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Kodex für Brettspiel-Blogger

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zuspieler
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Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon zuspieler » 20. August 2017, 22:29

Die Beeple-Mitlieder haben einen Verhaltenskodex für Brettspielblogger erstellt. Er beruht auf den Grundpfeilern Transparenz, Fairness und Verantwortung. Ihr findet den Kodex unter http://beeple.de/?page_id=2046. Ich finde es sehr gut, dass es diesen Kodex gibt - obwohl man über einzelne Punkte diskutieren kann. Alle Mitglieder von Beeple fühlen sich dem Verhaltenskodex verbunden, in Form einer freiwilligen Selbstverpflichtung . Auch Nicht-Mitglieder können sich laut Beeple dem Kodex anschließen.

Günter Cornett
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Günter Cornett » 21. August 2017, 18:40

Prinzipell finde ich es gut, sich durch einen Kodex um Transparenz und Fairness zu bemühen.
Hier fällt mir einiges auf, das verbesserungswürdig ist:

1.2 Sponsoren und Werbung
Beim Betrieb eines Blogs entstehen umfangreiche Kosten, die teilweise oder vollständig durch externe Partner finanziert werden müssen. Auf den Inhalt unserer Berichterstattung haben diese Partner jedoch keinen Einfluss. Inhalte, die durch Sponsoren unterstützt wurden, werden entsprechend gekennzeichnet.


Umfangreiche Kosten entstehen durch einen Blog nicht zwangsläufig.

Die Kennzeichnung von Sponsoren finde ich wichtig.
Bezieht sich das auch auf von Marketing-Agenturen erstellte Inhalte, die den Blogs zur Verfügung gestellt werden?
Wäre dabei „Blog-Marketing ad by hallimash“ eine akzeptable Kennzeichnung? (Meiner Meinung nach nein)
Siehe hierzu http://zuspieler.de/teuflisches-angebot/
(@Sebastian: wäre gut, wenn der Link bei Verschieben des Inhalts nach spielen.de aktualisiert würde :cool: )

2.1 Umgang miteinander

Jeder Brettspiel-Blog hat seine Art zu arbeiten und seine Sicht der Dinge. Für die überwiegende Zahl der Blogs ist ihre Tätigkeit eine Freizeitbeschäftigung, für die sie keine Rechenschaft schuldig sind. Das öffentliche Anprangern anderer Blogs in den sozialen Medien, den Kommentaren zu Beiträgen oder in den eigenen Inhalten lehnen wir ab. Bei Konflikten suchen wir das persönliche Gespräch.

Wer einen Blog betreibt, hat schon gewissen Rechenschaftspflichten.
Auch als Freizeitbeschäftigung braucht es bspw. ein Impressum (das nicht jeder Blog hat).
Dass man kleingeistige Hackerei auf die Konkurrenz ablehnt und grundsätzlich das direkte Gespräch sucht, ist nachvollziehbar.
Aber sich jeglicher Auseinandersetzung um Inhalte und journalistische Qualitätzu enthalten,
bedeutet einfach nur ein Bekenntnis: Wir sind keine kritische Presse, sondern Produktvorsteller.

2.2 Verzicht auf unlauteren Wettbewerb

Mit der Zahl der Webangebote wächst auch die Konkurrenz um Rezipienten und Freiexemplare. Dies rechtfertigt jedoch nicht den Einsatz von unlauteren Wettbewerbsmethoden, wie beispielsweise dem Kauf von Fake-Abonnenten, -Followern oder -Klicks, dem Versand von Spam-Mails oder der Verletzung von Urheberrechten. Dieses schließen wir für uns aus.


Ein Wettbewerb um Freiexemplare zeugt nicht gerade von journalistischer Unabhängigkeit.

3.2 Verhältnismäßigkeit von Lob und Kritik

Rezensionen und andere Beitragsinhalte formulieren wir begründet, Lob und Kritik stehen dabei im angemessenem Verhältnis zueinander.

Schlechte Spiele müssen also auch gelobt werden?

Wer sich dem Leser bzw. seiner eigenen Meinung verpflichtet fühlt, richtet seine Kritik nach dem Gegenstand aus, den er rezensiert.

Wie gesagt:
Ich finde einen Kodex grundsätzlich gut, benenne hier nur, was mir spontan als änderungswürdig auffällt.
Im alten spielbox-Forum über mehrere Jahre gesperrt wegen Ankündigung eines Links auf https://boardgamegeek.com/thread/701349 ... rong-cover

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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon zuspieler » 21. August 2017, 19:17

Günter Cornett hat geschrieben: Die Kennzeichnung von Sponsoren finde ich wichtig.
Bezieht sich das auch auf von Marketing-Agenturen erstellte Inhalte, die den Blogs zur Verfügung gestellt werden?
Wäre dabei „Blog-Marketing ad by hallimash“ eine akzeptable Kennzeichnung? (Meiner Meinung nach nein)

Das ist eine spannende Frage. Im Pressekodex steht: "Bezahlte Veröffentlichungen müssen so gestaltet sein, dass sie als Werbung für den Leser erkennbar sind. Die Abgrenzung vom redaktionellen Teil kann durch Kennzeichnung und/oder Gestaltung erfolgen. Im Übrigen gelten die werberechtlichen Regelungen. "

Günter Cornett hat geschrieben:Siehe hierzu http://zuspieler.de/teuflisches-angebot/
(@Sebastian: wäre gut, wenn der Link bei Verschieben des Inhalts nach spielen.de aktualisiert würde :cool: )

Ich habe da mal was vorbereitet: viewtopic.php?f=58&t=322089&p=322089#p425908. :D

Günter Cornett hat geschrieben:
2.2 Verzicht auf unlauteren Wettbewerb
Mit der Zahl der Webangebote wächst auch die Konkurrenz um Rezipienten und Freiexemplare. Dies rechtfertigt jedoch nicht den Einsatz von unlauteren Wettbewerbsmethoden, wie beispielsweise dem Kauf von Fake-Abonnenten, -Followern oder -Klicks, dem Versand von Spam-Mails oder der Verletzung von Urheberrechten. Dieses schließen wir für uns aus.

Ein Wettbewerb um Freiexemplare zeugt nicht gerade von journalistischer Unabhängigkeit.

Das kommt auf die Sichtweise an. Jeder Verlag hat (verständlicherweise) nur ein begrenztes Kontingent an Freiexemplaren. Jeder, der Freiexemplare anfordert, befindet sich damit automatisch in einem "Wettbewerb" mit anderen Bloggern/Journalisten/Shop-Rezensenten um diese Freiexemplare.

Günter Cornett hat geschrieben:
3.2 Verhältnismäßigkeit von Lob und Kritik

Rezensionen und andere Beitragsinhalte formulieren wir begründet, Lob und Kritik stehen dabei im angemessenem Verhältnis zueinander.

Schlechte Spiele müssen also auch gelobt werden?

Wer sich dem Leser bzw. seiner eigenen Meinung verpflichtet fühlt, richtet seine Kritik nach dem Gegenstand aus, den er rezensiert.

Wenn ein Spiel schlecht ist (was natürlich nur ein subjektiver Maßstab ist), könnte es ja auch angemessen sein, keine lobenden Worte über das Spiel zu verlieren, sondern nur kritische.

Ich bin noch über diesen Absatz gestolpert:
3.3 Weitergabe von Informationen
Wir kommen vielfach früher in den Besitz von Informationen zu Brettspiel-Neuheiten oder Branchen-Nachrichten. Wir stehen für einen vertrauensvollen Umgang mit diesen Informationen. Eine Weitergabe erfolgt nur mit vorheriger Einwilligung des Rechteinhabers (z.B. dem Verlag), Sperrfristen halten wir selbstverständlich ein. Bilder und Berichte von Prototypen werden als solche gekennzeichnet, Bilder oder Informationen aus öffentlichen Medien (= bereits veröffentlicht) mit entsprechenden Quellenangaben versehen.

Wenn ich beispielsweise die gesicherte Information besitze (Zwei-Quellen-Regel), dass Verlag X von Verlag Y übernommen wird, würde ich diese Information auch veröffentlichen ohne Einwilligung der Verlage X und Y. Etwas anderes ist es, wenn ich Informationen "Unter drei" erhalte. Mit diesen Informationen würde ich auch vertrauensvoll umgehen.

Günter Cornett
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Günter Cornett » 21. August 2017, 19:41

zuspieler hat geschrieben:Ich habe da mal was vorbereitet: viewtopic.php?f=58&t=322089&p=322089#p425908. :D
Danke :)
zuspieler hat geschrieben:
Wenn ich beispielsweise die gesicherte Information besitze (Zwei-Quellen-Regel), dass Verlag X von Verlag Y übernommen wird, würde ich diese Information auch veröffentlichen ohne Einwilligung der Verlage X und Y. Etwas anderes ist es, wenn ich Informationen "Unter drei" erhalte. Mit diesen Informationen würde ich auch vertrauensvoll umgehen.

Es kommt für mich mehr darauf an, ob die Information von berechtigtem öffentichem Interesse ist
(Bei einer Verlagsübernahme sähe ich das eher nicht gegeben.).
Aber von wem unter und unter welchen Auflage ich etwas erfahre, ist natürlich i.d.R. ein zwingender Grund, eine Info nicht zu veröffentlichen.
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Mitspieler » 21. August 2017, 19:58

ich finde den Beeple-Kodex gut,
auch die vielen von Günter kritisierten (und teilweise wohl fehlinterpretierten) Passagen.
Und: Diesen Kodex legen die Beeple-Mitglieder freiwillig sich selber auf, nicht anderen!

Ich finde es schade, dass Du, Günter, "seitenweise"^^ nur diejenigen Passagen/Formulierungen auseinanderpflückst, die Dir (persönlich) nicht gefallen,
anstatt den Beeple-Leuten Respekt (und Dank) zu zollen für ihre sehr anständige Idee und die viele hineingesteckte Mühe,
und die ganz vielen guten Passagen zu sehen, zu registrieren und lobend zu zitieren!
Es ist ja okay, eventuelle Fehler aufzuzeigen (und vielleicht meinst Du es wirklich nett, Günter),
aber stell Dir doch mal vor, Du würdest freiwillig Dir einen Kodex auferlegen, Dir dabei ganz viel Gedanken und Mühe machen und es dann endlich stolz veröffentlichen, und dann würde nur ein einseitiger Kommentar kommen, dessen Schreiber scheinbar nur akribisch in allen Passagen nach negativen Körnchen gesucht hat und an diesen umfangreich herummäkelt?


Also als Gegenpol von mir ein herzliches "danke" an Euch von Beeple für Eure Mühe, die freiwillige Aktion und die guten Richtlinien!
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Thygra » 21. August 2017, 20:59

Mitspieler hat geschrieben:Ich finde es schade, dass Du, Günter, "seitenweise"^^ nur diejenigen Passagen/Formulierungen auseinanderpflückst, die Dir (persönlich) nicht gefallen,
anstatt den Beeple-Leuten Respekt (und Dank) zu zollen für ihre sehr anständige Idee und die viele hineingesteckte Mühe,
und die ganz vielen guten Passagen zu sehen, zu registrieren und lobend zu zitieren!

Zum einen hat Günter zweimal klar geschrieben, dass er den Kodex prinzipiell gut findet. Und zum anderen sehe ich Günters Kritik als Vorschläge, an welchen Stellen man evtl. noch etwas besser machen könnte. Würde ich einen solchen Codex verfassen, wäre ich dankbar für Hinweise, was ich noch besser machen könnte und würde das nicht als negative Kritik empfinden.

Ich sehe auch wenig Sinn darin, gute Passagen lobend zu zitieren. Das sähe dann so aus:
"Zitat 1"
sehe ich auch so, klasse!
"Zitat 2"
sehe ich auch so, Lob dafür
usw ...

Was soll das bringen? Muss man etwas bereits gesagtes noch mal sagen?
André Bronswijk
Thygra Spiele
(u. a. für Pegasus Spiele tätig)

peer
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon peer » 22. August 2017, 09:35

Thygra hat geschrieben:Zum einen hat Günter zweimal klar geschrieben, dass er den Kodex prinzipiell gut findet. Und zum anderen sehe ich Günters Kritik als Vorschläge, an welchen Stellen man evtl. noch etwas besser machen könnte. Würde ich einen solchen Codex verfassen, wäre ich dankbar für Hinweise, was ich noch besser machen könnte und würde das nicht als negative Kritik empfinden.
Ich sehe auch wenig Sinn darin, gute Passagen lobend zu zitieren. Das sähe dann so aus:
"Zitat 1"
sehe ich auch so, klasse!
"Zitat 2"
sehe ich auch so, Lob dafür
usw ...


Wir beobachten die Kritik natürlich und diskutieren auch intern weiter, insofern ist Kritik eben auch gut., Es hilft aber prinzipiell durchaus wenn man auch positiv lobt.
ciao
peer
Zuletzt geändert von peer am 22. August 2017, 11:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Mitspieler » 22. August 2017, 09:58

@Thygra:

Thygra hat geschrieben:..hat Günter zweimal klar geschrieben, dass er den Kodex prinzipiell gut findet.

Günter hat eben nicht geschrieben, dass er diesen Kodex gut findet.
Sondern, dass er es "prinzipiell" gut findet, wenn jemand sowas macht.
Dieser Satz in Kombination mit der Masse an geäußerten Kritikpunkten kommt daher bei mir ein bissl so rüber wie:
"Theoretisch finde ich einen Kodex gut, dieser hier ist aber Schrott."
Okay, das war meine Interpretation..so hat Günter es wahrscheinlich gar nicht gemeint. (Darum: Sorry @ Günter!)
Und dass er sich die Mühe gemacht hat, Verbesserungspunkte herauszuarbeiten, ist ja nett und auch hilfreich.

Aber wenn man ebenso die Arbeit zu schätzen weiß, die sich die Beeple-Leute mit dem Kodex gemacht haben -
warum schreibt man das dann nicht einfach auch?
Ich fände das angebracht.
Einfach so etwas wie "danke für Eure Mühe und dass Ihr Euch damit klar zu Werten wie Fairness und Respekt des Anderen bekennt. Das finde ich klasse! Ein paar Verbesserungspunkte sind mir dabei noch aufgefallen: ..."

Ich will damit Günter nicht vorschreiben, wie er zu kommentieren hat :blush: ,
sondern nur verständlich machen, was ich ausdrücken wollte:
Dass ich es schade finde, wenn Leute sich bemühen, etwas Gutes auf die Beine zu stellen, und dann vom Publikum leider ausschließlich das (möglicherweise) Unperfekte daran angekreidet wird, anstatt sich auch über das Gute zu freuen.
Zuletzt geändert von Mitspieler am 22. August 2017, 10:34, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Mitspieler » 22. August 2017, 10:03

peer hat geschrieben:Wir beobachten die Kritik natürlich und diskutieren auch intern weiter, insofern ist Kritik eben auch gut., Es hilft aber prinzipiell durchaus wenn man auch positiv lobt.
ciao
peer

Danke.. Ganz genau das wollte ich mit meinen Postings ausdrücken. :shy:
Zuletzt geändert von Mitspieler am 24. August 2017, 10:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon peer » 22. August 2017, 11:09

Günter Cornett hat geschrieben:
2.1 Umgang miteinander

Jeder Brettspiel-Blog hat seine Art zu arbeiten und seine Sicht der Dinge. Für die überwiegende Zahl der Blogs ist ihre Tätigkeit eine Freizeitbeschäftigung, für die sie keine Rechenschaft schuldig sind. Das öffentliche Anprangern anderer Blogs in den sozialen Medien, den Kommentaren zu Beiträgen oder in den eigenen Inhalten lehnen wir ab. Bei Konflikten suchen wir das persönliche Gespräch.

Wer einen Blog betreibt, hat schon gewissen Rechenschaftspflichten.
Auch als Freizeitbeschäftigung braucht es bspw. ein Impressum (das nicht jeder Blog hat).
Dass man kleingeistige Hackerei auf die Konkurrenz ablehnt und grundsätzlich das direkte Gespräch sucht, ist nachvollziehbar.
Aber sich jeglicher Auseinandersetzung um Inhalte und journalistische Qualitätzu enthalten,
bedeutet einfach nur ein Bekenntnis: Wir sind keine kritische Presse, sondern Produktvorsteller.


Nachfrage zum Verständnis: Ich verstehe nicht wie du auf deinen letzten Satz kommst.
Der ganze Absatz bezieht sich nicht auf Produkte, sondern auf Kritik an anderen Blogs/Seiten.

Wenn uns nicht passt, was eine andere Spieleseite macht, dann merken wir das dort an oder intern oder gar nicht. Das heißt eben "nicht anprangern".
Wie gesagt, der logische Sprung zu "Produktvorsteller" erschließt sich mir an dieser Stelle nicht. Kannst du den erläutern?

Edit: Wenn sich das auf die "Diskussion um journalistische Qualität" bezieht: Wir schließen die gar nicht aus. Zwischen einer " (idR allgemeinen)Diskussion" und einem "Anprangern der Konkurrenz" ist schon ein ziemlicher Unterschied (Ich habe den entscheidenen Teil oben noch einmal fett markiert. Oder wolltest du hier nur darauf hinweisen, dass die Gefahr besteht, dass das eine für das andere gehalten werden könnte?

ciao
peer

P.S. @Mitspieler: Danke für den Hinweis, ist korrigiert. Da war noch ein Quote zu viel drin...

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Günter Cornett
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Günter Cornett » 22. August 2017, 11:27

@Mitspieler:
mal deiner Argumentation folgend: Ich folge der Einschätzung von Zuspieler
Ich finde es sehr gut, dass es diesen Kodex gibt - obwohl man über einzelne Punkte diskutieren kann.

mache mir die Mühe, einzelne Punkte zu benennen, die ich für verbesserungswürdig halte, und ernte von dir dafür nur Kritik. Wo bleibt denn da das Positive? Nach deinen eigenen Maßstäben hättest du mich auch loben müssen ... :P

Nein, Kritik ist hilfreich. Inhaltliche Kritik, die den ursprünglichen Gedanken weiterentwickelt, sehe ich als eine Form der Wertschätzung. Eine solche Weiterentwicklung fehlt bei dir, findet sich aber doch in meinem Beitrag. Klar hätte ich mich etwas positiver ausdrücken können. Aber ich halte den Kodex, so wie er formuliert ist, tatsächlich für unzulänglich und zwar insbesondere von dem - durchaus nachvollziehbaren, aber für Medien unzulänglichem - Ansatz her:

Für die überwiegende Zahl der Blogs ist ihre Tätigkeit eine Freizeitbeschäftigung, für die sie keine Rechenschaft schuldig sind.

Daher gilt mein Lob der Intention, nicht dem Ergebnis. Wer öffentlich schreibt, hat dazu zu stehen, hat Verpflichtungen und ist ggf. auch Rechenschaft schuldig. Mit dem Gebot der Transparenz bekennen sie sich dazu. Aber ich sehe Blogs auch unter dem Aspekt "Fakenews" versus journalistischer Aufrichtigekeit und - gerade im Spielebereich - Nähe zur Wirtschaft. Den mit dem hier nochmal zitierten Satz verbundenen mangelnden journalistischen Anspruch halte ich für ein falsches Signal. Es gibt personelle Übereinstimmungen von Journalismus, Autorenschaft, Verlag, Handel u.a. Tätigkeiten im Spielebereich. Ich bin dafür sicher nicht das beste, aber doch ein klassisches Beispiel.

Ich gehöre zu den wenigen, die in Foren, ob im Spielebereich oder anderswo, mit dem Namen zu dem stehen, was sie vertreten, dabei nicht einfach nur schreiben, ich fände dies oder jenes gut oder schlecht, sondern das auch inhaltlich begründen, ggf. ausführlich recherchieren. Es geht mir dabei i.d.R. nicht um oberflächliches Lob oder Tadel, sondern um tiefergehende Inhalte. Die entwickelt man durch inhaltliche Kritik weiter. Das ist mein Ding, darauf konzentriere ich mich.

Dass das mitunter schräg, meckernd, nörgelnd rüberkommt, ist mir prinzipiell klar; es liegtz.T. in der Natur der Sache, z.T. daran, dass mir im Zweifel Inhalt wichtiger ist als Form (optimalerweise ist natürlich beides perfekt). Es ist auch nicht verkehrt, wenn mir das hin und wieder durch entsprechendes Feedback verdeutlicht wird. Inwieweit das in zukünftige Texte miteinfließt, bleibt aber offen.
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Günter Cornett
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Günter Cornett » 22. August 2017, 11:53

peer hat geschrieben:
Günter Cornett hat geschrieben:Aber sich jeglicher Auseinandersetzung um Inhalte und journalistische Qualitätzu enthalten,
bedeutet einfach nur ein Bekenntnis: Wir sind keine kritische Presse, sondern Produktvorsteller.


Nachfrage zum Verständnis: Ich verstehe nicht wie du auf deinen letzten Satz kommst.
Der ganze Absatz bezieht sich nicht auf Produkte, sondern auf Kritik an anderen Blogs/Seiten.

Wenn uns nicht passt, was eine andere Spieleseite macht, dann merken wir das dort an oder intern oder gar nicht. Das heißt eben "nicht anprangern".
Wie gesagt, der logische Sprung zu "Produktvorsteller" erschließt sich mir an dieser Stelle nicht. Kannst du den erläutern?


Es ist der mangelnde journalistische Anspruch, der sich in dem "Freizeitvergnügen ohne Verpflichtung", kombiniert mit dem Wettbewerb um Freiexemplare ausdrückt und hier das Bekenntnis dazu, andere nicht zu kritisieren. Wenn man den journalistischen Anspruch rausnimmt, reduziert sich die Bloggerei eben auf Produktvorstellung. Dass das in der Praxis nicht so ist, gerade in deinem Blog, ist mir absolut klar. Aber der Kodex vermittelt Gegenteiliges.

Aus dem Kodex geht nicht hervor, dass Kritik "dort" angemerkt wird, sondern ausschließlich intern:
Das öffentliche Anprangern anderer Blogs in den sozialen Medien, den Kommentaren zu Beiträgen oder in den eigenen Inhalten lehnen wir ab. Bei Konflikten suchen wir das persönliche Gespräch.


Abgesehen davon sollte es schon möglich sein (natürlich nicht Pflicht), sich öffentlich und kritisch mit anderen Blogs auseinanderzusetzen. Das von vornherein abzulehnen, bedeutet letztlich ein Bekenntnis zu: "Wir kehren Unangenehmes grundsätzlich unter den Teppich". Es ist ein Ansatz von Kartellbildung: Was wäre das für eine Presse, wenn die Süddeutsche nicht mehr über presse- oder arbeitsrechtlich relevante Vorgänge beim Tagesspiegel berichten würde. Sowas hat also schon einen Anflug von Geschmäckle.

Es ist mangelnder journalistischer Anspruch. Statt des Satzes, dass ihr um Freiexemplare wettbewerbt, fände ich es wesentlich besser, wenn ihr auf unterschiedliche Profile hinweistet, dass es nicht einfach darum geht, wer die erste und ggf. beste Rezension schreibt, sondern dass ihr in einem journalistischen Wettbewerb steht, unterschiedliche Aspekte beleuchtet, dass es euch auf einen Wettbewerb um Inhalte ankommt, nicht um Rezensionsexemplare. Dass es um den Leser geht.

Soweit es um Orientierung auf dem Spielemarkt, um Produktvorstellung geht, sehe ich schwierige aber goldene Zeiten (wobei sich das Goldene mehr auf Ruhm denn aufs Bankkonto bezieht): Es besteht ein großer Bedarf an Orientierung in dieser unübersichtlicher werdenden Spielelandschaft. Es wird immer langweiliger herkömmliche Rezensionen zu lesen. Das bedeutet für Verlage, dass es wichtig ist, häufig genannt zu werden (also auch mehr Rezensionsexemplare in den markt zu drücken), für Journalisten (und Blogger) aber auch eher deutlich zu machen, warum ein bestimmtes Spiel rezensiert wird. "Wir konnten es ergattern", ist ein schlechtes Motiv. Die journalistische Arbeit wird schwerer und wichtiger.
Zuletzt geändert von Günter Cornett am 22. August 2017, 12:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon peer » 22. August 2017, 12:24

Danke für die Erläuterung.

"Wenn man den journalistischen Anspruch rausnimmt, reduziert sich die Bloggerei eben auf Produktvorstellung
" sehe ich naturgemäß anders, ist aber auch nicht wirklich die Bedeutung von "Blogs":
Das oder auch der Blog /blɔg/ oder auch Weblog /ˈwɛb.lɔg/ (Wortkreuzung aus engl. Web und Log für Logbuch) ist ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, international auch Weblogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt.
(Wikipedia)

Von Produkten ist hier erst einmal nicht die Rede. Rezensionen werden ja noch einmal extra behandelt.



ciao
peer

Günter Cornett
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Günter Cornett » 22. August 2017, 12:42

Naja, es geht in dem Kodex schon auch um Produkte:
Mit der Zahl der Webangebote wächst auch die Konkurrenz um Rezipienten und Freiexemplare.


Wenn es nur darum ginge, dass man irgendwie eigene Aufzeichnungen in einem persönlichen Tagebuch niederschreibt, brauchte man sich nicht als Spieleblogger zu einem Kodex zusammenzutun.

Journalistischer Anspruch ja oder nein ? - scheint mir hier eine ungeklärte aber zu klärende Frage zu sein.

Solch ein Selbstverständnis ist rückschrittlich: Wir schreiben öffentlich über Spielethemen, stellen dabei Spiele vor, machen das aber ohne journalistischen Anspruch, sondern beschränken unseren Anspruch auf das, was wir im Kodex formulieren; wir schreiben also so vor uns hin, bemühen uns um Fairness, fühlen uns aber nicht an Mediengesetze und journalistische Grundsätze gebunden - so verstanden wäre(!) der Kodex tatsächlich Mist. Ich gehe davon aus, dass du das nicht so meinst, aber du scheinst gerade in diese Richtung zu argumentieren.
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon zuspieler » 22. August 2017, 19:37

Ich zitiere mich zu dem Thema selbst aus meinem Artikel " Kodex erforderlich?", der in der spielbox 1/2014 erschienen ist, http://www.nostheide.de/webshop3/produc ... cts_id=332.

Sebastian Wenzel hat geschrieben:[...] Blogger sind vereinfach gesagt Menschen, die regelmäßig im Internet ihre Meinung über Spiele äußern. Entweder auf einer eigenen Webseite, auf Twitter, YouTube, Facebook – oder auf all diesen und anderen Kanälen gleichzeitig. Dabei muss man differenzieren. Kollege Udo Bartsch ist Journalist und veröffentlicht seine Texte in Tageszeitungen, in der Spielbox sowie auf seinem Blog rezensionen-fuer-millionen.de. Es gibt aber auch Blogger, die ihr Geld nicht hauptberuflich mit dem Schreiben von Artikeln, sondern mit anderen Dingen verdienen, so wie Andreas Buhlmann. Er ist der Kopf hinter cliquenabend.de und arbeitet hauptberuflich als IT-Consultant. Und dann existieren da noch Menschen wie Mario Schlack. Der Einzelhandelskaufmann bloggt in seiner Freizeit auf ich-liebe-unsinn.blogspot.de. Schwerpunkte von Schlack sind nicht Spiele, sondern alles, was ihm in den Sinn beziehungsweise Unsinn kommt. Die Beispiel zeigen: Blogger sind keine homogene Masse, sondern Individuen. Sie haben einen persönlichen Stil, bloggen aus unterschiedlichen Motiven und jeder von ihnen hat eine eigene Meinung zur Zusammenarbeit mit Unternehmen beziehungsweise Spieleverlagen.

[...] Doch gilt der Pressekodex auch für Blogger? Das kommt auf deren Selbstverständnis an. Wer sich dem Kodex freiwillig unterwerfen möchte, kann das tun. Eine Pflicht dafür gibt es nicht; zumal die meisten Blogger eben keine hauptberuflichen Journalisten sind, sondern – und das ist nicht abwertend gemeint – Freizeitschreiber. Sie investieren viel Zeit und Geld in ihre Blogs. Ein Honorar erhalten sie für ihre Arbeit in der Regel nicht, abgesehen von den kostenlosen Rezensionsexemplaren. Auf vielen Blogs befinden sich zwar Werbebanner, doch die dadurch erzielten Einnahmen reichen bei weitem nicht aus, um die entstehenden Kosten zu decken.

[...] Was ist also richtig, was ist falsch? Im Moment beantwortet jeder Spieleblogger diese Fragen für sich alleine – in anderen Branchen ist das anders. Zahlreiche Reiseblogger haben gemeinsam einen Kodex erarbeitet und diesen unterschrieben. Darin stehen Sätze wie: „Kooperationen mit der Wirtschaft, PR-Maßnahmen und Werbung sind probate Mittel, um mit Reiseblogs Geld zu verdienen.“ Aber auch: „Unsere journalistische Freiheit bleibt von jeder Kooperation unangetastet.“ Kann dieser Spagat gelingen? Und wäre so ein Kodex auch was für die Spielebranche? Es wird Zeit, dass die Bloggerszene über solche und andere Fragen offen diskutiert. Gründe gibt es dafür genug, nicht nur die Hallimash-Kampagnen: Dürfen Blogger zum Beispiel Werbebanner von Unternehmen auf ihren Seiten veröffentlichen? Dürfen sie – so wie der Autor dieser Zeilen – eine Crowdfunding-Kampagne für verspielte YouTube-Videos starten und sich dabei von Verlagen unterstützen lassen? Sollten Blogger in offiziellen Verlagsvideos auftauchen? Dürfen sie sich für ihre Arbeit bezahlen lassen? Wenn ja, von wem? Was denken die Leser darüber? Kann es auf Dauer funktionieren, dass Inhalte im Netz kostenlos angeboten werden? Und ist es schlimm, dass Blogger Anzeigenabteilung und Redaktion oft in einer Person vereinen?

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Michael Weber
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Michael Weber » 22. August 2017, 22:48

Ich habe es bereits an anderer Stelle so ähnlich formuliert, und um es vorweg zu nehmen: Ich finde es ebenfalls gut und richtig, dass sich ein Netzwerk gewisse Regeln gibt. Aber, und das ist meine Kritik: Diese Regeln bestehen zu 90 % aus Selbstverständlichkeiten bzw. sogar rechtlichen Notwendigkeiten (!). In dem Sinne ist fast alles so formulierte komplett überflüssig, da es ohnehin zu erwarten sein muss. Anders ausgedrückt: Sollte einer aus dem Netzwerk sich nicht an diese jeweiligen "Kodexregeln" halten, könnte er teilweise ggf. sogar abmahngefährdet sein.

Was Lob und Kritik angeht: "Rezensionen und andere Beitragsinhalte formulieren wir begründet, Lob und Kritik stehen dabei im angemessenem Verhältnis zueinander." - Häh? Also keine kritische Berichterstattung? Wenn über Mist zu schreiben ist, muss man wohl nichts loben. Daher stehe ich sinngemäß bei Günter: Kritische Berichterstattung erfordert keine angemessenen Verhältnisse aus Lob und Kritik, sondern das kritisches Beleuchten. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Und ob Kritiker, Freizeittäter (hier nicht gegeben!) oder Journalist: Blogs sind mediale Produkte. Und dafür gelten zwangsweise bestimmte Regeln. Nur weil sich nicht alle daran halten, heißt das nicht, dass es diese Regeln nicht gibt.

Und letztlich: Der einzig wichtige Punkt im Kodex, der in wirklich in den Kodex gehört, ist der zur Abstimmung beim Beeple Award. Und ausgerechnet hier bleiben Verlagsleute und Spieleautoren weiter abstimmungsberechtigt und die Abstimmenden werden nicht genannt, die Formulierungen schwammig. Das ist aus guten Gründen alles andere als optimal.

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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon zuspieler » 23. August 2017, 23:18

Ich habe Beeple einige Fragen zum Kodex gestellt. Es folgen die Fragen und die Antworten des Sprechergremiums.

Wieso hat Beeple sich dazu entschieden, einen Verhaltenskodex zu erstellen?
Um nach außen wie innen ein Zeichen zu setzen. Ziel ist es eine gemeinsame verläßliche Basis für das Tun als Blog für alle Mitglieder zu schaffen.

Beeple hat zahlreiche Mitglieder, die aus unterschiedlichen Motivationen ihre Seiten betreiben. Wie schwer war es, all diese unterschiedlichen Interessen bei der Kodex-Formulierung zu berücksichtigen?
Vielleicht nach außen überraschenderweise gar nicht so schwer, da alle die Notwendigkeit eines Kodex gesehen habe und sich in die Ausformulierung einbringen konnten.

Wie ist der Kodex entstanden?
Es wurde ein Vorschlag erarbeitet, an dem über mehrere Wochen alle Mitglieder mitgewirkt haben. Zum Schluß wurde der Text final von allen verabschiedet.

Was passiert, wenn ein Beeple-Mitglied sich nicht an den Kodex hält oder dagegen verstößt?
Sinn von Beeple ist es innerhalb der Mitgliedschaft sich gemeinsam zu verbessern. Bei Auffälligkeiten werden wir dieses intern ansprechen und nach gemeinsamen Lösungen suchen.

Unter 1.2. steht "Inhalte, die durch Sponsoren unterstützt wurden, werden entsprechend gekennzeichnet." Was heißt das konkret? Es gibt zahlreiche Kennzeichnungsmöglichkeiten und Formulierungen, zum Beispiel "Werbung", "Anzeige", "Advertorial", "mit Unterstützung von", "sponsored by", "Product Placement", ... Welche Formulierungen/Kennzeichnungen empfehlt ihr euren Mitgliedern? Gibt es auch Formulierungen/Kennzeichnungen, von deren Verwendung ihr abratet?
Es gibt keine vorformulierte Bezeichnung. Uns ist es nur wichtig, dass eindeutig ersichtlich ist, ob dieser Inhalt bezahlt oder finanziell unterstützt wurde oder nicht.

Unter 2.1. steht "Das öffentliche Anprangern anderer Blogs in den sozialen Medien, den Kommentaren zu Beiträgen oder in den eigenen Inhalten lehnen wir ab." Das bedeutet nicht, dass ihr euch jeglicher Auseinandersetzung um Inhalte und journalistische Qualität entzieht, richtig?
Hier beziehen wir uns eher auf die Art und Weise wie in den sozialen Medien miteinander umgegangen wird. Leider kann man zunehmend erkennen, dass mal eben was so "herausgehauen" wird (Entschuldigen kann ich mich ja immer noch später!). Was wir somit nicht wollen, sind Beleidigungen oder unqualifizierte/undifferenzierte Statements gegen andere Blogs. Gleiches gilt gegenüber anderen Teilnehmern. Kritische Auseinandersetzungen um die Sache in einer vernünftigen Art und Weise wollen wir damit nicht ausschließen, sondern begrüßen.

Unter 3.1. steht "Dabei ist es selbstverständlich, dass die Spiele in einem ausreichenden Maß vorab gespielt wurden." Wie oft sollten Beeple-Mitglieder ein Spiel spielen, damit sie es in ausreichendem Maß vorab gespielt haben?
Hier gibt es keine konkrete Vorgaben, da die Häufigkeit des Spielens insbesondere vom Komplexitätsgrad eines Spieles abhängig ist. Ein erster Eindruck sollte sich jedoch von einer Rezension unterscheiden und als solcher gekennzeichnet sein.

Ebenfalls unter 3.1 steht: "Den unmittelbaren Weiterverkauf von Freiexemplaren zum Zweck der Selbstfinanzierung lehnen wir ab." Und den mittelbaren Weiterverkauf? Und was ist, wenn ich Freiexemplare zu einem anderen Zweck als der Selbstfinanzierung weiterverkaufe?
Wir wollen nicht in Konkurrenz zu Verlagen treten, wenn diese ihre Spiele neu auf den Markt bringen. Daher kann es aus unserer Sicht nicht sein, ein Spiel zu bekommen, zu spielen, zu rezensieren und direkt weiter zu verkaufen.

Unter 3.2. steht: "Rezensionen und andere Beitragsinhalte formulieren wir begründet, Lob und Kritik stehen dabei im angemessenem Verhältnis zueinander." Verpflichtet das die Beeple-Mitglieder dazu , auch bei schlechten Spielen lobende Worte zu finden?
Nein hierzu besteht keine Verpflichtung noch der Wunsch seitens Beeple. Wir wollen weiterhin eine kritische Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Spiel. Vielmehr soll dieses Passus aussagen, dass der Rezensent bei einer sehr guten Kritik prüfen muss, ob nicht doch Schwachstellen bestehen oder wenn ich ein Spiel verreiße, ob es in der Art zu rechtfertigen ist.

Unter 3.3. steht: "Wir kommen vielfach früher in den Besitz von Informationen zu Brettspiel-Neuheiten oder Branchen-Nachrichten. Wir stehen für einen vertrauensvollen Umgang mit diesen Informationen. Eine Weitergabe erfolgt nur mit vorheriger Einwilligung des Rechteinhabers (z.B. dem Verlag)." Was ist damit konkret gemeint?
Hier geht es im wesentlichen um Informationen, die wir in Gesprächen mit Verlagen und deren Mitarbeitern erhalten. Vor Veröffentlichung dieser Informationen oder Bilder sollte man um das Einverständnis des Verlages bitten.

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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon CPost » 24. August 2017, 06:37

Michael Weber hat geschrieben:
Und letztlich: Der einzig wichtige Punkt im Kodex, der in wirklich in den Kodex gehört, ist der zur Abstimmung beim Beeple Award. Und ausgerechnet hier bleiben Verlagsleute und Spieleautoren weiter abstimmungsberechtigt und die Abstimmenden werden nicht genannt, die Formulierungen schwammig. Das ist aus guten Gründen alles andere als optimal.


Mitglieder, die in die Gestaltung eines Spiels eingebunden sind (egal ob Autor, Redaktion etc.), sind für das jeweilige Spiel nicht abstimmberechtigt.
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Mitspieler » 24. August 2017, 12:21

Günter Cornett hat geschrieben:@Mitspieler:
Ich folge der Einschätzung von Zuspieler
Ich finde es sehr gut, dass es diesen Kodex gibt - obwohl man über einzelne Punkte diskutieren kann.
Das hattest Du so bisher nicht gesagt. Aber freut mich, dass Du es klarstellst.



Günter Cornett hat geschrieben:..mache mir die Mühe, einzelne Punkte zu benennen, die ich für verbesserungswürdig halte, und ernte von dir dafür nur Kritik. Wo bleibt denn da das Positive? Nach deinen eigenen Maßstäben hättest du mich auch loben müssen ... :P
:rolleyes: Das hab ich erwartet, dass so ein Kommentar kommt. :P
Und ja, Du hast damit auch in gewisser Hinsicht Recht.
Andererseits unterscheidet sich Deine und meine Kritik dennoch in wichtigen Punkten. Aber das jetzt genauer aufzudröseln würde wie Erbsenzählerei aussehen..
Außerdem: In gewissem Sinne habe ich Dich sogar durchaus "gelobt", indem ich geschrieben habe, dass Du es wahrscheinlich nett meintest und Deine Verbesserungsvorschläge hilfreich waren. :P



Günter Cornett hat geschrieben:Inhaltliche Kritik, die den ursprünglichen Gedanken weiterentwickelt, sehe ich als eine Form der Wertschätzung.
Ja, aber einseitige negative Kritik wird vom Empfänger halt nicht so einfach als Wertschätzung verstanden. :blush:
Welche Form der Wertschätzung wünscht sich der Betroffene wohl?
a) freundlich-respektvoller Umgang, einschließlich ermutigendem "Lob" und hilfreicher "Kritik"
b) nicht gemeckert ist genug gelobt
c) umfangreich gemeckert ist Wertschätzung genug, da braucht es nicht auch noch zusätzliches Lob.
:cool:


Günter Cornett hat geschrieben:Eine [..]Weiterentwicklung fehlt bei dir, findet sich aber doch in meinem Beitrag.
Nö Du, genau diese "Weiterentwicklung" fehlt bei mir nicht. Denn ich habe Deine Kritik am Kodex zu optimieren versucht, indem ich aufgezeigt (sogar als Beispiel unverbindlich vorformuliert :cool: ) habe, wie man eine Kritik am Beeple-Kodex angemessener (respektvoller und wertschätzender) formulieren könnte.


Ich finde Deinen Kommentar an mich (aus dem ich hier zitiert habe) verständlich und sympathisch,
aber ich bleibe dabei: Ich finde es schade,
dass wir Menschen (heutzutage?) oft sofort an allem einseitig herumkritisieren und nur das Negative sehen, anstatt erstmal den Anderen und/oder dessen persönliches Werk wertzuschätzen.


Das hat nichts mit unechtem Schönwettergetue zu tun, denn es schließt angebrachte Kritik nicht aus,
im Gegenteil, ich finde Reflexion und freundliche, angemessene, ehrliche Kritik durchaus hilfreich und nötig!!


Liebe Grüße!
Daniel
Zuletzt geändert von Mitspieler am 24. August 2017, 14:25, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Michael Weber » 24. August 2017, 13:17

CPost hat geschrieben:
Michael Weber hat geschrieben:
Und letztlich: Der einzig wichtige Punkt im Kodex, der in wirklich in den Kodex gehört, ist der zur Abstimmung beim Beeple Award. Und ausgerechnet hier bleiben Verlagsleute und Spieleautoren weiter abstimmungsberechtigt und die Abstimmenden werden nicht genannt, die Formulierungen schwammig. Das ist aus guten Gründen alles andere als optimal.


Mitglieder, die in die Gestaltung eines Spiels eingebunden sind (egal ob Autor, Redaktion etc.), sind für das jeweilige Spiel nicht abstimmberechtigt.


Ergänze "grudsätzlich" vor "weiter abstimmungsberechtigt".
Ich sehe das durchaus als problematisch. Zumal Beeple ja, wie ich erfahren durfte, einen durchaus professionellen Anspruch bei der Vergabe des Awards hat. Und ich weise explizit darauf hin, dass ich die Betroffenen und ihre Arbeit sowie Artikel sehr, sehr schätze. Aber ich merkel hier nicht rum. Wenn etwas nicht optimal ist, sage ich das auch ganz klar. Das ist dann auch nicht persönlich und muss auch nicht in Watte verpackt sein. Heititei bringt niemanden weiter. Ich habe speziell hier am Nachfolger-Ort des Lamas das Gefühl, dass nur wenige Leute Kritik vertragen.

Und noch einmal: Der gesamte Rest besteht aus Selbstverständlichkeiten bzw. zwingenden Notwendigkeiten, die für mich entweder nicht in einen Kodex gehören oder da definitiv nichts zu suchen haben. Die meisten Punkte sind eben - auch aus rechtlichen Gründen - schlicht zu erwarten. Teilweise wäre ein Werben damit in Form eines Kodex möglicherweise sogar ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht (Werben mit rechtlichen Selbstverständlichkeiten). Das nur mal als Hinweis, ich bin aber kein Jurist. So sehr ein Kodex sinnvoll ist, ist dieser meiner Meinung nach mindestens suboptimal.

Oder in Kürze:
1.1 - ja, schön. Machen viele. Wozu in den Kodex?
1.2 - Was denn bitte sonst? Das ist Gesetz.
2.1 - schön, aber normal oder?
2.2 - Das ist Gesetz!
3.1 - Schön. Gespielt sollte es natürlich sein. Rest bleibt aber jedem selbst überlassen. Und was heißt "unmittelbar"?
3.2 - Klare Kante ist besser. Alles andere verwässert Kritik und macht Schönwettertexte. S. Günters Ausführungen.
3.3 - Ja, was denn sonst? Wer anders handelt, wird keine Infos mehr bekommen! Rest ist wiederum genau genommen Gesetz.
3.4 - S. o.

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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Mitspieler » 24. August 2017, 14:19

@Michael Weber:

Zu Deinem (ich glaube, bereits mehrfach erwähnten) Punkt, dass viele Benimm-Regeln des Beeple-Kodexes doch eigentlich selbstverständlich (und teilweise sowieso in bestehenden Gesetzen festgelegt) seien, gebe ich zu bedenken,
dass Du damit zwar absolut Recht hast,
aber es m.E. dennoch wichtig und lobenswert ist, dass Beeple sie in den Kodex mit aufgenommen hat.
Denn
1.) soll der Kodex vermutlich auf einen Blick die diversen Grundsätze und Verhaltensregeln zusammenfassen (und damit auch diejenigen, die eigentlich selbstverständlich sind[*]), und
2.) unterstreicht ein Kodex noch einmal deutlich: "Wir stehen dazu!"

Das finde ich wichtig, denn quer durch unsere Gesellschaft (insbesondere in Online-Foren, aber auch allgemein in Gesellschaft, Medien, Wirtschaft, Straßenverkehr, Politik) werden Anstand, Respekt und sogar die Menschenwürde des Anderen (und Andersdenkenden) leider immer häufiger missachtet und sind für viele Menschen überhaupt nicht mehr selbstverständlich;
stattdessen sind üble Nachrede und öffentliche Hetze, Verachtung, Lügen und Verdrehungen, Populismus sowie rücksichtsloser Egoismus an der Tagesordnung. Als Folge ist eine große Halt- und Orientierungslosigkeit in der Jugend zu bemerken, was Ethik und guter Umgang miteinander anbelangt.

Daher finde ich es gut, wenn Beeple klar Stellung zu beziehen versucht.

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Noch eine Anmerkung zu Deinen Anspielungen auf Günters Kommentare und die Reaktionen darauf:
Mich hatten bei Günters Kritikkommentar nicht die kritischen Inhalte, sondern die Umstände/die "Form" gestört, die den Kritisierten sicher nicht so guttaten: Gleich der allererste Kommentar nach der Kodexpräsentation zählte den Machern ausschließlich auf, was alles daran schlecht sei, ohne die gute Intention und Mühe der Macher auch nur mit einem Wort/kleinen Dank/Lob zu würdigen.
Kritik sollte ehrlich und klar sein, aber nach Möglichkeit auch klug und einfühlsam formuliert, denn sonst ist sie für den Kritisierten entmutigend und destruktiv, auch wenn die Inhalte an sich gut und konstruktiv wären.

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Liebe Grüße!
Daniel

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[*] Beispielsweise sind in aushängenden Hausordnungen vieler öffentlicher Einrichtungen auch diejenigen Punkte/Regeln aufgeführt, die eigentlich logisch und gesetzlich klar sind, wie etwa "wir dulden keine Gewalt oder Diskriminierung von Minderheiten" o.Ä. - und trotzdem ist es gut, dass es da nochmal betont schwarz auf weiß steht.
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon zuspieler » 13. Oktober 2017, 08:14

Unter https://youtu.be/ewBU2uEtY1M?t=4m3s sprechen die Beeple-Mitglieder kurz über ihren Kodex.

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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Günter Cornett » 13. Oktober 2017, 11:08

Mitspieler hat geschrieben:@Michael Weber:

Das finde ich wichtig, denn quer durch unsere Gesellschaft (insbesondere in Online-Foren, aber auch allgemein in Gesellschaft, Medien, Wirtschaft, Straßenverkehr, Politik) werden Anstand, Respekt und sogar die Menschenwürde des Anderen (und Andersdenkenden) leider immer häufiger missachtet und sind für viele Menschen überhaupt nicht mehr selbstverständlich;
stattdessen sind üble Nachrede und öffentliche Hetze, Verachtung, Lügen und Verdrehungen, Populismus sowie rücksichtsloser Egoismus an der Tagesordnung.


Warum hältst du dich denn selbst nicht daran?
Meinen Kommentar hatte ich ausdrücklich eingeleitet mit:
Günter Cornett hat geschrieben:Prinzipell finde ich es gut, sich durch einen Kodex um Transparenz und Fairness zu bemühen.
Hier fällt mir einiges auf, das verbesserungswürdig ist:

und beendet mit:
Günter Cornett hat geschrieben:Wie gesagt:
Ich finde einen Kodex grundsätzlich gut, benenne hier nur, was mir spontan als änderungswürdig auffällt.

Dazwischen habe ich die Punkte benannt, die meiner Meinung nach hilfreich sind, den Kodex zu verbessern.

Mitspieler hat geschrieben:Noch eine Anmerkung zu Deinen Anspielungen auf Günters Kommentare und die Reaktionen darauf:
Mich hatten bei Günters Kritikkommentar nicht die kritischen Inhalte, sondern die Umstände/die "Form" gestört, die den Kritisierten sicher nicht so guttaten: Gleich der allererste Kommentar nach der Kodexpräsentation zählte den Machern ausschließlich auf, was alles daran schlecht sei, ohne die gute Intention und Mühe der Macher auch nur mit einem Wort/kleinen Dank/Lob zu würdigen. .

Nachdem du von mehreren darauf aufmerksam gemacht wurdest, dass ich ausdrücklich die gute Intention gelobt habe (und man die Zitate eigentlich nicht mehr übersehen kann, wenn man nicht sehr böswillig ist), kann man davon ausgehen, dass du hier bewusst lügst, um mich zu diffamieren, das im Schutze der Anonymität. Du bringst ein Beispiel dafür, wie es nicht sein sollte ... und wie sich hinter gesalbten Worten Sturheit, Diffamierung und Festhalten an Unterstellungen verbergen können. Ich ziehe da weiterhin vor, mit direkten Worten Gedanken weiterzuentwickeln. Im Gegensatz zu dir stehe ich mit meinem Namen dazu.
Im alten spielbox-Forum über mehrere Jahre gesperrt wegen Ankündigung eines Links auf https://boardgamegeek.com/thread/701349 ... rong-cover

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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Mitspieler » 17. Oktober 2017, 12:54

Günter Cornett hat geschrieben:Nachdem du von mehreren darauf aufmerksam gemacht wurdest, dass ich ausdrücklich die gute Intention gelobt habe (und man die Zitate eigentlich nicht mehr übersehen kann, wenn man nicht sehr böswillig ist), kann man davon ausgehen, dass du hier bewusst lügst, um mich zu diffamieren, das im Schutze der Anonymität. Du bringst ein Beispiel dafür, wie es nicht sein sollte ... und wie sich hinter gesalbten Worten Sturheit, Diffamierung und Festhalten an Unterstellungen verbergen können. Ich ziehe da weiterhin vor, mit direkten Worten Gedanken weiterzuentwickeln. Im Gegensatz zu dir stehe ich mit meinem Namen dazu.


Sag mal, geht's noch??
Dein völlig unangemessener Kommentar strotzt vor genau dem, was Du mir darin zu Unrecht unterstellt hast!
Dass Du (wie Du immer wieder betonst) mit Deinem Klarnamen zu Deinen Worten stehst, hat leider keine positiven Auswirkungen auf den Inhalt Deiner Kommentare, was Wahrheitsgehalt, Anstand und Respekt anbelangt.

Ich kann Deine Bösartigkeit definitiv nicht nachvollziehen, denn ich war ausgesprochen freundlich und respektvoll mit Dir umgegangen und bin selbstkritisch und "mich in Dich hineinversetzend" auf Deine Gedanken eingegangen!
Hier nochmal meine (ungekürzten) Worte für alle zum Nachlesen:

Mitspieler hat geschrieben:Günter hat eben nicht geschrieben, dass er diesen Kodex gut findet.
Sondern, dass er es "prinzipiell" gut findet, wenn jemand sowas macht.
Dieser Satz in Kombination mit der Masse an geäußerten Kritikpunkten kommt daher bei mir ein bissl so rüber wie:
"Theoretisch finde ich einen Kodex gut, dieser hier ist aber Schrott."
Okay, das war meine Interpretation..so hat Günter es wahrscheinlich gar nicht gemeint. (Darum: Sorry @ Günter!)
Und dass er sich die Mühe gemacht hat, Verbesserungspunkte herauszuarbeiten, ist ja nett und auch hilfreich.


Aber wenn man ebenso die Arbeit zu schätzen weiß, die sich die Beeple-Leute mit dem Kodex gemacht haben -
warum schreibt man das dann nicht einfach auch?
Ich fände das angebracht.
Einfach so etwas wie "danke für Eure Mühe und dass Ihr Euch damit klar zu Werten wie Fairness und Respekt des Anderen bekennt. Das finde ich klasse! Ein paar Verbesserungspunkte sind mir dabei noch aufgefallen: ..."

Ich will damit Günter nicht vorschreiben, wie er zu kommentieren hat :blush: ,
sondern nur verständlich machen, was ich ausdrücken wollte:
Dass ich es schade finde,wenn Leute sich bemühen, etwas Gutes auf die Beine zu stellen, und dann vom Publikum leider ausschließlich das (möglicherweise) Unperfekte daran angekreidet wird, anstatt sich auch über das Gute zu freuen.


Mitspieler hat geschrieben:
Günter Cornett hat geschrieben:@Mitspieler:
Ich folge der Einschätzung von Zuspieler
Ich finde es sehr gut, dass es diesen Kodex gibt - obwohl man über einzelne Punkte diskutieren kann.
Das hattest Du so bisher nicht gesagt. Aber freut mich, dass Du es klarstellst.

Günter Cornett hat geschrieben:..mache mir die Mühe, einzelne Punkte zu benennen, die ich für verbesserungswürdig halte, und ernte von dir dafür nur Kritik. Wo bleibt denn da das Positive? Nach deinen eigenen Maßstäben hättest du mich auch loben müssen ... :P
:rolleyes: Das hab ich erwartet, dass so ein Kommentar kommt. :P
Undja, Du hast damit auch in gewisser Hinsicht Recht.
Andererseits unterscheidet sich Deine und meine Kritik dennoch in wichtigen Punkten. Aber das jetzt genauer aufzudröseln würde wie Erbsenzählerei aussehen..
Außerdem: In gewissem Sinne habe ich Dich sogar durchaus "gelobt", indem ich geschrieben habe, dass Du es wahrscheinlich nett meintest und Deine Verbesserungsvorschläge hilfreich waren. :P

Günter Cornett hat geschrieben:Inhaltliche Kritik, die den ursprünglichen Gedanken weiterentwickelt, sehe ich als eine Form der Wertschätzung.
Ja, aber einseitige negative Kritik wird vom Empfänger halt nicht so einfach als Wertschätzung verstanden. :blush:
Welche Form der Wertschätzung wünscht sich der Betroffene wohl?
a) freundlich-respektvoller Umgang, einschließlich ermutigendem "Lob" und hilfreicher "Kritik"
b) nicht gemeckert ist genug gelobt
c) umfangreich gemeckert ist Wertschätzung genug, da braucht es nicht auch noch zusätzliches Lob.
:cool:

Günter Cornett hat geschrieben:Eine [..]Weiterentwicklung fehlt bei dir, findet sich aber doch in meinem Beitrag.
Nö Du, genau diese "Weiterentwicklung" fehlt bei mir nicht. Denn ich habe Deine Kritik am Kodex zu optimieren versucht, indem ich aufgezeigt (sogar als Beispiel unverbindlich vorformuliert :cool: ) habe, wie man eine Kritik am Beeple-Kodex angemessener (respektvoller und wertschätzender) formulieren könnte.

Ich finde Deinen Kommentar an mich (aus dem ich hier zitiert habe) verständlich und sympathisch,
aber ich bleibe dabei: Ich finde es schade,
dass wir Menschen (heutzutage?) oft sofort an allem einseitig herumkritisieren und nur das Negative sehen, anstatt erstmal den Anderen und/oder dessen persönliches Werk wertzuschätzen.

Das hat nichts mit unechtem Schönwettergetue zu tun, denn es schließt angebrachte Kritik nicht aus,
im Gegenteil, ich finde Reflexion und freundliche, angemessene, ehrliche Kritik durchaus hilfreich und nötig!!

Liebe Grüße!
Daniel


Warum Du auf diese Worte von mir derart bösartig reagierst und mich beschimpfst, beleidigst und verleumdest, ist mir schleierhaft. Denn bis dato war unsere Konversation doch freundlich gewesen?

Auf Deine einzelnen Unterstellungen gehe ich nicht weiter ein;
denn jeder, der nochmal nachliest, was ich geschrieben habe, kann sich selber ein Bild machen und sehen, dass ich weder bewusst lüge, noch Dich diffamieren wollte (wie kann man bitte auf so eine Idee kommen?!?), sondern mit meinen Kommentaren eindeutig gute Absichten hatte und mich bemüht hatte, sie verständlich und mit Respekt gegenüber Andersdenkenden zu vermitteln.
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Re: Kodex für Brettspiel-Blogger

Beitragvon Günter Cornett » 17. Oktober 2017, 13:07

Mitspieler, deine Ignoranz ist ja wirklich beispielhaft. Ich hebe hier nochmal die entsprechenden Stellen durch Fettdruck hervor:


Meinen Kommentar hatte ich ausdrücklich eingeleitet mit:

Günter Cornett hat geschrieben:
Prinzipell finde ich es gut, sich durch einen Kodex um Transparenz und Fairness zu bemühen.
Hier fällt mir einiges auf, das verbesserungswürdig ist:



und beendet mit:

Günter Cornett hat geschrieben:
Wie gesagt:
Ich finde einen Kodex grundsätzlich gut, benenne hier nur, was mir spontan als änderungswürdig auffällt.



Dazwischen habe ich die Punkte benannt, die meiner Meinung nach hilfreich sind, den Kodex zu verbessern.

Mitspieler hat geschrieben:
Noch eine Anmerkung zu Deinen Anspielungen auf Günters Kommentare und die Reaktionen darauf:
Mich hatten bei Günters Kritikkommentar nicht die kritischen Inhalte, sondern die Umstände/die "Form" gestört, die den Kritisierten sicher nicht so guttaten: Gleich der allererste Kommentar nach der Kodexpräsentation zählte den Machern ausschließlich auf, was alles daran schlecht sei, ohne die gute Intention und Mühe der Macher auch nur mit einem Wort/kleinen Dank/Lob zu würdigen. .


Soviel Blindheit kann kein Versehen sein. Ergo: du lügst, diffamierst und das im Namen guten Benehmens.
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