Evo-Grafik
Verfasst: 10. März 2001, 17:04
Evo ist wirklich ein nettes Spiel. Aber ich habe einfach ein Problem mit der Grafik, die mir das Spiel total verleidet.
Meine Evo(lutions)-These:
An der grafischen Gestaltung des Spiels waren mindestens 3 Personen beteiligt, die alle eine völlig unterschiedliche "Handschrift" haben.
Nr. 1 hat das Spielbrett gestaltet, das mir recht gut gefällt.
Nr. 2 (vielleicht ein Praktikant oder Ferienschüler) hat die Tafel für die Gebote und die Klimatafel entworfen. Beides sieht für mich so aus, als ob da jemand mit geringen technischen Möglichkeiten und noch geringeren grafischen Kenntnissen am Werk war, bes. bei der Tafel für die Gebote. Zahlen mit Schatteneffekt, das wars. Gestaltung praktisch nicht vorhanden. Könnte zu jedem x-beliebigen Spiel gehören.
Nr. 3 war in seinem früheren Leben sicher Gestalter von Pokemon-Karten. Ausgerechnet dieser war für die Karten und die Dino-Tafel zuständig. Kein Wunder also, dass alle Dinosaurier kitschig bunt im Comicstil geraten sind. (Der Höhepunkt der geschmacklichen Entgleisung ist für mich der Telekom-farbene Dino auf der Sammeltafel für die Gene.)
Irgendwann haben sich die drei dann mal getroffen und ihre Werke untereinander gezeigt und irgendwie müssen sie dann wohl gemerkt haben, dass das alles nicht so ganz zusammenpasst. Da war es gut, dass gerade ein vierter vorbeikam, der Spielstein-Designer. Er sagte, schaut Euch doch mal meine Dinografik auf den Spielsteinen an. die nehmen wir jetzt ganz einfach und streuen lauter kleine Dinos als Schmuckborten auf die Tafeln, dann sehen sie sich doch schon gleich viel ähnlicher. Gesagt, getan. Spiel fertig.
Äh, Moment mal, sagte da der Erste: "Wo ist denn die Zählleiste für die Siegpunkte? Die solltest Du doch machen, Nr. 2." "Wieso ich", sagte Nr. 2, "ich dachte, die macht Nr. 3"? Nr. 3 war jedoch der Meinung, dass Nr. 1 die machen sollte....
So überlegten die 3, was sie denn jetzt machen könnten. So ganz weglassen wollten sie die Zählleiste dann auch nicht. Also kriegte Nr. 2 (natürlich der unterste in der Hierarchie) den Auftrag, die Punktleiste noch irgendwo unterzubringen. Nr. 2 nahm also seine Tafel mit der Zahlentabelle, skalierte sie ein bisschen (natürlich nicht zu viel, denn er war ja sooo stolz auf seine Schatteneffekt-Zahlen) und setzte rundherum noch ein paar winzigkleine Minifelder für die Siegpunkte. ("Leider" vergaß er in der Eile, auch hier seine Schatteneffektzahlen einzusetzen, - oder war es gar ein neuer Praktikant, der nicht wusste, wie er das hinkriegen sollte?)
Zu guter Letzt entwarf der Spielsteindesigner noch die Siegpunktmarker. Weil die Felder so klein waren, konnte die Grundfläche der Steine natürlich auch nicht groß sein. Da kam ihm die rettende Idee: Ich baue einfach in die Höhe. Schnell waren die Zylinder gestreckt.
Testspiel? Wozu? Die vier beschlossen, sich lieber in der Kneipe nebenan zu treffen, um ihren genialen Spielentwurf zu feiern.....
Gruß
Sylvia
Meine Evo(lutions)-These:
An der grafischen Gestaltung des Spiels waren mindestens 3 Personen beteiligt, die alle eine völlig unterschiedliche "Handschrift" haben.
Nr. 1 hat das Spielbrett gestaltet, das mir recht gut gefällt.
Nr. 2 (vielleicht ein Praktikant oder Ferienschüler) hat die Tafel für die Gebote und die Klimatafel entworfen. Beides sieht für mich so aus, als ob da jemand mit geringen technischen Möglichkeiten und noch geringeren grafischen Kenntnissen am Werk war, bes. bei der Tafel für die Gebote. Zahlen mit Schatteneffekt, das wars. Gestaltung praktisch nicht vorhanden. Könnte zu jedem x-beliebigen Spiel gehören.
Nr. 3 war in seinem früheren Leben sicher Gestalter von Pokemon-Karten. Ausgerechnet dieser war für die Karten und die Dino-Tafel zuständig. Kein Wunder also, dass alle Dinosaurier kitschig bunt im Comicstil geraten sind. (Der Höhepunkt der geschmacklichen Entgleisung ist für mich der Telekom-farbene Dino auf der Sammeltafel für die Gene.)
Irgendwann haben sich die drei dann mal getroffen und ihre Werke untereinander gezeigt und irgendwie müssen sie dann wohl gemerkt haben, dass das alles nicht so ganz zusammenpasst. Da war es gut, dass gerade ein vierter vorbeikam, der Spielstein-Designer. Er sagte, schaut Euch doch mal meine Dinografik auf den Spielsteinen an. die nehmen wir jetzt ganz einfach und streuen lauter kleine Dinos als Schmuckborten auf die Tafeln, dann sehen sie sich doch schon gleich viel ähnlicher. Gesagt, getan. Spiel fertig.
Äh, Moment mal, sagte da der Erste: "Wo ist denn die Zählleiste für die Siegpunkte? Die solltest Du doch machen, Nr. 2." "Wieso ich", sagte Nr. 2, "ich dachte, die macht Nr. 3"? Nr. 3 war jedoch der Meinung, dass Nr. 1 die machen sollte....
So überlegten die 3, was sie denn jetzt machen könnten. So ganz weglassen wollten sie die Zählleiste dann auch nicht. Also kriegte Nr. 2 (natürlich der unterste in der Hierarchie) den Auftrag, die Punktleiste noch irgendwo unterzubringen. Nr. 2 nahm also seine Tafel mit der Zahlentabelle, skalierte sie ein bisschen (natürlich nicht zu viel, denn er war ja sooo stolz auf seine Schatteneffekt-Zahlen) und setzte rundherum noch ein paar winzigkleine Minifelder für die Siegpunkte. ("Leider" vergaß er in der Eile, auch hier seine Schatteneffektzahlen einzusetzen, - oder war es gar ein neuer Praktikant, der nicht wusste, wie er das hinkriegen sollte?)
Zu guter Letzt entwarf der Spielsteindesigner noch die Siegpunktmarker. Weil die Felder so klein waren, konnte die Grundfläche der Steine natürlich auch nicht groß sein. Da kam ihm die rettende Idee: Ich baue einfach in die Höhe. Schnell waren die Zylinder gestreckt.
Testspiel? Wozu? Die vier beschlossen, sich lieber in der Kneipe nebenan zu treffen, um ihren genialen Spielentwurf zu feiern.....
Gruß
Sylvia