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Warum der Titel "Biberbande" ?

Diskussionen über einzelne Spiele
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hannes

Warum der Titel "Biberbande" ?

Beitragvon hannes » 6. April 2002, 10:06

Hi

Gestern hatte ich das Vergnügen, zum ersten Mal Biberbande spielen zu können. Wir waren zu fünft und wir spielten gleich noch zwei Revanchen.

Das Zockerspiel Biberbande ist sehr gut geeignet, alt und jung (6+ steht auf der Schachtel) sowie Gelegenheitsspieler und Spielefreaks, die zwischendurch mal leichtere Kost spielen wollen, an einen Tisch zu bringen.
Uns hat's riesig Spass gemacht. Ich denke, Biberbande wird das Kartenspiel sein, das es auf die Auswahlliste schafft.

Ich frage mich, woher der Name Biberbande kommt ? Der amerikanische Vorgänger hiess "rat-a-tat CAT" und dies dürfte ein Wortspiel sein. Die Spielkartenfiguren waren entsprechend Ratten und Katzen. Wer weiss genaueres ?

Die Ratten kommen auch in der neuen Amigo-Ausgabe vor. Aus den Katzen sind aber Biber geworden. Warum wohl ? War zuerst der wohlklingende (?) Titel "Biberbande" oder wollten die beiden Grafiker unbedingt Biber zeichnen ?
Mit dem Spiel selber haben die Biber auf jeden Fall nichts zu tun. Erst im (missverständlichen ?) Untertitel "Immer auf die Kleinen" wird angedeutetet, dass in diesem Spiel alle auf die kleinen Werte scharf sind.
;-) Scharf = Biberzähne : ist das vielleicht die gesuchte Assoziation ? ;-)

Zudem suggeriert das Cover mit Titel und Comixgrafik und Altersangabe, dass Biberbande nur für die Kleinen interessant ist. Was nun aber absolut nicht zutrifft, siehe gestern Abend und frühere Postings sowie die gelinkte Rezension.

Also ich hätte dem Spiel den Titel "Wild auf Wechsel" gegeben. Schliesslich will jeder seine schlechten gegen gute Karten einwechseln. Und die Kartenwerte hätte ich mit verschiedenen Wildtieren versehen. Schwergewichtige Elefanten auf den Neunern, die Biber vielleicht auf den Fünfern und niedliche Mäuschen auf den Nuller-Karten.

Ciao amigo

hannes

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Friedel Hoffmann

Re: Warum der Titel "Biberbande" ?

Beitragvon Friedel Hoffmann » 6. April 2002, 18:15

Ich hätte an der Grafik garnichts geändert.
Die Zeichnungen von Gamewright waren
doch klasse.

friedel

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Lars Velten

Re: Warum der Titel "Biberbande" ?

Beitragvon Lars Velten » 7. April 2002, 22:09

Hi Friedel.

Wirklich? Ich hab das Spiel vor zwei oder drei Jahren in Essen gekauft und es an meine Nichte verschenkt. Das Spiel war für Kinder ja ganz nett, aber schön würd ich es nicht nennen. Geschmäcker ...

Tschau
Lars

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Hartmut Thordsen

Re: Warum der Titel "Biberbande" ?

Beitragvon Hartmut Thordsen » 10. April 2002, 14:04

Hallo Lars,

>Wirklich? Ich hab das Spiel vor zwei oder drei Jahren in Essen gekauft und es an meine Nichte verschenkt. Das Spiel war für Kinder ja ganz nett, aber schön würd ich es nicht nennen. Geschmäcker

Richtig, daher auch kein Veto sondern nur ein weiteres individuelles Statement. Man stelle sich vor, ein ALEA-Spiel waere unter dem Label ASS neu aufgelegt (das jeweils durchschnittliche Styling dieser Marken angenommen; kennt noch jemand Teuber's "Einfallspinsel"?) - dann kommt das heraus, was ich beim Anblick von Biberbande im Vergleich zum guten alten Rat-A-Tat-Cat empfunden habe. Das Spiel ist ueber die Jahre im Familien- und Freundeskreis ein echter Renner geworden, ich durfte im Auftrag ungezaehlte Stuecke in Essen einkaufen.

Fuer BIBERBANDE-Kaeufer: Rat-A-Tat-Cat hatte nur jeweils drei der drei Sonderkarten im Spiel - mit 9 statt nun 21 Sonderkarten war somit deutlich weniger "Action" im Spiel, was dem Hoffen auf eine Karte zum richtigen Zeitpunkt Auftrieb gab. In der neuen Form erinnert es mich eher an "Racko mit Sonderkarten" - manchmal ist weniger eben mehr.

Hauptsache, es macht Spass :-)

Hartmut

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hannes

Biberbande und Rat-A-Tat Cat

Beitragvon hannes » 10. April 2002, 14:30

Hartmut Thordsen schrieb:
>
> Fuer BIBERBANDE-Kaeufer: Rat-A-Tat-Cat hatte nur jeweils drei
> der drei Sonderkarten im Spiel - mit 9 statt nun 21
> Sonderkarten war somit deutlich weniger "Action" im Spiel,
> was dem Hoffen auf eine Karte zum richtigen Zeitpunkt
> Auftrieb gab. In der neuen Form erinnert es mich eher an
> "Racko mit Sonderkarten" - manchmal ist weniger eben mehr.

Hallo Hartmut

Obwohl ich mit Biberbande bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht habe, habe ich das Gefühl, dass das Spiel mit weniger Sonderkarten interessanter werden könnte. Nur 3 Tauschkarten finde ich allerdings viel zu wenig, da gerade diese einen wesentlichen Reiz des Spiels ausmachen. Ich probier's demnächst mal mit 3 (zweimal ziehen) - 5 (spähen) - 7 (tauschen) aus.

Wieviele Wert-Karten gibt es bei Rat-A-Tat Cat ? Auch alles je viermal, ausser die Neuner achtmal ?

Gestern Abend spielten wir Biberbande zu dritt. Mein Sohn war anfänglich skeptisch, wie immer, weil er glaubte, gegen seinen Vater ohnehin nicht gewinnen zu können. Am Schluss war aber er es, der nicht mehr aufhören wollte. Meine Frau spielt eigentlich prinzipiell nicht so gerne. Aber zuletzt war sie ziemlich angetan vom Spiel; vielleicht auch weil sie klar gewonnen hatte ;-) .

Übrigens - was ist Racko ?

Ciao
hannes (der sich immer noch fragt, wie der Spieletitel zustande gekommen ist)

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Sylvia Berger

Re: Biberbande und Rat-A-Tat Cat

Beitragvon Sylvia Berger » 10. April 2002, 15:10

hannes schrieb:
>
> Übrigens - was ist Racko ?

ein Kartensortierspiel

Jeder bekommt in einen Kartenhalter eine bestimmte Anzahl Karten. Ziel ist die Bildung einer aufsteigenden Zahlenreihe.
Man zieht eine Karte vom Stapel, steckt die an die voraussichtliche Position (die Karten gehen, glaube ich, von 1-90, also eine 40er Karte wird man ungefähr in der Mitte einsortieren) und legt die Karte, die vorher an dieser Position war, ab. Dazu gibt es dann ein paar Aktionskarten, wie z.B. eine Karte mit einem anderen Spieler tauschen oder den ganzen Kartenhalter tauschen etc.
Hab ich vor Urzeiten sehr gern gespielt.

Sylvia
(die in ihren Jugendtagen ein Racko nachgebaut hat. Das war noch in der Pre-Computer-Ära, mit selbstgemalten Karten und Kartenhaltern aus Sperrholz.)

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Hartmut Thordsen

Re: Biberbande und Rat-A-Tat Cat

Beitragvon Hartmut Thordsen » 10. April 2002, 15:21

Hallo Hannes,

>Wieviele Wert-Karten gibt es bei Rat-A-Tat Cat ? Auch alles je viermal, ausser die Neuner achtmal ?

Huch, habe ich da nicht so genau hingeschaut? Ich dachte, die wären gleich. Rat-A-Tat-Cat hat die Werte 0 bis 8 je viermal, den "Rattenkönig" mit der 9 jedoch neun(!)mal. Naja, ist ja fast das gleiche wie bei Biberbande und dürfte kaum den Unterschied machen.

>Übrigens - was ist Racko ?

Alter Ravensburger-Klassiker, der mal wieder aufgelegt gehört (da gab's doch noch einen anderen Thread hier, wo der Titel aber nicht auftaucht). Die Zeitschrift FAIRPLAY hat das Spiel in ihrer neuesten Ausgabe hinreichend gewürdigt.

Jeder der bis zu vier Spieler hat (bei älteren Ausgaben) einen Plastikständer, in den man senkrecht hintereinander 10 Karten einsteckt, die man aus einem gemischten Stapel mit Zahlenkarten mit Werten von 1 bis 60 erhält. Die Restkarten bilden einen verdeckten Talon, daneben wird eine Karte aufgedeckt und bildet den Beginn des Abwurfstapels. Reihum zieht man nun die letzte offene oder oberste verdeckte Karte vom Talon und kann diese mit einer Karte vom eigenen Ständer austauschen oder abwerfen. Ziel ist das Schaffen einer Ordnung, so dass vorne die kleinste und hinten die größte Zahl sichtbar ist, und das ohne Ausnahme. Eine Punktbewertung honoriert auch gute Teilergebnisse, sofern die Ordnung nicht unterbrochen ist. Man spielt eine vereinbarte Anzahl an Runden oder auf eine vereinbarte Punktsumme.

Das Spiel hat interessante Taktiken. Stell Dir vor, Du hast von vorne gesehen die Werte 3-15-30-25-... und ziehst nun die "12". Abwerfen? Tauschen? Wenn ja, wo? Klar, man kann die "15" tauschen und das Intervall zur "25" erweitern (die "30" muss eh weg). Da passen dann 12 Karten rein (wenngleich wir die "15" ja gerade wegwerfen, die kommt vorläufig nicht wieder). Oder aber man tauscht die "30"! das schafft nicht mehr Ordnung, erhöht aber die Chance, zwischen "3" und "12" oder zwischen "15" und "25" eine von 17(!) Karten zu ziehen, die die Ordnung dann herstellt. Wenn dann die "13" oder "14" kommt, ist's eben dumm gelaufen.

Oder man hat ein paar besonders hohe oder niedrige Werte ungünstig in der Mitte stehen, sagen wir mal z.B. "2" und "5". Nach Möglichkeit tausche ich erst die "5". Der nachfolgende Spieler wird sich ggf. begierig darauf stürzen und die Karte nach vorne stellen. Tut er es, kann er mit der "2" nicht mehr viel anfangen. Umgekehrt gibt man ihm aber gleich zwei gute Karten für den Beginn, was wegen der vielen verbliebenen Werte dahinter seine Siegchance steigert. Alles in allem also ein einfaches Spiel, das aber Klasse hat - genau wie Rat-A-Tat-Cat :-)

Meine Anmerkung zielt auf die letzte RACKO-Ausgabe von 1986. Hier waren es 75 Karten und 12 Steckplätze, was eine Runde geringfügig verlängert. Darüberhinaus gab es aber reichlich (insgesamt neue) Sonderkarten: "Vertausche zwei Karten auf Deinem Ständer" - "Tausche Deinen Ständer mit dem eines Mitspielers" und ähnlicher Nonsens. Das war es, woran ich bei den (zu) vielen Sonderkarten in Biberbande dachte, denn es tut dem Spiel nicht gut.

Hartmut (habe RACKO zuletzt vor 3 Tagen gespielt)

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hannes

Re: Biberbande und Racko

Beitragvon hannes » 10. April 2002, 15:44

Hallo Hartmut

Oops, falsch. Bei Biberbande sinds auch 9 Neuner !

Danke für die Beschreibung von Racko (auch an Sylvia).
Ich kenne nur ein einfacheres InDieRichtigeReiheBring-Kartenspiel namens "Kunterbunte Tierparade", bei dem die Karten der Spieler aber offen ausliegen.
Das Gemeinsame von Kunterbunte Tierparade und Biberbande ist übrigens vor allem, dass die Bildchen auf den Spielkarten nur bedingt etwas mit dem Spielprinzip zu tun haben.

Ciao
hannes


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