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Die Macher

Verfasst: 27. April 2001, 12:26
von André Michail
Hallo. Hab gerade bei Spielenet Die Macher bestellt und wollte fragen wie das Spiel so eingeschlagen ist?
Bitte um Antwort!

re: Die Macher

Verfasst: 27. April 2001, 12:50
von Ralf Arnemann
Das ist aber eine spaßige Reihenfolge: Erst kaufen, und dann nachfragen, ob das eine gute Idee war.
Die Macher ist ein etwas ungewöhnliches Spiel. Ich finde es sehr gut, aber vielen Leuten mißfallen die komplizierten Abrechnungen.
Daher kann man die Frage nicht so pauschal beantworten, ich empfehle einen Blick in die ausführlichen Rezensionen im Spielearchiv.

re: Die Macher

Verfasst: 27. April 2001, 15:33
von Gerald Rüscher
André fragt nach:
> Hab gerade bei Spielenet Die Macher bestellt und
> wollte fragen wie das Spiel so eingeschlagen ist?
Hm .. bei mir mäßig. Eigentlich sind "Die Macher" ein wirklich einzigartiges Spiel, sehr originell mit einer Reihe innovativer Ideen rund um das Thema Wahlen. Mir hat es trotzdem nicht so gut gefallen, weil ich es ziemlich unübersichtlich finde. Ich spiele an sich sehr gerne komplexe Spiele aber Die Macher finde ich ehre kompliziert als komplex.
Das Hauptproblem ist die enorme Menge an Pöppeln und Karten die gleichzeitig auf dem Spielfeld ist. Bei vier Spielern sind allein ca. 45-60 (habs nicht mehr genau im Kopf) an "Politisches-Programm"-Karten offen im Spiel die alle für die Entscheidungen berücksichtigt werden sollten. Dazu eine Unmenge an Anzeigern und Pöppeln (für 4 Spieler in jeweils 4 Bundesländern Steinchen für Stimmung, Wahlwerbung, Einfluss) usw.
Alles zusammen ist eine Menge Krempel und für mich persönlich einfach zu unübersichtlich. Man ist m.E. weniger mit strategischen Überlegungen beschäftigt, als vielmehr mit dem Versuch ständig alles halbwegs im Auge zu behalten. Aber was soll's ... du hast es ja eh schon gekauft ;-)
Gu6 & nice dice,
Jerry

re: Die Macher

Verfasst: 27. April 2001, 15:50
von Spielmaus
"Die Macher" sind lang. Man braucht Sitzfleisch. Je nach Anzahl der Mitspieler 2 - 4 Stunden. Uns hat es gefallen, bekamen es bei den Münchner Spieletagen direkt vom Autor erklärt, natürlich auch mit ein paar tollen Tipps. Die Unübersichtlichkeit ist ein kleines Problem - aber man gewöhnt sich daran. Es wird am Schluss auch wieder etwas klarer, da immer mehr Wahlbezirke abgerechnet werden. Ich habe mich am Anfang durchgebissen und es kommt immer wieder auf den Tisch.
Spielerische Grüße
Spielmaus (die die Originalunterschrift auf dem Spiel hat)

re: Die Macher

Verfasst: 27. April 2001, 16:06
von Sönke Weidemann
Hallo!
Sicherlich - ohne ein Probespiel ist der Zugang zum Spiel wirklich nicht einfach. Wissen aber alle - und das sollte schon beim zweiten Spiel so sein - worum es geht, hat man zwar vieles im Auge zu behalten, das Spiel selbst ist allerdings meiner Meinung nach sehr logisch aufgebaut und übersichtlich. Man sollte sich aber von der Vorstellung lösen, es hier mit einer politischen Simulation zu tun zu haben. "Die Macher" ist ein Wirtschaftsspiel aller ersten Ranges. Trau Dich ran - es lohnt sich allemal (wenn du 4 - 6 Std. Zeit mitbringst).
Gruß Sönke

re: Die Macher

Verfasst: 27. April 2001, 17:03
von Adam
Die Reihenfolge ließe sich aber noch "verbessern":
1.) Kaufen
2.) Spielen
3.) Ergebnis (=Frust) diskutieren
4.) Regel lesen ;-)
Gruß
Adam

re: Die Macher

Verfasst: 27. April 2001, 18:32
von Markus Barnick
Also ich hab den Kauf auch nicht bereut. Wir haben bisher zwar nur 1-2 x ganz und einige Male "angespielt" weil man ca. 6 - 7 Stunden drüber ist, zumindest am Anfang. Bei mir dauert es immer so ca. bis Runde 4, bis ich den Durchblick habe, welche Karte jetzt wann was verursacht und wann welche Auswirkungen meine Aktion in Runde c) hat. Man findet etwas schwer rein, aber es ist nicht schwer.
Am Anfang ist die Regel etwas unklar, aber es klärt sich alles am Schluß, wo beschrieben wird, wie die nächste Runde vorbereitet wird. Im allgemeinen ist die Regel gut verständlich. Auch die Kurzregel.
Mir gefällts. Was mir ein kleines bisschen missfallen hat, war, daß es einem Mitspieler gelungen ist, mir in der letzten (6./7. Runde) noch alles zu vermiesen. Man kann das Spiel wirklich am Schluß noch "rumreisen."
So drastisch wie Gerald seh ich die Komplexität und Kompliziertheit aber nicht.
Es ist ein sehr gutes Spiel - für Denker und Strategen. Glücksspieler sollten die Finger davon lassen.

re: Die Macher

Verfasst: 3. Mai 2001, 00:44
von stefanie
Ein tolles Spiel, aber wenn man nicht am Ball bleibt, was meint,es kontinuierlich zu spielen, braucht es jedesmal ein gehörige Zeit, die Spielregeln wieder aufs neue aufzufrischen, weil man die Hälfte schon wieder vergessen hat. Das Ergebniss war bis jetzt, dass wir es noch nicht geschaffft haben es bis zum Ende zu spielen, weil alle nach vier, fünf Stunden erschöpft waren. Und noch ein tipp. Falls du irgendwelche Politiker in deinen Bekanntenkreis hast, spiel nicht mit ihnen - sie gewinnen immer. Eben Profis.