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schon gespielt mexica

Verfasst: 11. Januar 2002, 15:54
von andreas haun
moin,

ich habe heute mit meinem sohn (5jahre) und mir sowie mister x mexica gespielt.
ich halte es fuer das bessere der triologie aber nix fuer die familie. das spiel hat zwar ein schoense thema, kann aber die voellig abstrakte wurzel nicht verbergen. das spielprinzip waere fuer eine pc umsetzung wie gemacht (z.b. fuer den palm, siehe eckweire) mit unterschiedlichen brettern etc.

was stoert ist der sehr hohe preis von 45 euro (was dem inhalt nicht entspricht)

was denkt ihr ?

gruzs
andreas


btw: ein sehr schoenes gruebelspiel ;-)

Re: schon gespielt mexica-Spielpreise

Verfasst: 11. Januar 2002, 16:18
von Chris
Hallo Andreas und alle anderen,

Grundsätzlich stört mich öfters die etwas saloppe Einstellung zum Thema Geld, die hier im Forum öfters geäußert wird.

Habt Ihr Euch eigentlich schon mal überlegt, dass es die ganzen schönen Spiele (und andere Luxusartikel (Ja, Spiele sind keine Lebensmittel)) nicht geben würde, wenn es die dritte Welt, sprich Asien, China, nicht geben würde, bzw. die Leute dort unser Lohn(Lebens-!)niveau hätten?

Die Verlagsbranche ist nicht gerade für ihre tollen Gewinnsteigerungen bekannt. Wer dort mal gearbeitet hat, weiß das erst recht...

Ich finde, die Spiele hier sind für die Qualität/Spielidee viel zu billig und wir sollten dankbar sein, dass es uns so gut geht.

Ist nicht böse gemeint, soll aber einen Denkanstoß geben.

Ciao, Chris (die heute etwas philosophisch drauf ist)

Re: schon gespielt mexica-Spielpreise

Verfasst: 11. Januar 2002, 16:59
von Wolfgang Ditt
Hallo Chris,

> Grundsätzlich stört mich öfters die etwas saloppe Einstellung
> zum Thema Geld, die hier im Forum öfters geäußert wird.

also so salopp ist das gar nicht und über Preise wird nun einmal diskutiert, besondes durch die €-Umstellung

> Habt Ihr Euch eigentlich schon mal überlegt, dass es die
> ganzen schönen Spiele (und andere Luxusartikel (Ja, Spiele
> sind keine Lebensmittel)) nicht geben würde, wenn es die
> dritte Welt, sprich Asien, China, nicht geben würde, bzw.
> die Leute dort unser Lohn(Lebens-!)niveau hätten?

Also Spiele sind kein Luxusartikel. So gibt es Kalaha aus Afrika, ein Spiel, dass man ohne großes Material im Sand spielen konnte. Und auch aus Europa sind aus früheren Epochen Knochenwürfel bekannt. Gespielt wurde, sobald die Nahrung etwas gesichert war.

> Ich finde, die Spiele hier sind für die Qualität/Spielidee
> viel zu billig und wir sollten dankbar sein, dass es uns so
> gut geht.
Also wenn überhaupt sind sie preiswert. Das muss aber jeder selbst beurteilen

> Ist nicht böse gemeint, soll aber einen Denkanstoß geben.
Tja, in der Adventszeit gab es unserer Kalender. Jede Einsendung war Geld für die Kinder in Afghanistan wert. Wo warst du denn da? Ich mag es einfach nicht, wenn immer wieder auf solch eine Art kritisiert wird. Es wird vieles einfach schlechtgeredet und irgendwer ist immer gegen irgendetwas.

> Ciao, Chris (die heute etwas philosophisch drauf ist)
Philosophie beschäftigt sich nun mit ganz anderen Dingen wie die Entstehung der Welt und die Bedeutung des Lebens, aber nicht mit Dingen wie gerecht es ist, ein Spiel für 40 € kaufen zu können, wenn am anderen Ende der Welt andere dafür ein Mensch mehr als einen Monat arbeiten müssen.

Wolfgang (kauft Spiele weiterhin mit gutem Gewissen)

ich wollte eigentlich nicht ueber preise sinnieren

Verfasst: 11. Januar 2002, 19:48
von andreas haun
aehhhh...

... und der spielwert ???

andreas

Re: schon gespielt mexica-Spielpreise

Verfasst: 11. Januar 2002, 21:57
von Chris
Hallo Wolfgang,

Sorry, aber da muss ich Dir widersprechen.

Wolfgang Ditt schrieb:
>

> Also Spiele sind kein Luxusartikel.

Ich habe selbstverständlich nicht von Spielen wie Kalaha, sondern von den Spielen, um die es hier im Forum geht, wie eben Mexika gesprochen. Und das sind sehr wohl Luxusartikel. (Insofern man Luxusartikel nicht nur auf sündhaft teuren Schmuck, etc. bezieht.)

> Es wird vieles einfach
> schlechtgeredet und irgendwer ist immer gegen irgendetwas.

Häh? Das habe ich nun wirklich nicht gesagt! Im Gegenteil, ich finde es nicht gut, wenn immer wieder von hochwertigen Spielen gesagt wird, die Spiele seien zu teuer. Und sie damit schlechtgemacht werden. Ich möchte den Forumsteilnehmern bewusst machen, wie gut (und preiswert) die meisten Spiele hierzulande sind. Denn eines kann ja wohl niemand bestreiten: Dass alle hier sich die Spiele nicht vom Munde absparen müssen. Wir sind m. E. viel zu verwöhnt.

> Philosophie beschäftigt sich nun mit ganz anderen Dingen wie
> die Entstehung der Welt und die Bedeutung des Lebens, aber
> nicht mit Dingen wie gerecht es ist, ein Spiel für 40 €
> kaufen zu können, wenn am anderen Ende der Welt andere dafür
> ein Mensch mehr als einen Monat arbeiten müssen.

Nicht dass ich darin Experte wäre, aber ich denke, dass sich Philosophie sehr wohl auch mit dem täglichen Leben beschäftigt. Und sicherlich auch mit Gerechtigkeit.

> Wolfgang (kauft Spiele weiterhin mit gutem Gewissen)

Na prima, heute werde *ich* nicht verstanden. Ich kaufe auch gerne Spiele. Und das mit dem Gewissen war überhaupt nicht mein Punkt. Aber ich kann mich darüber noch freuen und jammer nicht, dass das Zeug (angeblich) so teuer ist.

Ciao Chris (die auch nicht über die Steuern jammert, sondern froh ist, endlich welche zahlen zu dürfen)

Re: schon gespielt mexica-Spielpreise

Verfasst: 11. Januar 2002, 23:07
von Arne Hoffmann
Hallo Chris!

Chris schrieb:
>
> Hallo Wolfgang,
>
> Sorry, aber da muss ich Dir widersprechen.
>
> Wolfgang Ditt schrieb:
> >
>
> > Also Spiele sind kein Luxusartikel.
>
> Ich habe selbstverständlich nicht von Spielen wie Kalaha,
> sondern von den Spielen, um die es hier im Forum geht, wie
> eben Mexika gesprochen. Und das sind sehr wohl Luxusartikel.
> (Insofern man Luxusartikel nicht nur auf sündhaft teuren
> Schmuck, etc. bezieht.)

Hmm, ich beziehe das Wort Luxusartikel nicht nur auf sündhaft teuren Schmuck, aber so richtig auf Spiele passen tut das nicht. Ok, [i]Die Oper[/i] oder [i]Die Abtei der Wandernen Bücher[/i] von Fackler sowie edel aufgemachte Holzspiele würd ich schon als Luxusartikel bezeichnen, nicht aber das normale Gesellschaftsspiel. Klar, nicht jeder kann mal eben 40 Euro für ein Spiel ausgeben - somit fallen Spiele aus den alltäglichen Dingen heraus. Luxus wäre für mich in dem Preisrahmen aber eher ne Schokolade oder Pralinen oder ein schöner schottischer Whiskey (hmmmm) für 40 Euro (halt Dinge, die normalerweise viel weniger kosten oder die man sich nur für spezielle Anlässe anschafft).

> > Es wird vieles einfach
> > schlechtgeredet und irgendwer ist immer gegen irgendetwas.
>
> Häh? Das habe ich nun wirklich nicht gesagt! Im Gegenteil,
> ich finde es nicht gut, wenn immer wieder von hochwertigen
> Spielen gesagt wird, die Spiele seien zu teuer. Und sie damit
> schlechtgemacht werden. Ich möchte den Forumsteilnehmern
> bewusst machen, wie gut (und preiswert) die meisten Spiele
> hierzulande sind. Denn eines kann ja wohl niemand bestreiten:
> Dass alle hier sich die Spiele nicht vom Munde absparen
> müssen. Wir sind m. E. viel zu verwöhnt.

Ok, hier kann ich Dir zum Teil zustimmen. Teilweise frage ich mich auch, wie manche Spiele so günstig angeboten werden können und wäre bei vielen auch bereit, höhere Preise dafür zu bezahlen. Ich denke aber schon, daß den meisten hier bewußt ist, wie günstig die Spiele hier in Deutschland sind. Trotzdem kann man dann ja schmunzeln, wenn ein Medina für 45,- DM verkauft wurde und jetzt z.B. ein Mexica 40 Euro kostet. Damit meine ich jetzt nicht, daß Mexica generell überteuert ist - ich kenne das Spiel noch nicht. Vielmehr geht es mir hier über die Preisdifferenz bei den einzelnen Spielen. Ich hätte für Medina wegen seines Materials und Spielwertes auch locker 65,- bis 70,- DM bezahlt, wenn es generell so teuer gewesen wäre.

Und verwöhnt bin ich, das gebe ich zu. Ich bin dabei aber nicht ignorant und erkenne auch, wie gut es mir geht und was ich mir alles leisten kann, zu dem anderen die Mittel fehlen.

> Na prima, heute werde *ich* nicht verstanden. Ich kaufe auch
> gerne Spiele. Und das mit dem Gewissen war überhaupt nicht
> mein Punkt. Aber ich kann mich darüber noch freuen und jammer
> nicht, dass das Zeug (angeblich) so teuer ist.

Also, groß jammern tu ich auch nicht, wenn es Dich tröstet :-)) Ich überlege ja auch momentan, ob ich mir ein Spielchen für schlappe 150,- DM zulege...(das könnte dann schon Luxus sein...)

> Ciao Chris (die auch nicht über die Steuern jammert, sondern
> froh ist, endlich welche zahlen zu dürfen)

Wow! [b] Das[/b] hört man ganz selten. Ich bin normalerweise nur froh über Steuern, wenn ich sie zurückbekommen :-))

Schöne Grüße,

- Arne -

Re: schon gespielt mexica-Spielpreise

Verfasst: 12. Januar 2002, 01:09
von Chris
Hallo Arne,

> Ich bin dabei aber
> nicht ignorant und erkenne auch, wie gut es mir geht und was
> ich mir alles leisten kann, zu dem anderen die Mittel fehlen.

Diese Einsicht fehlt den meisten Menschen leider. Zumindest habe ich oft den Eindruck, wenn ich die Leute (Im Fernsehen, in der U-Bahn, im Forum...) permanent über Preise, zu hohe Steuern, und überhaupt, jammern höre. Wenigstens einer versteht mich :-)

Und zu Preisen allgemein: Man weiß nie, wie eine Firma ihre Produkte querfinanziert. Daher sind Preisvergleiche gefährlich. (Z. B.: Ohne Spiele, an denen ein Verlag Gewinn macht, keine teuren Insider-Spiele in niedriger Auflage)


Gute Nacht, Chris

Re: schon gespielt mexica-Spielpreise

Verfasst: 12. Januar 2002, 07:09
von Helmut Lehr
Das hängt doch alles davon ab, welch großes Interesse jemand an einer Sache hat. Finanziell geht es den wenigstens schlecht. (Und wem es wirklich nicht so rosig geht, diese Leute haben immer noch Geld für Genußmittel.)
Wenig- oder Nichtspieler finden schon einen Betrag von 20 € zu teuer. Meine Frau kaufte vor Weihnachten einen Tischläufer für 100 DM mit den Worten: "Eigentlich zu teuer, aber ich wollte ihn haben, weil er mir auch gut gefiel." So ist das genau bei Spielen. Die wenigsten denken an den dauerhaften Spielspaß bei Spitzentiteln. Je öfter ein Spiel auf den Tisch kommt, desto geringer sind die Kosten pro Spielrunde.
Schöne Grüße
Helmut

Re: schon gespielt mexica-Spielpreise

Verfasst: 12. Januar 2002, 10:22
von michael weber
> > Habt Ihr Euch eigentlich schon mal überlegt, dass es die
> > ganzen schönen Spiele (und andere Luxusartikel (Ja, Spiele
> > sind keine Lebensmittel)) nicht geben würde, wenn es die
> > dritte Welt, sprich Asien, China, nicht geben würde, bzw.
> > die Leute dort unser Lohn(Lebens-!)niveau hätten?
>
> Also Spiele sind kein Luxusartikel. So gibt es Kalaha aus
> Afrika, ein Spiel, dass man ohne großes Material im Sand
> spielen konnte. Und auch aus Europa sind aus früheren Epochen
> Knochenwürfel bekannt. Gespielt wurde, sobald die Nahrung
> etwas gesichert war.

ja, aber wir haben hier inzwischen andere strukturen. ich glaube auch nicht dass sich dort jemand ein spiel für umgerechnet und relativiert 40 euro gekauft hätte, es sei denn man hätte vorher eine herde rinder verkauft...
was das lohnniveau angeht, ist da sehr wohl etwas dran, denn es gibt ja inzwischen firmen, die z.b. in china produzieren lassen, weil es dort billiger ist. würde sonst ein spiel für 40 euro 60 kosten? oder das spiel gar nicht auf den markt kommen? ich weiss es nicht. aber ich denke, man darf nicht vergessen, dass es viele menschen gibt, die sich ein 40-euro-spiel nicht einfach mal so eben leisten können (und auch deshalb geht es kleinen verlagen nicht besonders gut). wer dagegen spricht, gehört wohl eher zu den besser gestellten.
kann man kalaha mit mexica vergleichen?


> > Ist nicht böse gemeint, soll aber einen Denkanstoß geben.
> Tja, in der Adventszeit gab es unserer Kalender. Jede
> Einsendung war Geld für die Kinder in Afghanistan wert. Wo
> warst du denn da? Ich mag es einfach nicht, wenn immer wieder
> auf solch eine Art kritisiert wird. Es wird vieles einfach
> schlechtgeredet und irgendwer ist immer gegen irgendetwas.

das, wolfgang, ist jetzt ganz schlechter stil!
afghanistan ist möglicherweise nicht jedermanns sache, wobei ich nichts gegen eure aktion habe, im gegenteil. aber jemanden daraus einen strick drehen zu wollen, ist schon übel.
außerdem wurde nichts schlecht geredet. im gegenteil war das obige posting ein befürworten hoher preise und damit ein gut reden.

michael
(der sich eigentlich lieber aus solchen sachen raushält, aber bei themen sozialer gerechtigkeit oft nicht anders kann)

Re: schon gespielt mexica-Spielpreise

Verfasst: 12. Januar 2002, 10:26
von michael weber
Helmut Lehr schrieb:
> Finanziell geht es den wenigstens
> schlecht. (Und wem es wirklich nicht so rosig geht, diese
> Leute haben immer noch Geld für Genußmittel.)

also, ich bin nicht sicher, dass das so stimmt. es geht mehr leuten schlecht, als man denkt. nur zeigen die es häufiger nicht so deutlich. was die genussmittel angeht: hm, sicher?

Re: SpielPreise

Verfasst: 12. Januar 2002, 10:34
von Arne Hoffmann
Hallo Chris!

Chris schrieb:

> Und zu Preisen allgemein: Man weiß nie, wie eine Firma ihre
> Produkte querfinanziert. Daher sind Preisvergleiche
> gefährlich. (Z. B.: Ohne Spiele, an denen ein Verlag Gewinn
> macht, keine teuren Insider-Spiele in niedriger Auflage)

Ok, ich weiss nicht, wie ein Produkt querfinanziert wird, oder eher nur in den seltensten Faellen. Wenn dann aber Produkte aehnlicher Ausstattung und mit gleichem Anreiz fuer mich eine so grosse Preisdifferenz haben, dann hat das teurere meist das Nachsehen - das sind nun mal die Gesetze des freien Marktes: Ich kann Preise vergleichen.

> Gute Nacht, Chris

Mittlerweile Guten Morgen :-))

Tschoe,

- Arne - (muss jetzt Frischfisch kaufen)

Missinterpretation von Chris erstem Posting !!??

Verfasst: 12. Januar 2002, 12:29
von Wolfgang Ditt
Hallo Chris,

ich denke, ich habe dein Posting einfach falsch interpretiert. Ein wenig zur Klärung. Es gibt meines Wissens zwei Luxusbegriffe. Der eine definiert es einfach gesagt in Richtung teuer und keinen Nutzwert, dazu gehört dann Schmuck. Der andere definiert es als alles, was kein Grundbedürfnis befriedigt, dann gehört sehr schnell sehr viel dazu, zum Beispiel auch Tomaten aus Gewächshäusern (obwohl sie Lebensmittel sind). Ich benutze den Begriff "Luxus" eigentlich nur in der ersten Version.

Aus meiner Sicht bezogen sich deine Anmerkungen auf den zweite Möglichkeit. Deshalb habe ich Kalaha angeführt, weil ich damit zeigen wollte, dass das Bedürfnisse zu spielen (nicht notwendigerweise Gesellschaftsspiele) nicht sehr weit nach den Bedürfnissen für die Lebenserhaltung kommt.

>Das habe ich nun wirklich nicht gesagt! Im Gegenteil, ich finde >es nicht gut, wenn immer wieder von hochwertigen Spielen gesagt >wird, die Spiele seien zu teuer. Und sie damit >schlechtgemacht werden. Ich möchte den Forumsteilnehmern bewusst >machen, wie gut (und preiswert) die meisten Spiele hierzulande >sind. Denn eines kann ja wohl niemand bestreiten:
>Dass alle hier sich die Spiele nicht vom Munde absparen müssen. >Wir sind m. E. viel zu verwöhnt.

Das habe ich aus dem ersten Posting wirklich nicht herausgelesen und damit kann ich gut mitgehen. Preise sind aber nicht nur an Material oder Idee festzumachen, sondern auch an Produktion, Marketing usw. Bstimmte Preisgrenzen können schwer überschritten werden, ohne dass man Gefahr läuft, deutlich weniger Exemplare zu verkaufen. Mit dem Verwöhnen ist das so eine Sache. Ich, und ich denke auch viele andere hier im Forum, lernen sehr viele Spiele kennen. Und bei großer Auswahl wird man verwöhnt. Für diejenigen, die nur hin und wieder ein Spiel kaufen, verringern niedrige Preise einfach das Risiko, weil sie bei Nichtgefallen weniger Geld ausgegeben haben.

Letzter Teil: Philosophen haben sich mt vielen Dingen beschäftigt, auch mit Moral, Religion und Wertvorstellungen. Damit sicher auch Gerechtigkeit. Mir ist aber nichts bekannt, wo die Gerechtigkeit zwischen verschiedenen, teilweise extrem weit auseinanderwohnenden Völkern verglichen oder beschrieben wurde. Nach deinem zweiten Posting nehem ich auch eher an, es ging dir um Dinge, wie eigenes Gefühl und Bewusstsein in Bezug auf die Vielfalt der Spiele und deren Preise. Ist sicher sehr speziell, bin aber sicher, dass es philosophisch betrachtet werden kann.

Ich hoffe, mein Posting trägt dazu bei, dass auch du jetzt meine erste Antwort besser verstehst. Du kannst mich auch gerne für eine weitere Diskussion anmailen.

Wolfgang

RE: Gesell(en)schaft

Verfasst: 12. Januar 2002, 14:19
von Jost Schwider
"michael weber" hat am 12.01.2002 geschrieben:

> also, ich bin nicht sicher, dass das so stimmt. es geht
> mehr leuten schlecht, als man denkt. nur zeigen die es
> häufiger nicht so deutlich.

Es ist doch tatsächlich so: Je besser es der Gesellschaft geht, desto mehr wird gemeckert! Dass dabei die wirklich Hilfsbedürftigen "untergehen", ist leider oft die Fogle davon.

> > Leute haben immer noch Geld für Genußmittel
> hm, sicher?

100%-ig sicher! Die Leute haben (angeblich!?) kein Geld, aber bei Alkohol/Zigaretten wird sich dann trotzdem nicht zurückgehalten!

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: Joost aus Soost)

Re: [OT] schon gespielt mexica

Verfasst: 12. Januar 2002, 15:20
von Marco
Hallo Andreas

das passiert mir auch andauernd. Man stellt eine Frage und die Leute diskutieren dann irgend was anderes oder am Thema vorbei.

Ich habe Mexica - leider - noch nicht gespielt und kann dir darum auch keine Antwort dazu geben. Verfolge aber die threadbezogenen Antworten - momentan etwa 1 1/2 Beiträge.

Gruss,
Marco (der versucht den Focus wieder aufs Thema zu lenken)

Re: schon gespielt mexica

Verfasst: 12. Januar 2002, 15:54
von Edmundo
hallo,

ich habe Mexika schon zweimal gespielt, einmal zu zweit und einmal zu viert. Es hat insgesamt einen positiven Eindruck hinterlassen. Gute Handwerksarbeit. Allerdings leidet das Spiel wie schon seine Vorgänger unter den langen Wartepausen.
Zu zweit ist es eindeutig besser als zu viert.

Ed

Re: schon gespielt mexica

Verfasst: 12. Januar 2002, 16:08
von Roman Pelek
Hi Ed,

Edmundo schrieb:

> ich habe Mexika schon zweimal gespielt, einmal zu zweit und
> einmal zu viert. Es hat insgesamt einen positiven Eindruck
> hinterlassen. Gute Handwerksarbeit. Allerdings leidet das
> Spiel wie schon seine Vorgänger unter den langen Wartepausen.
> Zu zweit ist es eindeutig besser als zu viert.

Unser Eindruck war genau andersherum: zu viert deutlich besser als zu zweit (wobei's uns ähnlich ging wie bei Tikal und Java). Weil zu viert deutlich mehr Konkurrenz aufkommt, und sich die Gebiete besser füllen. Zudem kommt dann auch erst richtig die Platzierung bei der Wertung zu Tragen, es gibt ja 1.,2.,3. Plätze. Zu zweit war uns zu viel Platz auf dem Brett und das Spielergebnis beider Spieler lag nicht weit auseinander.

Ansonsten gilt sicher das gleiche wie für die Vorgänger: die Wartepausen sollte man mit Überlegungen zum nächsten Zug füllen, dann spielt sich's auch zu viert flüssig. Wenn alle erst anfangen zu denken, wenn sie dran sind, und danach auch wieder damit aufhören, wird's natürlich zäh. Bei uns ging's jüngst mit vier Mitspielern, die das mit den Vorüberlegungen beherzigt haben, aber sehr flux, knapp 75 Min.

Ciao,
Roman

RE: Gesell(en)schaft

Verfasst: 12. Januar 2002, 16:38
von Roland G. Hülsmann
Jost Schwider schrieb:

> 100%-ig sicher! Die Leute haben (angeblich!?) kein Geld, aber
> bei Alkohol/Zigaretten wird sich dann trotzdem nicht
> zurückgehalten!

Weil es eben - entgegen aller Verharmlosungsversuche - sich hier nicht um den Kauf von Luxusgütern handelt, sondern um die zwanghafte Befriedigung einer Sucht. Und nicht selten ist es eben diese Sucht, die zur Armut führt ... ob die Drogen nun legal oder illegal sind.

... aber ich fürchte, jetzt werden wir ziemlich OT, es sei den wir bekommen jetzt den Bogen zur Spielsucht wieder hin ... ;-)

Roland

Re: schon gespielt mexica-Spielpreise

Verfasst: 13. Januar 2002, 14:15
von Rainer Wagner
Dazu würde ich gerne auch noch was sagne

Re: schon gespielt mexica-Spielpreise

Verfasst: 13. Januar 2002, 14:29
von Rainer Wagner
Dazu würde ich gerne auch noch was sagen. Obwohl ich das Spiel noch nicht gespielt habe.

Hier werden doch zwei Dinge vermischt.

1. Was bei unserem Preisniveau in unsere Gesellschaft billig oder teuer ist hat erst mal nichts damit zu tun, daß es uns besser geht als anderen Menschen. Man kann doch nicht einfach jeden Preis akzeptieren nur weil es uns besser geht als Menschen in anderen Teilen der Welt. Ganz im Gegenteil, wenn jemand preisbewust mit seinem Geld umgeht, dann hat er mehr übrig für andere!

2. In diesem speziellen Fall hilft es den minderbemittelten in der Welt wenig, wenn jemand ein teures Spiel kauft oder ist da ein direkter Zusamenhang? Anders wäre es, wenn iman zum Beispiel bei einer Organisation wie GEPA oder Transfair einkauft. Die haben übrigens auch Spiele. Da akzeptiere man einen etwas höheren Preis, weil man weiß, daß dies den Produzenten zugute kommt und nicht irgenwelchen Zwischenhändlern. Bei mexia ist dies glaube ich eher nicht so, oder?

Gruß Rainer

[OT] Sorry fürs Doppelposting

Verfasst: 13. Januar 2002, 14:31
von Rainer Wagner
Meine Nichte hat zwischendrinn mal auf die Tastaur gehaut und ich habe gar nicht gemerkt daß ich doppelt gepostet habe. :-( Jetzt muß ich aber mit Ihr spielen.

Gruß Rainer

Re: [OT] schon gespielt mexica

Verfasst: 16. Januar 2002, 14:25
von Frank Nikolaus
Hallo Marco, Hallo Andreas,

mir ist das auch schon passiert. Habe eine Frage bzgl. ungewöhnlichem Spiel-Ende gestellt und bekam "erklärt", dass das, was ich für ungewöhnlich gehalten habe, eben nicht ungewöhnlich ist.

Wirklich geholfen haben mir diese Ausführungen natürlich nicht, aber zum Glück gibts auch immer wieder Leute, die auf Fragen antworten und nicht die Frage infrage stellen.

Wenn ich etwas so sehe, wie ich es sehe... Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.

MfG
Frank