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Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 15:45
von Volker L.
Als zweites von meinen neuen Spielen habe ich am Montag mal
Nautilus (natuerlich solitaer :-) (vgl. auch http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=43750&t=43750 ))
gespielt.
Es gefaellt mir soweit ganz gut, mir ist aber eine Sache eher
unangenehm aufgefallen:
(Finanzielle) Ressourcen knapp zu halten, um die Spieler zu
zwingen, sparsam damit umzugehen bzw. genau abzuwaegen, was
man damit macht, ist ja gar nicht mal verkehrt, nur hat man
bei Nautilus da IMHO gar keine grosse Auswahl.
Meeresfunde sind praktisch immer mit Bezahlung von genau 1 Nemo
verbunden.
Will ich das Echolot einsetzen, kostet mich das pro U-Boot 1 Nemo.
Will ich etwas bergen, (egal ob vorher geecholotet oder "blind"),
kostet mich das auch 1 Nemo.
Ausser dem Einsatz der Analyse-Station (die mich vorher 1 Nemo
fuer die Bergung eines ansonsten wertlosen Fundes kostet), gibt
es gar keine Moeglichkeit, kostenlos zu erfahren, ob es sich
lohnt, etwas zu bergen oder nicht.
Die Option, sparsam zu sein, existiert da praktisch nicht,
es sei denn, ich verzichte ganz auf Bergungen, was wegen der
Multiplikation auch keine gute Strategie waere.
Moeglichkeiten des Echolots
[ol]
[*]Ein Stueck in Reichweite --> [ul]
[*]blind bergen: 1 Nemo
[*]Echo einsetzen und nicht bergen: 1 Nemo
[*]Echo einsetzen und dann bergen: 2 Nemo[/ul]
--> Echo unsinnig
[*]Zwei Stuecke in Reichweite --> [ul]
[*]beide blind bergen: 2 Nemo
[*]Echo einsetzen und beide bergen: 3 Nemo
[*]Echo einsetzen und eines bergen: 2 Nemo
[*]Echo einsetzen und keins bergen: 1 Nemo[/ul]
--> Verzicht auf Echo meistens billiger (da man die meisten
Stuecke ja gebrauchen kann)
[*]Drei Stuecke in Reichweite --> [ul]
[*]alle blind bergen: 3 Nemo
[*]Echo einsetzen und alle bergen: 4 Nemo
[*]Echo einsetzen und zwei bergen: 3 Nemo
[*]Echo einsetzen und eines bergen: 2 Nemo
[*]Echo einsetzen und keins bergen: 1 Nemo[/ul]
--> erst hier lohnt sich IMHO der Einsatz des Echos, weil man
eventuell damit rechnen kann, dass mindestens ein Stueck
uninteressant ist.
Ansonsten ist der Einsatz des Echos nur sinnvoll, wenn man im
Wettlauf mit anderen um mehrere Funde ist, oder in der Schlucht
(wegen dortiger doppelter Bergungskosten).
[i]Aber der Verzicht auf das Echolot hilft auch nicht viel, um
Geld zu sparen, da man ja immer die Bergungskosten tragen muss.[/i]
Und laut Regel [b]muss[/b] man ein Stueck bergen, wenn man
draufzieht und bezahlen kann.
Hier fehlt mir eine Option wie "U-Boot auf benachbartes Feld
ziehen und kostenlos den Fund angucken". Oder der Einsatz des
Echolotes muesste billiger sein (im Verhaeltnis 1/2 bis 1/3 Nemo),
eventuell auch sinkende Kosten bei Echostationen (statt steigender
Reichweite)
Was meint Ihr dazu?
Gruss, Volker (der, um die Ditts zu beruhigen, betonen moechte,
dass obiger Umstand ihn nicht stoeren wuerde, wenn das Spiel
nicht ansonsten sehr gut waere)
[OT] Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 16:01
von Bernd Menzel
Volker L. schrieb:
> Gruss, Volker (der, um die Ditts zu beruhigen, betonen moechte,
> dass obiger Umstand ihn nicht stoeren wuerde, wenn das Spiel
> nicht ansonsten sehr gut waere)
Hmm, heißt das nun, Nautilus ist ein gutes Spiel oder Nautilus ist kein gutes Spiel für Dich???
Bernd
Re: [OT] Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 16:23
von Volker L.
Bernd Menzel schrieb:
>
> Volker L. schrieb:
> > Gruss, Volker (der, um die Ditts zu beruhigen, betonen
> moechte,
> > dass obiger Umstand ihn nicht stoeren wuerde, wenn das Spiel
> > nicht ansonsten sehr gut waere)
>
> Hmm, heißt das nun, Nautilus ist ein gutes Spiel oder
> Nautilus ist kein gutes Spiel für Dich???
>
> Bernd
Das soll heissen, dass Nautilus fuer mich im Grossen und Ganzen
ein gutes bis sehr gutes Spiel ist. Genau deswegen stoert mich
ja dieses Problem.
Ich schaetze, ich werde es demnaechst mal ohne Bergungs[i]pflicht[/i]
bzw. mit der Option, mit U-Boot benachbarte Stuecke kostenlos
und unverbindlich anzusehen, ausprobieren, und ich [b]vermute[/b],
dass es mir damit noch besser gefallen (und dann ohne wenn und
aber "sehr gut" sein) wird.
Gruss, Volker
Re: Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 16:26
von Michael Andersch
Hallo Volker,
sehr gut analysiert. Gefühlsmäßig bin ich zum gleichen Schluss gekommen, weswegen ich das Echo bislang erst einmal eingesetzt habe (U-Boot gebaut, 4 Funde außenrum, und Konkurrent im Nacken).
Außerdem hat sich bei uns irgendwie auch bzgl. der Forschungsstationen folgendes eingebürgert:
-zunächst Run auf grün, knapp gefolgt von grau und schwarz
-Blau und braun wird nur gekauft, um den einen Siegpunkt zu erhalten, oder hochgerüstet wenn die Chance besteht, dort 3 Siegpunkte zu bekommen. Aber nicht, um die Aktionen als solche zu verbessern.
Blubbernde Grüße,
Micha
Re: [OT] Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 16:31
von Michael Andersch
Volker L. schrieb:
>
> Ich schaetze, ich werde es demnaechst mal ohne
> Bergungs[i]pflicht[/i]
> bzw. mit der Option, mit U-Boot benachbarte Stuecke kostenlos
> und unverbindlich anzusehen, ausprobieren
Die Folge wäre dann aber, dass das Echo faktisch nie genutzt würde. Zumindest ich würde das dann wohl höchstens dann tun, wenn ich 3 oder 4 Fundstücke um mich herum habe und mich aus irgendeinem Grund für eines davon entscheiden muss, was der Fall wäre wenn die Gefahr besteht alle von den Konkurrenten weggeschnappt zu bekommen bzw. gegen Ende noch die lukrativsten Stücke zu bergen (bzw. z.B. in der Schlucht unnötige Bergungen zu vermeiden).
Viele Grüße,
Micha
Re: [OT] Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 16:38
von Roland G. Hülsmann
Volker L. schrieb:
> Ich schaetze, ich werde es demnaechst mal ohne
> Bergungs[i]pflicht[/i]
> bzw. mit der Option, mit U-Boot benachbarte Stuecke kostenlos
> und unverbindlich anzusehen, ausprobieren, und ich
> [b]vermute[/b],
> dass es mir damit noch besser gefallen (und dann ohne wenn und
> aber "sehr gut" sein) wird.
Ich weiß ja nicht, ob das mit realen Mitspielern auch funktioniert. Da ist der Run auf die Fundstücke doch recht groß, so dass ein geiziger Spieler, der erst mal ranfährt und guckt, das nächste Mal, wenn er wieder drankommt, nur noch eine müde Westerwelle, pardon: Wasserwelle vorfindet, wo zuvor der Schatz lag. Und außerdem: Auch in der Realität ist es nunmal so, daß es einiges an Kosten verursacht, herauszufinden, ob die Bergung lohnt. Mal eben kostenlos gucken ist das nicht. Ich habe da in meinen bisherigen [b]wirklichen[/b] Spielen keine Probleme gehabt. Natürlich habe ich das Echolot nur eingesetzt,wenn ich mehrere Fundstücke zur Auswahl hatte und vor dem Verfolger wissen mußte, was ich bergen will, oder wenn ich in der Schlucht bergen wollte. Aber da war es mir auch wichtig, so weit mit dem Echolot zu kommen, wie ich fahrenm kann. Und schnelle U-Boote (mit großer Reichweite) können spielentscheidend sein.
Gruß Roland (der sich fragt, was Volker L. und Michael A. für Berufe habe, daß sie so viele Zeit für Solopartien haben, und hofft, daß er diese nicht mit seinen Steuergeldern finanziert ;-) )
Re: [OT] Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 16:56
von Michael Andersch
Roland G. Hülsmann schrieb:
> der sich fragt, was Volker L. und Michael A. für
> Berufe habe
IT-Consultant
> , daß sie so viele Zeit für Solopartien haben
Ich hatte nichts vom Zeitraum geschrieben, über den diese Partien stattgefunden haben..
> und hofft, daß er diese nicht mit seinen Steuergeldern finanziert
Sei unbesorgt (wobei Du mit Deinen Steuergeldern sicherlich auch unsinnigere Sachen finanzierst als es meine Solopartien wären ;-) )
Entspannte Grüße,
Micha
Re: Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 17:05
von Volker L.
Michael Andersch schrieb:
>
> Hallo Volker,
>
> Außerdem hat sich bei uns irgendwie auch bzgl. der
> Forschungsstationen folgendes eingebürgert:
> -zunächst Run auf grün, knapp gefolgt von grau und schwarz
> -Blau und braun wird nur gekauft, um den einen Siegpunkt zu
> erhalten, oder hochgerüstet wenn die Chance besteht, dort 3
> Siegpunkte zu bekommen. Aber nicht, um die Aktionen als
> solche zu verbessern.
Hm, von 1,5 Solo-Testpartien (Spiel liegt aufgebaut zuhause)
kann ich schlecht von Erfahrungen bzgl. der Beliebtheit der
Forschungen sprechen, aber ich habe einen geringfuegig anderen
Eindruck
> -zunächst Run auf grün,
Stimmt. Jedenfalls die erste Stufe, die zweite kann auch als
dritter oder gar vierter Fortschritt kommen.
> knapp gefolgt von grau und schwarz
Ich wuerde den ersten schwarzen zwischen den ersten und zweiten
gruenen schieben. Schatzkisten sind die einzige Moeglichkeit,
wieder Geld ins Spiel zu bringen (Forschungsgebuehren verschieben
das Geld nur, sind also letztlich ein Nullsummenspiel), und da
ist es schon gut, statt lausigen 2 Nemo(s) 3 oder gar 4 zu
bekommen.
grau haengt demgegenueber etwas hinter gruen und schwarz zurueck.
> -Blau und braun wird nur gekauft, um den einen Siegpunkt zu
> erhalten (...) Aber nicht, um die Aktionen als
> solche zu verbessern.
Also, blau schon. Vielleicht wird sich das aenderen, wenn man
mit der von mir vorgeschlagenen Variante gratis gucken darf,
aber so wie's ist, ist das eine Moeglichkeit, nach bereits
bezahlter Bergung eines 0-Punkte-Teils kostenlos ein Teil
ansehen zu duerfen - und zwar ohne Reichweitenbegrenzung!.
Wenn ich ohne Ruecksicht auf die Kosten einerseits und ohne Wettlauf auf die 3 Punkte andererseits forschen duerfte, wuerde
ich mir die Vorteile in dieser Reihenfolge sichern:
gruen(1)-schwarz(1)-gruen(2)-grau(1)-schwarz(2)-blau(1)-grau(2)-
blau(2)-braun(1+2).
Maritime Gruesse, Volker
Re: [OT] Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 17:16
von Volker L.
Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Volker L. schrieb:
>
> > Ich schaetze, ich werde es demnaechst mal ohne
> > Bergungs[i]pflicht[/i]
> > bzw. mit der Option, mit U-Boot benachbarte Stuecke kostenlos
> > und unverbindlich anzusehen, ausprobieren, und ich
> > [b]vermute[/b],
> > dass es mir damit noch besser gefallen (und dann ohne wenn
> und
> > aber "sehr gut" sein) wird.
>
> Ich weiß ja nicht, ob das mit realen Mitspielern auch
> funktioniert. Da ist der Run auf die Fundstücke doch recht
> groß, so dass ein geiziger Spieler, der erst mal ranfährt und
> guckt, das nächste Mal, wenn er wieder drankommt, nur noch
> eine müde Westerwelle, pardon: Wasserwelle vorfindet, wo
> zuvor der Schatz lag.
Haengt eben davon ab, [i]ob[/i] ein Konkurrent in der Naehe ist.
Statt gucken vom Nebenfeld koennte man ja auch Drauffahren ohne
Bergungs[i]pflicht[/i] machen, was letztlich besser waere, muss
man ausprobieren.
Uebrigens war es in meiner ersten Testpartie so, dass gleichzeitig
meistens ca. 10-11 U-Boote unterwegs waren, aber die waren oft
so verteilt, dass fast jedes Boot mindestens einen Fund hattem
den kein anderer im selben Zug erreichen konnte.
> Und außerdem: Auch in der Realität ist
> es nunmal so, daß es einiges an Kosten verursacht,
> herauszufinden, ob die Bergung lohnt. Mal eben kostenlos
> gucken ist das nicht.
Mag sein. Aber dann haette das Nachgucken deutlich billiger sein
muessen als das tatsaechliche Bergen (wie schon gesagt: 1/2 - 1/3
Nemo zu gucken, falls die anderen Preise unveraendert bleiben)
> Gruß Roland (der sich fragt, was Volker L. und Michael A. für
> Berufe haben
Astrophysiker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter/Doktorand
> daß sie so viele Zeit für Solopartien haben
Wer hat etwas von "viel Zeit" gesagt? :-?
Ich habe diverse Spiele am Mittwoch bekommen, und es bislang
nur zu 3 Partien Puerto Rico und 1,5 Partien Nautilus (angefangene
wartet zuhause auf mich) gereicht.
> und hofft, daß er diese nicht mit seinen Steuergeldern finanziert
> ;-) )
Aeh, doch, vielen Dank auch :-))
Gruss, Volker
Nautilus - Wertigkeit der Forschungsstationen
Verfasst: 22. Mai 2002, 17:23
von Michael Andersch
Volker L. schrieb:
>
> Hm, von 1,5 Solo-Testpartien (Spiel liegt aufgebaut zuhause)
> kann ich schlecht von Erfahrungen bzgl. der Beliebtheit der
> Forschungen sprechen
Bei mir sind's auch erst 4 Partien. Also noch kein riesiger Erfahrungsschatz.
> > -zunächst Run auf grün,
> Stimmt. Jedenfalls die erste Stufe, die zweite kann auch als
> dritter oder gar vierter Fortschritt kommen.
OK.
> Ich wuerde den ersten schwarzen zwischen den ersten und zweiten
> gruenen schieben. Schatzkisten sind die einzige Moeglichkeit,
> wieder Geld ins Spiel zu bringen.
Könnte sinnvoll sein.
> grau haengt demgegenueber etwas hinter gruen und schwarz
> zurueck.
Vielleicht. Denn u.U. verlierst Du die Schätze aufgrund langsamer U-Boote auch an einen Mitspieler, und da nehem ich lieber 2 Nemo als keinen!
>
> > -Blau und braun wird nur gekauft, um den einen Siegpunkt zu
> > erhalten (...) Aber nicht, um die Aktionen als
> > solche zu verbessern.
> Also, blau schon. Vielleicht wird sich das aenderen, wenn man
> mit der von mir vorgeschlagenen Variante gratis gucken darf,
> aber so wie's ist, ist das eine Moeglichkeit, nach bereits
> bezahlter Bergung eines 0-Punkte-Teils kostenlos ein Teil
> ansehen zu duerfen - und zwar ohne Reichweitenbegrenzung!.
Da hast Du schon recht. Nur die Praxis war bei uns anders.
Erforschte Grüße,
Micha
RE: Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 17:47
von benjamin
Hi!
> (Finanzielle) Ressourcen knapp zu halten, um die Spieler zu
> zwingen, sparsam damit umzugehen bzw. genau abzuwaegen,
> was man damit macht, ist ja gar nicht mal verkehrt, nur hat man
> bei Nautilus da IMHO gar keine grosse Auswahl.
Ich habe am Wochenende meine erste Partie Nemo gespielt und hatte dabei genau die gleichen Gedanken, was das Echo und vor allem auch das Sparen angeht: Die Kosten sind für alle Spieler relativ konstant, d.h. wirklich sparen kann ich nur, wenn ich NICHTS mache. Davon habe ich dann aber auch eben NICHTS.
Was für die Bergungen gilt, lässt sich für die Stationen fortsetzen: Ein Forscher kostet mich einen Nemo plus einen Bruchteil der Baukosten - außer an den Baukosten lässt sich hier absolut nichts drehen und meine Forscher brauche ich fast alle, um genügend Stationen zu besetzen (vermute ich zumindest - wir hatten am Ende jedenfalls alle Forscher bis auf zwei oder drei im Spiel)
Die Forschungsstationen selbst kosten mich ebenfalls 1 Nemo - egal ob ich sie nun selbst kaufe oder mitbenutze. Die Baukosten, die hier der Bauherr zusätzlich investieren muss, wird er im Mittel über die Mitbenutzung durch die anderen Spieler wieder einnehmen, wodurch sich auch das vermutlich wieder recht gut aufhebt.
So kam es dann auch, dass bei uns am Ende jeder quasi den gleichen Betrag an Nemo übrig hatte. Wie gesagt, es ist mein Eindruck nach einer einzigen Partie...
Benjamin
RE: Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 17:58
von Volker L.
benjamin schrieb:
>
>
> Was für die Bergungen gilt, lässt sich für die Stationen
> fortsetzen: Ein Forscher kostet mich einen Nemo plus einen
> Bruchteil der Baukosten - außer an den Baukosten lässt sich
> hier absolut nichts drehen und meine Forscher brauche ich
> fast alle, um genügend Stationen zu besetzen (vermute ich
> zumindest - wir hatten am Ende jedenfalls alle Forscher bis
> auf zwei oder drei im Spiel)
>
> Die Forschungsstationen selbst kosten mich ebenfalls 1 Nemo -
> egal ob ich sie nun selbst kaufe oder mitbenutze. Die
> Baukosten, die hier der Bauherr zusätzlich investieren muss,
> wird er im Mittel über die Mitbenutzung durch die anderen
> Spieler wieder einnehmen, wodurch sich auch das vermutlich
> wieder recht gut aufhebt.
Bei den Forschern hast Du Recht, da wird man i.A. alle einsetzen
wollen, nur eventuelle Geldknappheit (man muss etwas behalten zum
Aufwerten der Funde ... aeh, [i]Erfuellen des Geheimauftrages[/i] ;-)
koennte einen veranlassen, gegen Ende die letzten nicht mehr ins
Spiel zu bringen,
aber bei den Stationen kann man schon [i]ein wenig[/i] steuern.
Dadurch, dass man die Wahl hat, 1 bis 4 Stationen zum gemeinsamen
Preis anzubauen (wobei bei langem Warten eventuell der billigere
Baugrund weg ist), und dass man sich nicht zwangslaeufig bei
allen anderen Stationen kostenpflichtig einklinkt (etwa beim
Wettlauf um die 3-Punkte-Chips) hat man einen - geringen -
Einfluss. Nicht gerade komfortabel, aber eben noch ausreichend.
Bei den Funden dagegen habe ich den Eindruck, nur zwischen
Regen und Traufe waehlen zu koennen (oder wie immer man das unter
Wasser nennen mag :-) )
Gruss, Volker
RE: Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 18:12
von Michael Andersch
Volker L. schrieb:
> Bei den Forschern hast Du Recht, da wird man i.A. alle
> einsetzen
Oder fast alle. War zumindest bei uns so.
> wollen, nur eventuelle Geldknappheit (man muss etwas behalten
> zum
> Aufwerten der Funde ... aeh, [i]Erfuellen des
> Geheimauftrages[/i] ;-)
> koennte einen veranlassen, gegen Ende die letzten nicht mehr
> ins
> Spiel zu bringen,
Ich lege seit der zweiten Partie zu Beginn des Spiels grundsätzlich 5 Nemo unter die Kurzregel. Nur zur Sicherheit, nachdem ich bei der ersten Partie nur wegen mangelnder Aufwertungen nicht gewonnen habe.
> aber bei den Stationen kann man schon [i]ein wenig[/i] steuern.
> Dadurch, dass man die Wahl hat, 1 bis 4 Stationen zum
> gemeinsamen
> Preis anzubauen (wobei bei langem Warten eventuell der
> billigere
> Baugrund weg ist), und dass man sich nicht zwangslaeufig bei
> allen anderen Stationen kostenpflichtig einklinkt (etwa beim
> Wettlauf um die 3-Punkte-Chips) hat man einen - geringen -
> Einfluss
Der größte finanzielle Einfluss scheint mir ein mehr oder weniger glückliches / gezieltes Aufdecken von Schatztruhen zu sein.
Viele Grüße,
Micha
Re: Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 18:45
von Attila
Volker L. schrieb:
Ich habe auch noch meine Probleme mit Nautilus. Bei der Rseourcenknappheit sind die Spieler, die zufällig auf mehr Truhen stossen als andere Spieler extrem im Vorteil. In unserer 2-Mann-Testpartie fand ein Spieler 7 Truhen und der andere eine einzige. Das sind min. 12 Nemos die der eine Spieler mehr zur verfügung hat als der andere. Und die Kohle kann man auch schlecht "einsparen" - man kann lediglich versuchen das Echolot einzusetzen um nur die Sachen zu bergen, die man auch braucht, nur lohnt sich das nur wenn genügend Schätze in Reichweite sind.
Ich denke Schätze blind zu bergen ist immer so eine Sache von der man - gerade am Anfang - abstand halten sollte. Ich werde dem Spiel auf jedenfall noch eine Chance geben (es hat mir nicht so doll gefallen) !
Atti
Re: Nautilus - mehr als zufrieden
Verfasst: 22. Mai 2002, 21:05
von Christian Schnabel
Hallo Volker,
Mein erster [PEEP] zu Nautilus:
Über Pfingsten spielten wir zu Viert Nautilus. Daß dafür (mit ausführlicher Erklärung) knappe 3 Stunden Spielzeit vergingen, bemerkten wir erst am Ende der Partie nach einem Blick auf die Uhr.
Spaßfaktor und Spannungsbogen waren in unserer Spielrunde über die gesamte Zeit vorhanden. Außerdem habe ich das untrügliche Gefühl, daß der Spielspaß auch nach weiteren Runden erhalten bleibt [PEEP].
Persönlich habe ich nur 1x Echolot eingesetzt. Ein Konkurrent tauchte sozusagen in meinem Schatzrevier (bis dato) auf (oder besser gesagt: er tauchte natürlich ab). Ohne Konkurrenz ist der Einsatz von Echolot m.E. zu teuer und zudem eher sinnlos.
Mein erster Eindruck von Nautilus: es gehört zu den wenigen Neuheiten, deren Kauf sich langfristig lohnt.
Fazit: "Daumen hoch" und großes Lob an Wolfgang und Brigitte.
Viele Grüße
Christian Schnabel
Re: Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 23. Mai 2002, 09:19
von Petra Schmidt
Hallo Volker,
ich habe über Pfingsten Nautilus gleich dreimal gespielt.
Das Echolot ist sicher auch eins, was ich weniger benutze, aber ich halte es nicht für ganz überflüssig. Ich muss mein U-Boot halt vorher richtig in Position bringen und zwar so, dass ich es schaffe mir 4 bis 5 Plättchen anzuschauen - ich finde dann lohnt es sich schon.
Nun noch zu ein paar anderen andiskutierten Punkten:
Das Bergen von Muscheln oder Schnecken ist auch nicht ganz sinnlos, denn eins der beiden Fundstücke ist ja auf dem Auftrag und so kann man, richtig gehaushaltet vorausgesetzt, diese Funde am Ende noch aufwerten - dies ist sicher auch ein gewisser Überraschungseffekt für die Mitspieler, denn diese Komponente ist so gut wie nicht berechenbar.
Das unbedingt ein Run auf grüne Forschungsstationen besteht, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wenn ein paar Mitspieler diese Forschungsstationen unbedingt kaufen und bauen wollen, bitte, aber ich kann sie doch mitbenutzen, gegen Zahlung von nur einem Nemo. Und wenn sich alle auf z.B. Grün stürzen, ist es sowieso viel schwieriger die Mehrheit zu bekommen - also konzentrier ich mich eher auf die anderen, nicht so heiß begehrtenStationen.
Schwarz finde ich gerade am Anfang auch ganz gut, denn dann ist der beborgene Schatz viel mehr wert.
Eine wichtige Komponente bei dem Spiel ist sicher auch, wann setze ich meine, unter Umständen gesammelten, Stationen ein. Wenn ich letzter in der Runde bin, besteht die Gefahr, dass ich zwar die Stationen gekauft und angebaut habe, die anderen ihre Forscher aber vor mir (auf meine Stationen) ziehen und mir so evtl. die Mehrheit abluxen.
Petra
Re: Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 23. Mai 2002, 10:43
von Manuel
Gerade weil dieser Glücksfaktor das Spiel so stark beeinflussen kann, ist es wichtig sich darüber zu informieren, wo welche Schätze liegen. Natürlich passiert es immer noch, dass ein Mitspieler blind ein paar Schatztruhen birgt und das Echo ist wirklich etwas teuer, aber dennoch ist es unabdingbar, dass man sich einen Informationsvorteil verschafft um das Glück zu minimieren.
Daher sind blaue und braune Stationen auf keinen Fall von der Hand zu weisen. Besonders die blaue Station gefällt mir mit zunehmenden Spielen immer besser. Man bekommt Muscheln, spart Geld (das man später mit Hilfe der Muscheln und der entsprechenden Karte zu Siegpunkten macht) und erfährt trotzdem was sich unter den Schätzen verbirgt und dann auch noch in beliebiger Entfernung.
take care
Manuel
(der immer der erste in der Schlucht ist, aber das Spiel noch nie gewonnen hat...)
Re: Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 23. Mai 2002, 11:27
von Ina-spielbox
Attila schrieb:
>
> Volker L. schrieb:
>
>
> Ich habe auch noch meine Probleme mit Nautilus. Bei der
> Rseourcenknappheit sind die Spieler, die zufällig auf mehr
> Truhen stossen als andere Spieler extrem im Vorteil. In
> unserer 2-Mann-Testpartie fand ein Spieler 7 Truhen und der
> andere eine einzige. Das sind min. 12 Nemos die der eine
> Spieler mehr zur verfügung hat als der andere.
Dem kann ich nicht zustimmen. In der letzten 2-Personen-Partie hat mein Mitspieler Schatztruhen ohne Ende gefunden und am Schluß auch noch Nemo über gehabt. Ich war völlig pleite, hatte aber viel mehr Schätze geborgen, damit die Mehrheit bei den Atlantisfunden und auch so viel mehr Punkte zum Multiplizieren.
Fazit: Schatztruhe in Maßen - okay, aber wer nur Schatztruhen findet, hat auch keinen Vorteil.
Nautilus zu zweit funktioniert wirklich auch sehr gut, wobei das Legen der Forschungsstationen und das Bekommen von Mehrheiten hier wesentlich taktischer vor sich geht als beim Spiel zu viert.
Gruß Ina
Re: Nautilus - nicht so ganz zufrieden
Verfasst: 23. Mai 2002, 13:00
von Attila
Manuel schrieb:
> Gerade weil dieser Glücksfaktor das Spiel so stark
> beeinflussen kann, ist es wichtig sich darüber zu
> informieren, wo welche Schätze liegen.
Naja, aber wenn ich das Echo für einen Schatz einsetze, kostet es 1 Nemo. Das ist genausoviel (oder im zweifelsfall mehr, wenn dort eine Truhe oder +3 liegt), als wenn ich den Schatz blind Berge. Ergo muss ich in einem solchen Fall blind bergen (im Zweifelsfall nach dem Motto: Was mir nicht hilft, hilft den anderen nichts mehr, wenn ich es habe ! :-) ), oder weiter fahren.
Aber ich stimme dir zu: Man muss die Schätze gezielt abklappern ! - So sammelt man vieleicht im ganzen weniger als jemand der es blind tut, dafür hat man aber - wenn man es geschickt macht und kein Pech hat - mehr Nemo's zur verfügung, weil man nur das einsammelt, was man wirklich haben will. Man kann sich aber nicht davon schützen wenn ein Spieler einfach losrennt und alles abräumt, was abzuräumen ist - wenn er glück hat, gewinnt er das Spiel halt !
Naja, vieleicht war meine Erwartung einfach zu hoch - aber bei DEM Spielmaterial (ich find's prima), hab ich auch gleich auf einen Strategie-Hammer gehofft und da war ich dann etwas enttäuscht ! :-)
Als Familienspiel ist es bestimmt spitze !
Atti
Familienspiel?
Verfasst: 24. Mai 2002, 04:25
von Roman Pelek
Hi Atti,
Attila schrieb:
> Naja, vieleicht war meine Erwartung einfach zu hoch - aber
> bei DEM Spielmaterial (ich find's prima), hab ich auch gleich
> auf einen Strategie-Hammer gehofft und da war ich dann etwas
> enttäuscht ! :-)
> Als Familienspiel ist es bestimmt spitze !
Ein Widerspruch von mir: die Familie, die sich diesen Umfang an Regeln, knallharter Taktik bei Stationsausbau im Kontrast zum Glück und diese Spieldauer aufbürdert, scheint in Rheinhessen ausgestorben zu sein. Nicht ganz zu Unrecht, wie ich meine. Die spielen hierzulande lieber Trans America, Atlantic Star, Carcassonne oder gleich ein (erklärtes) Puerto Rico, wenn's denn etwas ausufernder sein soll. Oder eben Altbekanntes: Risiko, Monopoly, Tabu...
Insofern ist Nautilus für mich eher ein thematisch dichtes Faszinationsobjekt für Vielspieler, die sich mit der Spieldauer und dem Glücksfaktor anfreunden können. Aber es gibt ja auch Leute, die für viel Geld einem "Talisman" nachrennen... ;-) Teilen muss ich diese Auffassung jedoch nicht - und ich tu's auch, ganz ehrlich und sehr subjektiv, nicht.
Ciao,
Roman
[OT] Talisman
Verfasst: 24. Mai 2002, 12:15
von Oli-spielbox
Roman Pelek schrieb:
> Insofern ist Nautilus für mich eher ein thematisch dichtes
> Faszinationsobjekt für Vielspieler, die sich mit der
> Spieldauer und dem Glücksfaktor anfreunden können. Aber es
> gibt ja auch Leute, die für viel Geld einem "Talisman"
> nachrennen... ;-) Teilen muss ich diese Auffassung jedoch
> nicht - und ich tu's auch, ganz ehrlich und sehr subjektiv,
> nicht.
Hallo Roman!
Endlich noch einer, der diesen Hype um Talisman nicht verstehen kann! :D Ich habe es jetzt dreimal gespielt, aber was an dem Spiel so toll sein soll, ist mir immer noch unklar. Ganz abgesehen davon, daß es eine ziemliche Glückssache ist (vom Charakter auswählen bis hin zu den ganzen Würfeleien), mir ist es jetzt schon öfters passiert, daß ich mehrere Runden nichts machen konnte, weil ich einfach nicht auf die richtigen Felder gekommen bin. Keine Ahnung, wo darin der Spielspaß begründet sein soll.
Ciao, OIi
Re: [OT] Talisman
Verfasst: 24. Mai 2002, 13:01
von Roland G. Hülsmann
Oli schrieb:
> Endlich noch einer, der diesen Hype um Talisman nicht
> verstehen kann! :D Ich habe es jetzt dreimal gespielt, aber
> was an dem Spiel so toll sein soll, ist mir immer noch
> unklar. Ganz abgesehen davon, daß es eine ziemliche
> Glückssache ist (vom Charakter auswählen bis hin zu den
> ganzen Würfeleien), mir ist es jetzt schon öfters passiert,
> daß ich mehrere Runden nichts machen konnte, weil ich einfach
> nicht auf die richtigen Felder gekommen bin. Keine Ahnung, wo
> darin der Spielspaß begründet sein soll.
So ging es mir vor Jahren auch ... immer nur rundherumlaufen und hoffen, höher zu kommen ... und deshalb ist es auf meiner "Auswahlliste eBay" gelandet. Da wußte ich noch nichts vom Hype und konnte kaum glauben, daß die Gebote ernstgemeint waren. Sie waren es. Die Geschmäcker sind eben - sehr offensichtlich - verschieden!
Gruß
Roland
Re: [OT] Talisman
Verfasst: 24. Mai 2002, 15:08
von Manuel
Talisman ist ja noch moderat. Versucht mal auf ebay Warhammer Quest zu ersteigern! Und dabei handelt es sich dabei nun wirklich um das simpelste aller Spiele. Was mich allerdings nicht daran hindert alle zwei Monate einen kompletten Samstag dafür zu opfern. Irgendwo sind diese Spiele zwischen Hype und Kultobjekt anzusiedeln und damit natürlich für den "ernsthaften" Spielefreund ein Tabuthema ;) aber wenn man mit den großen Games Workshop Spielen aufgewachsen ist, dann entwickeln Talisman, Blood Bowl oder Warhammer Quest eben einen ganz besonderen Reiz, den ich zwar nicht erklären kann, aber noch viel weniger kann ich mich ihm entziehen.
take care
Manuel
(der sein Warhammer Quest "günstig" aus England mitgebracht hat und sich um Talisman nicht kümmern brauch, weil alle Freunde es besitzen)
Recht hat Roman!
Verfasst: 24. Mai 2002, 18:36
von Helmut Lehr
Bezüglich Nautilus muss ich Roman recht geben. Das ist doch kein Familienspiel. Jedenfalls nicht für eine Familie, die mal gerade zum Geburtstag und Weihnachten ein Spiel kauft! Müsste mal unbedingt abraten, es sei denn, da wäre echte Tauchfreunde dabei, die halt das Thema lieben!
Tschüß
Helmut
Re: Recht hat Roman!
Verfasst: 24. Mai 2002, 21:24
von Attila
Hiho,
Ich finde schon das es mehr ein Familienspiel ist und das ein sehr schönes ! - Okay, es ist etwas Anspruchsvoller - na und ? Ein wenig sollten wir den Deutschen Famlilien doch zutrauen !
Atti