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keiner schreibt ueber attila

Verfasst: 1. November 2000, 19:41
von andreas haun
moin.
hat denn noch keiner eine meinung zu attila ?
andreas

re: keiner schreibt ueber attila

Verfasst: 1. November 2000, 21:16
von Manfred
Habe es selbst noch nicht gespielt, aber nur Gutes darüber gehört.

re: keiner schreibt ueber attila

Verfasst: 1. November 2000, 21:21
von Bernd
Hallo Andreas,
ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, was ich von Attila halten soll. Einerseits ist es eins von den Spielen bei denen man auf einer Wertungstafel in verschiedenen Rubriken möglichst gut darstehen muß. Auch ist gerade am Anfang noch nicht klar, in welche Provinzen man die Figuren setzen muß. Andererseits werden die Sprünge, die man auf der Wertungstafel macht, im Laufe des Spiels größer, und auch das Platzieren der Figuren wird interessanter, je voller das Brett wird.
Es ist auf keinen Fall ein Spiel, das mich auf Anhieb begeistert hat, ist aber anscheinend auch nicht schlecht.
Bernd

re: keiner schreibt ueber attila

Verfasst: 1. November 2000, 21:24
von Martin Baer
Wir haben es, haben es auch bereits gespielt (in Essen) und festgestellt, daß "Kalle" Schmiel Gutes abgeliefert hat, wenn auch die Komponenten vertraut erscheinen. Zwischenwertungen, jeder kann jedes Volk bewegen, Einflußnahme und Konfliktzuspitzung in besonderen Regionen (man achte auf die "Versiegelung" durch Befriedung) sind alles keine so neuen Teile, aber in Summe ist es ein gutes Spiel. Im übrigen ist das Preis / Leistungsverhältnis ein echter Maßstab für andere Verlage ...

re: keiner schreibt ueber attila

Verfasst: 1. November 2000, 21:55
von Gerhard Passler
Hallo Andreas,
ich habe Attila in Essen probegespielt und habe es mir auch gleich gekauft. Attila hat zwar nichts absolut Neues zu bieten, ist aber trotzdem reizvoll und die Spielzeit beträgt, wenn ich mich richtig erinnere, nur knapp eine Stunde. Mein Tip: kaufen, kaufen, kaufen!
Viele Grüße
Gerhard

Attila-"Enttäuschung des Jahres"?

Verfasst: 1. November 2000, 22:53
von Helmut
Hallo,
in der Newsgroup Brett+Karten schreibt Michael Stubenrauch über Atilla als seiner "Enttäuschung des Jahres". Ich selbst hab's noch nicht gespielt und kann nichts dazu sagen.
Gruß
Helmut

re: Attila-"Enttäuschung des Jahres"?

Verfasst: 1. November 2000, 23:30
von Uwe Hackenberg
Natürlich alles eine Frage der Erwartungshaltung. Wer auf ein komplexes Schmiel-Spiel in Richtung Macher/Lieber bayrisch sterben hofft, wird enttäuscht werden. Attila ist wie schon beschrieben ein flottes Spiel, das vertraute Elemente neu mischt. Habe es in Essen gespielt, hat mir gefallen, habs gekauft. Mehr Komplexetät gefällt mir zwar auch besser, reduziert aber inzwischen sehr für mich die Wahrscheinlichkeit, Zeit und Spielrunde zusammenzubekommen.
Grüsse Uwe

re: keiner schreibt ueber attila

Verfasst: 2. November 2000, 08:00
von Michael Andersch
Nach bisher dreimaligem Spielen bin ich mir über Attila auch noch nicht sicher, denn es krankt meiner Meinung nach etwas am "Carolus Magnus"-Effekt:
Mittels Spielkarten bringe ich Völker ins Spiel bzw. stärke diese, um bei einer Wertung maximale Punktzahl zu erreichen. Leider kann es mir passieren, daß ich von Völkern, in die ich bereits investiert habe keine Karten mehr nachziehe, wodurch ich keine Chance habe den Mitspielern die Mehrheitsübernahme an "meinem" Volk zu verwehren.
Wir haben Kalle Schmiel in Essen darauf angesprochen, woraufhin er uns einige taktische Tips gegeben hat, welche zwar an sich gut und schön waren, aber auch hier galt: ohne die richtigen Karten geht halt nur wenig...
Daher haben wir mal ausprobiert, anstelle des Nachziehens einer Karte vom verdeckten Nachziehstapel noch die obersten zwei Karten offenzulegen (wie bei Kardinal und König), sodaß man immer aus drei Karten auswählen kann und auch sieht, worauf's die Mitspieler demnächst wohl abgesehen haben werden...
Mit dieser Variante fanden wir's ein super Spiel! Keine bahnbrechend neuen Mechanismen zwar, aber trotzdem sehr gut.
Gruß,
Micha

re: Attila-"Enttäuschung des Jahres"?

Verfasst: 2. November 2000, 09:01
von Peter Nowak
Hallo,
Auch wir haben Attila in Essen ausprobiert und festgestellt, dass das Spiel vom Mechanismus her interressant ist und gut funktioniert.
Ein Nachteil ist leider, dass die Farben der Völker und die Farben der Spieler zum Teil gleich sind. Das verwirrt und führt leicht dazu, dass die falschen Einflusssteine auf der Tabelle noch vorne gezogen werden.

re: keiner schreibt ueber attila

Verfasst: 2. November 2000, 09:49
von Volker K.
Hallo Micha,
als Erweiterung zu diesem Vorschlag, würde ich noch die Joker-Regelung aus Kardinal und König hinzunehmen: Mit drei (oder etwas strenger mit vier) gleichen Karten darf man eine beliebige Völkerfigur einsetzen.
Gruß Volker

re: keiner schreibt ueber attila

Verfasst: 2. November 2000, 12:07
von Holger Kiesel
Mit dieser Variante (2 offenliegende Karten zur Auswahl) ist Attila gar nicht so schlecht!
Muß man die Karten vom verdeckten Stapel ziehen ist mir der Glücksfaktor (ziehe ich die richtigen Karten isses gut!) eindeutig zu hoch!
Außerdem ist mir aufgefallen, daß man mehr auf die Wertungsleiste schaut (um seinen nächsten Zug zu planen) als auf den optisch recht schönen Spielplan.

Farbgleichheit

Verfasst: 2. November 2000, 13:05
von Volker L.
Auch ich habe Attila in Essen probegespielt und fand
es - im Gegensatz zu meinen Mitspielern - recht gut.
Das groesste Problem ist m.E. die Farbgebung. Die 6
Voelker haben die Farben rot, gelb, gruen, blau, grau
und schwarz, die Wertungssteine der Spieler haben die
Farben rot, gelb, gruen, blau und weiss. Das fuehrt
dann oefter zu Situationen wie "den blauen Stein auf
der gruenen Leiste ein Feld rauf, nicht den gruenen
Stein auf der blauen Leiste!"
Ich lasse mir Attila zu Weihnachten schenken und werde
spaetestens naechstes Jahr in Essen zu einem der beiden
Staende mit Spiele-Zubehoehr gehen und mir je 7
Wertungssteine in rosa, lila, orange und braun kaufen.
Gruss, Volker

re: Farbgleichheit

Verfasst: 2. November 2000, 21:04
von Willi
Ich hab Attila in Essen erklärt und das erste, was uns Demonstratoren aufgefallen ist, ist die Verwirrung, die durch die Farbgleichheit der Völker und Spieler entsteht.
Vielleicht kann man den farbigen steinen der Spieler Symbole geben (schwert, schild, Pferd usw.)
Das einzige Problem dürfte sein, diese Symbole in der passenden Größe zum Aufkleben zu finden
Spielerische grüße
Willi

re: keiner schreibt ueber attila

Verfasst: 2. November 2000, 22:35
von Tobias
Ich habe eine etwas andere Erfahrung mit Attila gemacht:
Die Pläne die geschmiedet wurden, hingen von den Karten, die man gezogen hat ab, vereitelten jedoch nur kurzfristige Überlegungen. Das vielgleisige Fahren mit verschiedenen Völkern und das geschickte Einsetzen der Joker liessen einige Strategien zu.
(Die unerwartete Übernahme eines Volkes durch den 2-Hoch-Joker und einem danach erzwungenen Jahrhundertswechsel oder das gezielte Spielen auf die 2. Plätze, indem man das Volk weit verstreut und den Spieler auf dem 1. Platz damit als Verbündeten gewinnt.)
Ich werde Deine Variante vielleicht mal testen (wenn ich das Spiel denn irgendwann gekauft haben werden), aber bei den Partien in Essen schien mir diese nicht notwendig zu sein.
Tobias

re: keiner schreibt ueber attila

Verfasst: 3. November 2000, 07:39
von Michael Andersch
"...das gezielte Spielen auf die 2. Plätze, indem man das Volk weit verstreut und den Spieler auf dem 1. Platz damit als Verbündeten gewinnt."
Das verstehe ich nicht. Als Spieler auf dem ersten Platz eines Volkes ist es mir völlig egal, wer bei diesem Volk zweiter wird, solange mir dieser Spieler in der Gesamtwertung nicht gefährlich wird. Ich würde außerdem auch versuchen, die Figuren dieses Volkes so geballt wie möglich einzusetzen, um Punktemäßig einen großen Abstand zum Zweiten herausspielen zu können.
Oder habe ich Dich da mißverstanden?
Gruß,
Micha

re: keiner schreibt ueber attila

Verfasst: 3. November 2000, 08:53
von Bernd
Hallo Michael,
wenn Tobis als Zweitplazierter ein Volk "streut", legt er damit Grundsteine dieses Volkes in verschiedenen Provinzen, die der Erstplazierte dann ausbauen kann. Jeder Spielstein den Tobias legt, bringt auch dem Erstplazierten einen Punkt, der dann weitere Steine in die Provinz legen kann, wovon Tobias dann nichts hat. Ob man da von Bündnis reden kann, und ob eine solche Vorgehensweise sinnvoll ist, weiß ich bisher noch nicht.
Bernd

re: Attila-"Enttäuschung des Jahres"?

Verfasst: 3. November 2000, 09:34
von Ingo Kasprzak
Auch meine einzige Kritik an Attila sind die Farben! Da die Truppen nichts mit den Spielerfarben zu tun haben, hätte man hier unterschiedliche Farben nehmen sollen. Ich bin mir aber auch gleichzeitig bewusst, daß das Spiel dann bestimmt teurer geworden wäre.
Aber man kann ja die Spielsteine aus anderen Spielen verwenden, z.B. Carolus Magnus oder El Grande haben auch alle so schöne Würfel (wobei ich jetzt nicht aus dem Kopf weiss, ob das nicht zufällig dieselben Farben waren).
Ansonsten halte ich Attila für ein ausgewogenes, kurzweiliges Spiel mit geringem Glücksmoment. Das Glück spielt nämlich nur eine untergeordnete Rolle, da man auch "ungünstige" Farbkarten prima zum "Mitspieler ärgern" benutzen kann. Einfach irgendwo reinsetzen, wo es dann zu einem Konflikt kommt, der für die Mitspieler nicht unbedingt vorteilhaft ausgeht...:-) Ich hatte z.B. bereits zweimal das Glück, einem Mitspieler 5 Punkte auf einen Schlag zu klauen, weil in einer Region 3 Steine einer Farbe standen. Ich habe hier dann auf 5 erhöht (einfach auf Einfluß verzichtet), wodurch es zum Konflikt kommt. Und die Regel sagt auf der letzten Seite, daß ALLE aus der Region fliegen, wenn alle Spielsteine einer Farbe sind :-)
Ansonsten kann man ja noch einmal im Spiel eine beliebige Anzahl Karten eintauschen und es gilt wie immer: Auch die anderen Spieler ziehen nicht immer die Creme de la Creme.
Also, ein sehr schönes Spiel, trotz bekannter Spielmechanismen (was ich sowieso nie kritisiere, wenn das Spiel Spaß macht).
Cu, Ingo

re: keiner schreibt ueber attila

Verfasst: 3. November 2000, 09:37
von Michael Andersch
Ja, so sehe ich das eigentlich auch!
Gruß,
Micha

re: Attila-"Enttuschung des Jahres"?

Verfasst: 3. November 2000, 13:11
von Volker L.
> Und die Regel sagt auf der letzten Seite, daß ALLE aus
> der Region fliegen, wenn alle Spielsteine einer Farbe
> sind :-)
Stand das wirklich so da? Wir hatten einen der
Erklaerer gefragt, und der meinte, es sei verboten,
5 Steine derselben Farbe in ein Gebiet zu stellen. Ich
weiss, dass in den Regeln steht, dass durch einen
Konflikt ein Gebiet voellig leer werden kann, aber das
bezog sich auf den Fall, dass alle vertretenen Voelker
gleich stark sind (z.B. 3 Steine und 3 Karten vs.
2 Steine und 4 Karten).
Gruss, Volker

re: Attila-"Enttuschung des Jahres"?

Verfasst: 3. November 2000, 13:15
von Michael Andersch
Das steht da so. Daß keine 5 Steine derselben Farbe in einem Feld stehen dürfen sollen ist mir dagegen neu...
In der Regel steht das meiner Meinung nach nicht, vielleicht habe ich aber auch was übersehen.
Gruß,
Micha

re: Attila-"Enttäuschung des Jahres"?

Verfasst: 3. November 2000, 13:38
von Ingo Kasprzak
Ja, es steht so da. Definitiv.
Es ist demnach auch erlaubt, nur Spielsteine einer Farbe reinzusetzen.
Da hat wohl Euer Erklärer die Regeln zu seinen Gunsten schnell neu ausgelegt, um nicht so viee Punkte zu verlieren ;-)
Cu, Ingo

re: Attila-"Enttuschung des Jahres"?

Verfasst: 3. November 2000, 14:04
von Volker L.
> Da hat wohl Euer Erklärer die Regeln zu seinen Gunsten
> schnell neu ausgelegt, um nicht so viee Punkte
> zu verlieren ;-)
Der hatte gar nicht mitgespielt, wir waren auch so
schon 5 Leute. Als die Frage aufkam, haben wir sie
beim hektischen Blaettern nicht gefunden (man will
ja auch nicht ewig unterbrechen) und einen der
herumlaufenden Erklaerer mal kurz an unseren Tisch
geholt. Offenbar hatte man IHM das auch nicht richtig
erklaert.
Ueberhaupt ist das mir den Erklaerern auch immer ein
Gluecksspiel (mehrdeutigkeit beabsichtigt): Man merkt
erst hinterher, ob es besser oder schlechter gewesen
waere, statt sich das Spiel erklaeren zu lassen die
Regeln laut vorzulesen.
Gruss, Volker

Attila - 5-Steine-Regel

Verfasst: 3. November 2000, 19:38
von Roman
Hi,
>Ja, es steht so da. Definitiv.
Es ist demnach auch erlaubt, nur Spielsteine einer Farbe reinzusetzen.<
Die Regel schliesst das nicht aus, aber auch uns wurde erklärt, dass man nicht 5 Steine einer Farbe reinsetzen dürfe.
>Da hat wohl Euer Erklärer die Regeln zu seinen Gunsten schnell neu
ausgelegt, um nicht so viee Punkte zu verlieren ;-)<
Man sollte vielleicht wirklich so spielen, dass man nicht 5 gleicher Farbe reinsetzen darf, ich finde, so ein Geschehen macht es manchen Zeitgenossen zu leicht, anderen 4 Punkte abzunehmen. Wir spielen es jedenfalls trotz der Regel so, uns hat das mutwillige "Weghauen" der 4 gleichfarbigen Steine nicht behagt.
Ciao,
Roman

re: keiner schreibt ueber attila

Verfasst: 3. November 2000, 23:23
von Tobias
Ok, das mit dem Verbündeten ist schlecht formuliert.
Ich hatte lediglich folgendes im Sinn:
Der 1. und der 2. haben an diesem Volk Interesse (sie bekommen schließlich die Punkte).
Bei Konflikten ist der 2. meiner Meinung nach sogar in der stärkeren Position, denn für ihn geht es um einen Punkt, für den 1. meißtens um mehr.
Tobias

re: Attila-"Enttäuschung des Jahres"?

Verfasst: 5. November 2000, 21:45
von Michael Stubenrauch
Hi Leute
Meine Bewertung ist natürlich absolut subjektiv gewesen! Vielleicht war es auch etwas krass ausgedrückt.
Das ändert aber nicht an meiner Meinung, daß ich von Atilla ( Anhand der wirklich schönen Aufmachung des Spieles )einfach mehr erwartet habe.
Ciao
Michael Stubenrauch