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Reiner Knizias: HUANG – Die Zeit der Streitenden Reiche

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Beitragvon LetsPlayHistory » 1. März 2023, 11:24

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HUANG
HUANG ist ein Strategiespiel für 2-5 Spieler*innen, die in der sagenumwobenen Zeit der Streitenden Reiche darum ringen, China zu vereinen. Durch das geschickte Platzieren von Plättchen, die farblich mit einem Anführertyp korrespondieren, wird die Ausdehnung der Reiche dargestellt. Jede Dynastie verfügt über fünf Anführer: Den Gouverneur, den Soldaten, den Bauern, den Händler und den Handwerker. Durch die gezielte Provokation von Kriegen und Bauernaufständen können Spielbrett und feindliche Anführer beeinflusst werden. Siegpunkte werden durch den Bau und die Kontrolle von Pagoden oder siegreiche Kriege errungen. Wer das Spiel der Macht besteht und sich als größter Stratege und gewiefter Taktiker beweist, gewinnt das Spiel.

Spiel-Infos
Spieldesign: Reiner Knizia
Artwork: Bartek Jedrzejewski
Spieler*innenanzahl: 2-5
Spielzeit: 90 Minuten
Altersempfehlung: 14+
Deutsche Regeln

Kampagnenziel innerhalb von 125 Minuten erreicht!
Nur kurz nachdem die Crowdfunding-Kampagne für HUANG auf Gamefound gestartet war, wurde das Finanzierungsziel bereits erreicht. Doch keine Sorge! In den nächsten acht Tagen könnt ihr auch weiterhin die Kampagne unterstützen und euch das Spiel mit dem Deluxe Pledge mit coolen Miniaturen sowie die Erweiterungen Royal Palace und Dragon Dynasty weit unter dem späteren Ladenpreis sichern. Hier geht's direkt zu Gamefound.


Interessiert ihr euch für die Zeit der Streitenden Reiche? Habt ihr HUANG bereits vorbestellt? Lasst uns wissen, was euch überzeugt hat, die Kampagne zu unterstützen!

Viele Grüße
Jan (für Phalanx Games)

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Beitragvon LetsPlayHistory » 2. März 2023, 12:53

Die Zeit der Streitenden Reiche
https://www.youtube.com/watch?v=YzeAH5KGEbo
Sieben Tage habt ihr noch die Möglichkeit, euch HUANG samt Stretchgoals ganze 55% günstiger als zum Ladenpreis vorzubestellen und euch Erweiterungen zu sichern, die später nicht im Laden erhältlich sind! Direkt zu Gamefound!

Historische Hintergründe
HUANG ist keine historisch-militärische Simulation und greift bei der Darstellung der Dynastien auf vermenschlichte Tierwesen aus der chinesischen Mythologie zurück. Dennoch ist es stark durch die sagenumwobene Zeit der Streitenden Reiche inspiriert und fängt die Atmosphäre des Machtkampfes um die Herrschaft über China durch thematisches Design und dynamisches Spielerlebnis sehr gut ein. Doch worum geht es dabei überhaupt?

Die Zeit der Streitenden Reiche ist eine komplexe Phase des Umbruchs und der Machtkämpfe im antiken China. Dr. Stuart Ellis-Gorman (Trinity College Dublin, Irland) hat sie für uns zusammengefasst:
Die Zeit der Streitenden Staaten war eine Ära der Konflikte zwischen sieben größeren Staaten, die hauptsächlich im Becken des Gelben Flusses in der heutigen nördlichen Provinz Henan angesiedelt waren. Die sieben Hauptstaaten waren Yan, Qi, Wei, Zhao, Hann, Qin und Chu. Neben den sieben Hauptstaaten gab es mehrere kleinere Mächte. Dazu gehörten die Lu, in deren Herrschaftsgebiet Konfuzius geboren wurde, die Song, deren reiche Hauptstadt Dingtao einen Konfliktpunkt darstellte, die Überreste der östlichen Zhou und die Kleinstaaten Zou, Zheng und Zhongshan. Die Zeit der Streitenden Staaten war nicht nur eine Zeit der Kriege, sondern auch eine Zeit des kulturellen und politischen Wandels, der auf die Frühlings- und Herbstperiode (770 bis 476 v. Chr.) folgte.

In der Zeit der Streitenden Staaten kam es zu einer radikalen Umstrukturierung der Verwaltung, die zum Aufstieg von nahezu absolutistischen Herrschern führte, welche die letzten Überreste der von Adelsfamilien geführten Gesellschaftssysteme beseitigten. Oft war die Person, welche die absolute Macht ausübte, jedoch nicht der eigentliche Monarch, sondern ein Minister und seine Nachkommen. Einige Minister bestimmten sogar darüber, wer Monarch werden sollte. Gleichzeitig waren die Ministerämter weitgehend nicht mehr erblich, was den Machthabern mehr Spielraum bei der Ernennung und Abberufung ließ. Diese Veränderungen wurden durch den Aufstieg einer neuen Verwalterklasse unterstützt, die den Adel verdrängte. Minister und Staatsbeamte waren in dieser Zeit die wichtigsten Akteure.

Auch die Struktur der Armeen veränderte sich, da die Staaten zunehmend auf wehrpflichtige Bauernarmeen zurückgriffen. Dieses System wurde erstmals in der Frühlings- und Herbstperiode eingeführt, während der Zeit der Streitenden Staaten jedoch erheblich ausgeweitet. Hintergrund für diese Veränderung war die Abkehr von der berittenen und auf Streitwagen basierenden Eliten-Kriegsführung hin zu einer Taktik, die auf dem Einsatz von Masseninfanterie beruhte und die Macht und den Einfluss des Adels weiter schwächte. Die großen Bauernarmeen nutzten nun stärker den Speer als Hauptwaffe. Erstmals wurde auch die Armbrust eingesetzt – eine Waffe, die in den alten chinesischen Armeen allgegenwärtig wurde. Und auch die Belagerungstechnik und Rüstungsherstellung entwickelte sich weiter, sodass bald Eisenpanzer weite Verbreitung fanden.

Neben den Veränderungen der Herrschaftsstrukturen und Kriegsführung wurden neue Gesetzbücher erlassen und Einzelpersonen im Austausch gegen Steuereinnahmen privater Landbesitz gewährt. Viele dieser Entwicklungen hatten ihren Ursprung wahrscheinlich am Ende der Frühlings- und Herbstperiode bei den Jin, wurden aber während der Zeit der Streitenden Staaten weiter verbreitet. Außerdem begannen die Herrscher der größeren Reiche sich gegen Ende der Periode selbst als "König" zu bezeichnen. Ein Titel, der zuvor den Mitgliedern der Zhou-Dynastie vorbehalten war.

Die Zeit der Streitenden Staaten kann in drei kleinere Phasen unterteilt werden. Die erste Phase endete mit der Teilung von Jin im Jahr 403 v. Chr. Die zweite Phase umfasste die folgenden sechzig Jahre, in denen die Macht von Chu und später von Qin erheblich zunahm. In der letzten Phase, die manchmal als das Jahrhundert der Bündnisse bezeichnet wird, verbündeten sich mehrere Staaten in der Hoffnung, die Aggression von Qin zu stoppen.


Habt ihr die Gamefound-Kampagne bereits unterstützt? Erzählt uns gerne, was euch am historischen Hintergrund besonders interessiert! Kennt ihr interessante Bücher oder Filme zum Thema?

Viele Grüße
Jan (für PHALANX)

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Re: Reiner Knizias: HUANG – Die Zeit der Streitenden Reiche

Beitragvon LetsPlayHistory » 3. März 2023, 12:25

Coole Erweiterungen auf Gamefound sichern
Die Crowdfunding-Kampagne ist noch für fünf Tage aktiv. Eure Chance, euch coole Erweiterungen für HUANG zu sichern, von denen manche exklusiv und nur jetzt auf Gamefound erhältlich sein werden. Selbstverständlich könnt ihr die Add-Ons auch im Late Pledge vor Abschluss der Kampagne über Gamefound vorbestellen, wie auch beim Spiel selbst entgeht euch dann aber einen Rabatt von bis zu 55% auf den Vollpreis. Direkt zu Gamefound! Ihr könnt das Spiel in Deutsch, Englisch, Französisch und Polnisch vorbestellen.

https://youtu.be/dVbyT4akovA

Standard-Version
Für 45€ (statt später 74€, ihr spart 29€) erhaltet ihr die Standard-Version des Spiels mit Markern und Aufstellern aus dickem, festem Karton mit schönen Grafiken.
Alle Unterstützer*innen der Gamefound-Kampagne erhalten die exklusive Dragon Dynasty-Erweiterung mit Kartonaufstellern, mit der ihr zu fünft spielen könnt.
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Deluxe-Version
Für 59€ (statt später 133€, ihr spart 74€) erhaltet ihr die Deluxe-Version des Spiels mit Kunststofffiguren für alle Fraktionen, Pagoden und Einigungsmarker.
Alle Unterstützer*innen der Gamefound-Kampagne erhalten die exklusive Dragon Dynasty-Erweiterung mit Kunfststoffiguren, mit der ihr zu fünft spielen könnt.
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Die Drachen-Dynastie
Die Dragon Dynasty-Erweiterung ist ein exklusives, kostenloses Dankeschön an alle Unterstützer*innen der Gamefound-Kampagne. Sie fügt eine fünfte Fraktion mit coolen Drachen-Anführern hinzu und wird im Ladenverkauf nicht erhältlich sein. Die Erweiterung kann im Late Pledge für 12€ erworben werden.
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Die 18 Königreiche – Doppelseitiges Spielbrett und Getreidespeicher
Die 18 Königreiche-Erweiterung ist ein weiteres kostenloses Upgrade, das einen neuen Spielmodus ergänzt, der auf der nun hinzugefügten Rückseite des Spielbretts gespielt wird, die sich nicht nur farblich von der normalen Karte unterscheidet. Die blauen Pagoden werden in diesem Spielmodus durch neue Getreidespeicher-Aufsteller bzw. -Figuren ersetzt, mit denen in 19 Hauptstädten Siegpunkte erzielt werden können.
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Riesige Spielmatte
Für 45€ könnt ihr eine große, zweiseitige Spielmatte erhalten, auf der ihr den normalen Spielmodus und den 18 Königreiche spielen könnt.
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Pagoden-Modelle
Die in beiden Versionen enthaltenen Pagoden sind aus festem Karton hergestellt. Phalanx prüft gerade, ob ihr euer Spiel mit Kunststoffmodellen aufleveln wollt, denn durch die Zahl und Größe der Pagoden, würden die Versandkosten entsprechend steigen. Die Erweiterung wäre für 14€ erhältlich. Hier geht's zur Abstimmung (am Ende des Beitrags).
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Der königliche Palast
In der Zeit der Streitenden Reiche formten sich neue Reiche, deren Herrscher sich Könige nannten. Mit der Erweiterung Royal Palace, die ihr für 7€ exklusiv während der Gamfound-Kampagne und dem Late Pledge erwerben könnt, fügt einen weiteren Bonus hinzu: habt ihr einen gelben Anführer im Reich mit dem Palast, könnt ihr ein zusätzliches Plättchen in eurem Vorrat hinter dem Sichtschirm halten.
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Anführerplättchen aus Holz
Wer anstatt Kartonaufstellern oder Kunststofffiguren lieber Holz bevorzugt, kann für 12€ (statt später 15€) diese als Erweiterung erhalten und sein Spiel individuell anpassen.
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Welche Version habt ihr euch gesichert?
Das wollen wir euch unbedingt noch zeigen: Maciej von Awaria Prądu, einem Brettspielecafé in Wrocław/Breslau, hat die Anführer-Figuren der vier Dynastien bemalt, die in der Deluxe-Version während der Gamefound-Kampagne enthalten sind. Wie cool! Sichert euch jetzt die Version, die am besten zu euch passt und erhaltet die Dragon Dynasty-Erweiterung kostenlos dazu. Direkt zu Gamefound! Bemalt ihr eure Brettspielefiguren auch? Habt ihr euch schon für eine Version und Erweiterungen entschieden?
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Viele Grüße
Jan (für PHALANX)

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Re: Reiner Knizias: HUANG – Die Zeit der Streitenden Reiche

Beitragvon LetsPlayHistory » 5. März 2023, 11:28

Noch vier Tage könnt ihr die Gamefound-Kampagne unterstützen und euch exklusive Vorteile sichern, die im Ladenverkauf nicht mehr erhältlich sein werden.

Um euch auf das Spiel einzustimmen, haben wir heute weitere Hintergrundtexte zu den historischen Kontrahenten der Zeit der Streitenden Reiche von Dr. Stuart Ellis-Gorman (Trinity College Dublin, Irland) für euch. Viel Spaß damit!

Das Reich der Wei
Der Staat Wei entstand zusammen mit den Reichen Hann und Zhao durch die Abspaltung von Jin im Jahr 403 v. Chr. Als mächtigster der drei ehemaligen Jin-Staaten umfasste das Territorium der Wei Abschnitte des Gelben Flusses und des Fan in der heutigen nördlichen Provinz Henan. Das Reich der Wei verfügte dank ertragreicher Böden und reichhaltiger Bewässerungsmöglichkeiten über beträchtlichen landwirtschaftlichen Reichtum, litt aber darunter, dass es geografisch im Zentrum der der Streitenden Staaten lag und zu allen Seiten von potenzielle feindlichen Mächte umgeben war.

Die Wei etablierten sich schnell als der dominierende Partner in einem Dreierbündnis mit Hann und Zhao. Diese drei Reiche verfolgten eine Politik der gegenseitigen Expansion. Da sie gemeinsam das Zentrum der Region bildeten und sich so gegenseitig den Rücken deckten, konnten sie jeweils nach außen expandieren. Sie griffen im Osten nach Qi, im Westen nach Qin und im Süden nach Chu an und zerstörten und assimilierten das unbedeutende Reich Zhongshan im Nordosten. Die Furcht vor der Macht der Wei ließ das Bündnis schließlich zerbröckeln, und 383 unterstützte Wei die kleine Macht Wey im Krieg gegen Zhao. Trotz dieses anhaltenden Konflikts bildeten die drei Reiche von Zeit zu Zeit ihr altes Bündnis neu und arbeiteten wie in alten Zeiten zusammen.

Wei musste jedoch weitere Rückschläge hinnehmen, als es 366 und 364 von Qin besiegt wurde. Dabei wurde es zwar durch das Eingreifen von Zhao vor der Eroberung bewahrt, erlitt aber 362 eine weitere Niederlage. Der Herrscher von Wei, Wei Hui Hou, verlegte daraufhin im Jahr 361 seine Hauptstadt von Anyi, das an der westlichen Grenze in der Nähe von Qin lag, nach Daliang, das südlich des Gelben Flusses lag und somit schwerer anzugreifen war. Er führte eine Reihe von Landtauschgeschäften mit den Hann und Zhao durch, um das Reich zu konsolidieren und es leichter kontrollieren und verteidigen zu können. Als erster Herrscher eines ehemaligen Zhou-Staates nahm er den Titel eines Königs an. Wei Hui Hou leitete mehrere diplomatische Versammlungen, an denen Teilnehmer aus benachbarten großen Reichen teilnahmen, was die anhaltende diplomatische Macht von Wei beweist.

Trotz der Erfolge von Wei Hui Hou wendete sich das Schicksal gegen Ende des vierten Jahrhunderts entscheidend gegen Wei. Zu Lebzeiten von Wei Hui Hou besiegte Qi die Wei 353 bei Guiling, doch dies war nur ein kleiner Rückschlag. Eine anschließende Niederlage bei Maling im Jahr 341, ebenfalls beigebracht durch die Qi, und eine weitere Niederlage gegen Shang Yang von Qin machten Wei zu einem untergeordneten Verbündeten der Qi. In einer Reihe von Feldzügen, die Qin zwischen 333 und 315 führte, erlitt Wei immer wieder Niederlagen und verlor dadurch Gebiete, die es zuvor von den Qin übernommen hatte. Im Jahr 322 wurde der General und oberste Minister von Qin, Zhang Yi, zum Minister von Wei ernannt, wodurch Qin ein Mitspracherecht bei der Regierung Weis erhielt. Diese Regelung war zwar nur von kurzer Dauer und Wei behielt seine Unabhängigkeit für ein weiteres Jahrhundert, doch auf der großen Bühne der Politik der Streitenden Staaten spielte es fortan nur noch eine untergeordnete Rolle.


Das Reich der Hann
Hann war das kleinste der drei Reiche, die aus dem Zusammenbruch von Jin hervorgingen. Das Kernland von Hann lag südlich von Wei und hatte ebenfalls mit Feinden an allen Fronten zu kämpfen. Aufgrund seiner geringen Größe und seiner ungünstigen geografischen Lage hatte es Hann als unabhängige Macht schwer.

Die längste Zeit während der Ära der Streitenden Reiche war Hann ein untergeordnetes Mitglied im Dreierbündnis der ehemaligen Jin-Staaten. Mit der Unterstützung ihrer Verbündeten gelang es ihnen im Jahr 375, das kleine Reich Zheng zu erobern. Daraufhin verlegten sie ihre Hauptstadt in die Stadt Zheng im neu eroberten Gebiet. Mit der Eroberung von Zheng erreichte Hann seinen Höhepunkt, der durch die Ankunft seines wichtigsten Befehlshabers, Shen Buhai, noch verstärkt wurde.

In den Jahren 354 bis 337 v. Chr. leitete Shen Buhai eine bedeutende Umstrukturierung der Militär- und Regierungsverwaltung ein. Shen Buhai leistete bemerkenswerte Beiträge zur zeitgenössischen taoistischen und legalistischen Philosophie und zum politischen Denken, die ihn zu einem einflussreichen Philosophen der damaligen Zeit machten. Er leistete auch einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Verdienstsystems bei der Ernennung von Beamten, wobei er Kompetenz und Intelligenz gegenüber persönlichen Beziehungen bevorzugte.

Zur gleichen Zeit fand sich Hann jedoch in einer Auseinandersetzung zwischen Qi und Wei. Das Dreierbündnis der Jin-Staaten war erneut zerbrochen und Wei führte eine Invasion in das Reich Hann. Hann bat Qi um Hilfe, doch verlor im folgenden Krieg dennoch in der Schlacht von Maling.

Hann gelang es, inmitten der wechselnden Allianzen des letzten Jahrhunderts der Ära der Streitenden Reiche ein gewisses Maß an Unabhängigkeit zu bewahren, doch im Jahr 265 beschloss Qin, Hann zu beseitigen. Hann wandte sich um Hilfe an Zhao, welches anschließend von Qin militärisch besiegt wurde. In den folgenden Feldzügen von Qin wurde Hann 230 v. Chr. als erster der großen Staaten assimiliert. Das letzte Aufbäumen Hanns war eine gescheiterte Rebellion im Jahr 226 v. Chr., die zur Hinrichtung des letzten der Hann-Könige führte.


Welcher Aspekt der zeit der Streitenden Reiche interessiert euch besonders?

Direkt zu Gamefound und HUANG mit exklusiven Erweiterungen vorbestellen.

Viele Grüße
Jan (für PHALANX)

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Re: Reiner Knizias: HUANG – Die Zeit der Streitenden Reiche

Beitragvon LetsPlayHistory » 7. März 2023, 10:23

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Mit über 1.600 Unterstützer*innen wurde nun die "Rogue Bandits"-Erweiterung freigeschaltet. Die Banditen sind eine unabhängige, feindliche Fraktion, die eine weitere Herausforderung zum Spiel hinzufügt.

In der Zeit der Streitenden Staaten waren die Menschen vielen Entbehrungen ausgesetzt. Eine davon war eine Bande schurkischer Banditen, die das Land des zukünftigen Chinas terrorisierte. Ihre Anwesenheit hat erhebliche Auswirkungen auf die Reichseinigung. Um Frieden in den Königreichen zu schaffen, müssen die Banditen besiegt werden. Dieser Spielmodus ist optional.

Die Banditen-Plättchen stellen die Form von drei aneinander angrenzenden Feldern dar, fünf von ihnen werden zufällig gezogen und verdeckt auf die roten Symbole auf dem Spielbrett gelegt (nur auf dem normalen Spielbrett möglich, nicht im Spielmodus 18 Königreiche).

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Während des Spiels können keine Anführer neben ein Banditen-Plättchen platziert werden. Du darfst nur dann ein Plättchen neben ein Banditen-Plättchen legen, wenn dieses Plättchen das Banditen-Plättchen mit einem Reich verbindet, in dem es mindestens so viele rote Soldaten-Plättchen wie Banditen auf dem Banditen-Plättchen gibt. Für das platzierte Plättchen erhältst du keine Siegpunkte. Stattdessen wird der Vereinigungsmarker auf das verbindende Plättchen platziert. Befindet sich in dem Reich ein roter Soldatenanführer, erhält der Spieler, der diesen Anführer kontrolliert, so viele rote Siegpunkte, wie Banditen auf dem Banditen-Plättchen abgebildet sind.

Der Spieler, der das verbindende Plättchen gelegt hat, wählt dann so viele rote Soldaten-Plättchen aus, wie auf dem Banditen-Plättchen abgebildet sind, und entfernt sie aus dem Reich. Das Banditen-Plättchen wird vom Spielbrett entfernt und abgelegt. Die Banditen wurden besiegt!

Mehr Informationen findet ihr hier. Die Gamefound-Kampagne läuft noch zwei Tage.

Viele Grüße
Jan (für PHALANX)

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Re: Reiner Knizias: HUANG – Die Zeit der Streitenden Reiche

Beitragvon LetsPlayHistory » 8. März 2023, 12:10

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PHALANX hat einen praktischen Überblick erstellt, welche Version wie viel kostet bzw. nach Abschluss der Kampagne in eineinhalb Tagen kosten wird, und was sie enthalten. Den unschlagbaren Vorbestellungspreis und die exklusive Dragon Dynasty-Erweiterung könnt ihr euch für kurze Zeit noch hier sicher.

Falls ihr des Französischen mächtig seid oder einen Online-Übersetzer bemühen mögt, wurde gerade ein Review veröffentlicht, das erklärt, was HUANG von "Tigris & Euphrat" und "Yellow & Yangtze" unterschiedet und warum die neue Version noch besser ist, als die vorherigen.

Viele Grüße
Jan (für PHALANX)

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Re: Reiner Knizias: HUANG – Die Zeit der Streitenden Reiche

Beitragvon LetsPlayHistory » 8. März 2023, 12:15

Plättchen platzieren und Gebietskontrolle – HUANG schafft mit einfachen Mechaniken großen taktischen Tiefgang. Der richtige Zeitpunkt und die richtige Aktion wollen gut gewählt sein, das geschickte Platzieren von Anführern und das Management von Plättchen im eigenen Vorrat hinter dem Sichtschirm eröffnen vielfältige Möglichkeiten für gewiefte Spielzüge.

Um euch einen detaillierten Überblick zu verschaffen, könnt ihr schon vorab das Regelheft lesen und euch mit den Mechaniken vertraut machen. Um den Einstieg noch einfacher zu machen, hat PHALANX die Spielregeln in wenigen übersichtlichen Schritten zusammengefasst. So könnt ihr direkt ins Spiel starten.

Aktionen
Plättchen platzieren
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Beispiel: Der Spieler der Ratten-Dynastie nutzt zwei Aktionen, um zwei Kaufmann-Plättchen zu legen. Weil er bereits einen grünen Anführer in diesem Reich platziert hat, erhält er für jedes der beiden platzierten Plättchen je einen Siegpunkt.
Bonus: Beim Platzieren eines grünen Kaufmann-Plättchens kann der Spieler ein beliebiges Plättchen vom Marktbereich in den eigenen Vorrat nehmen. Beim Platzieren eines blauen Bauern-Plättchens können weitere blaue Plättchen angrenzend an das jeweils vorherige gelegt werden, solange dies nicht zu einem Konflikt oder der Platzierung einer Pagode führt.
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Anführer platzieren
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Beispiel: Die Spielerin der Drachen-Dynastie platziert ihren roten Anführer angrenzend zu einem Gouverneur-Plättchen auf dem Spielbrett, ohne damit einen Konflikt auszulösen.
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Plättchen ersetzen
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Beispiel: Der Spieler der Hasen-Dynastie wirft drei Plättchen aus seinem Vorrat ab und ersetzt sie durch drei zufällig aus dem Beutel gezogene Plättchen.
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Bauernaufstand
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Beispiel: Die Spielerin der Ziegen-Dynastie wirft zwei blaue Bauern-Plättchen aus ihrem Vorrat ab, wodurch sie ein beliebiges Plättchen vom Spielbrett entfernen kann. Sie entfernt ein blaues Plättchen und teilt dadurch das Königreich in zwei kleinere Reiche.
Bonus: Wenn sich der blaue Anführer vor dem Sichtschirm und nicht auf dem Spielbrett befindet, kann er eines der beiden abzuwerfenden blauen Plättchen repräsentieren, wodurch nur eines abgeworfen werden muss.
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Pagode bauen oder umplatzieren
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Beispiel: Der Spieler der Tiger-Dynastie wirft zwei grüne Kaufmann-Plättchen ab, wodurch er eine Pagode platzieren kann, sofern noch nicht alle Pagoden auf dem Spielbrett platziert wurden, oder eine Pagode "stehlen" und sie an einem neuen Ort auf dem Spielbrett platzieren. Pagoden müssen auf drei direkt aneinander angrenzende Plättchen gelegt werden. Der Spieler platziert die Pagode in einem Reich, an dem sein grüner Anführer angrenzt, um Siegpunkte zu erhalten. Eine Pagode kann regulär immer dann gebaut werden, wenn drei Plättchen der selben Farbe so aneinander angrenzen, dass sie ein Dreieck bilden.
Bonus: Wenn sich der grüne Anführer vor dem Sichtschirm und nicht auf dem Spielbrett befindet, kann er eines der beiden abzuwerfenden grünen Plättchen repräsentieren, wodurch nur eines abgeworfen werden muss.
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Konflikte
Kriege
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Beispiel: Eine der Spielerinnen platziert ein Plättchen und verbindet dadurch zwei Reiche zu einem. In dem neuen Reich befinden sich zwei Anführer der selben Farbe. Der Vereinigungsmarker wird auf dem Plättchen platziert, mit welchem die Reiche verbunden wurden. Für beide durch den Vereinigungsmarker getrennten Teilreiche wird die Stärke anhand der roten Soldaten-Plättchen addiert. Weitere rote Plättchen können aus dem Nachschub der Spieler gespielt werden, um die Stärke zu erhöhen. In unserem Beispiel gewinnt die Drachen-Dynastie, weil sie mehr Stärkepunkte aufbringt. Anschließend werden alle Anführer der verlierenden Dynastien und ihre Soldaten-Plättchen entfernt. Der Gewinner erhält einen Siegpunkt für jeden entfernten gegnerischen Anführer, der die selben Farbe wie sein Anführer hat. Die Stärke des stärksten verlierenden Reiches bestimmt, wie viele rote Plättchen der Sieger aus seinem Teilreich entfernen muss. Reichen die bereits entfernten Soldaten-Plättchen, die aus dem Vorrat gespielt wurden, nicht aus, müssen weitere Plättchen aus dem Teilreich des Siegers entfernt werden. Dann wird der Vereinigungsmarker entfernt.
Bonus: Wenn sich der rote Anführer vor dem Sichtschirm und nicht auf dem Spielbrett befindet, kann er einen weiteren Stärkepunkt hinzufügen.
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Revolten
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Beispiel: Der blaue Tiger-Anführer wurde angrenzend zu einem Gouverneurs-Plättchen auf dem Spielbrett platziert. Dadurch befinden sich nun zwei Anführer der selben Farbe in dem betroffenen Reich. Der Konflikt wurde, anders als bei einem Krieg nicht durch das Platzieren eines Plättchens, sonder durch das Platzieren eines Anführers ausgelöst. Hierdurch kommt es zu einer Revolte. Die Spielerinnen addieren die Zahl der an ihren betroffenen Anführer angrenzenden gelben Gouverneurs-Plättchen, um ihre Stärke zu ermitteln. Der Tiger grenzt an zwei gelbe Plättchen, während die Ratte nur an eines grenzt. Durch das Spielen zweier weiterer gelber Plättchen aus dem eigenen Vorrat, gewinnt die Ratten-Dynastie, da sich die Tiger gegen das Spielen weiterer Plättchen entschieden haben. Der Verlierer muss seinen Anführer vom Spielbrett entfernen, der Sieger erhält einen Siegpunkt für jeden beteiligten gegnerischen Anführer und die zur Verstärkung aus dem eigenen Vorrat gespielten gelben Plättchen werden aus dem Spiel entfernt.
Bonus: Wenn sich der gelbe Anführer vor dem Sichtschirm und nicht auf dem Spielbrett befindet, kann er einen weiteren Stärkepunkt hinzufügen.
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[heading]HUANG vorab probieren[/heading]
Wenn ihr es genau so wenig abwarten könnt, HUANG zu spielen, wie wir, könnt ihr das Workshop-Modul für den Tabletop Simulator kostenfrei nutzen. So könnt ihr direkt starten und HUANG mit euren Freund*innen spielen.

Weitere Informationen zum Spiel und seinen Erweiterungen findet ihr hier. Welche Spielmechanik gefällt euch am besten? Kennt ihr andere Spiele, die ähnliche Mechaniken in dieser Kombination nutzen?

Viele Grüße
Jan (für PHALANX)

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Re: Reiner Knizias: HUANG – Die Zeit der Streitenden Reiche

Beitragvon LetsPlayHistory » 9. März 2023, 12:31

HUANG hat bereits über 2.200 Unterstützer*innen auf Gamfound. Die Kampagne, in der ihr euch HUANG und (exklusive) Erweiterungen mit einem ordentlichen Rabatt vorbestellen könnt, läuft noch für 11 Stunden. Darum hier nochmal alles Wichtige im Überblick:

Huang ist die neue Ausgabe von Yellow & Yangtze. PHALANX hat nicht nur das Artwork und das Design der Pagoden und Anführer verändert, sondern auch neue Erweiterungen und Module hinzugefügt:

- Rogue Bandits (führt einen unabhängige Gegner-Fraktion und eine neue Möglichkeit ein, rote Siegpunkte zu gewinnen)
- Eighteen Kingdoms (ein neuer Spielmodus mit einer eigenen Karte auf der Rückseite des Spielbretts und einer neuen Möglichkeit, blaue Siegpunkte zu gewinnen)
- Royal Palace (exklusiv bei Gamefound, erhöht die Anzahl der hinter dem Sichtschutz versteckten Spielsteine)
- Dragon Dynasty (exklusiv bei Gamefound, Erweiterung für 5 Spieler*innen)

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Wenn ihr HUANG vorab bereits mit euren Freund*innen spielen wollt, könnt ihr dies im Tabletop Simulator oder auf Tabletopia tun.

Viele Grüße
Jan (für PHALANX)


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