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Locheisen

Tipps und Tricks für Autoren und Illustratoren
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MiKa
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Locheisen

Beitragvon MiKa » 11. November 2009, 08:04

Moin,

da ich das Ausschneiden größerer Mengen selbstgebastelter, runder Counter als mühsam empfinde, habe ich mich gefragt, ob nicht der Gebrauch eines Locheisen (http://de.wikipedia.org/wiki/Locheisen) diese Arbeit vereinfacht.
Hat Jemand Erfahrung damit und kann vielleicht sogar ein bestimmtes Produkt empfehlen?

Gruß
Michael

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Heinrich Glumpler

Re: Locheisen

Beitragvon Heinrich Glumpler » 11. November 2009, 08:39

Hi,

hab ich mal verwendet - ich hab zunächst mit dem Hammer drauf gehauen, bin damit aber nicht immer sauber durchgekommen.

Danach hab ich das Ding auf die Pappe aufgesetzt und mit der Hand gedreht. War mühsam - hat aber geklappt. Danach hatte ich allerdings einen blauen Fleck in der Handfläche.

Vielleicht klappt es besser, wenn man durch das Loch im "Stengel" quer ein Holz steckt, um das Eisen auf die Pappe zu drücken.

Ich wäre auch an Tipps interessiert, wie andere das Ding eingesetzt haben.

Grüße
Heinrich

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MatthiasC
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Beiträge: 357

Re: Locheisen

Beitragvon MatthiasC » 11. November 2009, 09:23

Ich kaufe Pappe in einem Bastelladen, beklebe sie und schneide mit der Schere. Das Endprodukt hat die Dicke von Pappcountern handelsüblicher Spiele. Die Schere muss halt einen Griff haben, der gut in die Hand passt. Dafür läuft das Schnippeln verletzungsfrei ab :-)

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rogo
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Re: Locheisen

Beitragvon rogo » 11. November 2009, 11:11

Hallo ihr Beiden,
ich habe vor Jahren für Lost Valley Prototypen mehrere hundert Counter ausgehämmert.
Am besten ging es mit einer ziehmlich harten Pappe, die wir nur von einer Seite beklebt haben, auf einer Schneideunterlage auf einem Fliesenboden.
Wenn man ein wenig rumprobiert, wird das Ergebnis sehr ordentlich.
Hämmernde Grüße
Roland

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Warbear

Re: Locheisen

Beitragvon Warbear » 11. November 2009, 11:30

Man sollte nicht versuchen, die Counter alle aus einer Papp-Platte rauszuhämmern. Das ist sehr mühsam und dauert sehr lange, und das Ergebnis ist oftmals nicht zufriedenstellend.

Besser ist es, wenn man die Counter erst mal grob - aber mit nur einem kleinen Rand - aus der Papp-Platte ausschneidet. Danach geht dar Raushämmern der Counter mit dem Locheisen viel einfacher.

Wichtig ist auch die Wahl des richtigen Kartons. Da muß man erst mal ein wenig rumprobieren.

.

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Klaus Knechtskern
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Beiträge: 1660

RE: Locheisen

Beitragvon Klaus Knechtskern » 11. November 2009, 11:53

"Heinrich Glumpler" hat am 11.11.2009 geschrieben:
> Hi,
>
> hab ich mal verwendet - ich hab zunächst mit dem Hammer
> drauf gehauen, bin damit aber nicht immer sauber
> durchgekommen.
>
> Danach hab ich das Ding auf die Pappe aufgesetzt und mit
> der Hand gedreht. War mühsam - hat aber geklappt. Danach
> hatte ich allerdings einen blauen Fleck in der Handfläche.
>
> Vielleicht klappt es besser, wenn man durch das Loch im
> "Stengel" quer ein Holz steckt, um das Eisen auf die Pappe
> zu drücken.
>
> Ich wäre auch an Tipps interessiert, wie andere das Ding
> eingesetzt haben.
>
> Grüße
> Heinrich

Ich glaube am ehesten werdet Ihr hier bei Scrapbook-Zubehör fündig

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Amadeus
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Beiträge: 79

Re: Locheisen

Beitragvon Amadeus » 11. November 2009, 16:00

Meiner Erfahrung nach spielt die Unterlage eine große Rolle, die nicht zu hart und nicht zu weichr sein darf. Als am besten geeignet hat sich bei mir eine dicke, schwere Buchenplatte (=Hartholz) herausgestellt.

Amadeus

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Warbear

Re: Locheisen

Beitragvon Warbear » 11. November 2009, 16:02

Amadeus schrieb:
>
> Meiner Erfahrung nach spielt die Unterlage eine große Rolle,
> die nicht zu hart und nicht zu weichr sein darf. Als am
> besten geeignet hat sich bei mir eine dicke, schwere
> Buchenplatte (=Hartholz) herausgestellt.

Ein Stapel alter Zeitungen tut's auch.
Man muß nur hinterher die ganzen Schnipsel wegräumen. :-)

.

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MiKa
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Beiträge: 83

Vielen Dank...

Beitragvon MiKa » 11. November 2009, 16:45


…für eure Antworten. Ich hatte ja befürchtet, dass Locheisen nur zur Herstellung von Löchern geeignet sind und das Ausgestanzte im wahrsten Sinne des Wortes ein Abfallprodukt ist. Mit euren Tipps und etwas Übung sollten doch vernünftige Ergebnisse zu erzielen sein. Ich werde es versuchen...

Gruß
Michael

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Christian Beiersdorf
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Beiträge: 93

Re: Vielen Dank...

Beitragvon Christian Beiersdorf » 12. November 2009, 15:04

Zum Thema Locheisen ist ja schon alles Mühsame und Schmerzhafte gesagt. Einfacher ist es, fertige Pappcounter zu nehmen. Dazu die Designs in entsprechender Anzahl mit genügend Abstand auf A4 ausdrucken und auf der Rückseite mit doppelseiter Klebefolie versehen. Das Blatt mit der Rückseite nach oben auf einem Leuchtpult fixieren - zur Not geht auch die Fensterscheibe. Und nun Counter für Counter auf die durchscheinenden (Papier vorher auf Durchsicht prüfen!) Designs passgenau kleben. Anschließend mit einer scharfen Schere oder mit einem Cutter an der Kante entlang ausschneiden.
Gruß
Christian

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malzspiele
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Re: Vielen Dank...

Beitragvon malzspiele » 13. November 2009, 12:49

Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit, einfach Aufkleberbögen mit runden Aufklebern passend zu den fertigen Countern zu kaufen.

Infos zu Einkaufsquellen für Aufkleber und Counter gibt es auf den Seiten der Spiele-Autoren-Zunft e.V. unter www.spielautorenzunft.de, dort unter Links: Bezugsquellen für Spielematerial.

Leider sind auf diesem Wege nur wenige Durchmesser verfügbar (z.B. 20 mm).
www.malz-spiele.de | 23. + 24. März 2019 www.braunschweig-spielt.de​ ​| 23. November 2019 www.spiel-mit-den-loewen.de

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cocopeli
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Beiträge: 9

Re: Locheisen

Beitragvon cocopeli » 11. Dezember 2009, 01:50

Hallo

Erstmal muss ich bestätigen, dass der Untergrung 'grundlegend' wichtig ist. Nicht nur wegen der dessen Materialeigenschaft, sondern auch wegen des Druckes. Dazu sollte der Untergrund nicht Federn und möglichst massiv sein. Wenn man sich keine Stanzunterlage aus Kunststoff zulegen will empfielt sich ein Kunststoffschneidebrettchen aus der Küche. Dieses solle auf einem Flachen massiven Untergrund aufliegen. Also bestimmt nicht auf nem federnden Campingtisch.

Dann gibt es Locheisen verschiedener Qualität und Schärfe. Schaerfer sind meist Locheisen zum Ausstanzen von Dichtungen. Gibts auch aus dem Instrumentenbau, fuer Orgeln, Querflöten etc.

Bei hoeheren Stückzahlen empfiehlt sich eine Stanze die das Locheisen mit Hebel oder Fusspedal betätigt. Gibts im Schusterbedarf. Dreheisenstanzen sind aber für grosse Stückzahlen wohl nicht so witzig. N Kniehebel is ergonomisch viel besser.
Für solche Stanzen gibt es Locheisen bis 23 mm zu kaufen. Fuer groessere Loecher muss man sich beim Dreher dafuer ein Locheisen mit Gewinde versehen lassen.

Dies alles aus eigener Erfahrung. Vielleicht hat mich ja wer in Essen gesehen, wie ich unsere magnetischen Kuehlschrankschachfiguren ausgestanzt hab.

Gruesse
Achim

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Heinrich Glumpler

Re: Vielen Dank...

Beitragvon Heinrich Glumpler » 11. Dezember 2009, 10:10

Hi,

hier noch mal der (korrekte) Link zur SAZ-Seite:

http://www.spieleautorenzunft.de/

Dann weiter mit "Links" auf der linken Seite.

Unter Bezugsquellen dann (wahrscheinlich)

https://www.endisch-shop.de/

Find ich übrigens gut, dass diese Linkliste nicht nur SAZ-Mitgliedern vorbehalten ist.

Grüße
Heinrich


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