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[PEEP] Im Jahr des Drachen

Kritiken und Rezensionen: Wie ist Spiel XY?
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Frank

[PEEP] Im Jahr des Drachen

Beitragvon Frank » 24. Oktober 2007, 15:08

Worum geht es?
Im China ca. 1000 Jahre nach Christus repräsentiert jeder Spieler einen Provinzfürsten und versucht seinen Hof zu entwickeln um so Prestige und Siegpunkte zu gewinnen. Dabei gilt es, zumeist negativen Ereignissen zu trotzen, die für alle Spieler gleichermaßen gelten.
Das Spiel läuft über 12 Runden, die 12 Monate „Im Jahr des Drachen“.

Jede Runde besteht aus 4 Phasen.

In Phase 1 wählt jeder Spieler eine Aktion aus. Es gibt insgesamt 7 verschiedene Aktionen. Diese werden in jeder Runde neu in Gruppen (abhängig von der Anzahl der Spieler, bei 4 Spielern: 2, 2, 2, 1) eingeteilt und auf dem Spielplan platziert. Jeder Spieler wählt nacheinander eine der Gruppen aus und kann dann eine der Aktionen dieser Gruppe ausführen. Interessant ist, dass die Gruppenzusammenstellung zufällig ist und von Runde zu Runde variiert. Zudem kann jede Gruppe kostenfrei nur von einem (!) Spieler gewählt werden. Will ein weiterer Spieler eine Aktion dieser Gruppe ausführen, so kostet ihn das 3 Yuan. Und Geld ist knapp in diesem Spiel! Die Aktionen beinhalten im wesentlichen den Erwerb von Geld, Siegpunkten, Palastausbauten und Objekten die während der Ereignisse nützlich sind.

In Phase 2 holt jeder Spieler eine weitere Person an seinen Hof.
Zu Beginn hat jeder Spieler 2 zweistöckige Paläste und kann sich 2 beliebige Personen (mit geringer Erfahrung) aussuchen, die er in seinem Hof anstellt. Hierbei gilt die Restriktion, dass kein Spieler eine Personenkombination wählen darf, die vor ihm schon ein anderer Spieler gewählt hat (diese Restriktion ist bei uns nicht negativ aufgefallen, macht die Sache für den letzten Spieler aber schon schwieriger). Jeder Spieler hat 11 Personenkarten auf der Hand, 9 davon repräsentieren die im Spiel vorhandenen Personengruppen, 2 weitere Joker ermöglichen es, eine Person mehrfach an den Hof zu holen. Dabei gibt es 6 von 9 Personen mit unterschiedlicher Erfahrung. So weist eine Person mit geringer Erfahrung einen hohen Personenpunktwert auf und einen geringen Bonus, bei einer Person mit hoher Erfahrung ist es umgekehrt.
Personenpunktwert? Auf dem Spielplan gibt es neben der Siegpunktleiste noch eine Personenpunktleiste. Diese dient ausschließlich dazu, die Spielerreihenfolge von Runde zu Runde neu festzulegen. Was zunächst etwas aufwändig klingt, stellt sich im Laufe des Spieles als wichtiges und interessantes (meines Wissens auch innovatives) Element heraus. Entsprechend der ausgespielten Personenkarte holt sich der Spieler eine weitere Person an seinen Hof und rückt die Personenpunkte auf der Leiste vor. Die meisten der 9 Personen bringen den Spielern in der 1. Phase bei der gewählten Aktion einen Bonus, so bringt z.B. der Steuereintreiber den Spielern 3 Yuan extra, wenn sie in der Aktionsphase die Aktion „Geld“ wählen. Hier stellte sich auch immer wieder ein Verständnisproblem heraus, das ich deshalb besonders betonen möchte: Die meisten Personen haben im Grunde keinen eigenständigen Wert, sondern zahlen sich durch die Erhöhung der Belohnung aus, wenn man die entsprechende Aktion in Phase 1 wählt!

In Phase 3 findet ein Ereignis statt. Insgesamt gibt es 6 verschiedenen Ereignisse, von denen jedes zweimal vorkommt. In den ersten beiden Runden ereignet sich: Nichts! Es herrscht Ruhe und das ist auch gut so, denn man muss sich auf die kommenden Ereignisse gut vorbereiten, da diese zumeist negativer Natur sind. Die anderen 10 Ereignisse werden gemischt und in zufälliger Reihenfolge offen platziert. Ein Beispiel was den Spieler so erwartet: Beim Ereignis „Tribut“ muss z.B. jeder Spieler 4 Yuan bezahlen. Kann er dies nicht, muss er für jeden Yuan den er weniger bezahlt, eine Person aus seinem Hof entlassen! Leute, das ist heftig, es ist mir einmal gelungen, ohne Geld in dieses Ereignis zu rutschen und das war der Super-Gau. Generell sollte man versuchen, immer zumindest 3 Yuan zu besitzen um die Option zu haben, eine Aktion auszuführen, die man dringend benötigt, die aber schon ein Spieler vor einem ausgewählt hat. Das Entlassen von Personen aus seinem Hof ist auch das negative Kernelement aller Ereignisse!

In Phase 4 findet eine kleine Wertung statt, die pro Palast (man kann so viele Paläste bauen, wie man mag, jeder darf max. 3 Stockwerke hoch sein und jedes Stockwerk kann eine Person aufnehmen) einen Punkt bringt, ebenso bringt jede Hofdame (eine der 9 Personen) einen Punkt und für erworbene Privilegien (eine der 7 Aktionen) gibt es ebenfalls Punkte.

Nach der 12. Runde gibt es zusätzlich eine Schlusswertung, wo jede Person, die man noch am Hof beschäftigt 2 Punkte bringt. Zudem kann man noch Geld in Siegpunkte tauschen und auch der Mönch greift endlich ins Spiel ein J

Fazit:
Zu Beginn war bei allen Spielern nach der Erklärung eine gewisse Ratlosigkeit festzustellen, wie das denn wohl zu spielen sei. Diese legte sich auch erst nach einigen Spielrunden. Soll heißen, „Im Jahr des Drachen“ bietet nicht gerade den einfachsten Spieleinstieg, aber es lohnt sich. Nach insgesamt 3 Partien mit 6 beteiligten Spielern äußerte keiner etwas Negatives und alle sprachen von einem zumindest guten Spiel mit hohem Wiederspielreiz.
Es bietet sich dem Spieler ein abwechslungsreiches, interessantes und auch anspruchsvolles Spiel. Durch die von Runde zu Runde wechselnde Anordnung der Aktionen und die von Spiel zu Spiel wechselnde Anordnung der Ereignisse, gleicht kein Spiel dem anderen und man benötigt ein sehr variables Spiel. Es stellt zudem eine schöne Herausforderung dar, herauszufinden, ob es vielleicht eine Strategie gibt, mit der man vielleicht doch immer gut klarkommt.
Die Einführung der Personenpunktleiste zur Festlegung der Spielerreihenfolge ist ein innovatives und sehr gelungenes Element! Hier vorne zu liegen, macht vieles einfacher. Obwohl man sagen muss, das in unserer letzten Partie der hier stets Führende, am Schluss Letzter wurde J
Die Ereignisse haben zumeist negative Folgen. Hierauf muss man sich einlassen. Es wäre falsch, dem Spiel vorzuwerfen, dass es sich dabei um ein destruktives Element handelt. Vielmehr steht man ständig vor der Herausforderung, auf der einen Seite seinen Bonus zu optimieren und gleichzeitig den zu erwartenden Malus zu minimieren. Ich persönlich finde das sehr gelungen und ansprechend umgesetzt.
Noch ein Wort zu Stefan Feld und zu „Notre Dame“. Hier wurden im Vorfeld Ähnlichkeiten gepostet. Meines Erachtens haben die Spiele lediglich den gleichen Autoren und sonst aber auch wirklich nichts gemeinsam. Außer, das es beides gute Spiele sind, wobei „Im Jahr des Drachen“ zu Recht in der Anspruchsskala etwas höher liegt als „Notre Dame“. Ich persönlich würde mich freuen, im nächsten Jahr ein Spiel von Stefan Feld zu sehen, das eine 6 auf der Anspruchsskala verdient!
Insgesamt von mir eine klare Empfehlung im Jahrgang 2007!

Frank

PS:
Gehört nicht ins Fazit, aber noch 2 kleine Anmerkungen:
1. In der Spielvorbereitung gilt es, die 90 Personenplättchen in 15 Stapel zu sortieren. Sehr nervig, das. Unbedingt delegieren J
2. Dem Spiel liegen auch Kurzregeln bei. Diese sind auf Personenkartegröße untergebracht, d.h. auf 4x6cm ist im Grunde das ganze Spiel zu lesen. Einer meiner Mitspieler konnte das gar nicht entziffern, alle anderen hatten Mühe. Sorry, aber diese Spielübersichten sind so sinnlos! Ich habe mir geholfen, indem ich sie hochkopiert und auf 180gr Papier ausgedruckt habe. Wenn Ihr auch die Möglichkeit habt, macht es! Eure Mitspieler werden es Euch danken.
Oder spielt es einfach häufig! Schon nach dem ersten Spiel könnt Ihr die Spielübersichten weitgehend zur Seite legen!

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Braz
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Re: [PEEP] Im Jahr des Drachen

Beitragvon Braz » 24. Oktober 2007, 15:42

Hallo Frank,

vielen Dank für deinen schönen PEEP!

Hmmm.....dann werde ich mir das Spiel -sobald ich wieder an Kohle gekommen bin (wird wohl erst wieder in -zig Jahren seinn.. ;) ) - wohl doch zulegen. -> klingt nämlich, als könnte es mir gefallen!

Gruß
Braz

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ode

Re: [PEEP] Im Jahr des Drachen

Beitragvon ode » 24. Oktober 2007, 15:51

Also, ich muss sagen, dass ich doch sehr viele Ähnlichkeiten zu NOTRE DAME sehe. Und zwar in der Art des Spiels, nicht in seinen Mechanismen. Es geht bei NOTRE DAME darum einen Stadtteil zu managen und sich vor den Ratten zu schützen. Bei IM JAHR DES DRACHEN gehts auch darum sich vor diversen Ereignissen zu schützen und dazu muss man auch einiges an Management-Talent besitzen. Ob ich jetzt Personen benutze oder in Stadtteile wirke... Am Ende gehts doch um das Gleiche...

ode.

Nebenbei: Super Spiele! Beide! Und ich muss weiterhin sagen, dass ich auf der Skala NOTRE DAME eher vorne sehe, als anpruchsvoller... Allein schon die Regel finde ich bei IM JAHR DES DRACHEN (= IJDD) viel einfacher und zugänglicher. Die Meachnismen sind viel klarer miteinander verwoben und die Zusammenhänge ersichtlicher (bei IJDD). Ich würde LOUIS und IJDD nicht auf eine Stufe stellen...

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sporb
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RE: [PEEP] Im Jahr des Drachen

Beitragvon sporb » 24. Oktober 2007, 17:01

Bei Notre Dame kann man keine Strategie fahren, da man von den eigenen 3 Karten, den Karten des Nachbarn und den Personenkarten, die alle zufällig aufgedeckt werden, abhängig ist. Auch die Rattenplagenhöhe erfährt man, wenn es zu spät ist. ;-)
Man lebt immer von der Hand zum Mund.
Einzig in der 3.,6. und 9. Runde sind die Karten nicht zufällig, da man sie bei entsprechender Kenntnis und Merken der bereits gespielten Karten genau bestimmen kann.

Im Gegensatz dazu kann man die Personen beim Drachen frei ausspielen (ohne Unwägbarkeiten) und auch die Rattenplage in Form der 12 Ereignisse ist zuvor bekannt.

cu, sporb (Achtung, dieses Posting enthält eine Meinung, wenn nichts anderes dabeisteht!)

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Frank

RE: [PEEP] Im Jahr des Drachen

Beitragvon Frank » 24. Oktober 2007, 17:18

Ich sehe das genauso wie Sporb.
Ja, Stefan Feld hat in Notre Dame mit der Rattenplage ein Ereignis eingeführt, vor dem man sich schützen sollte.
Dieses Element hat er in IJdD variiert und vor allem weiter entwickelt. Es gibt jetzt 4 negative Ereignisse. Jedes tritt zweimal auf. Die Reihenfolge ist bekannt, aber jedesmal anders. Jedes Ereignis erfordert andere Maßnahmen. Also beim besten Willen: Die beiden Spiele haben echt nichts miteinander zu tun ;-)
Sonst wären ja auch alle Würfelspiele gleich oder so. Aber solch banale Vergleiche hatten wir schon anderswo.


Frank

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Gutelaunebär
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Re: [PEEP] Im Jahr des Drachen

Beitragvon Gutelaunebär » 24. Oktober 2007, 19:01

Notre Dame kann man überhaupt nicht mit dem Spiel Im Jahr des Drachen vergleichen.
Im Jahr des Drachen kann man eine gute Taktik fahren, da man alle kommenden Ereignisse sehen kann.
Alle Elemente des Spiels greifen gut ineinander. Auch die Zählleiste für die erworbenen Personenkarten erfüllt einen guten Zweck. Hier wird ausschließlich die Spielreihenfolge für die kommenden Runden ermittelt.
Für mich ist "Im Jahr des Drachen" eins der besten Spiele der Spiel 2007.

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ravn

Re: Im Jahr des Drachen: Spielrundenerfahrung?

Beitragvon ravn » 24. Oktober 2007, 19:37

Bei "Jahr des Drachen" sind ja alle Informationen bekannt. Jeder hat die gleichen Handkarten und die kommenden Ereignisse treffen ebenso alle. Nur weiss ich nicht, wann ich in Relation zu den Mitspielern zum eigenen Spielzug komme und welche Aktionen dann ohne Zusatzkosten möglich sind.

Ist mit diesen Voraussetzung nicht die optimale Siegstrategie möglich oder zumindest bestimmte vorgedachte eigene Spielszenarien, die einen Sieg klar begünstigen, wenn man auf die setzt? Wer das nicht vor der Partie durchdenkt, kann je nach Spielertyp am Brett versuchen, den optimalen Zug zu finden...

Sprich wird das Spiel dadurch nicht ausrechenbar oder grübeln sich Zugoptimierer hier zu Tode, während die restlichen Mitspieler sanft entschlummern? Wie sind Eure Spielerfahrungen bisher?

Auf der SPIEL hatte ich den Eindruck, dass die zwei Mitspieler, die in unserer Runde das Spiel schon kannten uns gnadenlos abgezogen hatten, weil am Ende gab es dann doch zu viele verzahnte Faktoren, die man in der ersten Partie falsch einschätzt in ihrer Wirkung. Mit viel Grübeln konnte ich halbswegs dagegenhalten, während man mit "Bauchzügen" keinen Blumentopf gewinnt. Somit ist das Spiel eher für Spielgruppen geeignet, die vergleichbare Spielerfahrung haben...

Cu/Ralf

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Gregor
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RE: [PEEP] Im Jahr des Drachen

Beitragvon Gregor » 24. Oktober 2007, 20:46

Ich mochte Notre Dame nicht, aber Im Jahr des Drachen war für mich bislang das beste Spiel der Messe. Spricht auch eher gegen eine Ähnlichkeit der Spiele. ;-) Gegenüber Notre Dame finde ich das Spiel durch den anfangs festgelegten Spielverlauf wesentlich übersichtlicher und ich hatte das Gefühl, dass zumindest eine gewisse Richtung vorgegeben ist anstatt "auf dem offenen Meer zu paddeln".

Bislang konnte ich nur eine Partie spielen, darum hätte ich eine Frage:
Hattet ihr ein runaway-leader-Problem ? Das hat zumindest jemand auf boardgamegeek dem Spiel angelastet und ich könnte mir auch gut vorstellen, dass er damit Recht hat.

Gruß
Gregor

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Braz
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Re: [PEEP] Im Jahr des Drachen

Beitragvon Braz » 24. Oktober 2007, 21:22

Gutelaunebär schrieb:
> Für mich ist "Im Jahr des Drachen" eins der besten Spiele der
> Spiel 2007.

Oha...das ist doch mal eine Ansage!


Gruß
Braz

P.S.
Na dann: Das Ding muß ich haben, aber vielleicht bringt es auch ja jemand (z.B. J.E.aus U.) am kommenden Spieletreff mit???? (würde mich freuen ;) )

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Klaus Zündorf
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RE: [PEEP] Im Jahr des Drachen - runaway leader

Beitragvon Klaus Zündorf » 24. Oktober 2007, 21:24

Ich habe das Spiel erst einmal in einer 3er Runde gespielt. Ich hatte schon den Eindruck, dass es sehr schwer ist, den Führenden wieder einzuholen, wenn er einmal davon gezogen ist. Die Kämpfer bringen zwar je Helm einen Punkt zur Aufholung, aber auch diese Aktion muss erst einmal erreicht werden. Und wem dann noch das Geld ausgeht ... das war's dann!
Aber nach einer Partie kann man sich da wohl noch kein endgültiges Urteil erlauben. Man muss sich dieses Problems aber sehr bewusst sein und schon in der zweiten Runde kontern.

Klaus

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Frank

RE: [PEEP] Im Jahr des Drachen - runaway leader

Beitragvon Frank » 24. Oktober 2007, 21:45

Hey Klaus, Dein Runaway-Leader Problem bezieht sich "nur" auf die Personenpunktleiste. Dafür zählen die Helme, bei Wahl der entsprechenden Aktion. Und dort zu führen, heißt noch lange nicht, auch das Spiel zu gewinnen.

Gruß
Frank

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Gregor
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RE: [PEEP] Im Jahr des Drachen - runaway leader

Beitragvon Gregor » 24. Oktober 2007, 21:53

Frank schrieb:
> Und dort zu führen, heißt noch lange
> nicht, auch das Spiel zu gewinnen.

Das stimmt natürlich, aber man kann die anderen für die notwendige Aktion bezahlen lassen oder ihnen gar eine Möglicheit ganz verbauen, wenn sie nicht genug Geldsreserven angelegt haben.

Die Frage ist letztlich, ob bei der stark begrenzten Zahl an Aktionen, die man im Laufe des Spiel ausführt, der Steuereintreiber oft genug genutzt werden kann, um ausreichende Geldreserven zu gewährleisten.

Andererseits hat der auf der Personen-Leiste "führende" Spieler sich diesen Vorteil in der Regel ja auch z.B. durch früh eingesetzte Buddhas "erkaufen" müssen.

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RE: [PEEP] Im Jahr des Drachen - runaway leader

Beitragvon Klaus Zündorf » 24. Oktober 2007, 21:57

Hallo Frank,

ja, das ist natürlich richtig. Aber wer in der Personenleiste führt (und die Führung hält) kann seine Taktik optimal durchhalten, während die Anderen eben Kompromisse eingehen müssen (unerfahrenere Personen mit höherer Punktzahl einstellen), um dort erst einmal wieder die Führung zu erlangen.

Klaus

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Frank

RE: [PEEP] Im Jahr des Drachen - runaway leader

Beitragvon Frank » 25. Oktober 2007, 09:19

Hallo Klaus,
können wir uns darauf einigen, dass die anderen keine Kompromisse eingehen müssen, sondern eben geschickt spielen müssen? Und das ist wahrlich nicht das Schlechteste, was einem ein Spiel abverlangen kann :-)
Übrigens hat in unserer letzten 4er-Partie derjenige verloren, der auf der Personenleiste durchgängig führte und derjenige gewonnen, der (fast) durchgängig hinten lag. Mag der Erste dies noch mit nicht optimalem Spiel selbst verschuldet haben, so hat der Gewinner einfach gut gespielt. Er hat seinen Hof kontinuierlich entwickelt und mußte selten eine Person entlassen. So hatte er zum Schluß 10 Personen in 5 Palästen. Und da ein gut entwickelter Palast ja in jeder Wertung einen Vorteil bringt hat er sich in der Mitte des Spieles kontinuierlich Punkt für Punkt abgesetzt.

Frank

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ode

RE: [PEEP] Im Jahr des Drachen

Beitragvon ode » 26. Oktober 2007, 00:34

Hi!

Das ist ja alles schön und gut. Ihr könnt ja auch gerne eure Meinung haben.

Nur hat das was ihr schreibt nichts damit zu tun, was ich gesagt hab. Es geht mir eben nicht um die Mechanismen. Bei Notre Dame hat auch jeder die gleichen Karten und da werden sie weitergegeben. Bei Im Jahr des Drachen behält sie jeder und kann sie einsetzen, wann immer er will. Was solls! Dass sich die Spiele in der Beziehung unterscheiden will ich ja gar nicht bestreiten.

Ich will die beiden Spiele ja auch nicht über einen Kamm scheren, da hab ich dann evtl. etwas zu sehr die Phrase bemüht.

Aber ich finde die Spiele vom Spielgefühl her ähnlich. Man muss was aufbauen, sich vorbreiten und hat immer ein wenig Sorge, ob das Ereignis einem nicht zu sehr im Nacken sitzt. Dieses Abstimmen der Möglichkeiten mit den wechselnden Anforderungen finde ich bei beiden Spielen sehr gelungen, das macht sie abwechslungsreich.

Ach so, ich klink mich dann jetzt aus der "Notre-Dame-und-Im-Jahr-des-Drachen-sind-die-gleichen-Spiele-nein-doch-nicht-jawohl!-garnicht-jawohol!"-Diskussion aus...
Mein ersteres Posting versteht sich als Gegenstimme zum PEEP, in dem darauf eingegangen wird, was es so an Gerüchten gab, und dass der PEEP-Schreiber das nicht so sieht.
Ich finde es übrigens auch nicht schlimm, wenn sich Spiele ähneln (sonst könnten wir wohl 90% der Neuheiten einstampfen...).

ode.


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