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Pampas Railroads - Regelfrage

Verfasst: 29. Oktober 2001, 11:22
von Christian Schnabel
Hallo,

ich habe eine Frage zu Pampas Railroads (Winsome Games):

Wird das Einkommen einer Gesellschaft (festgehalten in einer Tabelle) auch in die Firmenkasse eingezahlt oder nur bei den Dividendenausschüttungen unter den Aktionären verteilt?
Beispiel: Die Central baut zu Beginn des Spiels die Strecke Buenos Aires - Lobos (Einkommen = 6). Kommen jetzt auch 6 Dollar in die Firmenkasse der Central?

Problem:
1. Wenn nur durch den Verkauf der 5 Aktien Geld in die Kasse der Eisenbahngesellschaften fließt und diese Aktien nur einen geringen Verkaufspreis erzielen, dann ist kann diese Gesellschaft kaum Strecken bauen.
Beispiel: Jede Central-Aktie wird für 5 Dollar verkauft. Dies würde bedeuten, daß die Central nur 5x Gleise legen könnte; danch wäre dann definitiv Schluß mit Bahnlinien bauen. Anderseits kostet die Erichtung von Regionalbahnen am Spielfeldrand schon bis zu 40 Dollar!

2. Sollte aus diesem Grund z.B. Spieler A viel Geld für Aktien der Central bieten (und diese Gesellschaft damit finanziell gut ausstatten), dann könnten die Mitspieler ggf. mit sehr geringen finanziellen Aufwand die anderen Aktien der Central erwerben (ohne das Spieler A dies verhindern könnte, da er ja nur noch über wenig Bares verfügt).

Ist nun dieser Spagat (gute finanzielle Austattung der Gesellschaften bei möglichst geringen finanziellen Aufwand beim Aktienerwerb) vom Autor Martin Wallace so gewollt oder kommen die Einkommensteigerungen einer Gesellschaft auch deren Firmenkasse zu Gute?

Viele Grüße

Christian Schnabel

Re: Pampas Railroads - Regelfrage

Verfasst: 2. November 2001, 13:39
von Andreas Keirat /Claudia Schlee
Christian Schnabel schrieb:
>
> Hallo,
>
> ich habe eine Frage zu Pampas Railroads (Winsome Games):
>
> Wird das Einkommen einer Gesellschaft (festgehalten in einer
> Tabelle) auch in die Firmenkasse eingezahlt oder nur bei den
> Dividendenausschüttungen unter den Aktionären verteilt?
> Beispiel: Die Central baut zu Beginn des Spiels die Strecke
> Buenos Aires - Lobos (Einkommen = 6). Kommen jetzt auch 6
> Dollar in die Firmenkasse der Central?

Nein. Das Geld für Gesellschaften wird nur durch Aktienverkäufe reingeholt. Bei den Dividenden gibt es nur Geld für die jeweiligen Aktionäre.

>
> Problem:
> 1. Wenn nur durch den Verkauf der 5 Aktien Geld in die Kasse
> der Eisenbahngesellschaften fließt und diese Aktien nur einen
> geringen Verkaufspreis erzielen, dann ist kann diese
> Gesellschaft kaum Strecken bauen.
> Beispiel: Jede Central-Aktie wird für 5 Dollar verkauft. Dies
> würde bedeuten, daß die Central nur 5x Gleise legen könnte;
> danch wäre dann definitiv Schluß mit Bahnlinien bauen.
> Anderseits kostet die Erichtung von Regionalbahnen am
> Spielfeldrand schon bis zu 40 Dollar!

Das stimmt theoretisch, wird praktisch aber nie der Fall sein. Wenn ein Spieler günstig eine Aktie einer Gesellschaft gekauft hat, wird er schnellstens einen Mitstreiter suchen müssen, der ihm beim Ausbau hilft. Eine Linie billig zu kaufen, scheint zwar im ersten Moment logisch, bringt den alleinigen Besitzer der Aktie jedoch stark ins Hintertreffen, da er alleine die Strecke ausbauen muß. Hat man einen Partner, können immerhin beide am Streckennetz werkeln und so die Gesellschaft profitabler für alle machen!


>
> 2. Sollte aus diesem Grund z.B. Spieler A viel Geld für
> Aktien der Central bieten (und diese Gesellschaft damit
> finanziell gut ausstatten), dann könnten die Mitspieler ggf.
> mit sehr geringen finanziellen Aufwand die anderen Aktien der
> Central erwerben (ohne das Spieler A dies verhindern könnte,
> da er ja nur noch über wenig Bares verfügt).
>

Das macht nichts, so lange ein Mitspieler nicht die alleinige Kontrolle behält. Bei Gleichstand bei Aktien haben beide die Mgölichkeit, die Strecke auszubauen und beide profitieren. Allianzen mit verschiedenen Spielern auf verschiedenen Strecken sind ein Muß!

> Ist nun dieser Spagat (gute finanzielle Austattung der
> Gesellschaften bei möglichst geringen finanziellen Aufwand
> beim Aktienerwerb) vom Autor Martin Wallace so gewollt oder
> kommen die Einkommensteigerungen einer Gesellschaft auch
> deren Firmenkasse zu Gute?
>

Ja, und wie Du nach einem Spiel gesehen hast, funktioniert das wirklich gut und die Nebengespräche und taktischen Einfühlmaßnahmen des Partners helfen durchaus. Schade nur, daß das Spielmaterial unter aller Sau ist, um das mal deutlich zu sagen (laminiertes Spielfeld, ungeschützte Papierkarten...)

> Viele Grüße
>
> Christian Schnabel


Ciao,

Andreas Keirat


(der dies eigentlich nur schreibt, falls später einmal ein anderer Spieler in diesem Forum das gleiche Problem hat)