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Materialaufwertung bei Spielen

Verfasst: 12. April 2001, 10:16
von Andreas
Es gibt Spiele, die kommen mit unfunktionalen oder billig produzierten Teilen daher. Oft lassen sich diese kleinen "Fehler" jedoch mit etwas Bastelarbeit beseitigen.
Z.B. Afrika. Die Plastik Figuren fallen leicht um und es macht kaum Spaß, sie in die Hand zu nehmen.
Trick: Einfach 2Karosseriescheiben (Metallscheiben, gibts für ein paar Pfennige in jedem Eisenwarenladen) unter die Figur kleben.
Passt genau, und die Figur spielt sich nun wie Metallfiguren. Zusätzlich kann man noch ein ganz dünnes Moosgummi drunter kleben. Als weitere Tricks seien noch genannt das Aufkleben von dünnen Countern auf feste Pappe und das Überziehen von Spielkarten mit Folie. Plastikteile, die innen hohl sind, lassen sich mit Spachtelmasse oder ähnl. füllen. So bekommen sie mehr Gewicht und es ist eine Freude, damit zu Spielen (z.B. die Pyramiden von Afrika)...es gibt viele Tricks, und es würde mich interessieren ob es noch andere Bastler unter den Spielern gibt...mit guten Tips...

re: Materialaufwertung bei Spielen

Verfasst: 12. April 2001, 11:06
von Arne Hoffmann
Hallo Andreas!
Bei vielen Spielen bin ich mit dem Material doch schon recht zufrieden und den Aufwand von Folien kleben habe ich bisher noch nicht versucht (haette aber ein/zwei Spiele die dafuer in Frage kaemen). Sogar die Metallautos fuer Formula De warten noch auf ihre Bemalung, wobei wenigstens die beiliegenden Plastikautos von mir schon bemalt worden waren.
Bei Capitol habe ich mich, wie viele andere auch, ueber die Halterung fuer die Saeulen geaergert und dann hinten noch einen Pappstreifen ueber den Halter geklebt, so dass die Saeulen jetzt eine feste Fuehrung haben. Seitdem funktioniert das recht gut und sie verrutschen auch nicht mehr so leicht.
Tschoe,
- Arne -

re: Materialaufwertung bei Spielen

Verfasst: 12. April 2001, 11:22
von Carsten Wesel
> Bei Capitol habe ich mich, wie viele andere auch,
> ueber die Halterung fuer die Saeulen geaergert und
> dann hinten noch einen Pappstreifen ueber den Halter
> geklebt, so dass die Saeulen jetzt eine feste
> Fuehrung haben. Seitdem funktioniert das recht gut
> und sie verrutschen auch nicht mehr so leicht.
Fein, daß es einer gemacht hat, somit bin ich jetzt sicher, daß es verbessert werden kann. Dann werde ich mal kleben. Einfach ersetzen wollte ich die Säulen nämlich auch nicht, da sie doch mal ein anderer Blickfang als die Kramerleiste sind.
Gruß Carsten (Oberhof - ich komme)

re: Materialaufwertung bei Spielen

Verfasst: 12. April 2001, 12:20
von Daniel-spielbox
Bei Capitol hatten wir das Problem, dass die Holzklötzchen aufeinander gestellt zu rutschig waren. Ich habe darauf mit einem Schleifpapier die Steine leicht geschliffen (nur oben und unten). Jetzt sind die Bauten einigermassen stabil.

re: Materialaufwertung bei Spielen

Verfasst: 12. April 2001, 12:29
von Achim
Bei Spielkarten in normaler Grösse ist es sicherlich praktischer die Karten nicht mit Folie zu überkleben, sondern die Kartenschutzhüllen zu verwenden, die die Tradingcard-Spieler schon seit Jahren verwenden.
Ansonsten verwende ich häufig, sofern mir das mitgelieferte Material nicht zusagt, Ersatzmaterial:
z.B.: Casino-Würfel, Zinnautos, Zinnfiguren oder Zinnpferde, andere Holzpöppel, Casinochips und alles andere was mir funktionaler oder auch nur schöner erscheint. Am beigelegten Spielmaterial selber nehme ich allerdings keine Änderungen vor.
Gruss Achim

re: Materialaufwertung bei Spielen

Verfasst: 12. April 2001, 12:44
von Das-Wiesel
Also ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich beim Thema Materialverbesserung die Hasskappe bekomme. Von den amerikanischen Importspielen bin ich Counter und schlechte Spielpläne ja gewöhnt und einige habe ich auch mit Klebefolie und ähnlichen Spielereien "gebrauchsfertig" gemacht. Bei Spielen, die normal im Handel erhältlich sind finde ich es inzwischen eine Unverschämtheit, Spiele mit nicht funktionsfähigem Material auszustatten (bestes Beispiel: EVO... normale Malefitzsteine, die stapelbar sind, wären bei der Zählleiste wesentlich effektiver gewesen). Wofür haben denn die Verlage Produktmanager? Genauso Farben bei Kartenspielen, die bei Kunstlicht nicht unterscheidbar sind.... Ich denke, dass man solche Schwächen einfach nicht tollerieren sollte.
Das Wiesel

re: Materialaufwertung bei Spielen

Verfasst: 12. April 2001, 13:03
von Achim
Im Einzelfall magst Du recht haben. Ich finde jedoch, dass sich die Verlage in letzten Jahren gegenüber früher gewaltig angestrengt haben. Das Preis-Leistung hat sich entsprechend positiv verschoben. Als abschreckende Beispiele fallen mir die früheren Spiele von Ass, Noris, Klee ein.
Nur weil heutzutage häufiger Mängel diskutiert werden (sicherlich positiv zu bewerten) muss nicht alles schlechter geworden sein. Ich bevorzuge eher konstruktive Kritik um das Gute besser werden zu lassen (was wie oben erwähnt auch geschehen ist).
mit Qualitätsgrüssen
Achim

re: Materialaufwertung bei Spielen

Verfasst: 12. April 2001, 14:02
von Andreas
...ich denke auch, daß die Verlage mittlerweile ein ordentliches Material zu einem fairen Preis liefern.
Die Materialaufwertung soll auch keine Kritik an den Spielausstattungen sein, sie soll vielmehr Dinge verbessern, die in einer Serienproduktion einfach unbezahlbar wären. So habe ich z.B. bei EL GRANDE den Turm von innen mit Filz ausgestattet und einer Moosgummiklappe versehen.
So lässt sich beim absolut geräuschlosen hineinwerfen der Steine nicht einmal mehr abschätzen, wieviele Steine bereits im Turm sein könnten. Viele handgemachte"Prototypen" haben wunderschönes Spielmaterial, daß die Preise im Handel allerdings unerschwinglich machen würde.

re: Materialaufwertung bei Spielen

Verfasst: 12. April 2001, 17:30
von Arne Hoffmann
Andreas schrieb:
"So lässt sich beim absolut geräuschlosen hineinwerfen der Steine nicht einmal mehr abschätzen, wieviele Steine bereits im Turm sein könnten."
Uiuiui, mit euch möchte ich nicht El Grande spielen :o) An das Schätzen per Geräusch beim Reinwerfen hatte ich noch nicht gedacht...
Tschö und frohe Ostern,
- Arne -

re: Materialaufwertung bei Spielen (Inkognito)

Verfasst: 12. April 2001, 17:59
von Stefan-spielbox
Hat irgendjemand erfolgreich das Menetekel von Inkognito etwas "geräuschärmer" gemacht? Die Kugeln schlagen doch mitunter recht laut im Plastikgehäuse hin und her. Wer hat einen Vorschlag?
Danke!

re: Materialaufwertung bei Spielen

Verfasst: 12. April 2001, 20:09
von Roman Pelek
Hi Arne,
>Uiuiui, mit euch möchte ich nicht El Grande spielen :o) An das Schätzen per Geräusch beim Reinwerfen hatte ich noch nicht gedacht...<
Vor allem: wie schätzt man Farben akustisch? Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, dass man bei El Grande das "Geräusch" abkoppeln müsste, nur weil man hört, ob nix, ein bissl was oder viel drin ist. Das kriegt man doch eh mit, wenn man sich ein bisschen aufs Spiel konzentriert - und die Farbverteilung kann man nun wirklich nicht schätzen :)
Ciao,
Roman

re: Materialaufwertung bei Spielen

Verfasst: 13. April 2001, 00:23
von Matthias Staber
>Andreas schrieb:
"So lässt sich beim absolut geräuschlosen hineinwerfen der Steine nicht einmal mehr abschätzen, wieviele Steine bereits im Turm sein könnten."
Uiuiui, mit euch möchte ich nicht El Grande spielen :o) An das Schätzen per Geräusch beim Reinwerfen hatte ich noch nicht gedacht...
Tschö und frohe Ostern,<
Spielsteine vor Spielern zählen, Spielsteine auf Brett zählen, dazuaddieren, von Gesamtspielsteinanzahl pro Spieler abziehen=Spielsteinanzahl pro Farbe im Turm, geräuschlos.
Österliche Grüße,
Matthias

re: Materialaufwertung bei Spielen

Verfasst: 13. April 2001, 10:17
von Bettina
Hallo,
was ich gerne mache, sind persönliche Veränderungen, also keine direkte Materialkritik an die Verlage.
So habe ich z.B. bei "Eselsrennen" die Pöppel durch kleine Eselchen (Gummitierchen von Schleich) ersetzt.
Eine Freundin von mir ist "Startspieler-Pöppelfan" und obendrein liebt sie "Tim und Struppi". Also bekam sie zum Geburtstag einen Tim mit Betonfuss für "Capone" ;-))
Solche "Verbesserungen" machen mir viel Spaß ;-))
Gruß
Bettina

Leisetreten + Spielsteinezählen

Verfasst: 14. April 2001, 03:25
von Roman Pelek
Hi Matthias,
>Spielsteine vor Spielern zählen, Spielsteine auf Brett zählen, dazuaddieren, von Gesamtspielsteinanzahl pro Spieler abziehen=Spielsteinanzahl pro Farbe im Turm, geräuschlos.<
Dazu kommt aber Spielsteineunschärferelation: Je genauer Du hinschaust, desto weniger gewiss ist Dir, wie viele Spielsteine noch unter der Couch oder auf der Veranda des "El Grande"-Spielbesitzers verweilen.
Da hilft nur vor dem Spiel zählen.
Ciao,
Roman (der auf mit der Spielsteinezählerei zur Taktikermittlung bei "Die neuen Entdecker" so auf die Schnauze gefallen ist, weil er vorher nicht gezählt hat...)

re: Spielsteinezählen

Verfasst: 14. April 2001, 08:01
von Gustav der Bär
Es kann dabei hilfreich sein, wenn man einen Bruder hat, den man mit einem schwarzen Porsche aus einem am anderen Ende des Kontinents gelegenen Heim entführt und der zwar den ganzen Tag "Wer ist der beim ersten Mal?" brabbelt, dafür aber immer genau weiss, wieviele Spielsteine sich gerade wo befinden.
Das einzige Risiko ist, dass mitten im Spiel plötzlich zwei Herren in dunklen Anzügen auftauchen, die einen höflich aber bestimmt bitten, mit nach nebenan zu kommen.
Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(a.k.a. Peter Gustav Bartschat)

re: Materialaufwertung bei Spielen

Verfasst: 19. April 2001, 14:24
von Ralf Arnemann
> So lässt sich beim absolut geräuschlosen hineinwerfen
> der Steine nicht einmal mehr abschätzen, wieviele
> Steine bereits im Turm sein könnten.
Abschätzen? Das ist aber ziemlich riskant.
Es empfiehlt sich schon mitzuzählen, was die lieben Mitspieler denn in den Turm geworfen haben - sonst erlebt man böse Überraschungen.