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VOC (Splotter) - Spieldauer
Verfasst: 4. Oktober 2002, 10:40
von Jürgen Karla
Hallo zusammen,
wir haben am Mittwoch unsere erste Partie VOC hinter uns gebracht und waren durchaus angetan.
Einzig der Punkt, daß das Spiel mit 5 Personen in der Fortgeschrittenenvariante doch etwas stockend ablief störte uns. Hat noch jemand die Erfahrung gemacht, daß die angegebene Spielzeit nicht annähernd eingehalten werden kann? Wir haben zum Spiel 4 Stunden benötigt.
Viele Grüße
Jürgen Karla
Was bedeutet VOC?
Verfasst: 4. Oktober 2002, 11:45
von Marc Wickel
Wofür steht das TLA VOC?
RE: VOC (Splotter) - Spieldauer
Verfasst: 4. Oktober 2002, 11:58
von Christian Hildenbrand
Ciao Jürgen ! Ciao alle anderen !
Wir haben gestern unsere erste Partie zu viert gespielt, und zwar ebenfalls in der Fortgeschrittenenvariante (also alle 3 Jahre 3 neue Aufträge, freie Wahl der Schiffe beim Setzen der Matrosen und Händler).
Mit der Spieldauer hatten wir nach meinem Emfpinden kein Problem, das ging eigentlich recht zügig über die Bühne.
Dafür ist uns/mir etwas anderes aufgefallen, was nicht ganz so glücklich sein kann für den ein oder anderen Mitspieler. Wenn man nicht gerade zufällig [i]den[/i] Auftrag mit einem eigenen Stein belegt, für den man in den nächsten Runden die Leute findet, die das passende Boot genau da hin dirigieren, wo man seine Waren für diesen Auftrag bekommt, ist eigentlich keine Chance, überhaupt einen Auftrag zu erfüllen. Denn warum sollte ich jemanden in Schiff C oder D zu einem der Pfeffer-Standorte fahren, um dem zu helfen, wenn ich selbst den Tee aus dem hohen Norden brauche, um wenigstens die Hälfte eines Auftrages komplett zu haben ? :-?
Dazu kommt nämlich noch, daß ich schließlich nicht mehr als 2 Waren in meinem Warenlager in Amsterdam aufbewahren kann. Also ist es auch hier u.U. ein Glücksspiel, genau die Ware aufzubewahren, die in der nächsten Runde vielleicht für einen relativ einfachen Auftrag gebraucht wird.
Vielleicht war es auch einfach nur das Pech, daß die "einfachen" Aufträge alle ganz unten im Stapel lagen und das Spielende leider vor ihnen, aber ich denke, da braucht es vielleicht noch ein kleines Handelselement, wodurch die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Schiffslenkern noch ein bißchen rentabler wird. So nach dem Motto: "fahr mich da hin, und Du bekommst das und das von mir dafür, wenn wir heil nach Amsterdam zurück kommen."
Unser Regel-Leser (danke nochmal Henning) meinte nach dem Spiel, daß es da was in den Regeln geben soll, ich weiß es aber gerade nicht mehr so genau.
Hat schon jemand die Spielregeln konstruktiv in Eigenregie geändert ?
Grüße von hoher See !
Ciao, Christian (... hat sich wohl gestern einen Ruf erarbeitet als schlechtester Kapitän, den die Seefahrgeschichte je erlebt hat ... :lol: )
RE: Was bedeutet VOC?
Verfasst: 4. Oktober 2002, 12:04
von Christian Hildenbrand
"Marc Wickel" hat am 04.10.2002 geschrieben:
> Wofür steht das TLA VOC?
Hurra ! Da kann ich mit Wissen aufwarten:
[b]"VOC"[/b] steht für [b]"Verenigde Oost-Indische Compagnie"[/b], gegründet vor exakten 400 Jahren. Welch Zufall wohl, daß Splotter dieses Spiel mit holländischen Hintergrund genau im Jahr 2002 auf den Spielemarkt wirft ... ;-)
Mehr Infos unter dem angegebenen Links ... falls Ihr des holländischen mächtig seid.
Vielleicht steht das alles auch irgendwo in der Spielregel mit drin ... das weiß ich nicht, weil ich sie nicht in der Hand hatte. ;-)
Wissende Grüße !
Ciao, Christian (... hatte sich dieselbe Frage auch schon gestellt ...)
Aha,danke
Verfasst: 4. Oktober 2002, 12:31
von Marc Wickel
Aha. Danke schön. Und gut, dass es nichts war was ich kenne :-) Und bei dem langen Namen ist eine Abkürzung auch nicht verkehrt.
RE: Aha,danke
Verfasst: 4. Oktober 2002, 13:24
von Christian Hildenbrand
"Marc Wickel" hat am 04.10.2002 geschrieben:
> Und bei dem langen Namen ist eine Abkürzung auch nicht
> verkehrt.
Ja, sonst hätte es wohl eher eine Schachtel vom Roads-&-Boats-Format geraucht, und nicht die kleine ... :lol: :lol: :lol:
Abgekürzte Grüße !
Ciao, Christian (... geht gleich wieder Spielen ... Taktikspiel für 2 auf kleinem Spielbrett ... Squash ... :lol: )
RE: VOC (Splotter) - Spieldauer
Verfasst: 4. Oktober 2002, 14:47
von Jürgen Karla
Hallo Christian,
ich hatte sogar vergessen zu erwähnen, daß wir nach der Hälfte der Zeit noch vier Aufträge per Zufall entfernt haben, sonst wären wir wohl heute noch am Spielen...
Das gemeinsame bzw. gegeneinandergerichtete Fahren war bei uns kein Problem, denn es macht Sinn Rohstoffe zu bekommen und über das gesamte Spiel wäscht halt eine Hand die andere. Einige Städte waren hingegen doch recht schwer zu erreichen (Formosa, Mokka). Dies wurde nur jeweils einmal in den ganzen Stunden geschafft. Wir werden demnächst wohl doch eher zur einfacheren Variante greifen...
Viele Grüße
Jürgen Karla
SCNR
Verfasst: 4. Oktober 2002, 15:43
von Volker L.
Christian Hildenbrand schrieb:
>
> Ja, sonst hätte es wohl eher eine Schachtel vom
> Roads-&-Boats-Format geraucht, und nicht die kleine ... :lol:
> :lol: :lol:
:-? Und worin verstaust Du das Spielmaterial, nachdem Du die
Schachtel [b]geraucht[/b] hast? :-D :-P
Gruss, Volker (siehe subject)
RE: Was bedeutet VOC?
Verfasst: 4. Oktober 2002, 16:13
von Marcel Sagel
Christian Hildenbrand schrieb:
> "VOC" steht für "Verenigde Oost-Indische
> Compagnie", gegründet vor exakten 400 Jahren. Welch
> Zufall wohl, daß Splotter dieses Spiel mit holländischen
> Hintergrund genau im Jahr 2002 auf den Spielemarkt wirft ...
> ;-)
>
Und dann kommen die in 2021 natürlich mit das Spiel "WIC"
(Der West-Indische Compagnie, gegründet für die Handel mit Amerika, war aber nicht so erfolgreich als die VOC)
Marcel (hat das alles früher in die Schule gelernt)
RE: VOC (Splotter) - Spieldauer u.v.a.
Verfasst: 4. Oktober 2002, 16:17
von HBS
Moin Jürgen, moin Christian, moin Ihr,
kleine Konkretisierung:
> Mit der Spieldauer hatten wir nach meinem Emfpinden kein
> Problem, das ging eigentlich recht zügig über die Bühne.
zu viert ca. zweieinhalb kurzweilige Stunden (grob geschätzt) um Jürgen's Frage zu beantworten...
kleiner partieller Widerspruch:
> Dafür ist uns/mir etwas anderes aufgefallen, was nicht ganz
> so glücklich sein kann für den ein oder anderen Mitspieler.
> Wenn man nicht gerade zufällig [i]den[/i] Auftrag mit einem
> eigenen Stein belegt, für den man in den nächsten Runden
> die Leute findet, die das passende Boot genau da hin
> dirigieren, wo man seine Waren für diesen Auftrag bekommt,
> ist eigentlich keine Chance, überhaupt einen Auftrag zu
> erfüllen. Denn warum sollte ich jemanden in Schiff C oder D
> zu einem der Pfeffer-Standorte fahren, um dem zu helfen,
> wenn ich selbst den Tee aus dem hohen Norden brauche, um
> wenigstens die Hälfte eines Auftrages komplett zu haben ?
> :-?
Ich denke, das läßt sich durch geschicktes Verhandeln doch recht gut lösen... was wir vielleicht gestern noch nicht so richtig "ausgelebt" haben. Aber wenn man erst ahnt, was für Möglichkeiten sich innerhalb des Spieles noch so auftun, kann man eben auch über zukünftige Routen, Handelsmöglichkeiten etc. verhandeln ("ich krieg' diesmal den Pfeffer, Du bekommst den nächsten"). Auch das gegenseitig vorteilhafte Verhalten auf unterschiedlichen Schiffen kann wieder zu einer Balance zwischen Mitspielern führen, alles natürlich nur auf einer Art Vertrauensbasis, die bei VOC immer mal wieder nötig ist... und sich wohl erst mit zunehmender Spielerfahrung einspielt (wer wird schon gerne von seinen Mitseglern absichtlich auf Land gesteuert...) - insofern halte ich VOC nach dem ersten Eindruck für ein deutlich kooperatives Spiel, schließlich ist eines der Spielziele auch, gegen einen allgemeinen Gegner, Amsterdam, zu gewinnen!
etwas Zustimmung:
> Dazu kommt nämlich noch, daß ich schließlich nicht mehr als
> 2 Waren in meinem Warenlager in Amsterdam aufbewahren kann.
> Also ist es auch hier u.U. ein Glücksspiel, genau die Ware
> aufzubewahren, die in der nächsten Runde vielleicht für
> einen relativ einfachen Auftrag gebraucht wird.
ja, es tut schon weh, wenn man zuerst den ganzen Zimt in's Wasser wirft, und dann in der nächsten Runde sich auf einmal herausstellt, daß er soo gut zu verkaufen gewesen wäre... Händlerpech! ;-)
Aber im Ernst: an dem Mechanismus läßt sich doch sehr leicht etwas ändern indem man sich einfach mal probeweise auf mehr Lageplätze einigt...
und nochmal partieller Widerspruch:
> Vielleicht war es auch einfach nur das Pech, daß die
> "einfachen" Aufträge alle ganz unten im Stapel lagen und
> das Spielende leider vor ihnen, aber ich denke, da braucht
> es vielleicht noch ein kleines Handelselement, wodurch die
> Zusammenarbeit zwischen einzelnen Schiffslenkern noch ein
> bißchen rentabler wird. So nach dem Motto: "fahr mich da
> hin, und Du bekommst das und das von mir dafür, wenn wir
> heil nach Amsterdam zurück kommen."
Pech hatten wir mit der Auftragssortierung sicherlich... aber trotzdem: ich weiß nicht, ob man wirklich ein neues "Handelselement" braucht, um Zusammenarbeit zu verhandeln. Vielleicht muß man nur während des Spiels mit den vorhandenen Möglichkeiten mehr anfangen. Also viel miteinander reden und handeln ("wenn Du mich mit diesem Schiff heil nach Mocca und zurück bringst, helfe ich Dir mit meinen beiden nautischen Befehlsmöglichkeiten auf dem anderen Schiff", auch wenn's mit dem Schiff nichts mehr für mich zu holen gibt! - sowas hat zeitweise ja auch schon geklappt!), vielleicht auch effektiveres Einsetzten der eigenen Händler und Matrosen, so daß es nicht zu echten Blokadereisen kommt... - Ich denke, da gibt's noch viel auszuprobieren und die gestrige Probepartie ist sicher noch nicht allen Spielmöglichkeiten gerecht geworden!
und jetzt wird's OT:
> Unser Regel-Leser (danke nochmal Henning) meinte nach dem
> Spiel, daß es da was in den Regeln geben soll, ich weiß es
> aber gerade nicht mehr so genau.
Kommt Zeit, kommt eigene Regel zum Nachlesen? ;-)
> Grüße von hoher See !
ehem... das was sich gerade vor Deinem Fenster abspielt heißt "Dauerregen", nicht "See" ;-)
> Ciao, Christian (... hat sich wohl gestern einen Ruf
> erarbeitet als schlechtester Kapitän, den die
> Seefahrgeschichte je erlebt hat ... :lol: )
wie wahr, wie wahr... ;-) Cap'tain Henning dagegen kann ich jedem zukünftigen ostindisch segelndem Händler empfehlen... der findet blind durch alle Meerengen! :-)
Gruß,
Hanna
(hat gestern zeitweise ganz alleine eine kleine Segeltour gemacht... und ist wieder heil zu Hause angekommen, puh! :-) )
RE: VOC (Splotter) - Spieldauer u.v.a.
Verfasst: 4. Oktober 2002, 17:33
von Christian Hildenbrand
"HBS" hat am 04.10.2002 geschrieben:
> zu viert ca. zweieinhalb kurzweilige Stunden (grob
> geschätzt) um Jürgen's Frage zu beantworten...
Wirklich so lange ? Hui !
> Ich denke, das läßt sich durch geschicktes Verhandeln doch
> recht gut lösen... was wir vielleicht gestern noch nicht so
> richtig "ausgelebt" haben. Aber wenn man erst ahnt, was für
> Möglichkeiten sich innerhalb des Spieles noch so auftun,
> kann man eben auch über zukünftige Routen,
> Handelsmöglichkeiten etc. verhandeln ... und sich wohl
> erst mit zunehmender Spielerfahrung einspielt
Ja, ich denke, das ist es vor allem. Von dem her freue ich mich auch schon auf eine weitere Partie mit dann etwas mehr Erfahrung ... ;-)
> (wer wird schon gerne von seinen Mitseglern absichtlich auf Land
> gesteuert...) - insofern halte ich VOC nach dem ersten
> Eindruck für ein deutlich kooperatives Spiel, schließlich
> ist eines der Spielziele auch, gegen einen allgemeinen
> Gegner, Amsterdam, zu gewinnen!
Hm, ich erinnere mich da halt an eine Fahrt zurück, die 3 Runden lang immer nur 1 cm dauerte, weil der Kapitän meinte, bei dieser Fahrt gäbe es eh nix für ihn zu holen. Von dem her fährt er lieber die an deren beiden Mitfahrer auf diesem Schiff komisch in der Gegend herum.
> Aber im Ernst: an dem Mechanismus läßt sich doch sehr
> leicht etwas ändern indem man sich einfach mal probeweise
> auf mehr Lageplätze einigt...
Ja, das wäre eine Möglichkeit.
> Pech hatten wir mit der Auftragssortierung sicherlich...
> aber trotzdem: ich weiß nicht, ob man wirklich ein neues
> "Handelselement" braucht, um Zusammenarbeit zu verhandeln.
> Vielleicht muß man nur während des Spiels mit den
> vorhandenen Möglichkeiten mehr anfangen. Also viel
> miteinander reden und handeln
Irgendwie war es auch das, was ich sagen wollte ... war noch sehr früh und ich noch ohne Koffein im Blut ... :roll:
> ("wenn Du mich mit diesem Schiff heil nach Mocca und zurück bringst, helfe
> ich Dir mit meinen beiden nautischen Befehlsmöglichkeiten auf
> dem anderen Schiff"
Hm, als ich gelegentlich vorgeschlagen hatte, nach Mocca zu fahren, habe ich immer nur amüsiertes Gelächter geerntet !!! :lol:
> Kommt Zeit, kommt eigene Regel zum Nachlesen? ;-)
Ich befürchte ... ja ... :roll:
>> Ciao, Christian (... hat sich wohl gestern einen Ruf
>> erarbeitet als schlechtester Kapitän, den die
>> Seefahrgeschichte je erlebt hat ... :lol: )
>
> wie wahr, wie wahr... ;-) Cap'tain Henning dagegen kann
> ich jedem zukünftigen ostindisch segelndem Händler
> empfehlen... der findet blind durch alle Meerengen! :-)
Als Fast-Meer-Bewohner auch ein gewisser Vorteil zu mir als "Bergmensch". ;-)
> Gruß,
> Hanna
> (hat gestern zeitweise ganz alleine eine kleine Segeltour
> gemacht... und ist wieder heil zu Hause angekommen, puh!
> :-) )
Du hattest wohl auch das beste Gespür zum Rand der jeweiligen Seekarte !
Nasse Grüße !
Ciao, Christian (... ist nicht immer auf Grund gelaufen !!!)
und jetzt völlig OT: Welt- und Kartenränder
Verfasst: 4. Oktober 2002, 20:11
von HBS
Christian Hildenbrand schrieb:
>
> "HBS" hat am 04.10.2002 geschrieben:
>
> > (hat gestern zeitweise ganz alleine eine kleine Segeltour
> > gemacht... und ist wieder heil zu Hause angekommen, puh!
> > :-) )
>
> Du hattest wohl auch das beste Gespür zum Rand der jeweiligen
> Seekarte !
Klassischer Fall von "was nicht verboten ist, ist erlaubt"?
Aber: Du weißt doch hoffentlich, daß man am Rande solcher Karten ganz gefährlich von der Erde (bzw. dem Meer) in's Nichts (oder Schlimmeres) hinabstürzen kann???
Gruß,
Hanna
(die auf den VOC Karten ein "here be dragons" vermißte ;-) )
RE: VOC (Splotter) - Spieldauer
Verfasst: 5. Oktober 2002, 00:03
von Henrik Schrader
Hi !
Wir haben für unsere Partie auch ewig gebraucht ( gut 3 1/2 Stunden ).
Am ebde zog sich das ganze ziemlich und der Spaß blieb auf der strecke.
Wir haben z.B. auch das aufdecken von nur 3 Aufträgen alle drei Jahre als zu wenig empfunden. Nachdem wir das Fahren raus hatten ( Schiffe A und B brauchten bei uns nachher höstens zwei meist nur ein Jahr ) gingen uns die Aufträge aus und alle hatten schon das Lager voll.
Weiter hakte es am ende da die Spieler sich nur gegenseitig blockierten.
Entweder hat der Kapitän einfach das Schiff in der gegend herumgefahren oder es hat sich niemand anheuern lassen .
Vom ungewöhnlichen Spielverlauf war ich angetan, aber so richtig ausgereift kam es mir nun doch nicht vor.
Gruß henrik