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Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Kritiken und Rezensionen: Wie ist Spiel XY?
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SpieLama
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon SpieLama » 9. September 2016, 19:11

Die Cards-Autoren haben übrigens noch ein zweites Spiel auf den Markt gebracht. Es heißt Fies und funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip, siehe dazu viewtopic.php?f=57&t=386390. In der Diskussion zu Fies haben die Autoren geschrieben:

mattes0102 hat geschrieben:[...] Wir versuchen Spiele zu erfinden, die etwas mit dem Spieler machen. Die aktiv in dein Leben eingreifen und es bereichern können. Ist es nicht interessant zu schauen, wie weit ein Spiel gehen kann? [...]

Fies wurde über Startnext finanziert. Unter https://www.startnext.com/fies schreiben die Autoren:

Unser Ziel ist es Kartenspielen wieder frischen Wind einzuhauchen. Wir möchten Momente kreieren, die abseits von Sieg oder Niederlage funktionieren. Deshalb sind unsere Karten mehr als nur bunte Informationsträger. Jede Karte bietet die Chance den Spieler zu bewegen, zu provozieren, zu fordern, zu verwirren, zu amüsieren, zu blamieren. Unser Spielfeld ist der Spieler selbst. Wir wollen Spiele machen, die keine sind.

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Winston
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Winston » 9. September 2016, 19:35

HDScurox hat geschrieben:Zu dem Punkt, dass man die Karten unterschiedlich auslegen kann: Vollkommen richtig. Ich habe aber gerade bei der Checkliste dargestellt, dass ich absichtlich von einem "Dummbeutel" ausgehe. Sicherlich kann(!) man viele Karten auch anders verstehen und man kann sogar die Regeln vollkommen frei auslegen. Man kann es aber auch als totalen pietätlosen Mist sehen und dieser Meinung bin ich nun Mal :)


an dieser extremen Auslegung ist ja nichts dabei :)
ich kann mir kaum vorstellen, dass man die Hälfte dieser Checkliste tatsächlich in einer Woche machen kann... Workarounds funktionieren ... Legohaus ... Sims gibts auch ;) ...

Bei Karten wo ich mir dachte: "Nein, das mache ich nicht" suche ich immer nach einer Lösung die in meinen Kosmos passt :)

"Im Rausch umdrehen'" kann ich mir alternativ auch vorstellen auf einen Zettel "Rausch" zu schreiben, den auf die Zimmertür zu kleben und sie im Zimmer umzudrehen ... solche Sachen eben :D

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Lorion42
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Lorion42 » 9. September 2016, 20:17

HDScurox hat geschrieben:(...)
Abgesehen davon: Warum wird sich so am "trampen" aufgehängt? Da sind noch weitaus mehr pietätlose Dinge in diesem "Spiel".

Weil ich die anderen Sachen als Humor sehe, der einfach nicht gelungen ist. Niemand wird das Töten auf einer Checkliste als Aufforderung sehen, der nicht gestört ist. Und sei es nur dass er dann mutwillig eine Fliege umbringt. Und das Lachen auf dem Friedhof ist ebenfalls so ein Witz... ich find es nicht lustig, aber ich sehe darin auch keinen großen Tabubruch...

Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen und trotzdem wurde uns immer wieder Angst vor Leuten gemacht bei denen man ins Auto steigt. Ich halte das für albern. Kennst du auch nur einen Fall bei dem so etwas passiert ist? Vergewaltigung ist und bleibt Familiensache in den meisten Fällen. Und zu glauben, dass Gelegenheit Leute zum Verbrecher macht, passt für mich in ein Weltbild bei dem man glaubt ein Brettspiel, Computerspiele, Filme würde Leute zu wirklich üblen Sachen anstacheln...

Ich will das Spiel gar nicht groß verteidigen, da ich es nicht für gelungen halte. Die genannten Beispiele sollen einfach nur lustig sind, sind es aber leider nicht.

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HDScurox
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon HDScurox » 9. September 2016, 21:51

Lorion42 hat geschrieben:
Ich will das Spiel gar nicht groß verteidigen, da ich es nicht für gelungen halte. Die genannten Beispiele sollen einfach nur lustig sind, sind es aber leider nicht.


Ich denke darauf kann man sich einigen. Wie dann jeder individuell damit umgeht, das möchte ich ja keinem vorschreiben :)
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Stein-Schere-Papier » 9. September 2016, 23:02

zuspieler hat geschrieben:Ist es für euch ein Spiel? Ist es tatsächlich pietätlos? Oder ist Cards ein großartiges Beispiel dafür, wie Spiele zum Nachdenken anregen können und uns dazu bringen, unser eigenes Handeln zu hinterfragen?


Für mich ist es kein Spiel, allenfalls ein ein Zeitvertreib. Interessiert mich null.

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Edvard
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Edvard » 9. September 2016, 23:30

@ HDScurox: Hast du mal (nach dem "Spielen") alle Karten ein wenig durchgeschaut? Speziell die Endkarte würde mich "interessieren" (gerne auch per PN).

Ansonsten bin ich vollkommen bei dir. Selbst wenn man einige Sachen spaßig sieht, finde ich zu viele Aufgaben zu deppert...

EDIT: Das passt zu dem anderen Spiel, dass Sebastian oben angesprochen hat und die Autoren verbrochen haben. Die ersten Bilder auf Kickstarter haben mir schon gereicht...
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Throwdown
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Throwdown » 10. September 2016, 00:26

Bin eh kein Freund von Solospielen aber die Vorstellung das jemand alleine in seinem Zimmer probiert mit einem Zollstock (oder ähnlichem)eine Karte umzudrehen bringt mich ja schon fast zum Lachen. Wer es mag. Für mich Geld und Zeitverschwendung (als Vater hat man davon eh zu wenig )
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El Grande
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon El Grande » 10. September 2016, 01:11

Also da schau ich mir lieber "Berlin tag und und Nacht" an, als so ein "Spiel" zu spielen.

@ Harry: Nur weil dir es egal wäre, wenn andere auf deinem Grab tanzen (mir übrigens auch), kannt du das ja nicht verallgemeinern. Zudem ist es m.E. ja nicht pietätlos gegenüber den Toten sondern gegenüber den Trauernden, Angehörigen etc. Ich glaube nicht, dass deine Mutter / Frau / Kinder es lustig fänden, wenn ich vor deinem Grab stehe und lache, auch wenn sie das vielleicht zum Nachdenken anregt, warum ich lache.

Zudem kann man auch zum Nachdenken anregen ohne zu provozieren. Hätte da z.B. ne schönere Checkliste, die genausoviel Mut erfordert:

1. Sag jemanden den du nur beiläufig kennst, was du gut an ihm findest.
2. Lege jemanden eine nette Aufmerksamkeit vor die Tür.
3. Denke über die Ziele nach, die dein Leben bestimmen oder suche dir ein Ziel das du erreichen möchtest.
4. Geh ins Altenheim und höre dir die Geschichten der Bewohner an.
5. Geh in den Kindergarten und lese den Kindern ein Buch vor oder bringe Ihnen ein Lied bei.
6. Übernehme ein Ehrenamt.
7. Schenke zehn Leuten auf der Straße ein Lächeln.
8. Versöhne dich mit jemandem mit dem du dich im Streit befindest.
9. Finde 10 Dinge für die du dankbar bist.
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Lorion42 » 10. September 2016, 01:32

El Grande hat geschrieben:Zudem kann man auch zum Nachdenken anregen ohne zu provozieren. Hätte da z.B. ne schönere Checkliste, die genausoviel Mut erfordert:

1. Sag jemanden den du nur beiläufig kennst, was du gut an ihm findest.
2. Lege jemanden eine nette Aufmerksamkeit vor die Tür.
3. Denke über die Ziele nach, die dein Leben bestimmen oder suche dir ein Ziel das du erreichen möchtest.
4. Geh ins Altenheim und höre dir die Geschichten der Bewohner an.
5. Geh in den Kindergarten und lese den Kindern ein Buch vor oder bringe Ihnen ein Lied bei.
6. Übernehme ein Ehrenamt.
7. Schenke zehn Leuten auf der Straße ein Lächeln.
8. Versöhne dich mit jemandem mit dem du dich im Streit befindest.
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Jerry
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Jerry » 10. September 2016, 08:05

Und ganz unabhängig von der individuellen Bewertung möchte ich nochmal betonen:

Nicht das Spiel, sondern die Rezension bringt zum Nachdenken und das finde ich ausgezeichnet. Ein hartes ins Gericht gehen mit Dingen, die einem persönlich quer gehen ist etwas, das ich mutig und erfrischend finde und das ich mir in unserer Reviewwelt viel häufiger wünschen würde. Allzu oft stürzen wir uns nämlich nur lobhudelnd auf die ach so tollen Top-Titel.

Und klasse dass hier mal wieder richtig was los ist :D

Edit: Bei der Gelegenheit sollten wir auch nochmal über die Neutronenbomben in Eclipse reden :cool:

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Mitspieler
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Mitspieler » 10. September 2016, 08:51

Lorion42 hat geschrieben:Was muss man für ein schlechtes Menschenbild haben, wenn man denkt "per Anhalter fahren" ist etwas gefährliches? [..] Diese Kritik ist irgendwie symptomatisch für unsere moralbefreite, menschenverachtende, individualistische Gesellschaft

Verstehe ich Dein Mich-Zitieren richtig, vermischst Du hier grad zwei Meinungen.

Ich habe nicht gesagt, dass per Anhalter fahren gefährlich sei - ich bin es früher selber ständig, und jetzt nehme ich gern welche mit! Wobei es für Kinder und junge Mädchen/Frauen (auch tagsüber, aber erst recht nachts) wiederum etwas ganz anderes ist und durchaus extrem gefährlich sein kann (nicht das bei mir Mitfahren :rolleyes: )!

Sondern ich meinte, dass die augenscheinlichen Aufforderungen zum Fremdgehen, jemandem Angst einzujagen und anders zu schaden usw gefährlich sein könnten.
Weil, und darauf ist meine Gesellschaftskritik bezogen, es heute weit verbreitet ist, rücksichtslos seinen eigenen Vorteil durchzusetzen und es als cool und spaßig zu empfinden, wenn Andere zu Schaden kommen. Ohne sich dabei groß Gedanken zu machen, was das für sie bedeutet.

Klar, ein reflektierender Mensch geht mit den Karten anders um - etwa so, wie einige (auch ich) es weiter oben schon beschrieben haben:
Entweder nutzt man sie, um sich selber kritisch zu hinterfragen, inwieweit man die Karte leider tatsächlich schon indirekt erfüllt hat ("bin ich in Gedanken fremdgegangen? habe ich in Gedanken schon vor Wut jemandem den Tod gewünscht? usw, das hilft einem vielleicht, sich künftig schon beim "Denken und Fühlen" mehr zu reflektieren),
oder aber man löst die Karten harmlos mit Witz und Kreativität (wie es einige beschrieben haben).

Aber es gibt genügend Leute, für die die Karten absolut ungeeignet wären, weil sie wie folgt damit umgehen würden:
> Jemandem Angst einjagen? Oh geil, die Alte mit dem Rollator von gegenüber, die meckert immer, wenn ich mein Fahrrad an ihren Zaun anschließe, der werd ich aufm Friedhof hinterm Grabstein auflauern und dann sagen "uuhh, ich komm jetzt raus". Wie lustig, die wird dann nen Herzinfarkt kriegen und kann sich dann zu ihm legen! (Oder simpler: die werd ich mit'm Roller mal von hinten so anhupen, dass sie vor Schreck auf ihrem Rollator zusammensinkt, muaahahaha.)
> Fremdgehen? Naja, machen ja alle irgendwie mal.. prahlen sie doch alle in der Schule damit... und meine ist ja eh immer so zickig, die hat's verdient - und ich hab den Spass mit.. verdient.
> jemanden töten? Ja würd ich gern, aber trau mich da net so. (Ok, zusammenschlagen müßte ich .. mal wieder.) Aber töten kann man ja auch Tiere, mal schauen, wo ist grad eins.. da, der Käfer.. *matsch,knack* MUAHAHAA, war das geil!! Wie der noch gezappelt hat!
> Schwangerschaftstest? Hab zwar neulich nicht aufgepasst (der Typ war so süß und Kondom hatte er keins dabei, und Pille vertrag ich nicht), aber ..haha, das ist doch nur ne Karte, das geht doch gar nicht! Aber mal gucken, was passiert, wenn ich draufpisse, die werden sich ja irgendnen Gag dabei ausgedacht haben. Aber das mach ich im Zimmer meiner Schwester, die wird's riechen und denken, scheiße, wieder nachts undicht geworden..
> usw..
Versteht Ihr, was ich meine? Es gibt genug Leute (nicht nur Jugendliche), die die Karten nicht als moralischen Reflektionsanstoß erkennen, sondern ohne viel nachzudenken einfach ihren Spass haben wollen und die Karten einfach geil finden und "wörtlich" umzusetzen versuchen - und damit durchaus andere gefährden. Und selbst wenn die "Gefährdung" nicht passieren sollte, so unterstützen und fördern diese Spiel-Aufträge dennoch dieses rücksichtslose Denken, dass jeder einfach tun kann, was dem Ego Spass macht, egal, ob es Anderen schadet. Das meinte ich mit ethikfreier Gesellschaft, und so ein Denken ist wirklich weit verbreitet, leider!



Darum hätte ich es besser gefunden, dem Spiel eine andere Richtung zu geben:
Lorion42 hat geschrieben:
El Grande hat geschrieben:Zudem kann man auch zum Nachdenken anregen ohne zu provozieren. Hätte da z.B. ne schönere Checkliste, die genausoviel Mut erfordert:

1. Sag jemanden den du nur beiläufig kennst, was du gut an ihm findest.
2. Lege jemanden eine nette Aufmerksamkeit vor die Tür.
3. Denke über die Ziele nach, die dein Leben bestimmen oder suche dir ein Ziel das du erreichen möchtest.
4. Geh ins Altenheim und höre dir die Geschichten der Bewohner an.
5. Geh in den Kindergarten und lese den Kindern ein Buch vor oder bringe Ihnen ein Lied bei.
6. Übernehme ein Ehrenamt.
7. Schenke zehn Leuten auf der Straße ein Lächeln.
8. Versöhne dich mit jemandem mit dem du dich im Streit befindest.
9. Finde 10 Dinge für die du dankbar bist.
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Ja, ich find die Liste auch toll, wobei das leider viele uncool und langweilig finden würden.
Aber trotzdem wär das die richtige Richtung, zum "kreativ-was Gutes-tun" anzuregen. Das wär ideal, aber zumindest hätte man
Mitspieler hat geschrieben:..die Bedürfnisse der "suchenden Spieler" doch lieber mit tollen, spannenden, kreativen und mutigen Aufgaben befriedigen können, die nicht ethisch sehr fragwürdig sind!
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Rei
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Rei » 10. September 2016, 09:13

Ich kenne solche Leute nicht, die du beschreibst. Brettspiele sind in der Allgemeinheit nicht cool. Für ein größeres Publikum müssten erst mal die großen Läden wie Kaufhof und Müller das Spiel in die Regale stellen. Und selbst dann würden die meisten Käufer, die nach dem Titel und der Rückseite gehen, wohl eher vom Spiel enttäuscht sein, ein paar weitere Karten lesen und es dann für doof befinden. Schade wäre es, wenn man dadurch Brettspiele wieder generell abhakt.

Da die Spieleranzahl 1 ist, werden aber wohl nur sehr wenige das Spiel als Spontankauf mitnehmen.

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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Lorion42 » 10. September 2016, 09:49

Mitspieler hat geschrieben:Ich habe nicht gesagt, dass per Anhalter fahren gefährlich sei - ich bin es früher selber ständig, und jetzt nehme ich gern welche mit! Wobei es für Kinder und junge Mädchen/Frauen (auch tagsüber, aber erst recht nachts) wiederum etwas ganz anderes ist und durchaus extrem gefährlich sein kann (nicht das bei mir Mitfahren :rolleyes: )!

Das ist genau das was ich meinte: ich glaube nicht, dass es gefährlich ist. Ich halte es für junge Mädchen und Frauen nicht gefährlicher als allein in der Straßenbahn zu sitzen. Wenn man das für gefährlich hält hat man mMn ein sehr schlechtes Bild von seinen Mitmenschen. Weil das würde bedeuten, dass man glaubt die ganze Welt ist voller Vergewaltiger, die nur auf so eine Gelegenheit warten. Außerdem glaub ich nicht, dass jemals so ein beschriebenes Unglück passiert ist. Das einzig was ich mir vorstellen kann, ist dass jemand der es darauf ausgelegt hat, Leute gefragt hat, ob er sie mitnehmen soll. Zufällig selbst eine Mitfahrgelegenheit zu suchen und dann zufällig an einen Soziopathen zu geraten halte ich für unglaublich unwahrscheinlich.

Und ebenso ist es mit den beschriebenen Leuten, die einfach so fremdgehen würden, nur weil sie es zufällig gelesen haben. Auch hier scheint es das Menschenbild zu geben: Viele Menschen warten nur auf eine Gelegenheit, um andere zu verletzen und deshalb darf man ihnen keine Gelegenheit geben, sonst passiert Sodom und Gomorrha. Ich halte die Menschen nicht für so schlecht.

Was ich mir dagegen schon vorstellen kann, ist dass jemand glauben könnte die Karte sei ein ernsthafter Schwangerschaftstest... aber selbst dann ist das nur ein kleiner Schock und man würde sich mit Sicherheit einen weiteren kaufen oder eine Freundin fragen... in dummer Scherz. Ebenso wie der "Du bist tot" Streich. Es ist gemein, gefällt mir nicht und ich finde es in Ordnung das zu kritisieren. Aber ich sehe darin keine Gefährdung unserer Gesellschaft.

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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon HDScurox » 10. September 2016, 10:09

Lorion42 hat geschrieben:Das ist genau das was ich meinte: ich glaube nicht, dass es gefährlich ist. Ich halte es für junge Mädchen und Frauen nicht gefährlicher als allein in der Straßenbahn zu sitzen. Wenn man das für gefährlich hält hat man mMn ein sehr schlechtes Bild von seinen Mitmenschen. Weil das würde bedeuten, dass man glaubt die ganze Welt ist voller Vergewaltiger, die nur auf so eine Gelegenheit warten. [...] Aber ich sehe darin keine Gefährdung unserer Gesellschaft.


Also ganz ehrlich: Ich fahr jetzt Nachts S-Bahn seit ich ca. 16 bin. Heute bin ich fast 25. Aber in einem Abteil alleine zu sitzen, hier in Offenbach / Frankfurt am Main - halte ich für eine äußerst blöde Angelegenheit. Ich hab mittlerweile sicher 5 bis 6 "versuchte Überfälle" hinter mir. Da stehen sie dann zu 4. mit dem Messer vor dir und wollen deinen Geldbeutel und dein Handy. Das ist erst besser geworden, seit die Bahn flächendeckend Securities ab 20 Uhr in den Bahnen einsetzt. Und glaubst du die macht das zum Spaß? Weil es so günstig ist Geld für flächendeckende Security auszugeben? Nein, weil es gebraucht wird. Überfälle, Bedrohungen und Co haben in der S-Bahn "überhand" genommen (Bedeutet: Sind öfter passiert als man es dulden will).

So eine Sicht der Dinge hängt auch immer von der eigenen Lebenswirklichkeit ab. Aber das ist meine. Das erste Mal überfallen wurde ich in der 5. Klasse auf dem Schulweg nach Hause. Das zweite Mal in der 8. nach einem Schulfest.
Ich lass mir davon aber kein "negatives Menschenbild" unterstellen. Das habe ich gewiss nicht. Ich drifte auch nicht wie viele andere denen es so ging in simplen Rassismus und ähnliches ab. Aber ich habe es erlebt und verhalte mich dementsprechend vorsichtig.

Übrigens sehe ich in Cards auch keine Gefährdung der Gesellschaft. Dafür ist es viel zu unbedeutend. Es ist aber halt einfach nur totaler Mist.
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Jerry » 10. September 2016, 10:21

Mitspieler hat geschrieben:Sondern ich meinte, dass die augenscheinlichen Aufforderungen zum Fremdgehen, jemandem Angst einzujagen und anders zu schaden usw gefährlich sein könnten. [...]
Versteht Ihr, was ich meine? Es gibt genug Leute (nicht nur Jugendliche), die die Karten nicht als moralischen Reflektionsanstoß erkennen, sondern ohne viel nachzudenken einfach ihren Spass haben wollen und die Karten einfach geil finden und "wörtlich" umzusetzen versuchen - und damit durchaus andere gefährden.


Das ist das gute alte "denk doch an die Kinder" Argument.
Wird je nach Dekade und Kulturbereich gerne angewendet auf:

- Egoshooter
- Rockmusik
- Entblößte Brüste
- Die Hippiebewegung
- Comics
- Zombiefilme
- Schweinchen Dick (erinnert sich außer mir jemand an die Diskussion über diese Cartoonreihe in den 70ern?)

Ich lasse ja gelten, dass jemand "Cards" öde findet oder gezwungen lustig. Kann auch verstehen, dass es viele Menschen gibt, die mit der provokativen Art nicht zurecht kommen (brauchen wir einen Safe Space bei spielen.de)?

Aber "Cards verdirbt die Gesellschaft" ist dann doch eine Überhöhung, die das Spiel nicht verdient hat. Glaubst du ernsthaft, dass sich jemand angeregt durch eine Karte zu einem Seitensprung hinreissen lässt?

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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Jerry » 10. September 2016, 10:32

Winston hat geschrieben:ich kann mir kaum vorstellen, dass man die Hälfte dieser Checkliste tatsächlich in einer Woche machen kann... Workarounds funktionieren ... Legohaus ... Sims gibts auch ;) ...
Bei Karten wo ich mir dachte: "Nein, das mache ich nicht" suche ich immer nach einer Lösung die in meinen Kosmos passt :) "Im Rausch umdrehen'" kann ich mir alternativ auch vorstellen auf einen Zettel "Rausch" zu schreiben, den auf die Zimmertür zu kleben und sie im Zimmer umzudrehen ... solche Sachen eben :D


Bravo!
Genau das ist die kreative Herangehensweise, die aus einem vermeintlich empörenswerten Machwerk eine interessante Denksportaufgabe machen kann.

So, und jetzt ziehe ich meine Turnschuhe an und machen ein paar Dutzend Seitensprünge.

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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon HDScurox » 10. September 2016, 11:39

Jerry hat geschrieben:
Aber "Cards verdirbt die Gesellschaft" ist dann doch eine Überhöhung, die das Spiel nicht verdient hat. Glaubst du ernsthaft, dass sich jemand angeregt durch eine Karte zu einem Seitensprung hinreissen lässt?


unabhängig was ich von dem "verdirbt die Gesellschaft" halte. Wegen dem Seitensprung: Ja. Was ich als Pädagoge so in der Schule erlebe, lässt mich durchaus zu dem Schluss kommen, dass es Menschen gibt, die so gut wie alles tun, zu dem sie von irgendwas vermeintlich spaßigen aufgefordert werden. Sad but true =(
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Rei » 10. September 2016, 11:58

Ist das heute so viel anders als früher in der Schule? Gruppenzwang gab es doch schon immer.

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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Jerry » 10. September 2016, 12:00

HDScurox hat geschrieben:Was ich als Pädagoge so in der Schule erlebe, lässt mich durchaus zu dem Schluss kommen, dass es Menschen gibt, die so gut wie alles tun, zu dem sie von irgendwas vermeintlich spaßigen aufgefordert werden.

Die Prämisse ist korrekt, die Schlußfolgerung nicht.

Klar gibt es Menschen, die sich zu allem möglichen abseitigen hinreißen lassen. Die Liste ist endlos lang. Aber wie willst du darauf reagieren? Kein "Need for Speed" mehr zocken, weil Raser Menschen totfahren? Keinen Alkohol mehr verkaufen, weil sich Menschen tottrinken? Pulp Fiction zensieren wegen der schlimmen Beleidigungen? Die Tagesschau abschaffen, weil da realer Mord & Totschlag gezeigt wird? Das ist ein Rennen, das du nicht gewinnen kannst.

Sei doch so ehrlich und sag: dass du dich von dem Spiel unnötigt provoziert fühlst. Ist doch ok. Mich regen auch Dinge auf, die andere kalt lassen. Aber schieb doch nicht dern Schutz der Gesellschaft und den Verfall von Sitte und Moral vor. Das ist einfach ne Nummer zu groß für so'n billiges Spiel.

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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon HDScurox » 10. September 2016, 12:10

Jerry hat geschrieben: Aber schieb doch nicht dern Schutz der Gesellschaft und den Verfall von Sitte und Moral vor. Das ist einfach ne Nummer zu groß für so'n billiges Spiel.


Das wird mir hier von Anfang an in den Mund gelegt, ohne das ich es meines Wissens nach irgendwann so geäußert hätte. Ich sag doch: Das Spiel ist einfach ganz großer Mist und kommt bei mir mit seinem pietätlosen pseudo-witzigen Kram nicht an. Das kann ja jeder sehen wie er mag :)
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Jerry » 10. September 2016, 14:23

HDScurox hat geschrieben:Das wird mir hier von Anfang an in den Mund gelegt, ohne das ich es meines Wissens nach irgendwann so geäußert hätte.


Sorry, du hast recht. Habe die Aussagen eines anderen Foristen fälschlicherweise dir zugeschrieben. Mea culpa!

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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Lorion42 » 10. September 2016, 17:31

HDScurox hat geschrieben:
Lorion42 hat geschrieben:Das ist genau das was ich meinte: ich glaube nicht, dass es gefährlich ist. Ich halte es für junge Mädchen und Frauen nicht gefährlicher als allein in der Straßenbahn zu sitzen. Wenn man das für gefährlich hält hat man mMn ein sehr schlechtes Bild von seinen Mitmenschen. Weil das würde bedeuten, dass man glaubt die ganze Welt ist voller Vergewaltiger, die nur auf so eine Gelegenheit warten. [...] Aber ich sehe darin keine Gefährdung unserer Gesellschaft.


Also ganz ehrlich: Ich fahr jetzt Nachts S-Bahn seit ich ca. 16 bin. Heute bin ich fast 25. Aber in einem Abteil alleine zu sitzen, hier in Offenbach / Frankfurt am Main - halte ich für eine äußerst blöde Angelegenheit. Ich hab mittlerweile sicher 5 bis 6 "versuchte Überfälle" hinter mir. Da stehen sie dann zu 4. mit dem Messer vor dir und wollen deinen Geldbeutel und dein Handy. Das ist erst besser geworden, seit die Bahn flächendeckend Securities ab 20 Uhr in den Bahnen einsetzt. Und glaubst du die macht das zum Spaß? Weil es so günstig ist Geld für flächendeckende Security auszugeben? Nein, weil es gebraucht wird. Überfälle, Bedrohungen und Co haben in der S-Bahn "überhand" genommen (Bedeutet: Sind öfter passiert als man es dulden will).

Ich wurde bisher einmal überfallen. Und ja ich halte Nachts in der U-Bahn zu sitzen auch für potentiell gefährlich... da glaub ich per Anhalter zu fahren ist sicherer ;)
Aber ich halte jetzt einfach mal mein Maul :rolleyes:

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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Mitspieler » 11. September 2016, 01:07

@Lorion und
@Jerry

Eure mehrfachen Kommentare (ich hab keine Lust mehr, sie hier nochmal zu zitieren), in denen Ihr u.a. mir spießige Schwarzmalerei, miesepetriges Menschenbild und und Unkenntnis der Gesellschaft unterstellt, beweisen einfach, dass Ihr diejenigen seid, die keine Ahnung haben, was da draußen abgeht. Und nicht nur in Problemvierteln und Hauptschulen, sondern auch an Berufsschulen, Gymis und teilweise Universitäten!

Ja, man braucht das auch nicht alles zu wissen.
Aber dann unterstell mir bitte nichts, Lorion.
Und spart Euch bitte die Überheblichkeit, vor allem Du, Jerry. Oder ist es Dir einfach scheißegal, wie Jugendliche heutzutage drauf sind (natürlich nicht alle, aber sooo viele..),
und was ihnen alles tatsächlich zustößt, weil scheinbar niemand für sie da ist (bzw sie niemanden kennen oder niemandem mehr vertrauen), und sie mit dem ganzem Müll-Input nicht klarkommen? :(

Wer dagegen als Lehrer, Jugendsozialarbeiter, Seelsorger, Facharzt, Polizist oder Rettungssani unterwegs ist oder einfach nur mal hinter die Kulissen geschaut hat, wird wissen, dass hinter meinen (teilweise etwas augenzwinkernd ausgedrückten) Beispielen, wie so mancher mit den Karten umgehen würde, reale Erlebnisse stecken - und zwar leider, leider alltägliche.
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Actaion » 11. September 2016, 03:40

zuspieler hat geschrieben:Die Cards-Autoren haben übrigens noch ein zweites Spiel auf den Markt gebracht. Es heißt Fies und funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip, siehe dazu viewtopic.php?f=57&t=386390. In der Diskussion zu Fies haben die Autoren geschrieben:

mattes0102 hat geschrieben:[...] Wir versuchen Spiele zu erfinden, die etwas mit dem Spieler machen. Die aktiv in dein Leben eingreifen und es bereichern können. Ist es nicht interessant zu schauen, wie weit ein Spiel gehen kann? [...]

Fies wurde über Startnext finanziert. Unter https://www.startnext.com/fies schreiben die Autoren:

Unser Ziel ist es Kartenspielen wieder frischen Wind einzuhauchen. Wir möchten Momente kreieren, die abseits von Sieg oder Niederlage funktionieren. Deshalb sind unsere Karten mehr als nur bunte Informationsträger. Jede Karte bietet die Chance den Spieler zu bewegen, zu provozieren, zu fordern, zu verwirren, zu amüsieren, zu blamieren. Unser Spielfeld ist der Spieler selbst. Wir wollen Spiele machen, die keine sind.


Den Ansatz an sich finde ich ja legitim. Ist sicher nicht jedermanns Sache, aber es gibt bestimmt eine Zielgruppe.

Allerdings frage ich mich schon, wenn sie " versuchen Spiele zu erfinden, die etwas mit dem Spieler machen", wobei "Jede Karte bietet die Chance den Spieler zu bewegen", warum das dann zum Großteil negative Dinge sein müssen.

Wobei diese Liste von El Grande natürlich zu pädagogisch ist. Die Jugendlich wollen ja auch Spaß haben, wenn man dan nur mit so Gutmenschen-Aufgaben kommt, wird es wohl in der Zielgruppe nicht ankommen.
Aber man kann ja auch einen Mittelweg finden, lustige Aufgaben aber ab und zu auch was "gutes" dabei, was nicht zu langweilig ist.

Was aber "Töten" auf der Liste zu suchen hat, versteh ich echt nicht.
Klar hab ich auch schon getötet, Mücken etc, fall s man das zählt, aber dann ist es trivial und hat wohl fast jeder schon gemacht.
Auf jeden Fall eine völlig überflüssige Aufgabe, da da ja auch nichts lustiges dran ist, und es zumindest je nach Situation zu unnötiger Tierquälerei auffordert. Also das finde ich auch völlig daneben.
Auch das mit dem fremdgehen. Von mir aus kann man da ja gerne irgendwelche Sex-Sachen reinpacken, wie z.B. Sex im freien o.Ä, aber das Leute wegen des Spiels fremdgehen, , wäre sicherlich ne ziemlich blöde Sache.
Die Aufregung über das Anhalter fahren verstehe ich allerdings nicht.

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Lorion42
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Re: Cards: das schlechteste Spiel der Welt?

Beitragvon Lorion42 » 11. September 2016, 09:01

Mitspieler hat geschrieben:@Lorion und
@Jerry

Eure mehrfachen Kommentare (ich hab keine Lust mehr, sie hier nochmal zu zitieren), in denen Ihr u.a. mir spießige Schwarzmalerei, miesepetriges Menschenbild und und Unkenntnis der Gesellschaft unterstellt, beweisen einfach, dass Ihr diejenigen seid, die keine Ahnung haben, was da draußen abgeht. Und nicht nur in Problemvierteln und Hauptschulen, sondern auch an Berufsschulen, Gymis und teilweise Universitäten!

Ja, man braucht das auch nicht alles zu wissen.
Aber dann unterstell mir bitte nichts, Lorion.
Und spart Euch bitte die Überheblichkeit, vor allem Du, Jerry. Oder ist es Dir einfach scheißegal, wie Jugendliche heutzutage drauf sind (natürlich nicht alle, aber sooo viele..),
und was ihnen alles tatsächlich zustößt, weil scheinbar niemand für sie da ist (bzw sie niemanden kennen oder niemandem mehr vertrauen), und sie mit dem ganzem Müll-Input nicht klarkommen? :(

Wer dagegen als Lehrer, Jugendsozialarbeiter, Seelsorger, Facharzt, Polizist oder Rettungssani unterwegs ist oder einfach nur mal hinter die Kulissen geschaut hat, wird wissen, dass hinter meinen (teilweise etwas augenzwinkernd ausgedrückten) Beispielen, wie so mancher mit den Karten umgehen würde, reale Erlebnisse stecken - und zwar leider, leider alltägliche.

Es tut mir leid, falls du irgendwelche fiesen Sachen erlebt hast oder jemand aus deinem Bekanntenkreis. In meinem Umfeld kenne ich da halt nichts dergleichen. Also ja ich wurde schonmal ausgeraubt. Ich habe Freundinnen die schonmal vergewaltigt wurden und sexuell belästigt. Aber das scheint nichts mit mir gemacht zu haben. Es tut mir leid, falls du dich beleidigt gefühlt hast. Frieden?


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