht. Erwachsene sollten hierbei kein Kriterium sein (was natürlich nicht ausschließt, dass das Spielauch Erwachsenen spass machen kann).
Und wer soll diese Speile den Bewerten? Erwachsene können oft nicht nachvollziehen, was Kindern spass macht? Diese können sich oft mit den simpelsten Spielprinzipien köstlich amüsieren. Brauchen wir dann nicht auch eine Kinderjury?
Was ist Eure Meinung?
Gruß
KaStMaKa

re: Kinderspiel des Jahres - nur was für Erwachsene?

Verfasst: 9. Oktober 2000, 14:33
von In
Kinderspiel - auch für Erwachsene...
...ich interpretiere das so:
Das "Kinderspiel des Jahres" dürfte zunächjst einmal für Kinder gemacht sein. Damit Erwachsene das Spiel MIT ihren Kindern spielen, wäre es doch schön, wenn es den "großen Kindern" auch gefällt. Wenn das Spiel dann plötzlich in einer Erwachsenen-Runde auftaucht, ist das doch nur ein schöner Nebeneffekt.
Was ist daran aber schlimm? Ich kann nichts erkennen.
Ein "Spiel des Jahres" für Kinder ist also gerechtfertigtm, wenn sich das normale "Spiel des Jahres" auschließlich komplexere Spiele für Erwachsene vorbehält!
Cu, Ingo

re: Kinderspiel des Jahres - nur was für Erwachsene?

Verfasst: 9. Oktober 2000, 16:14
von Edwin Ruschitzka
Sehr gut, lieber Ingo, dem gibt es kaum etwas hinzuzufügen.
Das "Kinderspiel des Jahres" soll künftig ruhig noch etwas anspruchsvoller werden. Keine x-ten Memory- oder Farbwürfel-Varianten, sondern Spiele wie "Ringel-Rangel", "Kayanak" oder "Arbos" - um ein paar Produkte aus der Vergangenheit zu nennen, die wir mit dem "Sonderpreis Kinderspiel" ausgezeichnet haben. Wenn jüngere und ältere Kinder, vielleicht auch noch mit Erwachsenen spielen und gleichermaßen Spaß haben - bitteschön, dann ist unser Ziel erreicht. Bei den zuvor genannten Spielen hab' jedenfalls ich die Erfahrung gemacht, dass Kinder (ältere und jüngere) und Erwachsene mit dem gleichen Eifer bei der Sache sind.
Hand auf's Herz: Der Hauptpreis ist in den vergangenen Jahren zum Teil recht komplex und kopflastig geworden. Das geht auch völlig in Ordnung, denn: Jede Zeit hat ihre Spiele. Aber: Der gestiegene Anspruch hat das Einstiegsalter nach oben geschraubt. Welcher 8- oder 9-Jährige hält bei "El Grande", "Tikal" oder "Torres" noch ohne Hilfe mit?
Das "Kinderspiel des Jahres" soll ein Angebot an die 4- bis 8-Jährigen sein. Diese Altersgruppe muss wieder für Brett- und Kartenspiele begeistert werden. Von einem zweiten Hauptpreis, wie mancher jetzt schon wieder unkt, kann überhaupt keine Rede sein.
Wie wir das mit dem "Kinderspiel des Jahres" künftig bewerkstelligen wollen, ist übrigens in den letzten Ausgabe der Spielbox nachzulesen...