Seite 1 von 1
Creeper von Graham Lipscomb
Verfasst: 23. Oktober 2001, 21:49
von Erhard Portner
Hallo,
meine (Forums-) Freundin Ina hat im Off Topics-Forum "Creeper" bereits lobend erwähnt. Ich möchte mich hier dieser positiven Empfehlung anschließen.
"Creeper" gehört zu der Kategorie von Spielen, bei denen es gilt, eine ununterbrochene Verbindung von einem Spielfeld zu einem anderen, diagonal gegenüber liegenden Spielfeld zu schaffen. Den besonderen Reiz erhält das Spiel durch die Art und Weise, wie die beiden Mitspieler diese Verbindungen herstellen können. Hier hat sich der Autor aus bekannten Spielelementen (u.a. aus "Reversi" und "Halma") eine geniale Mixtur ausgedacht, die einfach Spaß macht.
"Creeper" von Graham Lipscomb ist eigentlich nicht direkt ein neues Spiel. Es ist erstmals 1995 im eigenen Verlag Graham's Games in Großbritannien erschienen. Das Spiel war in Deutschland meines Wissens seinerzeit nur in Essen und durch Direktbestellung zu beziehen. (Ich bin nicht sicher, ob auch das "Spiel" in Hamburg einige Exemplare hatte.)
Nunmehr ist "Creeper" seit Essen in einer tollen Holzausführung mit unverändertem Regelwerk neu in Deutschland über Lan Lu & Pin, Unter den Linden 69 c, 10 117 Berlin, zu beziehen. (Siehe hierzu auch meinen angegebenen Link; allerdings ist "Creeper"" auf der Web-Site noch nicht aufgeführt.) Neben "Creeper" werden von Lan Lu & Pin übrigens eine ganze Reihe weiterer Autorenspiele in ansprechender und solider Holzverarbeitung geführt. Hierzu gehören u.a. Spiele von Maureen Hiron und Jens-Peter ("Daumen drauf") Schliemann. Zumindest "Creeper" erachte ich als absolut empfehlenswert.
Christwart Conrad schrieb in der Pöppel-Revue Ausgabe 6/95, Seite 57, über "Creeper":
"Selten habe ich ein abstaktes Spiel erlebt, das in solch hohem Maße originell und spielerisch reizvoll ist. Alle Partien, die ich gespielt habe, waren kurz und spannend."
Dieser Bewertung von Christwart Conrad kann ich mich nur anschließen. Ich würde es dem Spiel wirklich wünschen, wenn es im deutschsprachigen Raum nunmehr größere Verbreitung finden würde.
Mit verspielten Grüßen
Erhard
Re: Creeper von Graham Lipscomb
Verfasst: 23. Oktober 2001, 22:14
von Berthold Heß
Hallo Erhard,
die Pin-Spiele waren wirklich interessant! Mir sind besonders Cityscape und Portcullis aufgefallen.
(Und nix davon in einer Vorab-Liste :-)) )
Leider war nach Aussagen der Standbesatzung noch nicht klar, ob die Spiele wirklich in Serie produziert werden. Da man bei Auskünften gegenüber der Presse auch eher die anderen Artikel (Spielzeug, Holzmöbel) in den Vordergrund stellte, bin ich nicht sicher, ob sich die geplante Spieleserie durchsetzt. as wäre schade, denn die Spiele waren interessant bei günstigem Preis!
Nice dice!
Bert
(Du hast am Samstag einige nette Spielpartien verpasst!)
Re: Creeper von Graham Lipscomb
Verfasst: 23. Oktober 2001, 22:19
von Arno C. Hofer
Erhard Portner schrieb:
>
> Nunmehr ist "Creeper" seit Essen in einer tollen
> Holzausführung mit unverändertem Regelwerk neu in Deutschland
> über Lan Lu & Pin,
> Zumindest "Creeper" erachte ich als absolut empfehlenswert.
>
> Christwart Conrad schrieb in der Pöppel-Revue Ausgabe 6/95,
> Seite 57, über "Creeper":
>
> "Selten habe ich ein abstaktes Spiel erlebt, das in solch
> hohem Maße originell und spielerisch reizvoll ist. Alle
> Partien, die ich gespielt habe, waren kurz und spannend."
>
> Dieser Bewertung von Christwart Conrad kann ich mich nur
> anschließen. Ich würde es dem Spiel wirklich wünschen, wenn
> es im deutschsprachigen Raum nunmehr größere Verbreitung
> finden würde.
Lieber Erhard, ist das Dein Kandidat für den "Portner", oder "Dvonn" von Kris Burm, da Du von dieser Art Spiele ja geradezu schwärmst ... Müssen wir uns wirklich noch bis 14. November gedulden - oder kannst Du wenigstens schon eine Richtung angeben, in die zu raten es sich lohnt? Leider ist dieser 14. November schon außerhalb unseres "Festivals der Spiele", 9.-13. November an der Uni Graz, aber es wäre schön gewesen dort den Portner schon irgendwie präsentieren zu können... Selbst, wenn diese Posting ironisch klingt: es ist ehrlich und aufrichtig gemeint.
Arno
Re: Creeper von Graham Lipscomb
Verfasst: 24. Oktober 2001, 07:34
von Erhard Portner
Berthold Heß schrieb:
>
> Hallo Erhard,
>
> die Pin-Spiele waren wirklich interessant! Mir sind besonders
> Cityscape und Portcullis aufgefallen.
>
> (Und nix davon in einer Vorab-Liste :-)) )
>
> Leider war nach Aussagen der Standbesatzung noch nicht klar,
> ob die Spiele wirklich in Serie produziert werden. Da man bei
> Auskünften gegenüber der Presse auch eher die anderen Artikel
> (Spielzeug, Holzmöbel) in den Vordergrund stellte, bin ich
> nicht sicher, ob sich die geplante Spieleserie durchsetzt. as
> wäre schade, denn die Spiele waren interessant bei günstigem
> Preis!
>
Hallo Bert,
ja, das finde ich auch. Ob sich die Spielserie durchsetzt, was aus meiner Sicht [b] sehr [/b] zu wünschen wäre, dürfte vermutlich auch eine Frage der Vertriebsmöglichkeiten sein. Da wäre es sicherlich günstig, wenn die Pin-Spiele wenigstens von einigen großen Versendern ins Programm aufgenommen würden. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn sich in dieser Richtung etwas ergeben würde, denn die Spiele scheinen mit Blick auf Design und Spielqualität sehr interessant zu sein.
>
> (Du hast am Samstag einige nette Spielpartien verpasst!)
Das glaube ich gerne. Ich habe es auch sehr bedauert, dass ich nicht konnte. Aber für den Abend war mein Treffen mit Ina und Bärchen schon lange fest eingeplant. Und wir hatten auch ungeheuren Spaß miteinander.
Herzliche Grüße
Erhard
Re: Creeper von Graham Lipscomb
Verfasst: 24. Oktober 2001, 07:50
von Erhard Portner
Arno C. Hofer schrieb:
>
> Lieber Erhard, ist das Dein Kandidat für den "Portner", oder
> "Dvonn" von Kris Burm, da Du von dieser Art Spiele ja
> geradezu schwärmst ... Müssen wir uns wirklich noch bis 14.
> November gedulden - oder kannst Du wenigstens schon eine
> Richtung angeben, in die zu raten es sich lohnt? Leider ist
> dieser 14. November schon außerhalb unseres "Festivals der
> Spiele", 9.-13. November an der Uni Graz, aber es wäre schön
> gewesen dort den Portner schon irgendwie präsentieren zu
> können... Selbst, wenn diese Posting ironisch klingt: es ist
> ehrlich und aufrichtig gemeint.
>
> Arno
Hallo Arno,
Du bringst mich leicht in Verlegenheit. Jedenfalls ganz herzlichen Dank für Dein Interesse, das Du für den "Portner" entgegenbringst. Natürlich ist der "Portner" zunächst aus einer spaßigen Laune entstanden. Ich gehe davon aus, dass der Hintergrund bekannt ist.
Mit den Hinweisen im Vorfeld ist das natürlich immer so eine Sache. Es soll ja auch etwas Spannung dabei sein. Bislang wurde ja "Capitol" als sehr heißer Favorit gehandelt. Und ich bin auch nach wie vor sehr von diesem Spiel überzeugt.
Andererseits soll der "Portner" ja auch ein Alternativpreis sein. Und da wären natürlich Spiele wie "Dvonn" oder "Creeper" tatsächlich eine echte Alternative.
Aber, warten wir es ab. Ich werde am 14. November den "Portner" und vier weitere Spiele bekannt geben.
Vielleicht doch noch ein Hinweis: Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass unter den 5 Spielen sich auch ein Spiel befindet, das in diesem Jahr in Nürnberg in einer Neuauflage erschienen ist und das hier im Forum bislang noch überhaupt keine Erwähnung fand. Na, nun spekuliert mal schön.
Herzliche Grüße
Erhard
PIN als neuer Holzspielverlag
Verfasst: 24. Oktober 2001, 18:59
von Jens-Peter Schliemann
Hallo,
als Autor habe ich PIN schon letztes Jahr in Essen wahrgenommen und dort mein Spiel FIRE AND ICE vorgestellt. Dannach hatte ich einen sehr guten und kompetenten Kontakt mit Dale Walton, der als Amerikaner in Thailand lebt und dort die redaktionelle Bearbeitung von PIN Autorenspielen macht.
PIN TOY ist ein Unternehmen das Spielzeug-Artikel herstellt, vor allem Holzarkikel für Kleinkinder und weltweit ca. 1.000 Beschäftigte hat. Ich denke, dass die Kombination von Holzspielwaren- und Holzspielehersteller sehr sinnvoll ist (wie bei Haba) und PIN aufgrund ihrer günstigen Produktionsmöglichkeiten gute Chancen hat, sich im Markt zu behaupten.
Auf der Website des deutschen Vertrieb findet man die Neuheiten noch nicht, da PIN gerade Probleme mit illegalen Kopien in Hongkong hat. Allerdings kann man sich dort informieren in welchen Spieleläden man PIN-Spiele bekommen kann.
Jens-Peter Schliemann