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Regelfrage: Hekla
Verfasst: 14. Februar 2002, 11:21
von Peter Steinert
Hallo.
Gerade haben wir die Neuheit "Hekla" von Holzinsel gespielt. Trotz des eigentlich einfachen Regelwerkes sind wir nicht sicher, ob wir alles richtig gemacht haben. Ein paar Sonderfälle hebt die Spielregel meiner meinung nach nämlich nicht deutlcih genug hervor. Könnt Ihr weiterhelfen?
Hier meine Fragen:
1) Ist es in der Anfangsphase des Spiels auch erlaubt, mit dem Vulkanisten über das Startfeld hinaus rückwärts zu ziehen?
(Wir haben dies nicht gestattet)
2) Wenn bei einer Wertung zwei Vulkansteine vom Mittelfeld entfernt werden, wird dann trotzdem nur ein einziger Lavastein dort eingesetzt?
(So formuliert es die Spielregel, allerdings eher vage)
3) Kann eine Wertung auch stattfinden, wenn auf dem Mittelfeld zwar ein Lavastein, jedoch kein einziger Vulkanstein liegt? Und: Wird im Falle, daß dies gestattet ist, dann ein Lavastein eingesetzt, ohne daß Vulkansteine entfernt wurden?
(In der Spielregel findet sich kein einziges Bildbeispiel, das sich auf eine solche Situation bezieht. Wir haben es aber so gespielt.)
4) Wenn sich mit einem Vulkanstein zwei Zweier - Reihen zu einer Fünfer - Reihe verbinde, ist diese Reihe dann so wie drei Reihen aus jeweils drei Feldern zu betrachten?
(Wir haben dies so verstanden.)
Viele Grüße
Peter (Spielt bis zur ersten Antwort erstmal ein paar Runden "90 Grad")
Re: Regelfrage: Hekla
Verfasst: 14. Februar 2002, 23:10
von erik
Hallo Peter,
eine Antwort habe ich leider nicht (sorry). Sondern eine Frage: wie spielt
es sich denn, abgesehen vom Spielregeldetailausfeilungsbedarf (wenn es
denn davon trennbar ist)?
Viele Grüsse,
Erik
Re: Regelfrage: Hekla
Verfasst: 14. Februar 2002, 23:48
von Peter Steinert
Hallo Erik,
heute habe ich das Spiel Hekla einige Male gespielt. Zunächst mal sieht es einfach GRANDIOS aus. Schöner kann man ein Spiel wohl kaum gestalten. Viel Holz und der wirklich erste wirklich 100%ig eben liegende, "biegefreie" Spielplan, der bei mir auf dem Spieltisch gelegen hat. Tolle Grafik, auch hier gibt es nix zu meckern.
Weil das Spiel so toll aussieht, konnten die meisten Spieler mit einer gewissen Unübersichtlichkeit leben.
Die Wirkung des Spielverlaufs war zumindest für mich dann etwas "abgefahren". Obwohl es keine unmittelbaren Glücksfaktoren gibt, ist mir (bis jetzt) noch keine wirklich Erfolg versprechende Strategie eingefallen. Der Verlauf ist sehr dynamisch und oft auch überraschend.
Wir setzen reihum Vulkansteine auf ein Schachbrettähnliches Spielfeld oder verschieben diese, bis wir auf drei angrenzenden Feldern ein bestimmtes Potential an Vulkanen und/oder Lavasteinen versammeln können.
Dann bricht im Mittelpunkt dieses "Dreiers" ein Vulkan aus, d.h. ein Lavastein wird eingesetzt und vertreibt ggf. alle dort stehenden Vulkansteine. Diese ärgerliche Lava sperrt mehr und mehr Felder, erleichtert aber gleichzitig das Erreichen der erforderlichen Wertungssumme.
Interessant ist, daß der Standort des Punktezählers (der Vulkanist) das Spielgeschehen ganz erheblich beeinflußt. Ziemlich sogar!!! Sogar ganz ziemlich, ziemlich!!!
Ich war verwirrt. Habe bisher ALLE Partien verloren. Morgen spiele ich das Teil nochmal. Schönes Spiel. ;-)
Gruß
Peter (
Re: Regelfrage: Hekla
Verfasst: 15. Februar 2002, 01:15
von Michael Knopf
Hallo Peter,
vorbehaltlich einer anderen Auffassung des Autors Martin Schlegel würde ich mal so antworten:
1) Nein. Das wäre der Geschichte nach auch unlogisch, weil der Fluchtweg eben am Start beginnt und dahinter nichts liegen kann.
2) Ja. Das ist aber, meine ich, auch eindeutig und gar nicht vage so geregelt: Alle Vulkansteine (also einer oder zwei) werden entfernt, und genau ein Lavastein kommt stattdessen aufs Feld.
3) Ja. Lavasteine, das steht ebenfalls in der Regel, zählen bei Wertungen wie Vulkansteine, können also zur nötigen Zahl von Gipfel-Rillen beitragen. Nur werden sie eben nicht entfernt; und nach jeder Wertung wird auf dem mittleren Feld ein neuer Lavastein eingesetzt, weshalb eben jedes Feld nur zweimal das mittlere sein kann. Danach liegen dort zwei Lavasteine.
4) Ja - falls ich die Frage richtig verstanden habe und Du meinst, daß sich eine Fünfer-Reihe in drei Dreier-Kombinationen unterteilen läßt. Dann gilt der beschriebene Sonderfall "ein Zug löst mehrere Wertungen aus" - der betroffene Spieler kann sich also aussuchen, in welcher Reihenfolge er die einzelnen Dreier-Reihen werten will. Es kann ja sein, daß schon die erste Wertung (Entfernen der Vulkansteine!) dazu führt, daß die anderen Wertungen nicht mehr möglich sind.
Ich hoffe, halbwegs geholfen zu haben -
Michael Knopf
Re: Regelfrage: Hekla
Verfasst: 15. Februar 2002, 01:58
von Peter Steinert
Hallo Michael,
vielen Dank für Deine ausführlichen Antworten auf meine Fragen. Nun ist alles klar, und wir können das Spiel richtig genießen!
Mit verspielten Grüßen
Peter ( fragt sich, warum Spielpläne nicht immer so stabil sind wie bei Hekla) :-)
Re: Regelfrage: Hekla
Verfasst: 15. Februar 2002, 12:51
von Frank Biesgen
Hi Peter,
ich denke, daß Michael mit seinen Ausführungen richtig liegt, werde Deine Fragen aber zur "Absegnung" Martin Schlegel vorlegen - dann hast Du's am Montag hochoffiziell... :)
Gruß FBI
Re: Regelfrage: Hekla
Verfasst: 15. Februar 2002, 15:43
von erik
Hallo Peter,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Das klingt ja alles sehr viel
verspechend. Tja, wieder ein Spiel mehr, würde ich denken :-)
Viele Grüsse,
Erik
Re: Regelfrage: Hekla
Verfasst: 21. Februar 2002, 15:35
von Martin Schlegel
Hallo Ihr Neugierigen,
Michael Knopf hat die Regelfragen richtig beantwortet, würde ich sagen.
Martin Schlegel