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Regelfrage Titicaca
Verfasst: 7. November 2001, 17:37
von Michael Andersch
Hallo,
nach Runde 5 und 10 gibt es Wertungen. Werden in Runde 5 nur die Länder um See #5 gewertet, oder auch die um See #10 (falls da schon was los ist)?
Die gleiche Frage haben wir uns auch gestellt für die Wertung nach See 10.
Und betreffend der Häuserkette: Zählen da nur unmittelbar (also über Grenzsteine) benachbarte Häuser, oder auch solche die über einen gemeinsamen See hinweg benachbart sind zur Kette dazu?
Fragt sich
Micha
Re: Regelfrage Titicaca
Verfasst: 7. November 2001, 17:42
von Volker L.
Michael Andersch schrieb:
>
> Hallo,
>
> nach Runde 5 und 10 gibt es Wertungen. Werden in Runde 5 nur
> die Länder um See #5 gewertet, oder auch die um See #10
> (falls da schon was los ist)?
>
> Die gleiche Frage haben wir uns auch gestellt für die Wertung
> nach See 10.
Jeweils [b]nur[/b] die Laender, die unmittelbar an den
betreffenden See angrenzen. (Wobei diese Laender durchaus so
riesig werden koennen (vor allem bis Runde 10), dass dann doch
fats alles gewertet wird ;-) )
> Und betreffend der Häuserkette: Zählen da nur unmittelbar
> (also über Grenzsteine) benachbarte Häuser, oder auch solche
> die über einen gemeinsamen See hinweg benachbart sind zur
> Kette dazu?
Oops, diese Frage kann ich dir nicht beantworten, wuerde instinktiv
aber meinen, dass es [b]nicht[/b] ueber einen See hinweg zaehlt.
Gruss, Volker
Re: Regelfrage Titicaca
Verfasst: 7. November 2001, 17:48
von Roman Pelek
Hi Micha,
Michael Andersch schrieb:
> nach Runde 5 und 10 gibt es Wertungen. Werden in Runde 5 nur
> die Länder um See #5 gewertet, oder auch die um See #10
> (falls da schon was los ist)?
Nur die um See 5. In der Anleitung steht "später See 10", was sich auf die Wertung nach See 10 bezieht.
> Die gleiche Frage haben wir uns auch gestellt für die Wertung
> nach See 10.
Die Regel ist für mich so zu interpretieren, dass auch hier nur See 10 gewertet wird, da See 5 bereits gewertet wurde...
> Und betreffend der Häuserkette: Zählen da nur unmittelbar
> (also über Grenzsteine) benachbarte Häuser, oder auch solche
> die über einen gemeinsamen See hinweg benachbart sind zur
> Kette dazu?
Hm, auf die Frage kamen wir gar nicht, aber ich denke mal zu 99,9% nicht, das wäre zu ungewöhnlich. Sonst wäre es explizit erwähnt, außerdem würde es Kettenbildung zu einfach machen.
Ciao,
Roman
Re: Regelfrage Titicaca
Verfasst: 7. November 2001, 18:35
von Bernd Eisen
Hallo Michael!
Zu den Häuserketten:
Es zählen nur unmittelbar benachbarte Häuser dazu.
Über einen See rüber war nur die Rede von Benachbarten Gebieten im Zusammenhang mit der Aktion 3 (verbinden zweier anderer Gebiete).
Viel Spaß noch mit diesem tollen Spiel
Grüße
Bernd
Re: Regelfrage Titicaca
Verfasst: 7. November 2001, 18:41
von Uwe Hackenberg
Hallo Michael,
keine neuen Einsichten, aber mit durch mehrfaches Studium der Regel nach jedem Spiel mit mehr Entschiedenheit als Volker und Roman vertreten:
1. Wertungen im Spiel
Ganz klar: Nach Runde 5 werden nur die Länder um See 5 und Runde 10 nur die Länder um See 10 gewertet.
Sehr wichtige Regelpassage, die gerne überlesen und in Essen gar nicht erklärt wurde. Nach den Wertungen (Runde 5 / Runde 10) werden aus gewerteten Ländern die Tempel an die Spieler zurückgegeben - sie bleiben nur in Ländern liegen, die nicht gewertet werden. D.h. zum einen, dass man geschickt gesetzte Tempel mehrfach einsetzen kann. Zum anderen können sich so Mehrheiten von Wertung zu Wertung verändern ohne dass sich Ländergrenzen verändert haben.
2. Häuserketten
Hier zählen nur Häuser in direkt nebeneinander liegenden Landschaften - keine Nachbarschaften über Seeen hinaus.
Die Nachbarschaft über Seen gilt nur für LÄNDER und hat einzig die Funktion, zu regeln, welche Länder man fusionieren darf und in welche Länder man Tempel setzen darf.
Abschliesend für alle Noch-Nicht Titicaca Spieler zwei Hinweise, die hier vielleicht schon gefallen sind:
1. Die Regel ist nicht sehr gut aufgebaut und bietet einige Fallstricke für Missverständnisse.
2. In der Regel steht als strategischer Hinweis, man soll genau abwägen, wie man seine Waffen einsetzt. Hilfreicher wäre ein Hinweis gewesen, dass von den zwei Wertungsarten im Durchschnitt die Mehrheit pro Landtyp mehr Punkte gibt als die Mehrheit von Häusern im Land. Bei den meisten Spielern ist nähmlich die Erwartungshaltung gerade umgekehrt.
Grüsse Uwe
Re: Regelfrage Titicaca
Verfasst: 8. November 2001, 12:39
von Volker L.
Uwe Hackenberg schrieb:
> keine neuen Einsichten, aber mit durch mehrfaches Studium der
> Regel nach jedem Spiel mit mehr Entschiedenheit als Volker
> und Roman vertreten:
>
> 1. Wertungen im Spiel
Also, bei dieser Frage waren auch Roman und ich absolut sicher.
> Sehr wichtige Regelpassage, die gerne überlesen und in Essen
> gar nicht erklärt wurde. Nach den Wertungen (Runde 5 / Runde
> 10) werden aus gewerteten Ländern die Tempel an die Spieler
> zurückgegeben
Also, bei meiner Testpartie [b]wurde[/b] es erklaert.
> Hilfreicher
> wäre ein Hinweis gewesen, dass von den zwei Wertungsarten im
> Durchschnitt die Mehrheit pro Landtyp mehr Punkte gibt als
> die Mehrheit von Häusern im Land. Bei den meisten Spielern
> ist nähmlich die Erwartungshaltung gerade umgekehrt.
Auch ich fand diese Tatsache etwas ueberraschend, aber sowas
bemerkt man eigentlich (Gruss an Carsten in down under :-) ) im
Verlauf der ersten Partie.
Gruss, Volker
Re: Regelfrage Titicaca
Verfasst: 8. November 2001, 12:47
von Frank Gartner
Hallo Uwe,
> 1. Die Regel ist nicht sehr gut aufgebaut und bietet einige
> Fallstricke für Missverständnisse.
Wenn man die Beispiele zuerst durchliest, geht es eigentlich relativ gut. Allerdings sind die Beispiele teilweise etwas wirr, da die Bildausschnitte so knapp gewählt worden sind, dass man den Randbereich kaum noch erkennen kann, obwohl dieser für das Beispiel sehr wichtig ist.
Offen ist allerdings, wer den Start-Chip bekommt. Wir haben es so gemacht, dass diesen der Spieler bekommt, der zuletzt gebaut hat. Spieler, die nicht gebaut haben, bekommen den Chip nicht.
> 2. In der Regel steht als strategischer Hinweis, man soll
> genau abwägen, wie man seine Waffen einsetzt. Hilfreicher
> wäre ein Hinweis gewesen, dass von den zwei Wertungsarten im
> Durchschnitt die Mehrheit pro Landtyp mehr Punkte gibt als
> die Mehrheit von Häusern im Land. Bei den meisten Spielern
> ist nähmlich die Erwartungshaltung gerade umgekehrt.
Ich denke das bekommt man während des Spiels raus. Man sollte sich auch überlegen, ob es nicht klüger ist, manchmal auf ein Gebot zu verzichten und das Geld zu behalten. Immerhin gibt es bei jeder Wertung hierfür Siegpunkte. Das kann sich teilweise ganz schön auswirken. Eine lange Straße zu haben kann evtl. mehr Punkte bringen, als Landes- oder Landtyp-Punkte.
Das dauert, bis man die richtige Taktik raus hat.
Ich bin selbst arbeite auch noch an der richtigen Taktik.
MfG,
Frank
Re: Regelfrage Titicaca
Verfasst: 8. November 2001, 12:53
von Volker L.
Frank Gartner schrieb:
> Offen ist allerdings, wer den Start-Chip bekommt. Wir haben
> es so gemacht, dass diesen der Spieler bekommt, der zuletzt
> gebaut hat. Spieler, die nicht gebaut haben, bekommen den
> Chip nicht.
Das ist korrekt, Corne' hat es uns auf der Messe genauso
erklaert (allerdings - wie ich mich dunkel erinnere - wohl erst
auf Nachfrage meinerseits hin).
Das bedeutet uebrigens auch, dass in Faellen, wo es nur ein
einziges Feld gibt, der Sieger des Bietens auch noch mit dem
Chip zusaetzlich belohnt wird, was man bei der Gebotshoehe
durchaus beruecksichtigen sollte.
Gruss, Volker
Re: Regelfrage Titicaca
Verfasst: 8. November 2001, 17:01
von Frank Gartner
Hallo Volker,
> > Offen ist allerdings, wer den Start-Chip bekommt. Wir haben
> > es so gemacht, dass diesen der Spieler bekommt, der zuletzt
> > gebaut hat. Spieler, die nicht gebaut haben, bekommen den
> > Chip nicht.
> Das ist korrekt, Corne' hat es uns auf der Messe genauso
> erklaert (allerdings - wie ich mich dunkel erinnere - wohl erst
> auf Nachfrage meinerseits hin).
Steht leider nicht eindeutig in der Regel.
Aber danke, für die Bestätigung, dann wissen wir jetzt wenigstens, wie es gedacht ist.
> Das bedeutet uebrigens auch, dass in Faellen, wo es nur ein
> einziges Feld gibt, der Sieger des Bietens auch noch mit dem
> Chip zusaetzlich belohnt wird, was man bei der Gebotshoehe
> durchaus beruecksichtigen sollte.
Klingt auf den ersten Blick zwar unfair, aber es ist ein ein taktisches Element, das man einplanen kann und das vor allem ALLE einplanen können.
Von daher ist es wiederum fair und m.E. gar keine schlechte Idee.
MfG
Frank
Re: Regelfrage Titicaca
Verfasst: 8. November 2001, 20:25
von erik
Frank Gartner schrieb:
> [wer kriegt das Pfeilplättchen]
> Steht leider nicht eindeutig in der Regel.
Doch, unter dem Abschnitt Spielrunden (Seite 2): "Das
Pfeilplättchen erhält am Ende der Spielrunde der Spieler,
der in dieser Runde als letzter am Zug war."
> > Das bedeutet uebrigens auch, dass in Faellen, wo es nur ein
> > einziges Feld gibt, der Sieger des Bietens auch noch mit dem
> > Chip zusaetzlich belohnt wird, was man bei der Gebotshoehe
> > durchaus beruecksichtigen sollte.
>
> Klingt auf den ersten Blick zwar unfair, aber es ist ein ein
> taktisches Element, das man einplanen kann und das vor allem
> ALLE einplanen können.
> Von daher ist es wiederum fair und m.E. gar keine schlechte
> Idee.
Und vereinfacht auch die Regel: sonst gibbet wieder Sonderregeln,
wer kriegts wenn mehrere nichts geboten haben :-)
Viele Grüsse,
Erik
Re: Regelfrage Titicaca
Verfasst: 8. November 2001, 20:28
von erik
Hallo Bernd,
> Über einen See rüber war nur die Rede von Benachbarten
> Gebieten im Zusammenhang mit der Aktion 3 (verbinden zweier
> anderer Gebiete).
Dazu ein kleiner Nachtrag:
Diese Nachbarschaftsregel übern See gilt auch bei Aktion 4 (Tempel
setzen).
Viele Grüsse,
Erik
Re: Regelfrage Titicaca
Verfasst: 8. November 2001, 21:31
von Bernd Eisen
Hallo Frank!
>>Das dauert, bis man die richtige Taktik raus hat.
Ich bin selbst arbeite auch noch an der richtigen Taktik. <<
Unsere Spielrunde war doch eine Demonstration in Sachen richtige Taktik!!:grin:
Das Übrigbehalten von Waffen hat doch ein ganz schönes Gewicht... und lieber ein paar weniger Häuser an guten Plätzen, als immer beim Bauen dabei sein zu wollen.
Ich hab mich zum Beispiel immer umgeschaut, daß die Landschaftsart, auf der ich baue, nicht gleich wieder in der näheren Nachbarschaft vorkommt... dann ist die Chance größer, daß sich das Land gut entwickelt und man eine starke Position hat.
Gruß
Bernd, der das Spiel unbedingt noch ein paarmal spielen will
Re: Regelfrage Titicaca
Verfasst: 8. November 2001, 23:53
von Frank Gartner
Hallo Erik,
> Doch, unter dem Abschnitt Spielrunden (Seite 2): "Das
> Pfeilplättchen erhält am Ende der Spielrunde der Spieler,
> der in dieser Runde als letzter am Zug war."
Wir waren uns nicht so sicher, was damit gemeint ist.
Als letzter am Zug kann man auch sein, wenn man kein Gebäude bekommt.
In diesem Fall stellt man fest, dass man nichts mehr bauen kann und nimmt seinen Einsatz wieder zurück.
Wir ahnten, dass das gemeint sein könnte, aber in verschiedenen Runden kam das nicht klar rüber.
Ciao, Frank
Re: Regelfrage Titicaca
Verfasst: 8. November 2001, 23:56
von Frank Gartner
> Unsere Spielrunde war doch eine Demonstration in Sachen
> richtige Taktik!!:grin:
Das schöne ist doch, dass man aus Fehlern lernen kann :-)
> Das Übrigbehalten von Waffen hat doch ein ganz schönes
> Gewicht... und lieber ein paar weniger Häuser an guten
> Plätzen, als immer beim Bauen dabei sein zu wollen.
Ich bin sicher, dass das noch lange nicht alles war.
> Bernd, der das Spiel unbedingt noch ein paarmal spielen will
Frank, der das Spiel sicher noch einige Male spielen wird! :-)
Versteigerungsspiele
Verfasst: 9. November 2001, 12:09
von Marten Holst
Moinle Frank,
> Klingt auf den ersten Blick zwar unfair, aber es ist ein ein
> taktisches Element, das man einplanen kann und das vor allem
> ALLE einplanen können.
Ein klassisches Element, wenn Aktionen versteigert werden, das immer wieder gerne übersehen wird. So zum Beispiel auch von der Religion "Bei FvF muss man nur alle Gaukler kaufen und gewinnt automatisch, das ist langweilig"... :-))
Tschüß
Marten (kennt Leute, die Versteigerungsspiele als "Wettspiele" bezeichnen)
Re: Versteigerungsspiele
Verfasst: 9. November 2001, 13:14
von Frank Gartner
Hallo Marten!
> Ein klassisches Element, wenn Aktionen versteigert werden,
> das immer wieder gerne übersehen wird. So zum Beispiel auch
> von der Religion "Bei FvF muss man nur alle Gaukler kaufen
> und gewinnt automatisch, das ist langweilig"... :-))
> Tschüß
> Marten (kennt Leute, die Versteigerungsspiele als
> "Wettspiele" bezeichnen)
Nun ja, wenn es die anderen Mitspieler zulassen, dass jemand sich auf diese Weise einen solchen Vorteil erkauft, dann haben sie es aber auch nicht verstanden.
Ein Spiel macht nur Spaß, wenn man Gegner hat, keine Opfer :-).
Ciao, Frank
Re: Versteigerungsspiele
Verfasst: 9. November 2001, 15:25
von Jost Schwider
> kennt Leute, die Versteigerungsspiele als "Wettspiele" bezeichnen
[b]das[/b] ist gut, muss ich mir merken! :-D
Jost aus Soest (mag i.A. keine Versteigerungsspiele, "Goldrush City" ist mal wieder eine Ausnahme)