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Spielwertungen - Bitte um Ideen und Mithilfe !
Verfasst: 1. April 2001, 21:36
von Don Alonso
An alle !
Durch die Diskussion von Africa habe ich bei Hall900 gesagt, das eine Bewertung sehr schwer ist und etwas anderes her muß ! Es ist einfach unmöglich,das ein Spiel objektiv gewertet wird, denn wenn jemand Strategiespiele liebt, wertet er ein Partyspiel als schlecht und manche Strategiespiele auch als schlecht obwohl sie gut sind.
Meine Meinung sollte man:
1) Von Punktewertung weggehen. Falls das nicht möglich ist, sollte alle Spieleverlage,Kritiker etc. die gleiche Spielbewertung + Punktezahl machen.
Spielbox hat zb 10 Punkte, Spielphase wertet in 6 Punktesystem.
2) Besser wäre ein Plus/Minus System. Ich meine, auf der einen Seite werden die Vorteile auf der anderen die Nachteile aufgelistet.
3) Vielleicht wäre ein Vergleich mit einem ähnlichen Spiel nicht schlecht. Kann aber dazu führen, das man es nicht kauft, da man das andere hat !
Ich würde euch bitten, mitzumachen bei einer einheitlichen Spielbewertung !
Ideen werden gerne von mir aufgenommen und wahrscheinlich auch von den Spieleverlage, Kritikern etc.
Don Alonso (Dem dieses Thema nicht losläßt)
re: Spielwertungen - Bitte um Ideen und Mithilfe !
Verfasst: 1. April 2001, 23:06
von Frank Gartner
Hallo Robert,
klar kann man über eine Benotung streiten.
Diese soll aber letztendlich nur auf einem Blick den Eindruck des/der Rezensenten über ein Spiel wiedergeben.
Wer eine Kritik schreibt, macht sich nicht umsonst Mühe auch ein paar Zeilen dazu zu schreiben. Die sollte man sich durchaus mal durchlesen. Dann wird man evtl. auch ein wenig differenzierter erläutert bekommen, warum ein Spiel nicht gefallen hat. Dann wird man evtl. auch feststellen, dass der Rezensent einen ganz anderen Maßstab für seine Bewertung hatte bzw. vielleicht auch einen Hinweis darauf gibt, für welche Spielegruppe das Spiel gedacht sein könnte.
Bewertungen sind subjektiv. Daran ändert man auch nichts, wenn man nun eine Skala einheitlich von 1-10 oder von 1-6 wählt.
Außerdem: Erzähle mal den Leuten Spielphase, die bald 2000 Spiele rezensiert haben, dass Du ihre Bewerungsskala ändern willst und sie alles wieder umwerfen dürfen.
Die kommen mit dem Hackebeilchen hinter Dir her gerannt, weil sie dann Wochen damit zubringen dürften alles wieder zu ändern ;-)
Genauso, wie es bei Spielen unterschiedliche Meinungen gibt, wird es das bei den Beurteilungsmechanismen geben. Dem einen gefällt dies besser, dem anderen das.
Wie willst Du es allen Recht machen??
Ciao, Frank
re: Spielwertungen - Bitte um Ideen und Mithilfe !
Verfasst: 2. April 2001, 07:50
von Don Alonso
Natürlich kann man es niemand recht machen. Auch die Umwerfung von gegebenen Spielbewertungen sind ziemlich sinnlos !
Im Text schreibt der Kritiker meistens schon einen Kommentar hin !
Doch wie ist es z.b beim Spiel Africa.
Die "Freaks" finden das Spiel langweilig, der Spielanfänger toll !
Ich möchte hier nur einen Denkanstoß geben, ob man nicht etwas anderes machen kann. Einheitliche Bewertung z.b.oder was alles gewertet werden soll.
Natürlich ist das auch wieder ein Problem. Der eine will eine Wertung über Grafik, der andere über Glücksfaktor etc. !
Don Alonso
re: Spielwertungen - Bitte um Ideen und Mithilfe !
Verfasst: 2. April 2001, 08:04
von Hanno Schwede
Hallo
überall wo Menschen Produkte werten ist dieses Festzustellen.
Ich lese die Spielbox und habe mir angewöhnt nur noch bestimmten Kritikern im Notenschlüssel zu trauen, da die anscheinend einen ähnlichen Spielgeschmack haben wie ich.
Aussserdem lese ich den Beitrag sehr genau durch,genauer wenn der Autor durch das oben genannte Raster fällt.
Aber letztlich verlasse ich mich nur auf meinen eigenen Eindruck, wenn ich das Spiel sehe.
Hanno
re: Spielwertungen - Bitte um Ideen und Mithilfe !
Verfasst: 2. April 2001, 09:48
von Arne Hoffmann
Moin moin!
So wie Hanno verfahre ich auch. Habe recht schnell heruasgefunden, welche Kritiker auf meiner Wellenlinie liegen und deren Noten folge ich dann eher. So duerften auch viele Spieler hier im Forum verfahren, wenn ich mich an aeltere Beitraege erinnere.
Das Problem gestaltet sich nur fuer diejenigen, die mal ab und zu ein Kritik zu einem bestimmten Spiel lesen moechten - als Kaufentscheidung z.B. . Wenn man dann ein breit gefaechertes Notenspektrum antrifft, dann weiss man immer noch nicht, ob das Spiel fuer einen "geeignet" ist oder nicht. Ganz nett finde ich gerade in dieser Hinsicht das Verfahren von Bruno Faidutti auf seiner homepage. Dort gibt er einige Referenzspiele an. Wenn einem eins oder mehre dieser Spiele gefallen, dann ist seiner Meinung nach auch das besprochene Spiel ganz gut fuer einen geeignet.
Tschoe,
- Arne - (der sich nach 2 Wochen Urlaub durch die verschiedenen Meinungen zu Afrika hier kaempfen musste und immer noch nicht weiss, ob es was fuer ihn ist).
re: Spielwertungen - Bitte um Ideen und Mithilfe !
Verfasst: 2. April 2001, 10:43
von Wolfgang Ditt
Ein kreatives Produkt wie Bücher, CDs und auch Spiele wird immer subjektiv bewertet werden.
Ich halte nichts von Noten, weil sie eine Objektivität vorgaukeln, die nicht existieren kann. Es ist besser, man kennt die Vorlieben von Kritikern und schätzt ab, wer einem liegt und wer nicht. Es gibt Kritiker, mit denen man oft übereinstimmt und deren Kritiken mir dann sehr wahrscheinlich Auskunft darüber geben, wie ich zu dem besprochenen Produkt steht. Kritiker, die meistens eine entgegengesetzte Meinung vertreten, sind auch gut, weil sie eine Menge Fehlkäufe vermeiden helfen (was? der lobt xy, dass brauch ich bestimmt nicht).
Auch muss man bei Kritiken immer den Kontext sehen. Kinderspiele sind für Strategen kaum eine Herausforderung, das tiefsinnigeg Taktikspiel für Kinder eine Überforderung, oder anders ausgedrückt: der Klassikfan wird CDs von "Guano Apes" als Krach abtun und der Hardrockfan Mozarts Zauberflöte als "Gequietsche", und jeder hat - subjektiv - recht.
Wolfgang
re: Spielwertungen - Bitte um Ideen und Mithilfe !
Verfasst: 3. April 2001, 00:43
von Mario
Auch das Vergleichsverfahren geht öfter in die Hose. Ich habe schon oft die Aussage gehört: Wer a gemocht hat, wird b lieben. Ich also nix wie los und b gekauft. Natürlich war es für mich der totale Reinfall.
Die absolute Sicherheit kann es nie geben. Wer also nicht bei denen Spielen bleiben will, von denen er schon weiss, dass er sie gut findet, der muss mit Nieten rechnen.
Im Grunde finde ich die Flut an neuen Spielen Wahnsinn. Wenn man ein dutzend guter Spiele hat, sollte es eigentlich reichen. Was nicht heisst, dass ich nicht auch pünktlich im November und im März des Wahnsinns fette Beute werde. Als Ergebnis werden in ein paar Wochen wieder ein Dutzend Spiele von mir bei eBay versteigert werden.
re: Spielwertungen - Bitte um Ideen und Mithilfe !
Verfasst: 3. April 2001, 07:54
von Arne Hoffmann
Hallo Mario!
Ok, das Vergleichsverfahren ist natuerlich nicht ein Garant dafuer, dass mir ein Spiel gefaellt - ist aber in meinen Augen ein weiteres Entscheidungskriterium.
Man sollte schon sehen, dass man ein breites Meinungsspektrum einholt bevor man sich zum kauf entschliesst und auch dann kann man noch reinfallen - vor Nieten ist man, wie Du schon sagst, nie gefeit.
Na ja, zu der Flut an neuen Spielen; Das ist halt der Markt. Und da der Mensch ja auch nicht nur 12 verschiedene Malhlzeiten in seinem Menuplan unterbringt oder nur 12 verschiedene Musikstuecke hoert, so er Interesse an diesen Dingen hat, so hat auch der Spieler Wunsch auf Abwechslung. Wenn ich da so in meinen Fundus schaue entdecke ich da momentan kein Spiel, das ich nie wiede spielen moechte. Ferner wuensche ich mir ich haette etwas mehr Zeit, sie alle moeglichst bald mal wieder zu spielen.
Tschoe,
- Arne -
re: Spielwertungen - Bitte um Ideen und Mithilfe !
Verfasst: 4. April 2001, 01:29
von Mario
Stell dir doch einmal die Frage: "Welches Spiel habe ich seit zwei Jahren schon nicht mehr gespielt?"
Des Wahnsinns fette Beute & das dreckige Dutzend
Verfasst: 4. April 2001, 05:50
von Roman Pelek
Hi Mario,
>Auch das Vergleichsverfahren geht öfter in die Hose. Ich habe schon oft die Aussage gehört: Wer a gemocht hat, wird b lieben. Ich also nix wie los und b gekauft. Natürlich war es für mich der totale Reinfall.<
Ja, natürlich wird da viel an den Haaren herbeigezogen. Die meisten Spiele sind sich nicht so ähnlich, sondern meist eine Mischung aus verschiedenen bekannten Genres, Themen und Mechanismen. Wirklich neues gibt's eh kaum, das sind immer nur Marginalien, die sich weiterentwickeln, bis irgendwann ein Spiel da ist, das sich von allen vor zehn Jahren erschienenen unterscheidet.
>Die absolute Sicherheit kann es nie geben. Wer also nicht bei denen Spielen bleiben will, von denen er schon weiss, dass er sie gut findet, der muss mit Nieten rechnen.<
Entweder man hat als Spieleinteressierter eine/n Deppen/-in, der/die sein Geld für Neuerscheinungen ausgibt und beurteilt dann bei der/dem, oder man ist selbst der/die Depp/-in... Nichts ist so wie das echte Leben oder das eigene Spiel - aber was soll dagegen helfen? (Meine Güte ist das anstrengend, Gleichberechtigung der Geschlechter in Worte zu fassen... Also lass ichs jetzt wieder :)
>Im Grunde finde ich die Flut an neuen Spielen Wahnsinn. Wenn man ein dutzend guter Spiele hat, sollte es eigentlich reichen.<
Nuja. Kommst Du mit zwölf _verschiedenen_ Mahlzeiten übers Jahr? Schaust Du in Deinem Leben nur ein Dutzend Filme? Sparst Du Dir das CD-Regal, weil Du nur die zwölf CDs Deiner absoluten Lieblingsband Dein eigen nennst? Betreibst Du nur mit zwölf Leuten verbale (oder wie auch immer geartete) Kommunikation? Ich halte die Zahl für völlig aus der Luft gegriffen und dabei noch für um Längen daneben. Müsste ich meine Spieleabende mit 12 Spielen betreiben, ich hätte das Hobby Spiel schon längst aufgegeben. Mir fallen allein mindestens 30 Spiele ein, die ich absolut nicht missen möchte, und selbst die mag ich nicht immer spielen.
>Was nicht heisst, dass ich nicht auch pünktlich im November und im März des Wahnsinns fette Beute werde. Als Ergebnis werden in ein paar Wochen wieder ein Dutzend Spiele von mir bei eBay versteigert werden.<
Ist ja okay, wenn man abstösst, was einem nicht gefällt. Aber Deine Zahlen zu Spielen sind daneben, Deine Seite beweisst Dir selbst das Gegenteil ;-) Das einzige, was bei mir wirklich im Regal verstaubt sind ca. 10 erlesene Spielehassobjekte plus einige zu komplexe, zeitintensive oder regelproblematische Werke, zu denen ich keine Gelegenheit finde, sie auf den Tisch zu bringen... Für alles andere findet sich immer mal ein Interessent oder eine Gelegenheit - auch ein maues Spiel kann im passenden Rahmen für Spass sorgen... Aber das hängt natürlich vom Umfang der Spielesammlung ab. Jemand mit 150 Spielen wird da zurückhaltender sein als jemand mit 1500...
Ciao,
Roman
Spiele laenger nicht gespielt
Verfasst: 4. April 2001, 08:39
von Arne Hoffmann
Hallo Mario!
Wenn ich mir diese Frage stelle sehe ich in meinem Regal natuerlich ein paar Spiele liegen, die ich seit ueber zwei Jahren nicht mehr gespielt habe (darunter z.B. mein Lieblingsspiel Fief2). Dies liegt aber nicht daran, dass sie schlecht sind, sondern dass ich zum Teil nicht so viel Zeit zum Spielen hatte. Alles in allem sind es die komplexeren Titel, da man diese Spieleneulingen nicht direkt mal fuer einen Abend vorsetzen kann.
Wenn man das Praedikat "gut"/"schlecht" jetzt nur danach vergibt, wie haeufig und mit wievielen verschiedenen Kreisen man es spielen kann, dann sind dies sicher schlechte Spiele. Fuer mich haben sie aber einen sehr hohen Stellenwert und ich moechte sie in meinem Fundus von ca. 130 Spielen nicht missen. Wie gesagt finde ich momentan in meinem Regal nur max. eine handvoll Spiele, die ich nicht unbedingt noch einmal spielen moechte - bei allen anderen bin ich gerne mal bereit zwei/drei Jahre auf eine neue Partie zu warten.
Schoenstes Beispiel hierfuer war bei mir "Koenig der Sterne", welches seit meinen Schulzeiten bei mir rumlag und Ende letzten Jahres dann nach ueber 10 Jahren mal wieder fuer eine sehr spannende und unterhaltsame Partie auf den Tisch gebracht wurde.
Momentan bin ich auch noch in der Lage (sowohl finanziell als auch lagertechnisch) mir neue Spiele leisten zu koennen ohne dafuer andere entsorgen zu muessen.
Tschoe,
- Arne - (der in seinem CD-Regal auch viele mehr Cd's findet die er in den letzten 2 Jahren nicht mehr gehoert hat und sich auch von diesen nicht trennen moechte)