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Ebbe & Flut - Taktikfragen

Verfasst: 25. November 2000, 03:23
von Roman Pelek
Hallo,
wir haben uns heute abend mal mit "Ebbe & Flut" zu zweit vergnügt. Nachdem die Regel durch nicht vorhandene Beispiele und spärliche Übersichtskärtchen ("Parlez vouz francais" - "Ach nee, hier ist auch ne englische, moment, hier die deutsche...", "Hm, jetzt drehen wir den Spielaufbau um neunzig Grad, dann können wir anfangen") so langsam uns die Logik des Spiel einflösste, spielte sich das Spiel für uns reichlich glücksabhängig und sinnentleert. Sicher, die Regeln sind, einmal verstanden, klar und logisch, funktionieren auch. Nur: die Taktik war mir nicht klar. Ich habe zweimal deutlichst (13:6, 6:2) gegen meine Freundin verloren, und wenn ich das Geschehen so betrachtete, hatte ich das Gefühl, dass sie immer die passenderen Karten zu Beginn zog, sich so weiter ausbreiten konnte und damit quasi jede nachfolgende Karte "passte", damit sie sich in Richtung meiner Karten bewegen konnte. Dies hatte zur Folge, dass meine spärliche Anfangsausbreitung durch Überdecken noch mehr geschmälert wurde, so dass ich kaum noch Karten zum Bewegen motivieren konnte.
Meine Frage: ist es dumm gelaufen, ist es immer so, oder: habe ich mich einfach nur dümmstmöglichst angestellt? Nachdem ich immer mehr das Phänomen beobachte, dass manche Spiele manchen Spielern scheinbar "von Geburt an" liegen, und anderen nicht, frage ich mich nun ernsthaft, ob ich die Denkweise nicht verstehe oder das unglücklicher Spielverlauf war. Meine Freundin jedenfalls konnte mir nicht beanworten, warum sie wie gespielt und gewonnen hat...
Ich jedenfalls fand's frustrierend und habe nicht einen Ansatz zur Verbesserung meiner Strategie gesehn - obwohl ich im zweiten Spiel auch bewusst auf das Vorgehen meiner Freundin geachtet habe.
Ciao,
Roman

re: Ebbe & Flut - Taktikfragen

Verfasst: 25. November 2000, 09:25
von Jörg Behl
Hallo Roman,
ich finde Ebbe&Flut auch recht glücksabhängig. Wenn man am Anfang nicht die richtigen Karten bekommt, dauert es erstmal bis man von den Startfeldern wegkommt.
Um das Glücksmoment etwas zu verkleinern haben wir uns darauf geeinigt, dass man von den 5 Nachziehstapeln immer die obersten Karten aufdeckt. Davon kann man sich dann eine zum Anlegen auswählen.
Man sollte sich dann natürlich darauf einigen, dass man nach einer bestimmten Zeit eine Karte gewählt haben sollte. Mit "Langüberlegern" ist diese Variante nicht zu empfehlen.
Ciao
Jörg

re: Ebbe & Flut - Taktikfragen

Verfasst: 25. November 2000, 09:45
von RoGo
Man kann ja die Anzahl der offenen Stapel reduzieren,
die (falls ich die Regel richtig verstanden habe) eh nur als Marker für die Spalten dienen.
Gruß
Roland

re: Ebbe & Flut - Taktikfragen

Verfasst: 27. November 2000, 12:52
von Das Wiesel
Hi Roman,
es stimmt schon, dass das Spiel recht glücksabhängig ist, doch es gibt so ein paar Stolperfallen, die man möglichst vermeiden kann:
a) man sollte möglichst wenig eigene Karten übereinander Stapeln
b) man sollte möglichst viele Karten des Gegners mit eigenen überdecken um die Bewegungen einzuschränken.
Mehr Taktik gibt's glaub' ich auch schon nicht mehr. Ich finde das Spiel trotzdem recht spaßig.
Gruß
Das Wiesel