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Ohne Furcht und Adel

Verfasst: 20. August 2001, 12:46
von Patrick Hinrichs
Hallo Leute,

im Internet lese ich immer wieder, dass Ohne Furcht und Adel
ein super-tolles Spiel sei. Ich hab's mir vor einigen Monaten
gekauft und es zwei- oder dreimal gespielt (mit insgesamt
3 Personen). Aber keiner von uns fand das Spiel toll. Ich hab's
dann einem Kumpel ausgeliehen, der hat's auch zweimal
gespielt und fand's auch nicht toll.
Muss man es einfach nur öfter spielen, um Spass dran zu
finden? Wir mussten bei fast jedem Zug wieder in der Anleitung
nachsehen. Vielleicht war das das Frustrierende an dem Spiel.
Ich konnte zumindest nichts Tolles an dem Spiel finden.
Woran liegt's, dass Ihr das Spiel alle so toll findet? Oder
was mache ich falsch?

Gruss, Patrick

Re: Ohne Furcht und Adel

Verfasst: 20. August 2001, 12:51
von Roman Pelek
Hi Patrick,

probier's mal in größeren Runden (5-6) aus, da macht's m.E. deutlich mehr Spass. Ist aber eindeutig ein Spass-Spiel dann und nicht notwendigerweise der Taktiküberflieger, das muss man mögen oder eben auch nicht.

Ciao,
Roman

Re: Ohne Furcht und Adel

Verfasst: 20. August 2001, 13:45
von Ingo Kasprzak
Patrick Hinrichs schrieb:
> Wir mussten bei fast jedem Zug wieder in der Anleitung
> nachsehen. Vielleicht war das das Frustrierende an dem Spiel.

Wenn man immer wieder in die Anleitung schauen muss, dann ist klar, dass ein Spiel keinen Spass macht.
Die Frage ist nur: Was um Himmels Willen muss man denn bei OFuA ständig in der Anleitung nachschlagen?!

Ciao, Ingo
(Dem das Spiel zu dritt in der neuen Variante Spass macht, der es aber zu viert deutlich besser findet)

Re: Ohne Furcht und Adel

Verfasst: 20. August 2001, 13:48
von Patrick Hinrichs
Wir mussten immer wieder die Charaktereigenschaften nachgucken. Gut, es war am Ende nicht mehr ganz so oft wie am Anfang, aber dennoch haben wir immer wieder reingeguckt.

Ciao, Patrick

Re: Ohne Furcht und Adel

Verfasst: 20. August 2001, 14:18
von Carsten Wesel
Patrick Hinrichs schrieb:
> Ich hab's mir vor einigen Monaten
> gekauft und es zwei- oder dreimal gespielt (mit insgesamt
> 3 Personen).

Insgesamt 3 Personen ist für 3 Partien etwas wenig.
Richtig gut wird es erst dann, wenn man in der großen Runde spielt, auch wenn OFuA mit 3 Personen spielbar ist (ja, auch zu zweit, aber darum geht es hier nicht).

> Muss man es einfach nur öfter spielen, um Spass dran zu
> finden?

Ja

> Wir mussten bei fast jedem Zug wieder in der Anleitung
> nachsehen. Vielleicht war das das Frustrierende an dem Spiel.

Die kleine Übersicht hat doch jeder vor sich liegen und wenn man es oft genug gespielt hat, dann ist schon klar, daß der Dieb stehlen darf während der Meuchler versucht zu meucheln.

> Woran liegt's, dass Ihr das Spiel alle so toll findet? Oder
> was mache ich falsch?

Es klingt wirklich nach der falschen Mitspielerzahl.

Gruß Carsten (manchmal gerne einer von vielen)

Re: Ohne Furcht und Adel

Verfasst: 20. August 2001, 14:52
von Hanno Schwede
Hallo Patrick

ich kann Dich gut verstehen, mit 3 Spielern bekommt man nichtmal 10% vom Spielspass mit den das Spiel mit 5+ Spielern macht. meinermeinung nach sind ja 6 Spieler für oFuA die ideale Zusammensetzung, aber die muss man erstmal finden.

Mit 5+ Spielern hat man dann ein tolles spassiges Spiel mit leichten Taktikelementen und einem kontrolierbaren Glücksfaktor. Ich habe das Spiel letztes Jahr mit auf eine Freizeit genommen und musste es dann jeden Abend spielen, dabei hat oFuA sogar Bohnanza geschlagen, den Dauerbrenner dieser Runde.

Dann schreibst Du das Ihr immer wieder in den Regeln nachschlagen müsst was die einzelnen Charaktere machen, nunja zum einen gibt es die kleinen Übersichtskärtchen, zum anderen sind die meisten Charaktere ja selbsterklärend, Meuchler, Dieb, König, Händler und Baumeister, sind die einfacheren. Beim Söldner muss man ein wenig aufgrund der Kosten nachdenken und den einzigen den ich auch immer nachschlagen muss ist der Magier...

Also mein Tipp, entweder das Spiel mir schenken, oder der bessere Tipp spielt es in einer grösseren Runde.

Hanno

Re: Ohne Furcht und Adel

Verfasst: 20. August 2001, 20:13
von David Frogier
das Problem bei 3 Spielern ist, dass du ja praktisch die freie Auswahl unter den Charakteren hast; also nie einen ziehen musst, der dir in diesem Augenblick gar nichts bringt

(kommt noch dazu, dass man ja sogar zwei Karten ziehen darf)

das schwächt das Spiel natürlich erheblich, denn einer der Reize liegt gerade in der Auswahl der Charakterkarte (und auch ein bisschen im Bluffen dabei, denn wer möchte schon opfer des Diebs, Meuchlers oder Magiers werden);

zudem fällt der "Kampf um den König" weg, der den Vorteil hat, dass er sich als erster die Karte aussuchen darf... aber ob als erster oder als zweiter ist nun wirklcih fast egal...

dazu kommt noch, dass das Spiel mit zwei Zügen jede Runde auch viel schneller abläuft, man auch viel weniger Gegner hat, auf die man achten muss, usw. alles in allem fällt also der Dilemma-Faktor weg, dass du gerne alles machen möchtest, aber nur eine Karte auswählen darfst, und dann auch noch bitte eine, die nachher nicht ermeuchelt wird, etc.

man steht also weniger unter Druck, dadurch wird der Spielzug letztendlich etwas belieger und auch langweiliger;

das wäre meine Erklärung, warum du das Spiel als so dröge empfindest; wenn du das ähnlich erlebt hast, ist das ein Indiz dafür, dass es dir zu fünft oder zu sechst oder zu siebt mehr Spaß machen könnte ;-)