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Herr der Ringe

Verfasst: 1. Februar 2001, 10:11
von Heiko Gabriel
Fasziniert von diesem fantastischen Spiel sind wir schon mehrere Tage. Mit der Weile werden die letzten Details verständlich. Aber eine einzige Sonderkarte nämlich die GOLUM S-Karte ist uns nicht 100%-ig klar - welche Bedeutung hat das Würfelsymbol neben der drei Joker-Symbolen auf der Karte?
Eine Antwort ist gern willkommen.
Heiko.

re: Herr der Ringe

Verfasst: 1. Februar 2001, 10:13
von Ingo Kasprzak
Hallo Heiko!
Die Bedeutung der Sonderkarte ist einfach:
Wenn Du die Karte ausspielst, musst Du würfeln.
Ciao, Kakao,
Ingo

re: Herr der Ringe [Ergänzung]

Verfasst: 1. Februar 2001, 10:15
von Ingo Kasprzak
Achso:
Und Du darfst natürlich auf einer beliebigen Leiste 3 Felder vorgehen.
Ciao, Kakao,
Ingo

re: Herr der Ringe

Verfasst: 1. Februar 2001, 13:34
von Wolfgang Ditt
Falls weitere Fragen auftauchen sollten findest Du unter der obigen URL die FAQs zu "Herr der Ringe"
Grüße von der Spielwarenmesse
Wolfgang

re: Herr der Ringe ?

Verfasst: 2. Februar 2001, 16:42
von Niccolo
Hallo,
Bitte kannst du, oder gerne auch jeder andere, mir erläutern, was an diesem Spiel die fantastische Faszination ausmacht?
Bis jetzt ist es für mich ein Spiel, wo man zu mehrt sich auf einer Spielbrettseite zusammen setzt - am besten einer allein die Karten hält - und mechanisch sich von der Mechanik des Spieles (?) die Zeit vertreiben lässt --- wo "irr" ich mich da?
Besten Dank i.v.
*ansichselbstbaldzweifelnddasichgenugfindendieHdRalsSpielbezeichnen*
Niccolo

re: Herr der Ringe ?

Verfasst: 3. Februar 2001, 15:22
von Marc Figel
Der Herr der Ringe fordert von jedem Spieler 3
Grundvoraussetzungen:
1. Er muß Fantasy mögen.
2. Er muß kooperativ spielen können.
3. Ihn darf es nicht stören, wenn der Gegner nicht am Tisch sitzt sondern seine Stärke Ergebnis des Schiksals
und des Gruppenverhaltens ist.
Außerdem sollte man jede Partie DHdR als "Abenteuer" sehen. Sich darauf einlassen, sich nicht auf die nächsten 5 Ergeinise vorbereiten, sondern aus dem Bauch heraus entscheiden.
Mir gefällt das Spiel unheimlich gut.
Es polarisiert aber sehr stark.
Es gibt Freunde oder Gegner des Spiels. Dazwischen ist wenig.

re: Herr der Ringe ?

Verfasst: 3. Februar 2001, 19:18
von Niccolo
Hallo Marc und Danke für die Antwort :-)
Vorneweg - es liegt nicht in meiner Absicht ein Spiel madig zu quatschen. Wenn's mir nicht gefällt, brauch ich es ja nicht zu spielen.
Warum ich mich da bei HdR so hinhänge - ich kann verstehen, daß z.B. "La Citta" wem gefällt, wenn auch mir nicht. Bei HdR fehlt es mir an der Fantasie, was einen da begeistern kann...
> Der Herr der Ringe fordert von jedem Spieler 3
> Grundvoraussetzungen:
Na mal gucken :-)
> 1. Er muß Fantasy mögen.
Tu ich ansich. Ich kann zwar mit Warhammer u.ä. jener Tabletop-Gattung wenig anfangen, aber sonst mag ich dieses Genre durchaus.
> 2. Er muß kooperativ spielen können.
Denk ich schon, daß ich das kann... aber hier sind wir bei dem einen dicken Punkt, wo ich bei HdR das 'miteinander spielen' nicht begreif:
Es bringt mir nichts, wenn ich nicht kooperativ spiele.
Sprich: ich 'spiele' automaitsch mit meinen Mitspielern. Wer die benötigte Karte hat (und wer halt gerade die meisten hält), der spielt sie. Einer, mehrer, oder alle Spieler erfüllen so die 'Forderung', wenn es geht. Da muß man nichts abwägen - da muß man nichts überlegen - man spielt, wenn man kann.
Ich finde das zu wenig, um es "Kooperation" zu taufen. Es könnte genausogut eben 1 Spieler alle Karten auf der Hand halten und bei Bedarf spielen - es macht keinen Unterschied.
> 3. Ihn darf es nicht stören, wenn der Gegner nicht
> am Tisch sitzt sondern seine Stärke Ergebnis des
> Schiksals und des Gruppenverhaltens ist.
Find ich reizvoll. Find ich eben beim unten (in der Threatübersicht) erwähnten "Republic of Rome" so lässig.
Da spielt zwar jeder für sich, muß aber in Kooperation mit den anderen auch 'für Rom' spielen. Aber in jener Art von Kooperation kann man die eine, oder andere Überlegung anstellen und in diesem kooperativen Verhalten auch Vorteile, oder Nachteile daraus ziehen.
Und bei HdR find ich da nicht den Ansatz einer Komplexität.
Oder wurde da was in der Regel falsch gelesen?
Niccolo, der was darum geben würd, wenn HdR ein anspruchsvolles kooperationsspiel wäre

re: Herr der Ringe ?

Verfasst: 5. Februar 2001, 11:31
von Arne Hoffmann
Moin moin!
Das kooperative Spielen sehe ich hier schon etwas anders. Klar wird meist jemand eine Karte spielen wenn er sie hat und wenn er damit der Gruppe Schaden abweist. Jedoch ist es schon von Interesse, ob und wie man evtl. seine Joker einsetzt. Da gilt es ja schon abzuwaegen ob man nun auf der Hauptleiste oder auf einer der Nebenleisten vorzieht und ob man dies ueberhaupt macht.
Ferner gilt es auch abzuwaegen ob man nun z.B. Schilde abgibt um das Ereignis nicht eintreffen zu lassen oder ob man sie weiter behaelt um spaeter Gandalf rufen zu koennen - da koennen schon "egoistische" Zuege auftreten denen man auch vorher nicht zuschreiben kann gut oder schlecht zu sein.
Fuer mich ist Herr der Ringe wider Erwarten ein sehr schoenes Spiel. Es bringt schon das Feeling der Buecher herueber und fuer 60 Minuten Rollenspiel-flair an den Tisch. Dafuer muss auch dieser Gluecksanteil vorhanden sein, der aber durch umsichtiges Spiel meist ausgeglichen werden kann.
Mein einziger Kritikpunkt bisher ist, dass man zu bereitwillig seinen Hobbit sterben lassen kann. Das tut in meinen Augen nicht genug weh da man ab und zu darauf hin planen kann.
Tschoe,
- Arne -

re: Herr der Ringe ?

Verfasst: 6. Februar 2001, 15:03
von David Frogier
> Es bringt mir nichts, wenn ich nicht kooperativ spiele.
> Sprich: ich 'spiele' automaitsch mit meinen
> Mitspielern. Wer die benötigte Karte hat (und wer
> halt gerade die meisten hält), der spielt sie. so
> die 'Forderung', wenn es geht. Da muß man nichts
> abwägen - da muß man nichts überlegen - man spielt,
> wenn man kann.
Das trifft nur zu wenn man es auf einem leichten Level spielt. Wenn alle unter Druck stehen, weil ihre Hobbits in Gefahr sind (was nicht unbedingt sofort bedeuten muss, dass sie im nächsten Zug aus dem Spiel fliegen, aber... bald...?), dann stellt sich schon die Frage: erst mal an sich selbst denken (und damit der Gruppe später helfen können) oder erst mal an die Gruppe denken (und vielleicht noch mal Glück haben).
Ich finde, nicht, dass einer alles spielen kann: Dasselbe Dilemma stellt sich nämlich bei einem gewissen Schwierigkeitsgrad auch auf den Plänen: Schnell durchlaufen oder erst noch die Bonus-Karten, Schilde, etc. aufsammeln; da hat jeder seine eigene Meinung (oder sollte sie haben), und da keiner weiß, wann die "Zeit voranschreitet", kann jede Meinung die bessere sein; das "darüber-diskutieren-und-dann-zusammen-in-die-Tat-umsetzen" ist für mich schon spielen, oder wie würdest du es bezeichnent?
Beim Rollenspiel ist es doch auch so, dass alle gemeinsam eine Aufgabe erfüllen wollen, und trotzdem macht es allen Spaß.
Darüber hinaus würde ich sogar ein wenig dem "du kannst es nur spielen, wenn du kooperativ bist" widersprechen: ich glaube, es kann sehr reizvoll sein, das Spiel mit jemandem zu spielen, der eher mal seinen eigenen Kopf hat. Boromir hatte auch seinen eigenen und war ne wertvolle Bereicherung für die Gemeinschaft (*zwinker* ich weiß, dass der Vergleich hinkt...)
Ich habe zwei Partien gespielt, die fand ich ganz fürchterlich langweilig, weil wir alle durchmarschiert sind - der Kick beim HdR kommt erst dann, wenn alle unter Anspannung stehen. Dann ist es mir auch egal, wenn mein Hobbit kurz vor dem Ende rausfliegt, weil ich mich dann am Ende freue, dass "wir" es doch noch geschafft haben.
Vielleicht gibst du dem Spiel nochmal ne Chance...
David