Mutabohn: Erster Eindruck
Verfasst: 17. Oktober 2001, 08:15
Hallo,
allen Nicht-nach-Essen-Könnern (wie ich einer bin) möchte ich nicht versäumen, die Übergangszeit mit einem Eindruck meiner gestrigen ersten Partie von Mutabohn zu versuessen :
1)
Es gibt einen interessanten neuen Mechanismus: Bohnenfelder müssen nicht mehr sortenrein gebaut werden, auch die nächstschlechtere Bohnensorte darf jetzt mit angebaut werden, wobei dann deren Bohnometer gilt und auch nicht mehr auf die „Grundsorte“ zurückgewechselt werden darf. Allerdings darf wiederum die nächstschlechtere Sorte usw. angebaut werden. Das erfordert am Anfang ein ziemliches Umdenken, ist aber ganz witzig.
2)
Die Gen-Codes: Das sind Kartenanordnungen auf einem Bohnenacker, die einer gewissen Vorgabe entsprechen. Diese werden von neuen Karten vorgegeben, von denen man immer zwei auf der Hand hat. Kann man eine Kombination erfüllen bekommt man „Bohnenpfennige“, die 0,3 bis 0,7 Bohnentalern entsprechen. Während sich dies sehr interessant liest war es bei uns meist nur ein Zubrot. Obwohl ich am Angang auch auf diese Kombinationen hingearbeitet hatte sind sie in ihrer Gewichtigkeit dermassen bescheiden, dass es deutlich lukrativer ist Gen-Codes Gen-Codes sein zu lassen und auf herkömmliche Art (unter Berücksichtigung von Pkt. 1) auf den Bohnenfeldern einen möglichst hohen Durchsatz zu erzielen.
Mit der Taktik habe ich auch gewinnen können (28 Taler 50, davon 2 Taler 50 aus erfüllten Gen-Codes).
3)
Es ist nicht erlaubt, einen 3. Acker zu bauen
4)
Anfangs muß man 2 und darf 3 Handkarten anbauen. Wer nicht mindestens 2 Karten bauen kann muß Strafe zahlen!
5)
Die Spieldauer war mit 90 Minuten doch recht lang. Aufgrund eines anderen Ende-Kriteriums haben wir den Stapel gut 10mal durchgespielt (wobei am Ende von einem „Stapel“ eigentlich nicht mehr die Rede sein konnte), was – verbunden mit der aufgrund des anfangs ungewohnten neuen Mechanismus und der Tatsache, dass man nun deutlich mehr Möglichkeiten ins Spiel einbeziehen muss – die lange Spieldauer begründet hat.
Fazit:
Witzige Idee, aber streckenweise ein wenig zäh, und meiner Meinung nach im Vergleich zu High Bohn die schlechtere Erweiterung (absolut gesehen aber durchaus spielenswert!).
Für mich ein bisschen wie La Isla Bohnita: Sehr interessant, aber mit deutlich weniger „Leichtigkeit“ als das Grundspiel, weswegen ich diese Erweiterungen sicher nicht in jede Partie Bohnaza einflechten werde.
Mutierte Grüße,
Micha
allen Nicht-nach-Essen-Könnern (wie ich einer bin) möchte ich nicht versäumen, die Übergangszeit mit einem Eindruck meiner gestrigen ersten Partie von Mutabohn zu versuessen :
1)
Es gibt einen interessanten neuen Mechanismus: Bohnenfelder müssen nicht mehr sortenrein gebaut werden, auch die nächstschlechtere Bohnensorte darf jetzt mit angebaut werden, wobei dann deren Bohnometer gilt und auch nicht mehr auf die „Grundsorte“ zurückgewechselt werden darf. Allerdings darf wiederum die nächstschlechtere Sorte usw. angebaut werden. Das erfordert am Anfang ein ziemliches Umdenken, ist aber ganz witzig.
2)
Die Gen-Codes: Das sind Kartenanordnungen auf einem Bohnenacker, die einer gewissen Vorgabe entsprechen. Diese werden von neuen Karten vorgegeben, von denen man immer zwei auf der Hand hat. Kann man eine Kombination erfüllen bekommt man „Bohnenpfennige“, die 0,3 bis 0,7 Bohnentalern entsprechen. Während sich dies sehr interessant liest war es bei uns meist nur ein Zubrot. Obwohl ich am Angang auch auf diese Kombinationen hingearbeitet hatte sind sie in ihrer Gewichtigkeit dermassen bescheiden, dass es deutlich lukrativer ist Gen-Codes Gen-Codes sein zu lassen und auf herkömmliche Art (unter Berücksichtigung von Pkt. 1) auf den Bohnenfeldern einen möglichst hohen Durchsatz zu erzielen.
Mit der Taktik habe ich auch gewinnen können (28 Taler 50, davon 2 Taler 50 aus erfüllten Gen-Codes).
3)
Es ist nicht erlaubt, einen 3. Acker zu bauen
4)
Anfangs muß man 2 und darf 3 Handkarten anbauen. Wer nicht mindestens 2 Karten bauen kann muß Strafe zahlen!
5)
Die Spieldauer war mit 90 Minuten doch recht lang. Aufgrund eines anderen Ende-Kriteriums haben wir den Stapel gut 10mal durchgespielt (wobei am Ende von einem „Stapel“ eigentlich nicht mehr die Rede sein konnte), was – verbunden mit der aufgrund des anfangs ungewohnten neuen Mechanismus und der Tatsache, dass man nun deutlich mehr Möglichkeiten ins Spiel einbeziehen muss – die lange Spieldauer begründet hat.
Fazit:
Witzige Idee, aber streckenweise ein wenig zäh, und meiner Meinung nach im Vergleich zu High Bohn die schlechtere Erweiterung (absolut gesehen aber durchaus spielenswert!).
Für mich ein bisschen wie La Isla Bohnita: Sehr interessant, aber mit deutlich weniger „Leichtigkeit“ als das Grundspiel, weswegen ich diese Erweiterungen sicher nicht in jede Partie Bohnaza einflechten werde.
Mutierte Grüße,
Micha