Seite 1 von 1
Ogallala
Verfasst: 7. September 2002, 17:29
von Glomeor / Tobias
Nach den fast durchweg guten Bewertungen habe ich mir Ogallala zugelegt und bin nach der ersten Partie ziemlich enttäuscht.
In der Runde zu viert haben alle nach einer guten Stunde darauf gehofft, daß endlich jemand sein drittes Boot zusammen bekommt, damit das Spiel zu Ende gehen kann. Verrückte Axt und die Angriffe durch gegnerische Boote kamen so häufig vor, daß man einfach so dahinspielte, ohne die Möglichkeit zu sehen, irgendetwas Sinnvolles machen zu können.
Prinzipiell habe ich nichts gegen einen guten Glücksfaktor, doch im Nachhinein kam mir das Spiel doch so vor: Karten ziehen, bis einer gewonnen hat, fertig.
Volkommen ungläubig habe ich die Regeln erneut studiert, doch bis auf eine Winzigkeit haben wir alles richtig gemacht.
Tobias (hugh, ich habe gesprochen)
Re: Ogallala
Verfasst: 7. September 2002, 18:38
von Brigitte
Hallo Tobias,
die dem Spiel beiliegenden Regeln wurden schon auf der Website von Amigo korrigiert.
siehe
http://www.amigo-spiele.de/amigo-spiele/as_errata_ogallala.html
mit verspielten Grüßen
Brigitte
Re: Ogallala
Verfasst: 7. September 2002, 21:28
von Glomeor / Tobias
AHA :-))
Danke für den Hinweis. Dann geb ich dem Spiel noch 'ne Chance.
Tobias
Ogallala, neue Auflage, neue Regeln
Verfasst: 7. September 2002, 21:49
von Marc Wickel
Ogallala ist ja ein Klassiker von Rudi Hoffmann und hat schon verschiedene Auflagen erfahren. Es gab soagr mal einen Klon von Games Workshop bei dem sich Orkhorden auf den Kriegszug vorbereiteten. Und wie mir erzählt wurde, waren die Regeln bei jeder (Ogallala-)Auflage ein wenig "überarbeitet".
Re: Ogallala
Verfasst: 9. September 2002, 14:37
von Christoph
Glomeor / Tobias schrieb:
> In der Runde zu viert haben alle nach einer guten Stunde
> darauf gehofft, daß endlich jemand sein drittes Boot zusammen
> bekommt, damit das Spiel zu Ende gehen kann. Verrückte Axt
> und die Angriffe durch gegnerische Boote kamen so häufig vor,
> daß man einfach so dahinspielte, ohne die Möglichkeit zu
> sehen, irgendetwas Sinnvolles machen zu können.
Der Glücksfaktor ist schon extrem hoch und daher eignet sich das Spiel meiner Meinung nach am besten als Absacker oder dann, wenn man sowieso schon alles doppelt sieht (wieviele Indinaner sind da noch drauf? :-) )
Folgender Regelvorschlag für das Erobern fremder Boote (so war das auch in der ASS-Ausgabe): Die Indianer auf dem Boot wandern in die ewigen Jagdgründe, ALLE anderen Karten erhält der Eroberer und kann sie bei sich einbauen.
Damit kann man auch an die so gesuchten Bug- und Heckteile kommen und das Spiel extrem verkürzen. Dann spielt man halt noch eine Partie, weil's so schnell geht.
Viele Grüße, Christoph
Re: Ogallala
Verfasst: 10. September 2002, 09:48
von Andreas Epplée
Hi Tobias,
bei "Ogallala" muss man bereit sein, "sich spielen zu lassen". Der Taktik-Faktor ist minimal. Wenn man auf solche Spiele keine Lust hat, muss man sie nicht spielen (ging mir auch lange so ;-)) Aber wenn man sich darauf einlassen kann, gehört es wirklich mit zu den Klassikern des Genres. Außerdem muss man es oft (oder zumindest öfter) spielen, um die völlig unterschiedlichen Spielverläufe zu erleben und goutieren zu können. Klar kann es sich mal hinziehen, genauso gut kann es aber auch nach ganz kurzer Zeit zu Ende sein (auch ein nettes Regel-Detail, dass der potentielle Sieger nach dem dritten Boot wählen kann). Ein typisches "Schaumermal" und "DasnächsteMalmachichdichfertig!"-Spiel :-) Vor allem läuft es durch die Vielzahl verschiedenster Karten jedesmal deutlich anders - das reizt erstaunlicherweise immer wieder zum Spielen... Und Du hast völlig recht: "Karten ziehen, bis einer gewonnen hat" - aber der Weg ist das ZIel!
Gruß
Andreas
Re: Ogallala
Verfasst: 10. September 2002, 18:24
von Glomeor / Tobias
Danke für die Tips, die reichen dann ja sogar für 2 oder 3 weitere Versuche, bevor es in der Ecke liegen sollte.