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18xx Taktik

Verfasst: 4. Februar 2002, 14:21
von Falko
Hallo!

Eine Frage an die 18xx Spezialisten:

Nach 2 Partien 1835 und 1825 stellt sich mir die Frage nach einer Taktik bei diesen Spielen. Bisher war es immer der Fall, dass alle Spieler am Anfang ihr ganzen Geld in Aktienpakte investiert haben, und bei dieser Anfangsausstattung ist man dann meistens stehengeblieben, d.h. es wurden keine Aktien mehr verkauft. Kein Spieler hat seinen Direktorposten aufgeben.
In welchen Situationen kann es Sinn machen, seine Aktien zu verkaufen? Das Geld kann man ja unter umständen nicht wieder reinvestieren wenn die Mitspieler ihrerseits keine Aktien verkaufen und der Markt deswegen leer geräumt ist.
Vieleicht haben wir das Spiel ja einfach noch nicht verstanden...

Noch eine Frage speziell zu 1825:
Wenn eine Gesellschaft Geld ausschüttet, was passiert dann mit den Aktienanteilen, die im Bankpool liegen oder noch nicht verkauft sind. Erhält die Gesellschaft den Anteil der Dividende dieser Papiere?

Gruss
Falko

Re: 18xx Taktik

Verfasst: 4. Februar 2002, 14:36
von Ralf Arnemann
> Nach 2 Partien 1835 und 1825 stellt sich mir die Frage nach
> einer Taktik bei diesen Spielen.
Und da empfehlen sich in erster Linie Links wie diese:
http://www.online-club.de/~meinhold/18xx/
(deutsch)
http://www.18xx.net/index.htm
(englisch)

Es sind schon riesige Abhandlungen über 18xx-Taktiken geschrieben worden (zum Teil mußt Du Dich zu den weiteren Links durchhangeln) - das kann man hier nicht wiederholen.

> Bisher war es immer der Fall, dass alle Spieler am Anfang ihr
> ganzen Geld in Aktienpakte investiert haben, ...
Und das ist in der Regel immer sinnvoll.
Nur ganz selten sollte man Geld in bar behalten, möglichst viel investieren ist fast immer gut.

> ... und bei dieser Anfangsausstattung ist man dann meistens
> stehengeblieben, d.h. es wurden keine Aktien mehr verkauft.
Für 1825 normal, bei 1835 sollte man zumindestens seine Minderheitsbeteiligungen verkaufen, wenn sich besseres (z. B. ein eigener Direktorposten) bietet.
Bei den übrigen 18xx-Spielen schmeißt man oft auch eine Mehrheit weg, um neu zu investieren oder um nicht für den nächsten Lokkauf einer unterfinanzierten Gesellschaft gerade stehen zu müssen.

Ansonsten: 1835 ist ein sehr gutes Spiel, manche finden aber in der Tat den Aktienmarkt dort etwas zurückhaltend.
1825 dagegen ist meiner bescheidenen Meinung nach das deutlich schwächste Spiel der Reihe, der Aktienmarkt ist bedeutungslos und es fehlen viele Elemente, die spätere 18xx-Spiele so toll machen.

Also übt eine Weile 1835, dann könnt ihr mit 1830, 1870 oder anderen weitermachen. 1825 kann in der Vitrine bleiben und der Verehrung anheimfallen.

Re: 18xx Taktik

Verfasst: 4. Februar 2002, 16:18
von Ronald Novicky
Ralf hat bereits alles sehr treffend geschrieben, was geschrieben werden sollte, allerdings möchte ich seinen letzten Absatz ein klein wenig beeinspruchen:

"Also übt eine Weile 1835, dann könnt ihr mit 1830, 1870 oder anderen weitermachen. 1825 kann in der Vitrine bleiben und der Verehrung anheimfallen."

Im großen und ganzen hast Du recht, 1825 ist einer der schwachen Vertreter des Genres, allerdings hervorragend als 'Einsteigerspiel' geeignet. Das Hauptaugenmerk liegt sicher in der Bauphase und in der Tatsache, immer die besten Aktien zu halten; der Aktienmarkt selbst ist sehr statisch (scheint eine Vorliebe von Francis Tresham zu sein -> siehe 1829 und 1853).

1830 wird schwer zu bekommen sein (in Essen wurden shrinkwrapped Exemplare um DM170 gehandelt). Alternative dazu wäre IMHO 1856 Kanada von Mayfair, da es annähernd dieselbe Genialität wie 1830 bietet.

lg
Ronald.