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Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 24. Oktober 2001, 22:56
von Roman Pelek
Hi,

wir haben heuer nochmals FrachtExpress gespielt, und zwar in der Form, von der ich mir am meisten versprach: drei Spieler ohne Sonderkarten. Nachdem ich recht viel über die m.E. vorhandenen Nachteile bei 4 Spielern mit und ohne Ereignisse geschrieben hatte, wollte ich das auch fairerweise mit Bitte um andere Meinungen/Erfahrungen schreiben:

Wie vermutet wirkt sich die Kartenknappheit bei 3 Spielern nicht so stark aus, sondern man kann durchaus planen. Zu Beginn fährt man zwar meist immer noch die A-B-C-D...-Tour, falls die Karten dies erlauben, aber durch das längere Spiele bauen sich auch im weiteren Spielverlauf einmal Strecken auf, die Alternativtouren rechtfertigen. Zudem erlaubt der Verzicht auf die Sonderaktionen zumindest mal eine ungefähre Routenplanung, auch wenn man nie weiss, was man nachzieht. Kurzum: hier gibt's m.E. einen Spielaufbau, der auch interessantere Planung und bei allem Glück halbwegs ein Haushalten mit den Karten ermöglicht - auch wenn man sich nicht viel behindert dabei. Da teilweise die Sonderaktionen sehr heftig sind (Kartenraubzug) und einem die ganze Route versauen können, sträube ich mich innerlich trotzdem noch dagegen, die jetzt da einzubauen *seufz* So oder so hat's mich aber immer noch nicht vom Hocker gerissen - und zu dritt ist m.E. schon die beste Besetzung bei der Kartenknappheit.

Wie sind Eure Erfahrungen? (Und ich meine hier wenigstens einmal durchgespielt - dass das Spiel auf den ersten Eindruck gut aussieht und klingt und schöne Ideen drin hat, weiss ich auch, sonst hätte ich's nicht gekauft ;-)) Danke Euch herzlich!

Ciao,
Roman (immer noch nicht recht glücklich mit dem FrachtExpress)

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 09:47
von Holger Janssen
Mir ist immernoch nicht ganz klar, warum dir der Kartenstapel zu klein vorkommt.

Ich habe zwar nur eine Vierer-Partie mit den Sonderkarten gespielt, aber mir schienen die Karten auszureichen. Auch haben wir nach einem Durchgang, denke ich, fast alle Bahnhöfe angeschlossen, so dass einige Strecken möglich waren.

Vielleicht haben und/oder wollten wir auch nicht so viel planen wie ihr. Wir hatten meist nicht so viele Karten auf der Hand.

Holger

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 09:48
von Carsten Wesel
Roman Pelek schrieb:
>
> der Form, von der ich mir am meisten versprach: drei Spieler
> ohne Sonderkarten.

Nachdem ich mir die Sonderkarten durchgelesen hatte und es auf der Spiel '01 ohne gespielt hatte, habe ich noch immer nicht so viel Lust, eben diese mit ins Spiel zu bringen.

> Wie vermutet wirkt sich die Kartenknappheit bei 3 Spielern
> nicht so stark aus, sondern man kann durchaus planen.

Mein ersten Spiel (mit 4 Personen) hat in Essen etwa 20 Minuten gedauert und ich dachte mir: "Das kann es nicht gewesen sein". Somit haben wir gleich eine weitere Runde (die dann zu dritt) angehängt und siehe da, es kam ein richtiger Spielfluß auf.

> Zu
> Beginn fährt man zwar meist immer noch die A-B-C-D...-Tour,
> falls die Karten dies erlauben,

Wir hatten in der ersten Partie einen Spieler dabei, wo die Karten es eben nicht erlaubten und er - um doch was transportieren zu können - hauptsächlich Karten nachzog, was auch das schnelle Ende der ersten Runde erklärt.

Ich bin anschließend noch jemandem begegnet, der meinte, man solle nicht unbedingt (A) als Startbahnhof nehmen, sondern ihn je Spieler den auswählen lassen, nachdem man seine ersten Handkarten erhalten hat.

> So oder so hat's
> mich aber immer noch nicht vom Hocker gerissen

Es ist ein gutes Spiel, wie viele Spiele der Messe und Überflieger haben wir nicht. Auch der Frachtexpress ist kein Überflieger, der die Spieler vom Hocker reist, sondern ein gutes solides kartenabhängiges Glücksspiel mit angenehm kurzer Spielzeit.

> und zu dritt
> ist m.E. schon die beste Besetzung bei der Kartenknappheit.

Jo!

> Roman (immer noch nicht recht glücklich mit dem FrachtExpress)

Ich weiß ja nicht, [b]wie[/b] glücklich du mit dem FrachtExpress werden möchtest, aber mit dem was er bietet und was ich gehofft hatte, zu bekommen, bin ich zufrieden.

Gruß Carsten (hat gestern 3 zufriedene Gesichter nach einer Partie gesehen)

Zeit!!!

Verfasst: 25. Oktober 2001, 10:19
von Bettina
Roman Pelek schrieb:
> Wie sind Eure Erfahrungen? (Und ich meine hier wenigstens
> einmal durchgespielt - dass das Spiel auf den ersten Eindruck
> gut aussieht und klingt und schöne Ideen drin hat, weiss ich
> auch, sonst hätte ich's nicht gekauft ;-)) Danke Euch
> herzlich!

Gib uns Zeit :roll:

Wir haben es bisher nur einmal auf der Messe durchgespielt, zu viert ohne Sonderkarten. Insofern kann ich Dir [b]jetzt noch nicht[/b] helfen.

Gruss
Bettina (die hofft auf dem heutigen Spieleabend einige Neuheiten auf den Tisch bringen zu können :-/ )

Re: Zeit!!!

Verfasst: 25. Oktober 2001, 11:33
von Roman Pelek
Hi Bettina,

ich wollte nicht hetzen ;-) Mir reichen auch vereinzelte Stimmen einzelner Partien verschiedener Spieler... Ich will nur nachprüfen, ob's nur bei uns so läuft, und andere mehr "Glück" damit haben.

Ciao,
Roman

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 11:43
von Roman Pelek
Moin Carsten,

Carsten Wesel schrieb:
> Nachdem ich mir die Sonderkarten durchgelesen hatte und es
> auf der Spiel '01 ohne gespielt hatte, habe ich noch immer
> nicht so viel Lust, eben diese mit ins Spiel zu bringen.

Sie sind teilweise sehr mächtig und können das Spiel so stark durcheinanderwirbeln, dass man nicht unbedingt mehr über einen Spielzug hinaus denken kann. Längeres Aufsparen von Karten wird dann noch schwieriger.

> Mein ersten Spiel (mit 4 Personen) hat in Essen etwa 20
> Minuten gedauert und ich dachte mir: "Das kann es nicht
> gewesen sein". Somit haben wir gleich eine weitere Runde (die

So verliefen bisher alle unsere Partien, das war's, was mich unglücklich gemacht hat...

> dann zu dritt) angehängt und siehe da, es kam ein richtiger
> Spielfluß auf.

Ja, zu dritt kommt Spielfluss auf, aber zu viert hat's bei uns nie geklappt.

> > Zu
> > Beginn fährt man zwar meist immer noch die A-B-C-D...-Tour,
> > falls die Karten dies erlauben,
>
> Wir hatten in der ersten Partie einen Spieler dabei, wo die
> Karten es eben nicht erlaubten und er - um doch was
> transportieren zu können - hauptsächlich Karten nachzog, was
> auch das schnelle Ende der ersten Runde erklärt.

Bingo. 100% Übereinstimmung mit Deinen Erfahrungen. Das hat mich dazu verleitet, zu sagen, dass zu wenig Karten im Spiel sind, weil man bei Kartenpech zu Beginn nur nachzieht und das Spiel beendet, ohne wirklich etwas getan zu haben.

> Ich bin anschließend noch jemandem begegnet, der meinte, man
> solle nicht unbedingt (A) als Startbahnhof nehmen, sondern
> ihn je Spieler den auswählen lassen, nachdem man seine ersten
> Handkarten erhalten hat.

Das klingt wie eine probierenswerte Variante, dann kann man sich nach seinen Karten richten, und zudem vermeidet man den "bequemen" A-B-C-D... Weg für alle (zumindest alle die, die die entsprechenden Karten haben).

> Es ist ein gutes Spiel, wie viele Spiele der Messe und
> Überflieger haben wir nicht. Auch der Frachtexpress ist kein
> Überflieger, der die Spieler vom Hocker reist, sondern ein
> gutes solides kartenabhängiges Glücksspiel mit angenehm
> kurzer Spielzeit.

Ein gutes solides Kartenspiel reichte mir bzw. habe ich mich davon versprochen. Unsere 4er-Partien waren aber nicht das, was ich gut und solide nennen würde. Wenn in jeder Partie wenigstens ein Spieler nichts machen kann und Karten nachzieht, bis das Spiel - dann dementsprechend schnell - vorbei ist, gibt's dafür für mich bei weitem nicht die Bezeichnung "gut".

> Ich weiß ja nicht, [b]wie[/b] glücklich du mit dem
> FrachtExpress werden möchtest, aber mit dem was er bietet und
> was ich gehofft hatte, zu bekommen, bin ich zufrieden.

Vielleicht sollte ich dazu übergehen, die "Jeder sucht sich seinen Bahnhof aus"-Variante zu probieren, mal schauen, ob damit das 4-Spieler-Spiel angenehmer wird (und der Frustfaktor kleiner).

> Gruß Carsten (hat gestern 3 zufriedene Gesichter nach einer
> Partie gesehen)

Ciao,
Roman (hat erst gestern halbwegs zufriedene Gesichter gesehen ;-))

Re: Zeit!!!

Verfasst: 25. Oktober 2001, 11:51
von Bettina
Hallo Roman,

ich fühle mich nicht gehetzt, vielmehr bin ich neidisch wieviel Zeit (und Leute) ihr zum Spielen habt :´-(

Und das knüpft ein wenig an das Thema "Stille Teilnehmer" an: Bis ich ein Spiel (auch noch ausgiebig) testen konnte, habt ihr es hier schon ausführlich besprochen.

Gruss
Bettina (die ständig versucht, Freunde zum Spielen zu überreden ;-) )

Re: Zeit!!!

Verfasst: 25. Oktober 2001, 12:09
von Roman Pelek
Hi Bettina,

Bettina schrieb:
>
> Hallo Roman,
>
> ich fühle mich nicht gehetzt, vielmehr bin ich neidisch
> wieviel Zeit (und Leute) ihr zum Spielen habt :´-(

Hm, da könnte ich Dir abhelfen: für nur 299DM + P&P kannst Du mein Produkt "InstantPlayers" bestellen: einfach in einen mit Würfeln gefüllten Blumentopf geben, schattig in die Nähe des Spieleregals stellen und 2x täglich gießen. Binnen 10 Tagen hast Du neue, ausgewachsene Mitspieler ;-) Es gibt aber kein Geld zurück bei falscher Handhabung (falsche Würfelsorte, falsches Regal, falsche Schattigkeit, Spiele mit schlechter Aura in der Nähe...) Aber mal im Ernst:

> Und das knüpft ein wenig an das Thema "Stille Teilnehmer" an:
> Bis ich ein Spiel (auch noch ausgiebig) testen konnte, habt
> ihr es hier schon ausführlich besprochen.

Das ist das Dilemma: irgendeiner ist immer irgendwo schneller. Aber es kommt ja nicht nur auf Schnelligkeit an, sondern auch auf Qualität :-) Und vor allem spielt man ja, um Spass zu haben, und nicht, um im Forum schnellstmöglich drüber schreiber zu können...

> Gruss
> Bettina (die ständig versucht, Freunde zum Spielen zu
> überreden ;-) )

Lokal Mitspieler zu finden, ist ein langer Prozess. Aber vielleicht finden sich ja auch noch ein paar echte "Spielerspinner" in Deiner Nähe ;-)

Ciao,
Roman (hat 'ne spielbegeisterte Freundin, da ist man wenigstens immer schon mal zu zweit...)

IntantPlayers

Verfasst: 25. Oktober 2001, 12:24
von Bettina
Schade, dass ich zur Zeit kein Geld über hab´.
Ist ja wohl nach der Messe auch kein Wunder :LOL:

Und soooooo schlimm stets auch wieder nicht um Gleichgesinnte.

Gruss
Bettina (die herzlich gelacht hat)

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 12:53
von Roman Pelek
Hi Holger,

Holger Janssen schrieb:
>
> Mir ist immernoch nicht ganz klar, warum dir der Kartenstapel
> zu klein vorkommt.

In Carstens Mail bzw. der Antwort darauf liegt die Begründung: im Spiel zu viert, wenn alle mit Grundaufbau in A starten, kann es leicht passieren, dass einer keine Karten hat, um die ABCD-Route zu fahren, während alle anderen sich das Leben leicht machen und dorthin fahren. Dieser zieht dann vermehrt Karten nach, in der Hoffnung, noch solche Karten zu finden oder die Mittel zu haben, eine Alternativroute zu fahren. Dann ist das Spiel nach ca. 20 Minuten beendet, und man konnte noch gar nicht viel machen. Einmal kamen wir nur bis Bahnhof F und der Spieler, der zu Beginn noch keine Karten hatte, hatte sich keinen Millimeter bewegt. Letzteres war allerdings die Variante mit Sonderaktionen, wo ihm auch noch einer die mühsam ersammelten Karten mit dem "Kartenraubzug" von der Hand holte...

> Ich habe zwar nur eine Vierer-Partie mit den Sonderkarten
> gespielt, aber mir schienen die Karten auszureichen. Auch
> haben wir nach einem Durchgang, denke ich, fast alle Bahnhöfe
> angeschlossen, so dass einige Strecken möglich waren.

Es kann gutgehen, die Frage ist nur wie oft. Bei uns ging's drei Mal hintereinander in verschiedenen Runden zu viert schief. Jedes Mal die selbe Problematik trotz anderer Mitspieler. Deswegen interessiert's mich ja, ob das Ausreisser sind oder nicht. Ich fürchte jedoch, dass es recht häufig so passiert und man deshalb lieber zu dritt oder mit Varianten zu viert spielt (Startbahnhof wählen, evtl. mehr Karten durch einmaliges Neueinmischen der Siegpunkte - natürlich vorher aufgeschrieben - oder sowas), damit ein wirklicher Spielaufbau auch in solchen Runden entsteht und nicht einzelne Mitspieler benachteiligt sind oder das Spiel zu kurz wird.

> Vielleicht haben und/oder wollten wir auch nicht so viel
> planen wie ihr. Wir hatten meist nicht so viele Karten auf
> der Hand.

Wir hatten immer recht viele auf der Hand, da man ja auch die Mittel braucht, um seine Ziele zu verwirklichen. Und wenn man 4er oder 5er auf der Hand hat, nimmt man die doch meist besser für's Nachziehen und nicht für Warentransport oder Schienenbau. Zumindest habe ich nur Mitspieler erlebt, die auch so gespielt haben...

Ciao,
Roman

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 13:08
von Joachim Sasse
Hallo,
ich kann immer noch nicht Deine Kritik ganz verstehen !?
Habe es auf der Messe zu viert gespielt (mit Vergnügen, Spieldauer ca. 45. min, ohne Sonderaktionen)
und habe es daheim dann gleich nochmal gespielt, wieder zu viert (wieder mit Vergnügen, Spieldauer ca. 70 min, aber mit Sonderaktionen).
Das einzige was wir beim nächstenmal ändern werden, ist die Aktion Kartenraubzug, die eindeutig zu krass ausfällt.(zumindest in unserem Fall: Der mit den meisten Karten hatte 7 Stück, einer fünf bzw. 2 Karten und ich gar keine mehr , so bekam ich 6 Karten !!!!) Wird beim nächsten mal geändert.
Es wurden auch alle Bahnhöfe angeschlosse und von einer Kartenknappheit war bei uns nichts zu spüren!
Aber sonst hat es allen gefallen und für mich ist es eines der besseren Spiele von der Messe.(Preis auch voll in Ordnung)
Vielleicht liegt es daran, dass ich Spiele sehr gern mag bei denen man aus seinem geringen Kartenblatt das beste herausholen muss bzw. den optimalen Zug aus seinen momentanen Karten findet.
Ahoi

Joachim

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 13:36
von Carsten Wesel
Roman Pelek schrieb:
>
> Das hat
> mich dazu verleitet, zu sagen, dass zu wenig Karten im Spiel
> sind

Das war der erste Gedanke und wäre ich dessen schon sicher gewesen hätte ich mir sicher ein zweites Spiel mitgenommen. Dann könnte man auch die Bahnhöfe etwas weiter auseinander bauen und hätte etwas mehr Athmosphäre (:-?).

Gruß Carsten (der gestern bei sich zuhause einen 12-Personen-Spieleabend hatte)

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 13:41
von Holger Janssen
Roman Pelek schrieb:
>
> In Carstens Mail bzw. der Antwort darauf liegt die
> Begründung: im Spiel zu viert, wenn alle mit Grundaufbau in A
> starten, kann es leicht passieren, dass einer keine Karten
> hat, um die ABCD-Route zu fahren, während alle anderen sich
> das Leben leicht machen und dorthin fahren. Dieser zieht dann
> vermehrt Karten nach, in der Hoffnung, noch solche Karten zu
> finden oder die Mittel zu haben, eine Alternativroute zu
> fahren. Dann ist das Spiel nach ca. 20 Minuten beendet, und
> man konnte noch gar nicht viel machen. Einmal kamen wir nur
> bis Bahnhof F und der Spieler, der zu Beginn noch keine
> Karten hatte, hatte sich keinen Millimeter bewegt. Letzteres
> war allerdings die Variante mit Sonderaktionen, wo ihm auch
> noch einer die mühsam ersammelten Karten mit dem
> "Kartenraubzug" von der Hand holte...

Wenn man die ABC-Route nicht hat, dann fährt mal halt nach G und macht das gleiche dort. Ich habe das zwar nicht genau überprüft, nehme aber mal an, dass die Kartenverteilung dahingehen gleich ist. Man muss halt mal in die andere Richtung bauen.
In der Zeit, in der man Karten zieht und nichts tut, kann man genauso gut woanders hinfahren. Wenn man nur mit den ABCD-Bahnhöfen spielt wird man wohl nicht viel Waren ins Ziel bringen.

> Es kann gutgehen, die Frage ist nur wie oft. Bei uns ging's
> drei Mal hintereinander in verschiedenen Runden zu viert
> schief. Jedes Mal die selbe Problematik trotz anderer
> Mitspieler. Deswegen interessiert's mich ja, ob das
> Ausreisser sind oder nicht. Ich fürchte jedoch, dass es recht
> häufig so passiert und man deshalb lieber zu dritt oder mit
> Varianten zu viert spielt (Startbahnhof wählen, evtl. mehr
> Karten durch einmaliges Neueinmischen der Siegpunkte -
> natürlich vorher aufgeschrieben - oder sowas), damit ein
> wirklicher Spielaufbau auch in solchen Runden entsteht und
> nicht einzelne Mitspieler benachteiligt sind oder das Spiel
> zu kurz wird.

Die allein durch das Einmischen der Siegpunkte wird das Spiel kaum wesentlich länger werden. Viel mehr als fünf eingefahren Waggons hatten wir pro Spieler denke ich nicht.

> Wir hatten immer recht viele auf der Hand, da man ja auch die
> Mittel braucht, um seine Ziele zu verwirklichen. Und wenn man
> 4er oder 5er auf der Hand hat, nimmt man die doch meist
> besser für's Nachziehen und nicht für Warentransport oder
> Schienenbau. Zumindest habe ich nur Mitspieler erlebt, die
> auch so gespielt haben...

Das mag auch an den fehlenden Sonderaktionen liegen. Ein interessanter Effekt von Kartenraub ist nämlich auch, dass damit viel gebaut wird.

Insgesamt denke ich, ist Frachtexpress eher ein kurzes schnelles Spiel.

Holger

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 13:58
von Chris
Hallo Roman,

Seid Ihr schonmal auf die Idee gekommen, dass es den Kartenraubzug gibt, um zu verhindern, dass Spieler ihre Karten horten? (Ich weiß aber gerade nicht, ob es dieses Ereignis in Hellrail auch gibt).

Wenn jemand lieber Karten sammelt als zu fahren, dann spielt er m. E. falsch und verliert logischerweise.

Grundsätzlich ist es natürlich schon ein Manko, wenn ein Spiel nicht mehr funktioniert, wenn die Spieler es anders spielen.

Aber ich finde das Spiel trotzdem nett und witzig.

Ciao Chris

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 14:49
von Roman Pelek
Hi Chris,

Chris schrieb:
> Seid Ihr schonmal auf die Idee gekommen, dass es den
> Kartenraubzug gibt, um zu verhindern, dass Spieler ihre
> Karten horten? (Ich weiß aber gerade nicht, ob es dieses
> Ereignis in Hellrail auch gibt).

Natürlich gibt's das dafür, es führt aber zu zwei Problemen: wenn man zu Spielbeginn keine sinnvollen Karten erhält, muss man erstmal nachziehen. Zum anderen macht es ein Aufsparen von Karten, die man danach einsetzen kann, sehr gefährlich, reduziert also das Spiel durchaus auf ein "Carpe diem", in dem man schnell mit seinen aktuellen Karten was machen muss. Das wäre auch okay, wenn es nicht Mitspieler mit nicht so guten Karten stark hemmen würde. Die Diskrepanz zwischen "Oh, ich hab was passendes gezogen" und "Ich hab' nix passendes" ist sehr stark bei dem Spiel in solchen Situationen.

> Wenn jemand lieber Karten sammelt als zu fahren, dann spielt
> er m. E. falsch und verliert logischerweise.

Wenn jemand keine passenden Karten zu Beginn hat bzw. gleich nachzieht, kann sich das sehr hart auswirken. Wenn man mit halbwegs vernünftigen Karten nur hortet, dann spielt man falsch, klar!

> Grundsätzlich ist es natürlich schon ein Manko, wenn ein
> Spiel nicht mehr funktioniert, wenn die Spieler es anders
> spielen.

Es liegt nicht unbedingt am anders spielen, sondern dass das Kartenglück einem dazu zwingen kann.

> Aber ich finde das Spiel trotzdem nett und witzig.

Wenn's läuft ja, wenn's nicht läuft nicht. Deswegen ja auch die Anfrage, weil ich mal wissen willen, wie viele Partien gut funktionieren und in welchen es aus dem Ruder läuft. Dann könnte man nämlich über Varianten nachdenken, mit denen man den Effekt etwas abmildert. Momentan haben wir die Bandbreite zwischen 4er Partien mit 20Min., bei denen's nicht so lief, und welchen mit 75 Min., bei denen es sich wohl schön entwickelte, micht interessiert die Verteilung innerhalb der Bandbreite...

Ciao,
Roman

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 14:56
von Roman Pelek
Hi Joachim,

Joachim Sasse schrieb:
> ich kann immer noch nicht Deine Kritik ganz verstehen !?

Die Kritik kann man nur verstehen, wenn man solche Partien miterlebt hat :-) Deswegen will ich ja wissen, wie viele Partien gut laufen und wie viele nicht, um einschätzen zu können, ob wir extremes Pech hatten oder ob das häufiger vorkommt.

> Das einzige was wir beim nächstenmal ändern werden, ist die
> Aktion Kartenraubzug, die eindeutig zu krass
> ausfällt.(zumindest in unserem Fall: Der mit den meisten
> Karten hatte 7 Stück, einer fünf bzw. 2 Karten und ich gar
> keine mehr , so bekam ich 6 Karten !!!!) Wird beim nächsten
> mal geändert.

Ja, man kann damit nämlich seine ganze Kartenhand herunterwirtschaften, und jemandem, der vielleicht länger seine Route plant oder planen muss, auch noch verprassen. Das kann ab und an das ganze Spiel auf den Kopf stellen...

> Es wurden auch alle Bahnhöfe angeschlosse und von einer
> Kartenknappheit war bei uns nichts zu spüren!

Diese spürt man spätestens, wenn Mitspieler Karten sammeln und ihre Lok mit reichlich Waggons ausstaffieren. Wenn man 5 Handkarten pro Mitspieler rechnet und 1,5 Waggons im Schnitt, ist schon die Hälfte der Karten auf der Hand bzw. als Waggon. Dazu kommen noch ausgelegete Schienenteile und evtl. schon gelieferte Waggons. Spielen jedoch alle Spieler ihre Karten flüssig von der Hand, läuft es. Die Kritik war folgende: es kann durch ungünstige Kartenverteilungen Mitspieler geben, die Karten sammeln müssen, um was sinnvolles tun zu können, und dann kann eine Partie auch schon nach 20 Min. aus sein, ohne dass viel passiert ist.

> Vielleicht liegt es daran, dass ich Spiele sehr gern mag bei
> denen man aus seinem geringen Kartenblatt das beste
> herausholen muss bzw. den optimalen Zug aus seinen momentanen
> Karten findet.

Ich mag die auch, und ich habe auch nichts gegen kurzfristige taktische Entscheidungen, wenn die Startpositionen/Kartenglück nicht so gewichtig wären. Wie gesagt: es läuft bei weitem nicht immer schief, die Frage ist aber: wie oft kommen solche Extremsituationen vor oder wie kann man sie vermeiden?

Ciao,
Roman

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 15:43
von Stefanie
Chris schrieb:
>
> Hallo Roman,
>
> Seid Ihr schonmal auf die Idee gekommen, dass es den
> Kartenraubzug gibt, um zu verhindern, dass Spieler ihre
> Karten horten? (Ich weiß aber gerade nicht, ob es dieses
> Ereignis in Hellrail auch gibt).

Ja, in der Mayfair-Ausgabe schon (Gluttony).
Allerdings werden die Sondereigenschaften anfangs ja
zufaellig auf die "Bahnhoefe" verteilt, so dass Gluttony
nicht unbedingt dabei sein muss. Selbst wenn, muss Gluttony
nicht unbedingt auf einem der schnell erreichbaren Bahnhoefe liegen, und kann ausserdem durch "Chaos Reigns"
(Neuverteilung der Sondereigenschaften) auch wieder verschwinden
(bzw. erst ins Spiel kommen).

Aber trotzdem, was die Gefahr des Kartenhortens angeht, ich habe den Zweck davon noch nicht ganz verstanden:
Wenn ich schlechte Karten (= Waggons,
die ich nicht anhaengen kann) habe, lege ich doch mehr Strecken
und bewege meinen Zug, wodurch ich ggf. auch fuer mich positive Sonderaktionen ausloesen kann. Je nachdem kann ich dann vielleicht auch mal jemanden rammen oder sonstwie behindern,
obwohl das Rammen zugegebenermassen eher selten vorkommt ;-)

Cheers,
Stefanie

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 17:11
von Roman Pelek
Hi Stefanie,

>Aber trotzdem, was die Gefahr des Kartenhortens angeht, ich habe den Zweck davon noch nicht ganz verstanden:
Wenn ich schlechte Karten (= Waggons,
die ich nicht anhaengen kann) habe, lege ich doch mehr Strecken
und bewege meinen Zug, wodurch ich ggf. auch fuer mich positive Sonderaktionen ausloesen kann.<

Vielleicht ist "Horten" auch der falsche Ausdruck, aber es lohnt sich durchaus, mehrere Karten (4-7) auf der Hand zu haben, vor allem, wenn die Startkarten noch nix dolles waren. Denn wer viele Karten hat, hat viel Auswahl, um sich effiziente Strecken zusammenzustellen und zum anderen begingt eine grosse Kartenauswahl, dass man auch wieder viele Karten nachbekommt, um diese Situation zu "erhalten". Wenn man sich runterackert bis auf eine oder keine Karte, dauert es meist zwei, manchmal sogar 3 Runden, bis man wieder auf der Höhe ist, weil man keine Auswahl hat und keine Auswahl auch oft heissen kann, keine lukrative Karte zum Nachziehen zu haben... Und so oder so sind 4-7 Karten auf der Hand eine ganze Menge, wenn man's mal vier (Spieler) nimmt.

Ciao,
Roman

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 17:41
von Christian Schnabel
Hallo Roman,
nach der schon vor Essen hier im Forum geäußerten Kritik, bin ich froh Frachtexpress (zu Dritt) auf der Messe gespielt zu haben.
Genau wie meine Mitspieler, habe ich Frachtexpress für 20 DM direkt nach der Partie am Franjos-Stand erworben. Uns hatte es also gefallen (daß es Zusatzkarten gibt, habe ich übrigens erst nach dem öffnen der Schachtel bemerkt).
Euer Problem scheint mir im horten von Karten zu liegen: erst nicht die passenden Karten, dann nichts machen (außer Karten nachziehen), damit das Spiel beschleunigen und sich dann wundern verloren zu haben!? Völlig verfehlte Taktik, würde ich sagen.

Viele Grüße

Christian Schnabel

Re: Nochmals Frachtexpress

Verfasst: 25. Oktober 2001, 23:18
von Roman Pelek
Hi Christian

> nach der schon vor Essen hier im Forum geäußerten Kritik, bin
> ich froh Frachtexpress (zu Dritt) auf der Messe gespielt zu
> haben.

So gehört sich das ja auch, wenn man die Möglichkeit dazu hat ;-)

> Genau wie meine Mitspieler, habe ich Frachtexpress für 20 DM
> direkt nach der Partie am Franjos-Stand erworben. Uns hatte
> es also gefallen (daß es Zusatzkarten gibt, habe ich übrigens
> erst nach dem öffnen der Schachtel bemerkt).

Kann ich vollstens verstehen: zu dritt und ohne die Zusatzaktionen macht FrachtExpress auch mir Spass...

> Euer Problem scheint mir im horten von Karten zu liegen: erst
> nicht die passenden Karten, dann nichts machen (außer Karten
> nachziehen), damit das Spiel beschleunigen und sich dann
> wundern verloren zu haben!? Völlig verfehlte Taktik, würde
> ich sagen.

Ich denke: nicht ganz verfehlt, wenn man erhofft, durch eine längere Route das Manko, am Anfang nicht die ABCD-Variante fahren zu können, ausgleichen zu wollen. Dann möchte man nämlich gerne wenigstens zwei, drei Waggons ins Ziel bringen, und dafür braucht man auch die entsprechenden Würfelaugen, die man erstmal ziehen muss. Aber, richtig, diese Taktik funktioniert meistens nicht, wenn die anderen Spieler auch ein paar Karten auf der Hand halten, weil das Spiel vorbei ist, bevor man etwas machen konnte.

Aber das ist ja das eigentliche Manko, das ich dem Spiel zu viert ankreide: es wird zu kurz, wenn ein Spieler versuchen muss (da ihm seine Handkarten zu Beginn nichts anderes erlauben), eine längere Route zu fahren. Wenn Sonderaktionen im Spiel sind, werden ihm also auch noch die Handkarten geraubt. Dieser Spieler hat also keine Chance. Was wiederum bedeutet, dass man dringend die ABCD-Route fahren muss, was wiederum von den Handkarten, die man zieht abhängt. Damit ist das Spiel mir zum einen zu stark glücksabhängig gewesen, und zum anderen wurd's einfach beim dritten Spiel langweilig, dass alle immer dieselbe Richtung fahren.

Um das, was mich gestört hat, auszugleichen, gibt's wohl mehrere Sachen:

1) Mehr Karten zu viert, das kostet aber Geld und kann auch manche Partie unnötig lang machen
2) Freie Wahl des Startbahnhofs (hilft zumindest ab, wenn man nicht gerade A-J, A-H und A-G zu Beginn zieht :-)

Kurzum, nochmal meine Hauptkritikpunkte beim Spiel zu viert, um mal von dem Kartenhorten wegzukommen:

1) Das Kartenglück ist doch sehr stark
2) Planung nur bedingt möglich
3) Das Spiel läuft bei gleichem Aufbau immer auf die gleiche Taktik hinaus, sofern 1) das erlaubt
4) Sonderaktionen restringieren alternative Taktiken zusätzlich

Beim Spiel zu dritt ohne Sonderaktionen fallen obige Kritikpunkte fast gänzlich weg, da man mehr Zeit hat, sich zu entwickeln. Hätt' ich's zuerst zu dritt gespielt, mir wären diese Gedanken nie gekommen.

Ciao,
Roman

Re: Frachtexpress in die Spieleklinik

Verfasst: 28. Oktober 2001, 14:31
von Marion Menrath
Hallo Roman,

ich muss Deinen Eindruck für das Spiel zu viert leider bestätigen. Wir haben die Grundversion probiert ohne Bahnhof-Sonderaktionen.
Ich hatte anfangs nur einen Waggon, den ich von A nach B liefern konnte, sonst nichts mehr, was leicht erreichbar war. Dann habe ich mir in den Kopf gesetzt, einen 9er Waggon nach I und zwei weitere Waggons nach J zu liefern.
Strecken wurden jedoch nur ausgelegt, wenn ein Spieler sie brauchte, sodass ich mir das meiste selbst beschaffen muss. Bin mit meinen tollen Waggons natürlich nie angekommen. Zum Schluss waren zwei oder drei Bahnhöfe noch immer nicht angeschlossen und die Sieger hatten vier Waggons abgeliefert.

Wenn ich ein Eisenbahn-Spiel mit Streckenbau habe, möchte ich auch bauen. Nur von A nach B oder C zu fahren, finde ich dann äußerst unbefriedigend. Dein Vorschlag mit der freien Wahl des Startbahnhofes finde ich sehr interessant.
Wir haben sogar überlegt, ein zweites Spiel zu kaufen, um die Kartenmenge zu verdoppeln, denn eigentlich ist der Mechanismus, die selben Karten als Waggons, zum Fahren und Karten-Nachziehen zu haben sehr interessant. Aber so wie es jetzt ist, ist Frachtexpress ein Fall für die Spieleklinik.
Außerdem würde mich eine Zwei-Personen-Variante interessieren.
Bei Hellrail scheint es eine zu geben, Was spricht eigentlich dagegen, Frachtexpress zu zweit zu spielen?
Marion

Re: Frachtexpress in die Spieleklinik

Verfasst: 28. Oktober 2001, 15:09
von KMW
Moin miteinander,

Marion Menrath schrieb:

> ich muss Deinen Eindruck für das Spiel zu viert leider
> bestätigen. Wir haben die Grundversion probiert ohne
> Bahnhof-Sonderaktionen.

Wir gestern auch (die Grundversion zu viert) - und bei uns lief's rundum zufriedenstellend. Das Streckennetz entwickelte sich so, dass alle Bahnhöfe angeschlossen wurden. Jeder konnte irgendwas Sinnvolles mit seinen Karten anfangen, Strecken fahren, Wagen an- und abkoppeln. Keiner hatte während des Spiels einen extremen "Leerlauf". Niemand hortete mehr als 7 Karten auf der Hand (meist hatte man 3-5). Und die Spieldauer lag (inkl. Spiel erklären) bei etwas über 1 Stunde. Mag ja sein, dass bei uns die Kartenverteilung zufällig sehr glücklich war. Jedenfalls kann ich die negativen Eindrücke, die hier geäußert wurden, bisher nicht bestätigen.

Gruß
KMW

Re: Frachtexpress in die Spieleklinik

Verfasst: 28. Oktober 2001, 22:15
von Roman Pelek
Hi Knut,

KMW schrieb:

> während des Spiels einen extremen "Leerlauf". Niemand hortete
> mehr als 7 Karten auf der Hand (meist hatte man 3-5). Und die

Mehr als 7 Karten hortete auch bei uns niemand, aber es genügte schon, um das Spiel entsprechend zu verkürzen bei 4 Personen.

> Spieldauer lag (inkl. Spiel erklären) bei etwas über 1
> Stunde. Mag ja sein, dass bei uns die Kartenverteilung
> zufällig sehr glücklich war. Jedenfalls kann ich die
> negativen Eindrücke, die hier geäußert wurden, bisher nicht
> bestätigen.

Der Spielverlauf hängt wohl vom Kartenglück und dem Vorgehen der Mitspieler ab. Am Wochenende hat mir eine weitere Spielerunde (die vorher Frachtexpress und die Diskussionen darum nicht kannte) ihren Spieleindruck geschildert - ihr Spieleindruck "Nach 20 Minuten war das Spiel vorbei, bevor man etwas machen konnte. Wir hatten das Gefühl, dass nicht genügend Karten dem Spiel beiliegen."

Wenn man das alles mal zusammenfasst, gibt es wohl eine durchaus hohe Anzahl an Partien zu viert, die so laufen können. Die Frage, die sich mir momentan stellt, ist diejenige: Hängt das nun primär von dem Kartenglück ab (dann wäre ein so häufiges Auftreten für mich durchaus ein Grund, das Spiel dann eben nur zu dritt zu spielen), oder beruht es auf Anfängerfehlern - oder sollten wirklich mehr Karten beiliegen für 4 Spieler? Evtl. eine Kombination aus mehreren Faktoren? Andererseits könnten z.B. mehr Karten dann Partien, die dann so laufen, dass es ca. 1h dauert, noch unnötig verlängern. Schwierig. So oder so scheint mir, dass Frachtexpress zu viert ein Spiel der Extreme ist, je nach Runde und Kartenglück... Bin mal gespannt - vielleicht kommt ja jemand dahinter, wo genau vielleicht auch Anfängerfehler liegen könnten.

Ciao,
Roman

Re: Frachtexpress in die Spieleklinik

Verfasst: 29. Oktober 2001, 14:16
von Hartmut
Hallo Roman,

hier noch eine Stimme zur Vervollständigung Deiner kleinen Umfrage. Ich habe es am Freitag erstmals (zu viert ohne Sonderaktionen) gespielt und kann nach dieser Erfahrung Deine Bedenken teilen. Auch ich hatte abschließend das sichere Gefühl, dass man nur mit Kartenglück (also frühes Ankoppeln bei A / B möglich - Ankoppeln mehrerer Waggons im selben Bahnhof mit ähnlicher Zielrichtung) eine Chance auf den Sieg hat. Auch wir hatten einen Spieler, der mangels sinnvoller Möglichkeiten erst einmal die Hand aufstockte, was ich nicht anders gemacht hätte. Und auch wir anderen Spieler wollten zur Planung lieber immer eine Handkartenreserve von ein paar Karten halten und haben so den Talon klein gehalten.

Das mangels Restkarten drohende Spielende verhinderte frühzeitig irgendwelche strategischen Überlegungen, wenngleich es dann doch noch ein paar Runden dauerte, weil der eine oder andere endlich (!) ein paar Karten halbwegs sinnvoll spielen konnte. Mein Fazit war jedenfalls auch: das spielt man wohl besser nur zu dritt.

Die Sonderaktionen (noch nicht gespielt) kann ich mir partout nicht so recht vorstellen. Scheint mir doch mehr was für bierseelige Runden zu sein, bei denen der Spaßfaktor sonst nicht hoch genug hängt. Ich mag's lieber taktisch/strategisch.

Vielen Dank am alle für die Anregungen - das mit der individuellen Auswahl des Startbahnhofs werde ich probieren.

Hartmut