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Africa 1880, Jeanne D'Arc

Verfasst: 2. April 2001, 21:18
von Roman Pelek
Hi,
was könnt Ihr über obige Spiele sagen? Da mich gute Strategiespiele mit moderater Spieldauer (2-2,5h) momentan sehr reizen, da das durchaus noch mit einigen unserer Mitspieler zu vereinbaren ist, würden mich Meinungen dazu interessieren. Der aktuelle Jahrgang gibt sowas in der Richtung ja wohl leider nicht mehr her...
Ciao,
Roman (wartet noch auf die erste Partie "Die Macher", naja, hat ja nur 23,50DM gekostet, da hat man auch Geduld...)

Africa 1880

Verfasst: 3. April 2001, 11:02
von Martin Spirgatis
Hallo Roman,
zu Africa 1880 kann ich nur sagen...das Spielmaterial ist das schönste daran. Da ich auch gerne mal ein Stratgiespiel pflege, war ich ganz wild darauf es sofort nach Erhalt zu spielen. Der Spielablauf ist allerdings sehr zäh und langatmig. Es fehlt der Spannungsbogen im Spiel. Jeder tüftelt vor sich hin und wartet dann was rauskommt. Ich empfehle an dieser Stelle lieber wieder auf das gute alte (neu-aufgelegte) Diplomacy zurück zu greifen. Wer das im Schrank hat, braucht das nicht gerade billige "Africa 1880" nicht auch noch... will einer mein Exemplar kaufen? ;o)

Jeanne D'Arc

Verfasst: 3. April 2001, 11:29
von peer
Hi Roman,
Jeanne d´Arc ist ein shön aufgemachtes Prügelspiel, mit einigen netten Mechanismen, z.B. Abstimmung ob Krieg oder Frieden (d.h. wie viele Angriffe man durchführen darf und so). Der Glücksfaktor ist dank der Handkarten und Zufallsereignisse nicht gerade niedrig, aber beherrschbar. Insgesamt spiele ich es ab und an ganz gerne, so als Alternative zu Vinci (mein Lieblingskriegspiel), zumal es auch zu dritt noch recht gut funktioniert. Nur das es in Frankreich spielt mag ich nicht, da meine Mitspieler sich immer über die Aussprache der Städtenamen (kein fränzösisch in der Schule gehabt) lustig machen :-)
Wenn du meine (ausführlichere) Rezension haben wills, kannst du mich ja mal anmailen.
ciao,
Peer

re: Africa 1880

Verfasst: 3. April 2001, 11:35
von Benjamin Spicher
>Ich empfehle an dieser Stelle lieber wieder auf das gute alte (neu-aufgelegte) Diplomacy zurück zu greifen. Wer das im Schrank hat, braucht das nicht gerade billige "Africa 1880" nicht auch noch<
Gleiches gilt aber auch umgekehrt. Der Unterschied zwischen den beiden ist, dass Africa 1880 in gut 2 Stunden rum ist (im Gegensatz zu einem Tag), und dass du keine 7 Spieler benötigst. Bei meinen Mitspielern ist Africa 1880 nicht sehr gut angekmmen, weil's ein "böses" Spiel ist - das wäre Diplomacy auch. Mir gefiel's aber ganz gut... (keine Kommentare jetzt).
Wenn ich mich zwischen den beiden entscheiden sollte: Spielerisch hat vielleicht Diplomacy die nase vorn, aber was nützt das, wenn's dann nie auf den Tisch kommt. Deshalb würd' ich die eher die "light" Version empfehlen: Africa 1880

re: Africa 1880, Jeanne D'Arc

Verfasst: 3. April 2001, 12:30
von FOX
Ja, die Macher hab ich auch für 23,50 gezogen, aber nach Mitspielern fahnde ich auch noch.
Du wohnst nich zufälligerweise in der Nähe von Bielefeld ?
Mfg,
FOX

re: Africa 1880, Jeanne D'Arc

Verfasst: 3. April 2001, 14:32
von günter-spielbox
jeanne d'arc kenn ich leider noch nicht aber bezüglich africa 1880 kann ich mich ganz dem beitrag von benjamin anschließen. africa ist bei uns sehr gut angekommen - man/frau kann so schön gemein sein ;-)
mit einer spieldauer von rund 2 stunden kommt einiges an "diplomacy-feeling" 'rüber.
günter (der am wochenende wieder africa kolonisieren wird)

Jeanne D'Arc

Verfasst: 3. April 2001, 17:03
von Richard van Vugt | GAMEPACK.nl
Es ist ein sehr schönes Spiel. Obwohl ich es nicht sehr oft gespielt habe, hat mir es jedes Mal viel Spaß gemacht. Besonders das letzte Spiel wobei ich herausfand das ich Städte mit einem Mitspiler tauschen kann, und von dort aus einen anderen angreifen kann, gefiel mir sehr gut...!

[OT[ Jeanne D'Arc

Verfasst: 3. April 2001, 18:31
von Peer
Hi Roman,
deine Mailadresse hat irgendwie nicht funktioniert - angeblich akzeptiert sie keine Hotmail-Mails.
Ich hänge sie einfach hinten dran:
ciao
Peer
Spiel: Jean d´Arc
Autor: Pascale Bernard
Firma: Tilsit
Anzahl Spieler: 3-6
Erscheinungsjahr: 1998
Genre: Strategie
AbstraktO O O X O Thema
Glück: O O X O O Taktik,
Schwere:klein O O X O Ogroß
Aufwand:klein O O O X Ogroß
Noten (Aufmachung / Spielspass)
Peer 5/4 Jörn 5/4 Nils 5/4 GuGo 4/4
(1= Schlecht, 5 = Hervorragend)

Kurzbeschreibung:
Jeder Spieler übernimmt eine der Parteien, die im hundertjährigen Krieg um die französische Krone kämpfen. Der Spielplan zeigt dann auch logischerweise Frankreich, das in zahlreiche Provinzen geteilt ist, die Widerrum aus jeweils 1-3 Städten bestehen. Strassen verbinden diese Städte, genauso wie die an den Küsten gelegenen Städte mittels Häfen verbunden sind. Einige Gebiete sind gebirgig, was sich auf die Verteidigung der dortigen Orte positiv auswirkt. Doch wie geht nun das Spiel? Als erstes gibt es in jeder Runde Einkommen, wobei jede eigene Stadt Geld je nach Ausbaugrad abwirft. Dann stimmen die Spieler geheim ab ob Krieg oder (unsicherer) Frieden herrschen soll. Je nach Zustand gibt es 4 oder 6 Kampfkarten. Anschließend dürfen weitere Karten (bis zu einem Maximum von 12) gekauft werden oder Städte zu Burgen oder Burgen zu Festungen hochgerüstet werden., was natürlich auch Geld kostet. Nach dem die Reihenfolge der Spieler neu per Los bestimmt wurde, greifen Zufallsereignisse und das neutrale Ausland mit einem Angriff ins Spiel ein. Und jetzt kommt der Punkt wo die Spieler so richtig loslegen können: Erst einmal darf in zwei umliegende, neutrale Städte expandiert werden, bevor es zum Kampf zwischen Städten kommt. Dabei darf jeder Spieler im Frieden nur einmal, im Krieg aber beliebig oft angegriffen werden, Dabei ist aber zu beachten, dass jede Stadt nur einmal Ziel und einmal Ausgangspunkt eines Angriffes sein darf. Ein Angriff läuft wie folgt ab: Der Angreifer legt zwei normale Kampfkarten (Werte zwischen 3 und 6) aus und, wenn er kann und will eine Zusatzkarte (die Festungen überwindet oder einen Kampfbonus bringt). Der Verteidiger antwortet mit einer Karte und dem Festungsschutz der Stadt. Die Entscheidung folgt per Würfelwurf. Der Verlierer verliert seine Karten und als Verteidiger die Stadt. Zusätzlich können in dieser Runde noch Städte geplündert und Botschafter gespielt werden – Entsprechende Karten vorrausgesetzt. Der Botschafter sorgt für einen positiven Effekt, z.B. aktiviert er den Kampfbonusbringenden Helden. Waren alle Spieler an der Reihe bekommen die Spieler für ihre Provinzen Thronpunkte, die ihnen bei Spielende, nach der Runde 8-10 (ab Runde 8 wird gewürfelt, ob das Spiel endet) den Sieg bringen, wenn sie am meisten davon haben.
Empfehlung:
Trotz der vielen Regeln spielt sich Jean d´Arc recht flüssig und locker. Es ist keines dieser superkomplexen Spiele, sondern vielmehr ein nettes Prügelspiel. Es ist aber komplex genug, als dass man durch aus taktieren kann. Der Glückseffekt durch Karten und Würfeln ist so bemessen, als dass man einen Sieg seiner Taktik, eine Niederlage auf s Glück schieben kann. Und das ist doch nicht schlecht, oder?

[OT] Danke + Mail kam doch an

Verfasst: 3. April 2001, 19:09
von Roman Pelek
Hi Peer,
die Mail ist trotzdem bei mir angekommen. Keine Ahnung, was fürn Quatsch das wieder war - ich verteil von Bigfoot an drei Adressen: eine Uni, eine zu Hause, eine GMX zum von überall her lesen. Vielleicht hat eine andere als meine zu Hause gesponnen.
So oder so: vielen Dank.
Ciao,
Roman

re: [OT] Danke + Mail kam doch an

Verfasst: 4. April 2001, 10:02
von Varianten zu Jean d´Arc
Hallo Roman!
In einer der vergangenen Pöppel Revue Ausgaben ist das Spiel sehr gelobt worden. Allerdings hatte man den Glücksfaktor ein wenig moniert, so daß einige Regeländerungen vorgeschlagen wurden, um das Glücksmoment zu reduzieren, wie zum Beispiel die Möglichkeit einer Versteigerung,um Startspieler zu werden zu können. Bislang wurde dies lediglich nur ausgewürfelt, was eher als unbefriedigend anzusehen ist.
Da Du anscheinend auch eher Spiele magst, bei denen der Glücksfakor niedrig ist, empfehle ich Dir diese Varianten einmal auszuprobieren. Falls Du Interesse hast, kann ich Dir diese auch zumailen.
Gruß
Marc