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sauron - mal hand aufs herz
Verfasst: 30. Oktober 2002, 22:15
von toasti
hallo forumsmitglieder!
nach einer partie mit der neuen erweiterung frage ich mich eines:
kann sauron im sinne von r. knizias regelwerk überhaupt besiegt werden?
oder
passt ihr mit hilfe von hausregeln die stärke der hobbits an?
warum?
sauron-karten+nazgulkarten+ereigniskarten+aktionsleiste (+feinde in der erweiterung) ...
dagegen stehen für die hobbits
neue (mächtige) lichtplättchen, die erst einmal erreicht werden müssen
eine neue starke gandalf-karte
einmalig sonderfähigkeiten pro hobbit
zwei blaue karten (die ohne kosten einmalig eingesetzt werden können -so eine art notnagel, falls der ringträger im ersten abenteuer auf feld 12 steht...)
trotz erfahrung in diesem spiel - hier fehlt die balance..
begründungen (sietens kosmos) wie " sauron ist ja nun mal auch sehr mächtig" lasse ich nicht gelten, da der spielspass bzw. der wiederholungsreiz zu kurz kommt.
grüße
toasti
Re: sauron - mal hand aufs herz
Verfasst: 31. Oktober 2002, 07:38
von Bernd
Hallo Toasti!
Ist es nicht nach nur einer Partie etwas verfrüht, sich über den Schwierigkeitsgrad der Sauron-Erweiterung zu beschweren?
Ich wäre ehrlich gesagt enttäuscht gewesen, wenn wir schon beim ersten Spiel gewonnen hätte. Denn wie sagte schon Gandalf:"... dies ist kein Hobbitspaziergang"!
Wir sind inzwischen so weit, dass wir es fast geschafft haben, und sind guten Mutes es demnächst Mal zu schaffen!
Ich finde den Wiederspielreiz sehr hoch, und kann die Vorwürfe bzgl. fehlender Tests und Balance nicht nachvollziehen.
Bernd
Re: sauron - mal hand aufs herz
Verfasst: 31. Oktober 2002, 07:58
von Heinrich Glumpler
Hi,
ich habe das Spiel noch überhaupt nicht gespielt, wäre - wie Bernd - aber auch enttäuscht, wenn ich sofort gewinnen würde.
Ich muss zugeben, dass es mich nun reizt, es mal zu versuchen - bei PC-Spielen ist es z.B. teilweise recht schwierig, bestimmte Missionen erfolgreich zu bestehen und ich finde es recht interessant, das mal bei einem Brettspiel zu sehen.
Zudem könnte ich mir vorstellen, dass es Spass macht, sich in einer Gruppe einer übermächtigen Gefahr zu stellen - ist jedenfalls ganz im Sinne vom Herrn der Ringe.
Aber zugegeben - ich hab' immer gerne Cthulhu gespielt - von wegen "übermächtiger Gefahr" und so ;-)
Gruesze
Heinrich
Re: sauron - mal hand aufs herz
Verfasst: 31. Oktober 2002, 08:23
von Wolfgang Ditt
Hallo,
also ich kann bestätigen, dass Sauron besiegbar ist. In unserer Gruppe hatte ich die große Ehre, den ersten besiegten Sauron zu spielen ...
Was die Erweiterung angeht, so ist sie erst einmal eine eigenständige Erweiterung. Zu Beginn kann ich tunlichst nur davon abraten, sie mit den Feinden zu spielen oder die schwarzen Ereignisülättchen hinzuzunehmen (die eine tolle eigenständige Variante für das Basisspiel sind). Und die beiden blauen Karten sollte man zu Beginn auf jeden Fall erwenden. Mit jedem Spiel werden die Hobbits besser, weil sie immer besser ihre Möglichkeiten kennen lernen. Saurons Möglichkeiten steigern sich hingegen nicht mehr, denn sein Part ist wesentlich übersichtlicher und einfacher zu spielen. Wenn er dann als zu schwach empfunden wird, kann man ihn mit den vorgesehenen Mitteln wieder stärken, z. B. Weglassen der blauen Karten oder Feinde oder schwarze Ereignisplättchen.
Zu Beginn ist Sauron scheinbar übermächtig, aber das erschien er im Basisspiel auch. Damals fragten wir uns nach der ersten Partie, wie man ihn überhaupt besiegt. Inzwischen sind wir, wenn wir in unserer erfahreneren Gruppe spielen, soweit, dass wir Sauron weiter vorne starten lassen. Feld 10 bedeutet einen gemütlichen Abend, Feld 9 ist spannend und Feld 8 eine Herausforderung. Wenn ich an diese Entwicklung zurückdenke, bin ich sicher, dass Sauron nicht überstark ist, sondern die Hobbits im Umgang mit ihm noch zu unerfahren...
Wolfgang (hat das Spiel in der o. a. Rezi beschrieben)
Re: sauron - mal hand aufs herz
Verfasst: 31. Oktober 2002, 08:36
von toasti
hallo wolfgang,
wir haben zugegeben die erste partie mit den schwarzen ereignisplättchen gespielt (aber ohne rote!).
da du erwähnst, dass du in der ersten partie die schwarzen ereignisplättchen weglassen würdest, interessiert mich eines:
stellt diese variante eine verschärfung gegenüber den reinen grünen ereignisplättchen-stapel dar? es sind zwar vielmehr "schlechte" plättchen drin, aber ich kann doch immerwieder mal eines ablehnen - irre ich?
danke im voraus
toasti
p.s. sauron auf 10 = ein gemütlicher abend (auch wenn die ereignisplättchen ungünstig kommen????)
Re: sauron - mal hand aufs herz
Verfasst: 31. Oktober 2002, 08:51
von Wolfgang Ditt
Hallo Toasti,
> wir haben zugegeben die erste partie mit den schwarzen
> ereignisplättchen gespielt (aber ohne rote!).
> da du erwähnst, dass du in der ersten partie die schwarzen
> ereignisplättchen weglassen würdest, interessiert mich eines:
> stellt diese variante eine verschärfung gegenüber den reinen
> grünen ereignisplättchen-stapel dar? es sind zwar vielmehr
> "schlechte" plättchen drin, aber ich kann doch immerwieder
> mal eines ablehnen - irre ich?
Ich hoffe, ich habe die Zahlen richtig im Kopf:
Basisspiel: 12 gute + 11 schlechte = 52% gute Plättchen
Nehmen wir die Schwarzen hinzu: 12 gute + 34 schlechte = 26% gute Plättchen
Nun können wir ca. die Hälfte ignorieren: 12 gute + 17 schlechte = 41 % gute.
Mit den roten sind es dann 12 + 38 = 24 % gute Plättchen und
bei Ignorierung der Hälfte schlechter Plättchen 12 + 19 = 38 %
38 % zu 52% bedeuet eine Senkung auf 73% für die guten Plättchen, also härter.
> p.s. sauron auf 10 = ein gemütlicher abend (auch wenn die
> ereignisplättchen ungünstig kommen????)
das ist immer ein Risiko. Du kannst in Mordor sechs Sonnenuhren bekommen und dadurch das Spiel verlieren, ist aber noch nie passiert und wäre sehr viel Pech. In der Regel gleicht sich das ganze aus, ein Abenteuer läuft gut, das andere schlecht. Auf Feld 10 muss es schon sehr unglücklich kommen, damit wir es nicht schaffen, auf Feld 8 kann das leichter passieren.
Wolfgang
Re: HdR - Nicht nur Sauron
Verfasst: 31. Oktober 2002, 09:01
von Gregor Breckle
Zuerst mal eine Regelfrage zu Sauron:
Was passiert, wenn der Schwarze Reiter bereits auf dem Rückweg ist und der Ringträger (durch die neue blaue Karte) wechselt.
Muß der schwarze Reiter erst wieder zu dem neuen Ringträger zurück oder kann er weiter Richtung Mordor?
Nun noch zur allgemeinen Diskussion:
Ich habe das Grundspiel oft gespielt und ca. die Hälfte davon gewonnen. Mit den Feinden ist diese Quote in die Knie gegangen.
Sauron habe ich erst einmal (auf der Messe) gespielt.
Was mich immer wundert sind Aussagen über die Erfahrung der Spieler. Natürlich bekommt man Erfahrung im Spiel. Man lernt, nicht nur auf seine Züge zu achten, sondern auch die Ereignisleiste, die Karten der anderen Hobbits, die Sonderfähigkeiten besser zu beobachten und einzusetzen.
Das weiß man aber bereits spätestens nach dem zweiten Spiel.
Nichtsdestotrotz ist das größte Glückselement das Ziehen der Ereigniskärtchen. Und hierbei ist es uns schon öfter passiert, daß man mal 4 oder 5 Ereignisse hintereinander zieht (In Essen beim Sauron spielen gleich bei Frodo im ersten Zug sogar sechs(!). Danach sieht es fast immer so aus, daß man entweder Sauron direkt ins Auge blickt oder keine Karten, Lebensplättchen etc. besitzt, was am Ergebnis meist nicht mehr viel ändert. Bei der Sauron-Erw. noch viel schlimmer, da Sauron in diesem Fall meist sehr oft dran kommt (Zitat aus Essen: "ja bin ich denn schon wieder dran")
Hierbei nützt IMHO alle Erfahrung nicht und ich würde bei HdR nie von einem "gemütlichen Spaziergang" sprechen, da das Glückselement für mich schlicht und einfach zu hoch ist.
@Wolfgang: Vielleicht habt Ihr einfach ein glückliches Händchen ;-)
Aber auch ich werde mir wohl die Erweiterung noch zulegen und es so lange probieren, bis es klappt (zumal unserere Erklärerin (bei der in Bezug zu einem anderen Thread an Kompetenz und Optik nicht auszusetzen gab :razz: ) uns bei jedem neuen Ereignis aufmunterte, daß es gerade eben eine Gruppe geschafft hat.
Viele Grüße
Gregor
Re: HdR - Nicht nur Sauron
Verfasst: 31. Oktober 2002, 09:14
von Wolfgang Ditt
Hallo Gregor,
kein glückliches Händchen, sondern Nervenstärke. Wenn zu Anfang viele negative Plättchen kommen, hat mag das ärgste hinter sich. Also Ruhe bewahren, das Abenteuer ja nicht beenden, sondern auf die guten Plättchen warten, sich heilen oder Karten ziehen und damit eine gute Vorbereitung für das nächste Abenteuer haben.
Das so oft zitierte Glück ist nicht so stark wie es scheint. Die Menge der Plättchen ist fest vorgegeben, nur die Reihenfolge nicht. In der Regel kommen die meisten aus dem Beutel und bis da Abenteuer aufgrund der Ereignisse beendet wird, dauert es schon und das ist dann das einzige wirkliche Peck (von daher sollte man immer versuchen, die beiden abwehrbaren Sonnenuhren abzuwehren, denn dann braucht es alle anderen sechs Sonenuhren bis zum Abenteuerende; kleiner Tipp an Rande: Moria ist auch am Ende so harmlos, dass man es ruhig riskieren kann ...)
Wolfgang
Re: sauron - mal hand aufs herz
Verfasst: 31. Oktober 2002, 09:57
von RoGo
In unserer Gruppe hatte ich die große Ehre, den ersten besiegten Sauron zu spielen ...
na Wolfgang hast Du Deine Kinder mal wieder gewinnen lassen?
Aber noch eine Frage, da ich dank Sauron HdR mal wieder gespielt habe - gegen meine Kinder und ich habe gewonnen - wie handhabt ihr es mit den Stern-Karten: Darf man, wenn eine bestimmte Kartenart gefordert ist, immer einen Joker legen und wenn ja sogar über die Spezial-Eigenschaft?
Gruß
roland
Re: sauron - mal hand aufs herz
Verfasst: 31. Oktober 2002, 10:08
von Wolfgang Ditt
Hallo Roland,
> na Wolfgang hast Du Deine Kinder mal wieder gewinnen lassen?
lassen gibt's nicht. War alles regulär und ohne meine Hilfe.
> Aber noch eine Frage, da ich dank Sauron HdR mal wieder
> gespielt habe - gegen meine Kinder und ich habe gewonnen -
> wie handhabt ihr es mit den Stern-Karten: Darf man, wenn eine
> bestimmte Kartenart gefordert ist, immer einen Joker legen
> und wenn ja sogar über die Spezial-Eigenschaft?
Ja, das darf man, aber ein Doppeljoker kann nur ein Zeichen annehmen. Also eine Doppeljoker erfüllt NICHT die Bedinung Waffe + Freundschaft und
Sonderkarten kann Frodo nicht umwandelt, das geht nur mit den Hobbitkarten.
Wolfgang (fragt sich, wofür es die FAQs gibt, wenn die Fragen doch hier auftauchen)
Re: sauron - mal hand aufs herz
Verfasst: 31. Oktober 2002, 10:28
von Sebastian Rapp / Kosmos
Ich darf mich wohl zu den frühesten besiegten Saurons zählen - in einer der Testrunden warf ich einen Hobbit nach dem anderen aus dem Spiel - um dann in Mordor festzustellen zu müssen, dass ich Sam nicht mehr bekommen würde.
Und das ohne Einsatz der blauen Karten - dafür mit viel Opfermut der übrigen Hobbits. Geht alles!
Gleich im ersten Spiel mit den Feinden zu spielen, kann ich indes nicht empfehlen, auch auf den Einsatz der schwarzen Kärtchen zusammen mit Sauron würde ich erstmal verzichten.
Sebastian Rapp / Kosmos
Wolfgang laudandus est
Verfasst: 31. Oktober 2002, 11:02
von RoGo
Danke Wolfgang,
habe ich Deine Gutmütigkeit doch mal wieder ausgenutzt.
Re: sauron - mal hand aufs herz
Verfasst: 31. Oktober 2002, 11:43
von toasti
hallo wolfgang,
danke für die anschauliche info.
ich werde es wieder probieren......
toasti
Re: sauron - mal hand aufs herz
Verfasst: 31. Oktober 2002, 13:14
von Matthias Staber
> > Ja, das darf man, aber ein Doppeljoker kann nur ein Zeichen
> annehmen. Also eine Doppeljoker erfüllt NICHT die Bedinung
> Waffe + Freundschaft und
> Sonderkarten kann Frodo nicht umwandelt, das geht nur mit den
> Hobbitkarten.
>
> Wolfgang (fragt sich, wofür es die FAQs gibt, wenn die Fragen
> doch hier auftauchen)
Wobei sich in diesem Punkt Chris Lawsons FAQ und die 2nd edition rules widersprechen: In den FAQ ist es genau so geregelt wie du sagst. Die zweite Regeledition ist da weniger restriktiv: So darf ein Doppeljoker sehr wohl zwei unterschiedliche Symbole repräsentieren (beim Abgeben von Karten), nicht jedoch zwei unterschiedliche Aktionsleisten beeinflussen.
Matthias