Gimignano - erste Partien
Verfasst: 16. April 2002, 14:24
Hallo,
wer hat Gimignano schon gespielt ? Ich hatte gestern eine Partie zu dritt, die ziemlich unausgewogen verlief. Wir waren uns nicht darüber einig, ob es an unserer unaufmerksamen Spielweise und mangelnder Spielerfahrung lag oder im Spiel selbst angelegt ist.
Zu zweit hjedenfalls finde ich Gimignano genial, eine ganze Klasse besser noch als Pueblo, welches mir auch gut gefällt.
Dabei verlief die erste Zweier-Partien eher enttäuschend. *Hmm, wer anfängt, gewinnt*, *Ist wohl als Vierer-Spiel konzipiert und zu zweit nicht ordentlich ausgetestet*, *Ich würde das so machen...* waren meine ersten voreiligen Kommentare.
Denn zunächst scheint es ein Vorteil zu sein, als Startspieler zuerst einen Turm bauen zu können. Es scheint, dass der zweite Spieler einen Temponachteil hat. Dann aber zeigen sich doch enorme Möglichkeiten für den Zweiten, den ersten zu zwingen, Türme an bestimmten Stellen zu bauen, die diesem gar nicht gefallen.
Anstatt auf möglichst vielen Feldern vertreten zu sein, lohnt es sich strategisch wichtige Felder doppelt zu besetzen. Die Taktik sich frühzeitig größere Gebiete zu sichern, indem man dort mehr Steine platziert, geht nicht auf, weil es entgegen dem ersten Anschein sehr wohl möglich ist, durch geschickt platzierte Steine in vermeintlich sicherem Gebiet Unheil zu stiften. Nach der dritten Zweier-Partie bin ich von Gimignano wirklich begeistert (was bei mir als 'ewigem Nörgler' eher selten ist).
In unser Partie zu dritt hatte der Angriff auf das vermeintlich sichere Gebiet eines Spielers diesen den sicheren letzten Platz beschert (weit abgeschlagen hinter den beiden anderen) während der Angreifer denkbar knapp (mit einem Chip Unterschied) Zweiter wurde. Gibt es - wie bei vielen anderen Mehr-Personen-Taktik-Spielen - auch bei Gimignano den Wenn-zwei-sich-streiten-freut-sich-der-Dritte-Effekt oder gibt es Alternativen für den Angegriffenen: nicht verlorenes Terrain verteidigen sondern selbst angreifen; nicht in Gebieten denken, sondern auf dem ganzen Brett spielen ?
Wie sind da eure Spielerfahrungen, insbesondere zu dritt und zu viert ?
Im Übrigen besticht Gimignano durch einfache Regeln und tolles Material. Ein wenig Verwandtschaft hat es mit Ttiticaca von Cwali: das (bei Gimignano nicht dauerhafte) Verbinden von farbigen Flächen zu grösseren Gebieten. Die Regeln sind aber wesentlich simpler: Man setzt einen Chip in ein Feld und legt (während der ersten vier Spielzüge) ein Sechseck an. Hat man vier Felder unterschiedlicher Farbe nebeneinander belegt, so ersetzt man die Chips eines Feldes (max.2 Chips pro Feld) durch einen Turm. Wer die meisten Türme baut gewinnt.
Das Material ist üppig (Türme = Anker-Bausteine, Chips aus Holz), lediglich der Name des Spiels ist ein kleiner Zungenbrecher (den ich aber sicher noch mal lernen werde).
Gruß, Günter
wer hat Gimignano schon gespielt ? Ich hatte gestern eine Partie zu dritt, die ziemlich unausgewogen verlief. Wir waren uns nicht darüber einig, ob es an unserer unaufmerksamen Spielweise und mangelnder Spielerfahrung lag oder im Spiel selbst angelegt ist.
Zu zweit hjedenfalls finde ich Gimignano genial, eine ganze Klasse besser noch als Pueblo, welches mir auch gut gefällt.
Dabei verlief die erste Zweier-Partien eher enttäuschend. *Hmm, wer anfängt, gewinnt*, *Ist wohl als Vierer-Spiel konzipiert und zu zweit nicht ordentlich ausgetestet*, *Ich würde das so machen...* waren meine ersten voreiligen Kommentare.
Denn zunächst scheint es ein Vorteil zu sein, als Startspieler zuerst einen Turm bauen zu können. Es scheint, dass der zweite Spieler einen Temponachteil hat. Dann aber zeigen sich doch enorme Möglichkeiten für den Zweiten, den ersten zu zwingen, Türme an bestimmten Stellen zu bauen, die diesem gar nicht gefallen.
Anstatt auf möglichst vielen Feldern vertreten zu sein, lohnt es sich strategisch wichtige Felder doppelt zu besetzen. Die Taktik sich frühzeitig größere Gebiete zu sichern, indem man dort mehr Steine platziert, geht nicht auf, weil es entgegen dem ersten Anschein sehr wohl möglich ist, durch geschickt platzierte Steine in vermeintlich sicherem Gebiet Unheil zu stiften. Nach der dritten Zweier-Partie bin ich von Gimignano wirklich begeistert (was bei mir als 'ewigem Nörgler' eher selten ist).
In unser Partie zu dritt hatte der Angriff auf das vermeintlich sichere Gebiet eines Spielers diesen den sicheren letzten Platz beschert (weit abgeschlagen hinter den beiden anderen) während der Angreifer denkbar knapp (mit einem Chip Unterschied) Zweiter wurde. Gibt es - wie bei vielen anderen Mehr-Personen-Taktik-Spielen - auch bei Gimignano den Wenn-zwei-sich-streiten-freut-sich-der-Dritte-Effekt oder gibt es Alternativen für den Angegriffenen: nicht verlorenes Terrain verteidigen sondern selbst angreifen; nicht in Gebieten denken, sondern auf dem ganzen Brett spielen ?
Wie sind da eure Spielerfahrungen, insbesondere zu dritt und zu viert ?
Im Übrigen besticht Gimignano durch einfache Regeln und tolles Material. Ein wenig Verwandtschaft hat es mit Ttiticaca von Cwali: das (bei Gimignano nicht dauerhafte) Verbinden von farbigen Flächen zu grösseren Gebieten. Die Regeln sind aber wesentlich simpler: Man setzt einen Chip in ein Feld und legt (während der ersten vier Spielzüge) ein Sechseck an. Hat man vier Felder unterschiedlicher Farbe nebeneinander belegt, so ersetzt man die Chips eines Feldes (max.2 Chips pro Feld) durch einen Turm. Wer die meisten Türme baut gewinnt.
Das Material ist üppig (Türme = Anker-Bausteine, Chips aus Holz), lediglich der Name des Spiels ist ein kleiner Zungenbrecher (den ich aber sicher noch mal lernen werde).
Gruß, Günter