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Homepage Schmidt-Spiele
Verfasst: 7. April 2001, 12:16
von Ulrich Bösch
Hallo, ich war gerade auf der Homepage von Schmidt-Spiele (www.schmidtspiele.de). Was dort an Kompetenz geboten wird, ist bezeichnend: Auf der Seite Fam.Spiele + Erwachsene wird ein Würfel gezeigt, der sich dreht - ein Utensil, das wirklich jeder kennt, auch ein absoluter Nicht-Spieler. Daß dieser allerdings so dargestellt ist, wie es keinen Würfel gibt, nämlich daß die 6 mit der 1 an einer Kante aneinandergrenzt, statt sich gegenüberzuliegen finde ich schon merkwürdig. Wie oberflächlich muß man sein, um eine Homepage derart unprofessionell zu gestalten.
Läßt sich hieraus auf die Produktqualität schließen? Oder sind die Grundrechen-Kenntnisse 6+1=7 für Bit- und Byte-Jongleure eine Überforderung?
Ich vermute des Rätsels Lösung im Bereich April-Scherze und Schabernack. Oder ist dies ein Test oder gar eine Provokation für alle Würfelspiel-Liebhaber?
Ich bin auf Eure Meinung gespannt!
Uli Bösch
re: Homepage Schmidt-Spiele
Verfasst: 7. April 2001, 12:52
von MarcFigel
Hallo Ulrich!
Schön von dir zu lesen.
Die Schmidt-Homepage fand ich gar nicht so verheerend.
Typisch für eine Firma bei der das Geschäft im Vordergrund steht. Die für die Erstellung der Homepage beauftragten Leute waren bestimmt keine Spieler.
shit happens.
Für Viel-Spieler gibt es im Hause Schmidt ja "Hans im Glück".
Viele Grüße!
MF
Welcher Würfel? Ich sehe nur rot! (war: Homepage Schmidt-Spiele)
Verfasst: 7. April 2001, 14:03
von Thomas Rosanski
Hallo Ulrich,
ich habe gerade mal www.schmidtspiele.de besucht, kann dort aber keinen Würfel finden. Stattdessen sehe ich eine große, leere, rote Fläche, rechts unten noch das Schmidt-Logo und ganz oben einen kleinen blauen Balken mit dem einzigen Link "Kontak".
Wenn der von dir beschrieben Würfel schon auf einen Webmaster hingedeutet hat, der kein Spieler ist (was m.E. noch verzeihlich ist), so zeigt er mit dieser leeren Seite doch, dass er nicht daran interessiert ist, möglichst viele Besucher anzusprechen. Er lässt nämlich all die Besucher vor der Türe stehen, die sich in den Browser-Einstellungen aus Sicherheitsgründen gegen aktive Inhalte entschieden haben. Dies kann man bei privaten Seiten machen, die nicht auf Besucher aus sind sondern zum "Privatvergnügen", aber doch nicht bei einer professionellen Firmenpräsentation.
Wenn man sich schon mit solche Spielereien wie drehenden Würfeln (ich glaub dir jetzt mal, das man das sehen würde, wenn man die sicherheitskritischen aktiven Inhalte zulassen würde) glänzen will, dann sollte man zumindest eine Alternative für andere Besucher bieten. Schliesslich weiss ja nicht jeder, warum er eine leere, rote Seite sieht und wie er seine Browser-Einstellungen ändern kann (ganz davon abgesehen, dass man niemanden zwingen sollte, sicherheitskritische aktive Inhalte auszuführen).
Da fällt dann ein Wüfel, der nicht normal ist (aber immerhin wäre er denkbar), gar nicht so ins Gewicht.
re: Welcher Würfel? Ich sehe nur rot!
Verfasst: 7. April 2001, 17:52
von Stefan-spielbox
Also ich finde die Schmidt-Seite doch gar nicht so übel. Eher im Gegenteil. Der "falsche" Würfel ist zwar schon "unprofessionell" aber das hake ich mal unter faux pas eines Programmierers ab, der lieber Counter Strike als ein gutes Brettspiel spielt.
Zu den "sicherheitskritischen" Inhalten kann ich nur sagen, daß man Schmidt keinen Vorwurf machen kann, nur weil sie Ihre Seite modernisiert und auf einen aktuellen Stand der Technik gebracht haben. Wer heutzutage sich immer noch mit HTML zufrieden gibt und Flash, Shockwave, Java (sollte doch eigentlich Standard sein) etc. vernachlässigt oder gar ignoriert bekommt dann wieder zu hören, daß die Seite ja wohl mehr als langweilig ist und man wohl noch nie etwas von "Web-Design" gehört hat. Gerade Unternehmen die in der Öffentlichkeit stehen sollten da vorsichtig sein. Man kann es nun mal nicht allen recht machen. Aber die Entwicklung geht eben auch am Internet nicht vorbei und Stillstand ist bekanntlich Rückschritt...
re: Homepage Schmidt-Spiele
Verfasst: 8. April 2001, 00:39
von Achim Nieder-Vahrenholz
Hallo !
Bis vor ein paar Tagen war auch auf der Startseite des Magnus-Spieleversands ein solch "unmöglicher" Würfel zu sehen: 3 und 4 direkt nebeneinander...
Scheint es wohl doch zu geben ;-) MfG Achim
[OT] HTML, aktive Inhalte und wie viele Leser will ein Webmaster?
Verfasst: 8. April 2001, 17:35
von Thomas Rosanski
> Also ich finde die Schmidt-Seite doch gar nicht so
> übel.
Ich kann den Inhalt der Seite nicht beurteilen, da mir kein Inhalt angezeigt wird. Ich will dir mal glauben, dass die Seite mit einem Browser, der aktive Inhalte darstellen darf, gut aussehen würde.
> keinen Vorwurf machen kann, nur weil sie Ihre Seite
> modernisiert
Ich wollte niemanden einen Vorwurf machen, schon gar nicht, wegen einer Modernisierung. Ich wollte lediglich sagen, dass Webseiten, die so modern gestaltet wurden, dass sie für manche Leser gar nicht zugänglich sind, bei mir den Eindruck entstehen lassen, dass man nicht jeden potentiellen Leser ("Webseiten-Besucher") haben möchte. Und bei einem kommerziellen Unternehmen, dass mit der Webseiten potentielle Kunden ansprechen will (ich nehme mal an, das jeder Verlag das mit seiner Webseite machen möchte), dachte ich bisher immer, dass man sich an möglichst viele Leser wenden will. Mit einem exklusiv durch aktive Inhalte dargestelltem Informationsangebot wird man dieses Ziel (möglichst viele Leser) m.E. nicht erreichen.
> Wer heutzutage sich immer noch mit HTML zufrieden
Ich habe nicht verlangt, dass ein "Webmaster" sich mit HTML zufrieden geben soll. Es gibt aber viele Möglichkeiten, dem Leser Alternativen zu bieten, um wenigstens an die wesentlichen Informationen zu kommen.
> Man kann es nun mal nicht allen recht machen
Da hast du sicherlich recht, aber was ist eigentlich so schwer, für Leute ohne Flash-Plugin oder abgeschaltetem Java einen Link zu den relevanten Informationen (Produktliste, Kontaktadresse, etc.) anzubieten?
Für mich stellt sich immer die Frage, wer hat mehr Interesse daran, dass die Seite gelesen wird: derjenige, der die Seiten liest oder derjenige, der sich auf der Seite präsentiert. Für Informationen, die ich als Leser unbedingt haben möchte, mache ich sicherlich auch viele Anstrengungen (frage notfalls im Bekanntenkreis, wie man den Browser um/einstellen muss). Aber wenn ich nur mal einen Blick auf die Neuheitenliste eines Verlages werfen will, dann klicke ich bei einer leeren Seiten lieber auf die nächste Website (und lande bei der Konkurrenz, die auch modern gestaltet ist und aktive Inhalte zum Aufpeppen verwendet, die aber auch ohne aktive Inhalte zugänglich ist).
Von mir aus soll der Verlag die Seite ruhig so lassen, mich wird er als Leser/Besucher so jedenfalls nicht bekommen. Na ja, vieleicht will er das ja auch gar nicht.
> Gerade Unternehmen die in der Öffentlichkeit stehen
> sollten da vorsichtig sein
Genau das meine ich auch, nur eben von der anderen Seite betrachtet. Webdesign ist eben auch ein Drahtseilakt: Man muss modern sein, ohne aber damit Leser auszuschliessen. Die Seite muss sich z.B. schnell aufbauen (wenn nach Sekunden eine Webseite noch nicht aufgebaut ist, klickt der durchschnittliche Leser nämlich einfach weiter), trotzdem soll sie interessant, bunt, modern etc. sein. Genauso sollte sie natürlich modern und (je nach Zielgruppe) mehr oder weniger peppig rüberkommen, aber eben auch mit einfachen Mitteln noch lesbar sein.
Wenn man hört, wie viele Schlupflöcher in den verschiedenen Implementierungen für aktive Inhalte (wie Java, Flash, ActiveX, etc.) entdeckt werden, dann kann man nicht erwarten, dass jeder einfach alles aus dem Internet einfach so im Browser ausgeführt haben möchte.
Aber ich will das jetzt nicht weiter vertiefen, weil das jetzt langsam nichts mehr mit Brettspielen und Spieleverlagen zu tun hat; das soll dich aber jetzt nicht davon abhalten, auf meinen Beitrag zu antworten.
Internett oder Surfer weg
Verfasst: 8. April 2001, 18:06
von Michael Weber
ich muss dir hier mal einfach rückendeckung geben. ich gehöre zwar zu den menschen, die sich einiges an plug-ins gefallen lassen, aber bei den meisten hyperaktiven seiten klicke ich weg.
wenn ich auf die kritisierte seite komme, kann ich mir trotz isdn erst mal einen tee nachkippen, so langsam ist die. und das liegt eindeutig an der programmierung. die frage ist, welchen effekt das haben soll. die seite ist so nicht besser als eine statische html-seite, sondern nervt nur durch langsamen aufbau und schwache navigation. wenn ich nicht ein großes interesse hätte, einige inhaltspunkte zu finden, hätte ich es bei anderen verlagen probiert.
gefunden habe ich die sachen übrigens aufgrund der schrecklich unübersichtlichen produktauflistung nicht.
die seite mag ja toll programmiert sein, aber die bedienung ist eine zumutung. DAS ist der punkt. noch so tolle inhalte sind mir dann schnuppe, wenn mein browser abstürzt, der seitenaufbau ewig dauert und dann noch die navigation uneindeutig ist.
da steht schmidt aber neben vielen anderen großen, liegt daran, dass die programmierenden agenturen nicht die produkte verkaufen müssen. obwohl diese webdesigner wissen sollten, dass surfer übersichtliche und informative seiten besser aufnehmen als hübsch bunte und langsame mit komischen plug-ins.
ein kleiner verlag würde mit einer solchen seite voraussichtlich pleite gehen.