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Cartagena

Verfasst: 4. Dezember 2000, 13:14
von Ralf Bielenberg
Hallo,
im Spielearchiv wird das Spiel "Cartagena" recht unterschiedlich bewertet, darum meine Frage an die Forums-Besucher: Wie gross ist die Motivation, Cartagena öfter auf den Tisch zu bringen? Ist es "nur" ein Lückenfüller oder Absacker zum Abschluss eines Spieleabends? Wie strategisch ist die dafür vorgesehene Variante und wie gut lässt es sich zu zweit spielen?
Gruss
Ralf Bielenberg (am vergangenen Wochenende im Carcassonne-Fieber)

re: Cartagena

Verfasst: 4. Dezember 2000, 13:37
von Roman Pelek
Hi Ralf,
>im Spielearchiv wird das Spiel "Cartagena" recht unterschiedlich bewertet, darum meine
Frage an die Forums-Besucher: Wie gross ist die Motivation, Cartagena öfter auf den Tisch
zu bringen? Ist es "nur" ein Lückenfüller oder Absacker zum Abschluss eines
Spieleabends?<
Wir haben Cartagena seit der Messe vielleicht 8-9x gespielt, davon halt auch öfter 2x hintereinander (Revanche). In unseren Gelegenheitsspielerrunden bzw. in der Familie kam es gut an, dabei wird's halt aufgrund der Spieldauer eher nochmal nach einem größeren Spiel gespielt. Oder man macht gleich einen Spieleabend nur mit kleinen Spielen, wie wir öfter (z.B. Carcassonne, Drachendalte & Cartagena). Wenn die Zeit knapp ist, ist das Spiel auf jeden Fall empfehlenswert; wir haben allerdings bisher nur zu 4 oder 5 gespielt, so dass ich die strategische 2-Spielervariante nicht beurteilen kann - in den größeren Runden haben wir sie vermieden, um nicht unnötige Wartezeiten reinzubringen, ausserdem gibt's bei großer Spielertzahl eh schon genug Entscheidungsmöglichkeiten und Überlegungen. Zudem wird das Spiel so für Gelegenheitsspieler leichter zugänglich und ist in 5 Minuten erklärt & aufgebaut.
Ich finde das Spiel als unterhaltsame halbe Stunde für 4-5 Spieler gut - ist also wirklich eher als Einstieg oder Absacker zu gebrauchen. Oder im Familienspieleabend neben anderen kleineren Spielen. Nur der Preis ist angesichts des Materials zu hoch.
Ciao,
Roman

re: Cartagena -Strategische Variante bevorzugt

Verfasst: 4. Dezember 2000, 15:23
von Uwe Hackenberg
Nur kurz eine Anmerkung: hier im Forum wird meistens die Glücksbetonte Variante bevorzugt und die strategische auf kleine Gruppen (2-3) begrenzt gesehen. Meine Erfahrung nach spricht nichts sondern viel für eine Verwendung der offenen Variante auch bei mehr Spielern. Das ist genauso schnell erläutert, gibt einen etwas mehr Einfluss und bringt so manchen netten Ärgermoment.Und von meinen Mitspielern hat sich noch keiner beschwert, die offene Variante sei zu anspruchsvoll/kompliziert.

re: Cartagena -Strategische Variante bevorzugt

Verfasst: 4. Dezember 2000, 15:37
von Michael Andersch
Stimmt. Aber es dauert zu lange (mir zumindest) bis man wieder dran kommt, weil das Basteln des optimalen Zuges länger dauert als sonst.
Micha (mag nicht warten und ist deshalb auch von Java und Tikal angeödet)

re: Cartagena

Verfasst: 4. Dezember 2000, 16:04
von Ralf Bielenberg
Hi Roman,
vielen Dank für Deine prompte Antwort, die ziemlich genau meine Erwartungen traf. Werde Cartagena nun doch in meinen Weihnachtswunschzettel einbauen.
Gruss
Ralf

re: Cartagena -Strategische Variante bevorzugt

Verfasst: 4. Dezember 2000, 16:10
von Ralf Bielenberg
Hi Uwe,
werd ich natürlich, wenn ich´s denn mal selber besitzen sollte, auch ausprobieren. Bin aber genau wie Michael kein Freund langer Wartezeiten, in denen die Mitspieler ihre Züge zu optimieren versuchen (Bitte jetzt keine neue Diskussion über Teeuhren anregen)
Danke
Ralf (meistens ungeduldig auf dem Stuhl rumrutschend während andere denken)

re: Cartagena -Strategische Variante bevorzugt

Verfasst: 5. Dezember 2000, 15:46
von Uwe Hackenberg
OK, zugegeben, wenn man natürlich mit Leuten spielt, die in jedem Zug die optimale Lösung mit Schachvergleichbarer Denkdauer und -intensität suchen, dann sollte man zuviele Entscheidungsmöglichkeiten begrenzen. Ich kenne aber ausreichend Mitspieler, die flott denken und entscheiden können. Dann machts richtig Spass.